DE1908892U - Presse zur herstellung von quaderfoermigen formstuecken aus schuettguetern. - Google Patents
Presse zur herstellung von quaderfoermigen formstuecken aus schuettguetern.Info
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Dipl.-lng. W. PAAP U PfAObMdJ2i,^..3J
)ipl.-lng. H. MITSCHERLICH ^«"""",»"i^ei
~ CT Telefon: 2 9 66 84
)ipl.-lng. K. GUNSCHMANN
PATENTANWÄLTE
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G-ebrauchsmusteranmeldung B 48 285/58b Gm
Basler Würfel, Arnold Küster9
Basel / Schweiz
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Presse zur Herstellung von qua,derförmigen gormstücken aus
Schüttgütern
~~~7
Me Heuerung betrifft eine Presse zur Herstellung von
quaderförriigen formstücken aus Schüttguts wie z.B. G-riesszucker
oder dergl.
Die bis jetzt bekannten Pressen dieser Art weisen eine Matrize auf, mit der ein darunter angeordneter, beweglicher
Stempel zusammenwirkt. In einer anderen bekannten Ausführungs^ art dieser Presse wirken mit der Matrize zwei bewegliche Stempel
zusammen, von denen der eine oberhalb und der andere unterhalb der Matrize angeordnet ist. Die beiden Stempel bewegen
sieh hier somit gegenläufig. Bei beiden Ausführungsarten wird also anlässlich des Pressvorganges, das in den Millräumen der
Matrize vorhandene Schüttgut nur in der Bexfegungsrichtung der
Stempel gepresst. Diese Mllräume werden dabei nur in der
Höhenriehtung, nicht aber in Bezug auf ihren senkrecht dazu
liegenden Querschnitt vermindert, was sieh insofern nachteilig auswirkt, als die gepressten Formkörper nur auf ihren
den Presstempeln zugekehrten Seiten genügend haxt werden. Λχι
den übrigen Seiten, die keinem direkten Pressdruck ausgesetzt sind, tritt keine genügende Erhärtung der Formkörper ein, so—
dass diese letzteren an den entsprechenden Kanten leicht abbröckeln. Sucht man aber z.B. bei Griesszueker dieser Gefahr
durch Anwendung höherer Pressdrüoke zu begegnen, so verlieren
die (piaderfönaigen Euekerstüeke infolge Zerstörung der Zuckerkristallstruktur,
das gewünschte* kristallglänzende Aussehen und werden, wi® der Fachmann es ausdrückt, matt und mehiweiss.
Bei einer bekannten Leksisiegelpresse wird eine abgepasste
Leluaaenge zuerst ämeek zwei Kolben sissaiaaengepresst,
die in waagerechter Sichtung gegeneinander beilegt werden,
dann durch einen in lotrechter Biehtuag bewegliehen Kolben
in eine Hohlform hinab gedruckt, dann in dieser Hohlform durch
einen waagerecht beweglichen Machpresskolben zusammengepresst, der so erzeugte Quader durch einen Schieber noch weiter nach
unten befördert und sehliesslich durch einen Jlussehiebekolben
ausgesehoben» Mit dieser Presse kann jeweils nur ein einziger
Ziegel gepresst werden und es sind für den Pressvorgang allein 6 bewegliche Seile (Kolben oder Schieber) erforderlich.
Demgegenüber sollen mit der Presse nach der !feuerung mit
eines Arbeitsgang eine grössere Ansah! von Formsttteken gleich-
zeitig gepresst werden und zudem soll die Zahl der für den
eigentlichen Pressvorgang erforderlichen beweglichen Seile
verringert werden·
Die Steuerung geht aus von einer Presse sur Herstellung
von quaderfönaigen EOrrastüeken aus Schüttgut,, wie 2.B. öriesssucker
oder dgl.» durch Zusammenpressen des Schüttgutes in.
swei aufeinander senkrecht stehenden Ebenen.
Die Neuerung besteht darin, dass die das Schüttgut aufnehmende Matrize aus zwei kammartigens im Grundriss rechteckige Zähne auf v/ei senden Matrisenhälften bestellt t von denen
die Zähne der einen Hälfte den Zahnlücken der anderen Hälfte gegenüber stehen und die eine horisontsl verlaufend© Helativ—
bewegung aufeinander zu und voneinander weg auszuführen im
Stand© sisid? und dass auf einem unterhalb der beiäsa Matrizenhälften angeordnet en 9 auf und ab "beweglichen Stempel Press—
nocken angeordnet sind, die den von den Zahnlücken beider Matriaenhälften gebildeten jJullräumen entsprechen·
Bs ist zwar schon eine Presse feekaiint, deren Pressform—
körper eine Anssahl von Itxllräumen aufx-ieist und deren allen
Füllräumen gemeinsamer Stempel eine kaimafönaige form hat. Iber
mit dieser Presse kann das Pressgut nur in einer einzigen Pachtung und nicht in swei aufeinander senkrecht stehenden
Eichtungen zusammengepresst werden.
Mach einem weiteren Vorschlag der Heuerung ist dem Press-
nocken des Stempels eine ortsfeste Stempelführungsplatte mit
recht eckigen Burehtrittsöffnungen für die Pressnocken
* auf der die Matrizenhälften gleifbar aufliegen*
Ss ist bereits eine Presse mit mehrerens im Pressentiseh
vorgesehenen» das Pressgut aufnehmenden lormöffnungen bekannt»
die unten durch je einen Presstempel abgeschlossen sind» Beim
Auf- und Abwärtshub x^erden diese Pressteiapel "von den Wandungen
der im Querschnitt rechteckigen Pormöffaungen geführt· Es
fehlt aber hier eine zweiteilige Matrize» die gleitbar auf
dem die Stempel führenden JExesstiseh aufliegt.
lach einem weiteren Yorsehlag der Steuerung ist auf den
beiden Matrisenhälften ein in der Längsrichtung der Zähne verschiebbar,
zur Aufnahme des Schüttgutes bestimmter Mllrahmen
vorgesehen, von dem mindestens einer seiner Längsschenkel so
breit ist, dass er in einer Yersohiebungslage mit seiner Auflageseite
den oberen Abschluss der in den beiden Matrizenhälften vorhandenen MillrEume bildet,
Bs ist eine Presse bekannt, bei der die im Pressentisch
über den Presstempeln vorgesehenen Mllräume dadurch ©it dem
Pressgut gefüllt werden, dass ein mit dem Pressgut gefüllter* rahaenför-sKiiger Mllkasten über die Mllräume hinweg geführt
v/ird» Als Widerlager für den durch die Presstempel ausgeübten
Pressdruck dient hier ein besonderer Presskeil, während bei der Presse nach der feuerung der hierzu besonders breit aus—
geführte eine Mngssehsnkel des raimenförmigen Mllrähmeas
als Widerlager dient.
Auf der "beiliegenden ZeiGhmmg ist ein Äusführungsbei—
spiel des Anmel&u&gsgegenstandes veranschaulicht.
lig. 1 ist eine perspektivische Ansicht der Presse mit
zur besseren ITeransehaulichung ihres Aufbaues abgeschnitten
gezeichneten Seilen derselben und unter Weglasssing der er-*
forderlichen Antriebsmittel für die anlässlich des Press-Vorganges eine Ifersehiebungsbewegung ausführenden Seile und
Pig. 2, 3 und 4 sind senkrechte Schnitte dm'oh die Presse
gemäss lig· 1 bei verschiedenen Phasen des Pressvorganges.
Die Presse gemäss lig. 1 hat eine waagrecht angeordnete
Matrize» die sich aus zwei tejssartigen9 im Clrandriss recht—
eckig© Zihne aufweisenden Mstrizenhälften _a und h susamsiensetst»
von denen die Sahne der einen MatrisenMlfte den 2ahn~
lüeken der anderen Matrisenhälfte gegenüberstehen. Diese
beiden Matrizenhälften sind in der x-iaagreehten Ebene in hier
nicht geseigter Weise geführt und stehen in friebverbindung
mit hier ebenfalls nicht geseigten Antriebsmitteln, die sie im Betrieb der Presse im gleichen Safet innerhalb festgesetzter
Grenzen aufeinander zn und voneinander X'/eg bewegen. Die Zahnlücken beider Matrisenhälften a, und b_ bilden in einer gewissen
Zustandstellung der Matrize, in der die Zähne der einen
Matriseiihälfte lait ihrem vordersten Ende in die Zshnlüclten
der anderen Matrizenhllfte eingreifen, zwei Heihen !Mllrättme,
in die von oben her das zu verarbeitende Schüttgut^ wie ζ·Β.
GrriesssuclEer* eingefüllt wird. |)as füllen dieser Mllräume
erfolgt mittels eines auf den Matrizeiihälften s, und Ib angeordneten,
in der Längsrichtung der Zähne dieser letzteren in liier ebenfalls nicht gegeigter Weise in einem mit den Bewegungen
der übrigen Seile atoge stimmt en !hythisiis Mn- lind herbewegten
lüllkasten δ,, der einen Torrat an (Jriesssueker enthält und ständig nachgefüllt wird« Zu diesem 2weeke Itann
dieser Mlllrasten c^ Mittels einer flexiblen Zuleitung mit
einem Vorratsbehälter in Verbindung stehen* Wie aus Fig* 1 hervorgellt j hat der füllkasten die !form eines eine gewisse
Füllhöhe aufweisenden, rechteckigen Eahmens9 in dessen Kill—
"bereich sämtliches von den beiden Matrizenhälften ja und b
gebildeten I-üllräume liegen. Der eine der beiden Längsschenkel
des füllluastens £, ist um so viel breiter als der andere, dass
er in einer gewissen Sustandslage der Presse 9 mit seiner unteren
Auflagefläche gleichzeitig einen oberen Abschluss für die von den beiden Matriaenhälften gebildeten Mllräuiae bildet.
Mit der zweiteiligen Matrize jts b^ wirkt von unten her ein
in der senkrechten Mehtung bewegter Stempel el susaaiiEea., der
auf seiner oberen Seite den Mllräuaen der Matrise entspre—
ehend gefonate und angeordnete Pressnoeken J. auf v/eist,, die
in einer mit rechteckigen Löchern versehenen^ auf swei seitliehen
Srag^-zangeii ,e gelagerten führungsplatte J* geführt sind.
·» 7 —
Im folgenden ist die Arbeitsweise der oben erläuterten
Presse, von der Zustandslage gemäss Pig. 1 derselben ausge-
/
hend, anhand der Mg. 2, 3 wnd 4 beschrieben.
hend, anhand der Mg. 2, 3 wnd 4 beschrieben.
In der Zustandslage gemäss Fig. 1 nimmt der Stempel jl
seine unterste Lage ein» in welcher die obere Seite der
nocken ja in den Löchern der Führungsplatte f_ leicht versenkt
liegt* Die beiden Matrizenhälfteii a, und _b sind so weit τοη-einander
gerückt, dass die einander zugekehrten Stirnflächen der Zähne beider Matrizenhälften theoretisch in der gleichen
Ebene liegen. Der Füllkasten j3 umfasst seinerseits mit dem
Sand seiner Füllöffnung sämtliche Zahnlücken, die in dieser Zustandslage der Presse alle mit Griesszucker gefüllt sind.
Ton dieser Zustandslage der ieile ausgehend setzt die
erste lewegungsphase ein» anlässlieh v/elcher der Fällkasten &
von seiner in Fig. 2 in strichpunktierten Linien gezeigten Lage (Fig. 1 entsprechend) in die in voll ausgezogenen Linien
gezeigte Lage verschoben wird. Dabei streift der breitere Längsschenkel des Füllkastens c_ den in ihm vorhandenen G-riess—
zucker weg und bildet mit seiner unteren Auflagefläche einen oberen Abschluss für die Füllräume der Matrize, wie oben bereits erwähnt wurde. Unmittelbar darauf wird der Stempel jl
leicht angehoben* bis die Oberfläche der Pressnoeken des
Stempels bündig mit Oberfläche der Stempelführungsplatte f ist. Der in den Zahnlücken der Matrizenhälfte a, und b, vorhandene
Griesszucker wird daher von unten her in senkrechter Richtung
einem ersten, dem kurzen Stempelhub entsprechend kleinen
Pressdruck ausgesetzt, wodurch der öriesszucker auf einer der
Oberfläche der Pressnoeken entsprechenden Fläche eine leichte
Erhärtung erfährt.
Mun setst die zweite Bewegungspkase ein, anlässlieh
xtfelcher die Presse in die SfastandsstelluBg gemäss Fig. 3
überführt wird. Me beiden Matrizenhälften sind dalbei soweit
gegeneinander gerückt worden, dass die Zähne der einen Matrizenhälfte mit ihrem vordersten Ende um einige Millimeter
in die Zahnlücken der anderen Matrizenhälfte eingreifen. Dadurch
ist also der in den Millräuiaen der beiden Matrizenhälften
vorhandene G-riesssucker in entsprechender Weise nun auch einem
aweiten, seitlichen Pressdruck ausgesetzt worden, sodass kompakte,
der rechteckigen Grundrissform der Zahnlücken entsprechende,
kantenfeste Euckerquader (im Yolksmunde Zuckerwürfel
genannt) entstehen.
Anlässlich der nächsten Bewegungsphase wird der Füll— kasten in Richtung seiner Jknfangs"bewegung um einen Schritt
weiter bewegt und gelangt in die in !ig. 4 gezeigte Lage, in der die Püllräume der Matrisenhälften freigelegt sind. Unmittelbar
darauf führt der Stempel d. eine weitere Hubbewegung
aus, Ms die obere Fläche der Pressnocken d. bündig mit der
Oberfläche der ifetrizeiihälften a J>
liegt. Die Zuekerquader sind dabei aus den Füllräumen der Matrizenhälften ausgestossen
worden, wie in Fig. 4 in strichpunktierten Linien angedeutet
ist.
Wird nun der Spülkasten £ von dieser Lage aus wieder
in seine Ausgangsstellung gemäss Fig. 1 zurückgeschoben, so v/erden dabei die Zuekerquader weggeschoben. Der Presstempel ÖL
wird unmittelbar darauf wieder in sein© Senklage gemäss Pig» 1
überführt. Inzwischen sind die Füllrämne der beiden Matrizenhälften auch wieder mit Griesszucker gefüllt worden, sodass
ein neuer Pressvorgang wie oben besehrieben eingeleitet werden
kann.
Claims (3)
- - 10 Sehut zansprüche1· Presse zur Herstellung von quaderförmigen lormstücken aus Schüttgut, wie z.B. Griessaueker oder dgl., durch Zusaraiaenpressen des Schüttgutes in swe± aufeinander senkrecht stehenden Ebenen gekennseiehnet durch eine da,s Schüttgut aufnehmende Matrize, die aus zwei kasniartigen* im Grundriss rechteckige Zähne auf v/ei senden Matrisenhälften (a und b) besteht, von denen die Sahne der einen Hälfte den Zahnlücken der anderen Hälfte gegenüber stehen und die eine horizontal verlaufende Relativbewegung auf-einander su oder von-einander weg auszuführen im Stande sind, und dass auf einem unterhalb der beiden Matrizenhälften angeordneten, auf und ab beweglichen Stempel (d) Pressnocken (d ) angeordnet sind, die den von den Zahnlücken beider Matrizenhälften (a und b) gebildeten Füllräumen entsprechen»
- 2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass•4den Pressnocken (d ) eine an sich bekannte ortsfeste Stempel— führungsplatte (f} mit rechteckigen Burehtrittsöffnungen zugeordnet ist» auf der die Matrisenhälften (a und b) gleitbar aufliegen.
- 3. Presse nach Anspruch 1 und 2» gekennzeichnet durch einen an sieh heteamiten,,, zur Aufnahme des zu verarbeitenderSehlittgutes bestimmten, gleitbaren Fiillkasten in Form eines Rahmens» der auf den beiden Matrizenhälften(a und b) in der Längsrichtung der Zähne derselben verschiebbar ist und, von dem mindestens einer seiner über die Zähne gleitenden Schenkel so breit ist, dass er in einer Yersehiebungslage mit seiner Auflageseite den oberen Abschluss der genannten i*ii
bildet.Der Patentanwalt
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH496261A CH383166A (de) | 1961-04-27 | 1961-04-27 | Presse zur kontinuierlichen Herstellung von quaderförmigen Formstücken aus Schüttgütern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908892U true DE1908892U (de) | 1965-01-21 |
Family
ID=4285550
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1962B0048285 Expired DE1908892U (de) | 1961-04-27 | 1962-02-23 | Presse zur herstellung von quaderfoermigen formstuecken aus schuettguetern. |
Country Status (5)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1908892U (de) |
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Families Citing this family (1)
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1962
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- 1962-04-16 NL NL277270A patent/NL111103C/xx active
Also Published As
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|---|---|
| GB926725A (en) | 1963-05-22 |
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