DE1908133A1 - Supraleitende elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Supraleitende elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE1908133A1
DE1908133A1 DE19691908133 DE1908133A DE1908133A1 DE 1908133 A1 DE1908133 A1 DE 1908133A1 DE 19691908133 DE19691908133 DE 19691908133 DE 1908133 A DE1908133 A DE 1908133A DE 1908133 A1 DE1908133 A1 DE 1908133A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tape
oxygen
furnace
superconducting
tinning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691908133
Other languages
English (en)
Inventor
Caslaw James Sabeston
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GE Healthcare UK Ltd
Original Assignee
GE Healthcare UK Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GE Healthcare UK Ltd filed Critical GE Healthcare UK Ltd
Publication of DE1908133A1 publication Critical patent/DE1908133A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N60/00Superconducting devices
    • H10N60/01Manufacture or treatment
    • H10N60/0184Manufacture or treatment of devices comprising intermetallic compounds of type A-15, e.g. Nb3Sn
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S505/00Superconductor technology: apparatus, material, process
    • Y10S505/80Material per se process of making same
    • Y10S505/815Process of making per se
    • Y10S505/818Coating
    • Y10S505/821Wire
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T29/00Metal working
    • Y10T29/49Method of mechanical manufacture
    • Y10T29/49002Electrical device making
    • Y10T29/49014Superconductor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Superconductors And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
  • Superconductor Devices And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

Dipl.-Ing. Egon Prinz -
Dr. Gertrud Häuser eooo München 6o. 18.?ebruar 1969
Gottfried Leiser Ern.bergers.rosse 19
Patentanwälte
Telegramme: Labyrinth München
Telefon, 83 15 10 190RI??
Postscheckkonto! München 117078 t ^J \J \J I \J vl
THE PLESSEY COMPANY LIMITED
56 Vicarage Lane
Ilford, Essex /Großbritannien
Unser Zeichen: P 2012
Supraleitende elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft supraleitende elektrische ueiter. Insbesondere betrifft sie ein verbessertes Verfahren zur Herstellung eines Drahts oder Bands, welches zum Beispiel zur Herstellung eines supraleitenden Elektromagnets Verwendung finden soll und aus einer Zinnlegierung auf ITiobbasis besteht, die einen kleinen Prozentgehalt ( z.B. bis zu 5 Gewichtsprozent) Zirkon enthält.
Zur Herstellung des Niob-Zinnlegierungsleiters, wie sie für gewöhnlich erfolgt, muss das Niob oder die Nioblegierung in Form eines Drahts oder Bands durch ein Bad aus geschmolzenem Zinn in einem Ofen hindurchgeführt werden, was kontinuierlich erfolgen kann, um lange Bandstücke behandeln zu können. Das Band nimmt während seines Durchlaufs durch das Bad einen dünnen Zinnüberzug auf und
909837/1057
wird anschliessend in einem Reaktionsofen unter Bildung . der Niob-Zinnlegierung ITb-Sn auf der Bandoberfläche erhitzt.
Um in dem fertigen Band eine Sprödigkeit und andere unerwünschte Erscheinungen zu vermeiden, muss in der Regel: freier Sauerstoff an einem Kontakt mit dem Band in dem Ofen gehindert werden. Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Bei-, spiel die Verwendung inerter Atmosphären, v/erden getroffen, um mit Sicherheit dieses Gas im wesentlichen auszuschalten.
Die Bildung der Fiob-Zinnlegierung erfordert eine ziemlich lange Zeit selbst bei der erhöhten Temperatur des Reaktionsofens. Es wurde nun gefunden, dass die Geschwindigkeit dieser Reaktion und somit die Tiefe der innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit erzeugbaren Schicht erhöht werden kann. Andererseits kann die Verweilzeit des Bandes in diesem Ofen herabgesetzt werden, so dass die Reaktionsstufe sehr einfach in einem kurzen Ofen durchgeführt werden kann, der mit dem für die Verzinnung verwendeten Ofen in Reihe geschaltet ist.
Gemäss einem Merkmal der Erfindung wird bei einem Verfahren zur Herstellung eines supraleitenden Bands oder Drahts aus Zirkon enthaltender Fiob-Zinnlegierung mindestens einer Oberfläche des Bands vor der Verzinnung ein Sauerstoffgehalt im Bereich von 500 "bis 5000 Teilen pro Millionen gegeben. Vorzugsweise wird der Sauerstoffgehalt auf etwa 2000 oder 3000 Teile pro Millionen eingerichtet.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der Sauerstoffgehalt des Bands in einer Vorerhitzungsstufe eingestellt, bevor das Band in einen Ofen zur Verzinnung
909837/1057
eingeführt wird. Die Erhitzung kann so lange erfolgen, bis der Sauerstoff durch die ganze Dicke des Bandes diffundiert ist. In einem geeigneten Ofen kann das Band in Anwesenheit von Sauerstoff in einer Gasatmosphäre so erhitzt werden, dass die erforderliche Sauerstoffkonzentration von dem Band aufgenommen wird. Die Sauerstoffkonzentration in dem Vorerhitzungsofen kann somit unter diejenige der Umgebungsatmosphäre zum Beispiel durch Verdünnung von Sauerstoff mit einem inerten Gas oder Arbeiten bei verminderter Temperatur oder Druck herabgesetzt werden.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung erfolgt die Sauerstoffzugabe zu dem Band mittels einer Oberflächenoxidation, zum Beispiel mittels eines elektrolytischen Oxidationsverfahrens. Bei diesem Verfahren kann das Band als Anode in einem geeigneten Elektrolytbad geschaltet werden. Die elektrotytische Oxidation bewirkt die Bildung eines Oxidfilms auf der Bandoberfläche. Das diesen EiIm tragende Band kann dann erhitzt werden, wobei der Sauerstoff hineindiffundiert, so dass die erforderliche Sauerstoffkonzentration für die Verzinnungsstufe erzielt wird. ■ :
Die Erfindung umfasst ferner einen Niob-Zinnlegierungsleiter, wie er nach den vorstehenden Methoden erhalten wird sowie einen einen solchen Legierungsleiter enthaltenden Elektromagne t.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
909837/1057
-A-
Eig. 1 eine Apparatur zur Herstellung eines
supraleitenden Bands aus Nioblegierung,
Pig. 2 eine Apparatur zur Oxidation des Bands nach einem elektrolytischen Verfahren ,
Fig. 3 eine stark vergrößerte Querschnittsansicht
eines erfindungsgemässen Legierungsbands und
Fig. 4 einen das erfindungsgemäss Legierungsband enthaltenden supraleitenden Elektromagnet.
Die in Fig. 1 dargestellte Apparatur besteht aus einer Zuführungsspule 1, von welcher eine Länge des 1$ Zirkon enthaltenden Nioblegierungsbands 2 durch einen Vorerhitzungsofen 3> einen Verzinnungsofen 4» einen Reaktionsofen 5 und auf eine Aufnahmespule 6 geführt wird.
Der Vorerhitzungsofen besteht aus einem 1,35 m langen Röhrenofen 7 aus geschmolzenem Quarzglas,der mit einer elektrischen Heizwicklung 8 umwickelt ist. Die Heizwicklung ermöglicht es, dass eine 90 cm lange Zone des Rohrs auf einer Temperatur von etwa 1000° C gehalten wird. Das den Ofen durchwandernde Niobband kann somit vor der Verzinnung in einer Gasatmosphäre vorerhitzt werden, die man durch Einleiten eines geeigneten Gases durch ein Einlaßrohr 9 erhält.
Nach dem Vorerhitzungsofen 3 gelangt das Band in einen Verzinnungsofen 4, in welchem ein Bad 10 aus geschmolzenem Zinn sich in einem Graphittiegel 11 befindet. Nach Verlassen des Graphittiegels 11 läuft das Band über eine schräge Rampe und über Abstreifstangen 12, welche über-
909837/1057
schüssiges Zinn von der Bandoberfläche entfernen. Der Verzinnungsofen 4 und das Zinnbad 10 werden mittels Hochspannungs-Heizwicklungen 13 auf einer geeignet hohen Temperatur gehalten. Ein zu diesem Ofen führendes Gaseinleitungsrohr 14 ermöglicht die Schaffung einer zur Durchführung der Verzinnung geeigneten Gasatmosphäre.
Nach dem Verzinnungsofen 4 gelangt das Band 2 in einen Reaktionsofen 5, dessen Konstruktion im wesentlichen gleich derjenigen des Vorerhitzungsofens 3 ist. Ein Gaseinlaßrohr 15 in den Reaktionsofen ergibt eine für die Reaktion zwischem dem Zinn und der Nioblegierung geeignete Atmosphäre und das reagierte Band lässt man dann abkühlen, so dass es auf die Aufnahmespule 6 gewickelt werden kann.
Das folgende Beispiel erläutert eine Benutzungsart der Apparatur zur Herstellung von supraleitendem Band: 300 m eines 1 % Zirkon enthaltenden Moblegierungsbands mit Abmessungen von 6',3 χ 0,013 mm ( 0,25 x 0,005 Zoll) und einem Sauerstoffgehalt von 250 Teilen pro Millionen wurde durch zweiminutiges Eintauchen in ein Propanol-2 > enthaltendes Ultraschallbad gereinigt. Dann wurde das Band kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von 60 cm/Min, durch den Röhrenofen 7 des Vorerhitzungsofens 3.geführt, dessen heiße Zone auf 930 bis 1000° C eingestellt war. Ein 2000 Volumenteile pro Million Sauerstoff enthaltender Argongasstrom wurde durch das Gaseinlaßrohr 9 in den Röhrenofen 7 geleitet. Diese Sauerstoffkonzentration erhielt man durch Vermischen von Gas aus einem Argon mit 1 Vol.% Sauerstoff enthaltendem Zylinder mit Gas aus einem reines Argon enthaltendem Zylinder, nachdem Verunreinigungen wie Stickstoff und Viasserdampf aus den Gasen entfernt worden waren. Die Anwesenheit von Argon
909837/ 1 057
war erforderlich, um einen Kontakt des heißen Bandes mit Luft zu vermeiden und der anwesende Sauerstoff diente der Einführung von Sauerstoff in das Sand. Nach Verlassen des VCüsrhitzungsofens betrug der Sauerstoffgehalt des Bands 2000 Teile pro Million.
Dann wurde das· Band in den Verzinnungsofen und durch das in dem Tiegel 11 enthaltene Zinnbad 10 geführt. Die Hochfrequenzheizwicklnngen 13 wurden so betrieben, dass das Zinn auf 950° C gehalten wurde und in dem Verzinnungsofen 4 wurde eine inerte Atmosphäre aus reinem Argon aufrechterhalten. Beim Verlassen des Tiegels wurde überschüssiges Zinn von den Bandoberflächen durch, die Abstreifstäbe 12 abgestreift. Auf diese Weise erhielt das Band eine 2 Mikron dicke Zinnschicht, die zur Erzeugung einer 5 Mikron dicken Schicht aus iTiob-Zinnlegierung in dem fertigen Band ausreicht.
Das Band 2 gelangte dann in den Eeaktionsofen 5, in welchem die Verweilzeit 4 Minuten bei einer Temperatur zwischen 930 und 1 000° C betrug. Das Band wurde in diesem Ofen in einer Atmosphäre aus reinem Argon gehalten. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, den Eintritt von Sauerstoff in diesen Ofen soweit wie möglich auszusehließen, da man zwar bei Anwesenheit-kleiner Sauerstoffaengen ein Band mit einer höheren Stromleitfähigkeit als ohne Voroxidation erzielt, jedoch offenbar die besten Ergebnisse erhält, wenn in der Atmosphäre dieses Ofens gar kein Sauerstoff oder Luft enthalten ist. Beim Verlassen des Ofens ließ man das Band abkühlen und wickelte es dann auf die Aufnahmespule 6 auf.
Nach dem Aufwickeln des Bandes auf die Aufnahme spule wurden
909837/1057
seine physikalischen Eigenschaften untersucht, um festzustellen, ob die kritische Stromdichte der Mob-Zinnlegierung durch, die Anwesenheit der geregelten Sauerstoffmenge in dem Band beeinflusst wurde. Der von dem Band nach Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens erhaltene kritische Strom betrug 250 Ampere bei 46 kg Gauss. Hingegen erhielt man bei Verwendung der gleichen Apparatur, der gleichen Bedingungen und des gleichen Bandes, jedoch unter Weglassung der Sauerstoffzugabe bei der Vorerhitzung, eine Nioblegierung mit einen kritischen Strom von nur 60 Ampere von 46 kg Gauss. Die Voroxidation des Bandes scheint somit einen sehr günstigen Einfluss auszuüben.
Diese Verbesserung scheint auf einer beträchtlichen Zunahme der Wachstumsgeschwindigkeit der ITiob-Zinnlegierung zu beruhen; es scheint jedoch auch eine leichte Zunahme der kritischen Gesamtstromdichte des Bandes vorzuliegen.
Pig. 2 zeigt eine Apparatur für eine andere Möglichkeit, dem Band Sauerstoff zuzuführen, welche anstelle der Sauerstoffzufuhr zu dem Band in dem Vorerhitzungsofen 3 verwendet werden kann.
Die in Eig. 2 dargestellte Apparatur dient einer elektrolytischen Sauerstoffzuführung und besteht aus einer Zuführungsspule 16, von welcher das Band 2, wie es vom Hersteller geliefert wird, abgezogen werden kann. Dieses Band war von gleicher Art und Abmessungen wie das vorstehend beschriebene. Das Band 2 wurde zuerst durch ein Ultraschallreinigungsbad 17 geleitet, das mit Propanol-2 gefüllt war. Beim Verlassen des Reinigungsbads 17 lief das Band am einer Reihe von Abstreifern 18 vorbei und trat dann in ein Anodisierungsbad 19 ein. Das Anodisierungs-
909837/1057
. "bad 19 war mit einem Elektrolyt gefüllt, der aus einer 1 gewichts^igen wässrigen Lösung von Natriumsulfat "bestand. Der Anodisierungsbadbehälter bestand aus rostfreiem Stahl und dieser war elektrisch als Kathode für "die Elektrolyse geschaltet. Eine (nicht gezeigte) Rolle zum Halten des Bands unter der Elektrolytoberfläche tildete 'einen weiteren elektrischen Badanschluss, so dass das Band 2 als Anode für den Elektrolyseprozess geschaltet war. Ein elektrisches Potential von etwa 50 Volt konnte während des Betriebs des Bades zwischen Anode und Kathode angelegt werden.
Nach dem Verlassen des Anodisierungsbads 19 lief das Band durch ein mit.destilliertem Wasser gefülltes Waschbad 20, durch einen Trockenofen 21 und wurde dann auf einer Aufnahmespule 22 als anodisiertes Band aufgewickelt.
Bei Durchführung dieses Anodisierungsverfahrens hat es sich als möglich erwiesen, das Band durch diese Apparatur mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,5 m/Min, zu führen und die Interferenzfarben von auf dem Band erzeugten Oxidfilmen waren eine geeignete Anzeige für die Dicke der anodisch aufoxidierten Schicht. Ein Potential von 50 Volt zwischen Anode und Kathode war für einen erfolgreichen Betrieb des Bades typisch und die Interferenzfarben wechselten wie folgt:
25 Volt - Farbe dunkelblau
37 Il '_ II hellblau
50 Il _ II hellgelb
60 Il _ II gelb
75 Il _ II rosa
909837/1057
— ο —
Die Wahl des Elektrolyts für das Anodisierungsbad 19 hat sich als nicht besonders kritisch erwiesen und ausser dem speziell beschriebenen Elektrolyt waren Lösungen von Schwefelsäure und Phosphorsäure mit der gleichen Konzentration ebenfalls wirksam.
Das auf der Aufnahmespule 22 gesammelte anodisierte Band war ausreichend stabil und konnte bis zu seiner Verwendung zur Verzinnung gelagert werden. Zur Verzinnung ließ man das Band zuerst kontinuierlich durch einen Ofen mit einer Argonatmosphäre laufen, der für eine Bandverweilzeit von 10 Minuten auf einer Temperatur von 1000° C gehalten wurde. Diese Erhitzung ließ den Sauerstoff in der anodisierten Oberflächenschicht in den Körper des Niobbands eindiffundieren; .auf diese Weise erhielt man etwa 3000 ppm Sauerstoff in dem Band. Das Band war so in einem Zustand, in welchem es durch den Verzinnungsofen 4 von Pig. 1 und durch die weiteren, in'dieser Figur dargestellten Stationen geführt werden konnte. Die Erhitzung wird am besten in einer Reihe mit dem Verzinnungsofen und diesen weiteren Verfahrensstufen durchgeführt.
Die elektrolytische Methode zur Zuführung von Sauerstoff ergab ein Legierungsband, welches dem von der Absorption von Sauerstoffgas erhaltenen äquivalent war und die elektrolytische Methode ließ sich genau steuern und ergab ein ausreichend gleichmässiges Endprodukt.
•Eine weitere Alternativmethode zur Voroxidation des * Nioblegierungsbands besteht in einer Oberflächenoxidation in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre* bei verhältnismässig niedriger Temperatur. Diese Behandlung kann beispielsweise bei 500° C erfolgen und von einer Wärme -
909837/105 7
■behandlung( z.B. einer "bei etwa 1000° C) in einer inerten Gasatmo sphäre zur Eindiffusion des in der Oberflächenschicht anwesenden Sauerstoffs durch den Bandkörper gefolgt werden.
Pur die fertige Herstellung eines supraleitenden Bandes muss dieses in der Regel mit einer oder mehreren Schichten aus anderem elektrisch leitenden Material, z.B. einem Kupfer- oder rostfreiem Stahlband, geschichtet werden.
Ein stark vergrößerter Querschnitt durch einen völlig fertigen Teil einer Ausführungsfona eines supraleitenden Bands ist in Fig. 3 dargestellt. In dieser Eigur besitzt die ursprüngliche, 7 Mikron dicke Nioblegierungsschicht 23 auf beiden Seiten Schichten 24 aus einer JSTiob-Zinnlegierung( Fb,Sn). Die Schichten 24 aus ITiob-Zinnlegierung sind beide 4 Mikron dick. Auf den Außenflächen der Niob-Zinnlegierungschiehten 24 befinden sich Überzüge 25 aus Lötmittel. Ein mit dem SFioblegierungsbänd in Berührung gewalztes Kupferband 26 wurde auf einer Seite desselben mittels der dazwischen befindlichen Lötmittelschicht verbunden. Das Kupferband 26 selbst trägt eine äußere Lötmittelschicht 27.
Der Grund, weshalb das ITiob-Zinnlegierungsband mit Kupfer geschichtet wird, besteht darin, eine zusätzliche festigkeit zu verleihen und dem Band eine gewisse kontinuierliche elektrische Leitfähigkeit zu verleihen, im 5*all der supraleitende Teil dieser Kombination ausfällt. Es ist nicht wesentlich, dass nur eine einzige Kupferschicht zugegen ist und andere Arten von supraleitenden Bändern .;, könnten zum Beispiel zwei Kupferschichten, möglicherweise
909837/1057
mit ein oder zwei zusätzlichen Schichten aus rostfreiem Stahl aufweisen.
Pig. 4 zeigt eine Ausführungsform eines supraleitenden Elektromagnets, welcher aus dem erfindungsgemässen Band hergestellt wurde. Der Elektromagnet "besitzt einen Kern 28, koaxial mit welchem zwei Scheiben 29 aus einem mit Phenolharz imprägnierten Papier angebracht sind. Zwischen den Scheiben 29 befindet sich eine spiralförmig aufgewickelte Länge eines supraleitenden Bands 30 mit einem elektrisch isolierenden Band zwischen benachbarten Windungen.
Der Grund für die beschleunigte.Reaktion zur Bildung der Niob-Zinnlegierung durch Zugabe von Sauerstoff auf die erfindungsgemässe Weise ist zur Zeit noch nicht ganz klar, es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Sauerstoff sich mit dem in der Legierung anwesenden Zirkon verbindet, und i?ss dadurch die Diffusion von Zinn in die Nioblegierung gefördert wird.
Die vorstehende Beschreibung von Ausführungsforcien der Erfindung dient lediglich der Erläuterung und es sind viele Abänderungen möglich, ohne dass dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird. So kann zum Beispiel bei Anwendung der rait gasförmigem Sauerstoff arbeitenden Methode anstelle von Argon als Verdünnungsmittel für Sauerstoff in dem Vorerhitzungsofen und als inerte Atmosphäre in den anderen Öfen ein anderes Gas, zum Beispiel Helium, mit ausreichend inerten Eigenschaften verwendet werden. Die Anwesenheit von Sauerstoff in dem Vorerhitzungsofen ist ebenfalls nicht auf sein Vorkommen als freier Sauerstoff beschränkt und man darf annehmen,
909837/1057
dass die Reaktion ebenso wirksam verläuft, wenn geeignete gasförmige Oxide, zum Beispiel Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Wasserdampf, Stickstoffoxide oder Ozon anwesend .sind.
909837/1057

Claims (7)

  1. Patentansprüche
    ί 1) !verfahren zur Herstellung eines supraleitenden Drahts oder Bands aus zirkonhaltiger Niob-Zinnlegierung, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens eine Oberflächenschicht des Bands mit einem Sauerstoffgehalt zwischen 500 und 5000 Teilen pro Million vor dem Verzinnen des Bandes versieht.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffgehalt im Bereich von 2000 bis 3000 Teilen pro Million gehalten wird.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffzusatz durch Gasdiffusion erfolgt·.·
  4. 4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasdiffusion in einer Vorerhitzungsstufe erfolgt, bevor der Draht oder das Band in einen einer Verzinnung, dienenden Ofen geführt wird.
  5. 5) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffzusatz durch eine Oberflächenoxidation des Drahts oder Bands erfolgt.
  6. 6) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenoxidation durch ein elektrolytisches Verfahren erfolgt.
  7. 7) Nach einem der Ansprüche 1 bis 6 erhaltener supraleitender Draht oder supraleitendes Band.
    909837/1057
    $) Nach einem der Ansprüche 1 bis 6 hergestellten Draht oder Band enthaltender Elektromagnet. -
    9 09837/1057
DE19691908133 1968-02-20 1969-02-19 Supraleitende elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung Pending DE1908133A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB8319/68A GB1254542A (en) 1968-02-20 1968-02-20 Improvements in or relating to superconducting electrical conductors

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1908133A1 true DE1908133A1 (de) 1969-09-11

Family

ID=9850257

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691908133 Pending DE1908133A1 (de) 1968-02-20 1969-02-19 Supraleitende elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung

Country Status (5)

Country Link
US (1) US3661639A (de)
JP (1) JPS4833915B1 (de)
DE (1) DE1908133A1 (de)
FR (1) FR2002269A1 (de)
GB (1) GB1254542A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0691691A1 (de) * 1994-07-05 1996-01-10 General Electric Company Verfahren zum Herstellen eines Niobium-Zinn-Supraleiters

Families Citing this family (22)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4005990A (en) * 1975-06-26 1977-02-01 The United States Of America As Represented By The United States Energy Research And Development Administration Superconductors
DE2532570C3 (de) * 1975-07-21 1978-10-05 Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen Verfahren zum Herstellen von supraleitfähigen Nb3 Sn-Schichten auf Nioboberflächen für Hochfrequenzanwendungen sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2608089C3 (de) * 1976-02-27 1979-03-15 Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen Verfahren zum Herstellen einer supraleitfähigen Nb3 Sn-Schicht auf einer Nioboberfläche für Hochfrequenzanwendungen
DE2635741C2 (de) * 1976-08-09 1978-10-19 Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen Verfahren zum Herstellen einer supraleitfähigen Nb3 Sn-Schicht auf einer Nioboberfläche für Hochfrequenzanwendungen
US4128121A (en) * 1977-07-18 1978-12-05 General Electric Company Nb3 Ge superconductive films
US4129166A (en) * 1977-07-18 1978-12-12 General Electric Company Nb3 Ge superconductive films grown with air
US4129167A (en) * 1977-07-18 1978-12-12 General Electric Company Nb3 Ge superconductive films grown with nitrogen
JPS61138417A (ja) * 1984-12-11 1986-06-25 科学技術庁金属材料技術研究所長 A−15型超電導化合物の製造法
US4962085A (en) * 1988-04-12 1990-10-09 Inco Alloys International, Inc. Production of oxidic superconductors by zone oxidation of a precursor alloy
US4962084A (en) * 1988-04-12 1990-10-09 Inco Alloys International, Inc. Production of oxidic superconductor precursors
US5109593A (en) * 1990-08-01 1992-05-05 General Electric Company Method of melt forming a superconducting joint between superconducting tapes
US5134040A (en) * 1990-08-01 1992-07-28 General Electric Company Melt formed superconducting joint between superconducting tapes
GB2257437B (en) 1991-06-28 1994-05-18 Gen Electric Method for forming triniobium tin semiconductor
US5394130A (en) * 1993-01-07 1995-02-28 General Electric Company Persistent superconducting switch for conduction-cooled superconducting magnet
US5522945A (en) * 1994-07-01 1996-06-04 General Electric Company Method for forming triniobium tin superconductor with bismuth
US5656380A (en) * 1995-03-20 1997-08-12 General Electric Company Superconductive article and method of making
US6358331B1 (en) * 1995-04-03 2002-03-19 General Electric Company Method for improving quality of triniobium tin superconductor in manufacturing environment by controlling iron content in molten tin bath
US5843584A (en) * 1995-04-03 1998-12-01 General Electric Company Superconductive article and method of making
US5540787A (en) * 1995-06-14 1996-07-30 General Electric Company Method of forming triniobium tin superconductor
US5670204A (en) * 1995-06-26 1997-09-23 General Electric Company Nb--Sn precursors having controlled impurities and method of making
US5747181A (en) * 1995-07-24 1998-05-05 General Electric Company Superconductive article and method of making
US6601289B1 (en) * 1999-05-10 2003-08-05 Sumitomo Electric Industries, Ltd. Manufacturing process of superconducting wire and retainer for heat treatment

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3352008A (en) * 1963-05-03 1967-11-14 Nat Res Corp Process of bonding copper foil to foil containing superconductive layer such as niobium stannide
BE683279A (de) * 1965-06-28 1966-12-01
US3436258A (en) * 1965-12-30 1969-04-01 Gen Electric Method of forming an insulated ground plane for a cryogenic device
US3486146A (en) * 1967-09-22 1969-12-23 Atomic Energy Commission Superconductor magnet and method

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0691691A1 (de) * 1994-07-05 1996-01-10 General Electric Company Verfahren zum Herstellen eines Niobium-Zinn-Supraleiters

Also Published As

Publication number Publication date
JPS4833915B1 (de) 1973-10-17
FR2002269A1 (de) 1969-10-17
GB1254542A (en) 1971-11-24
US3661639A (en) 1972-05-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1908133A1 (de) Supraleitende elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2647623C3 (de) Verfahren zum Herstellen einer ein- oder mehrpoligen, elektrischen Durchführung
DE3539731A1 (de) Kornorientiertes elektrostahlblech mit stabilen, gegen das spannungsfreigluehen bestaendigen magnetischen eigenschaften und verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
DE2259829C3 (de) Verfahren zur anodischen Bildung einer Oxidschicht auf mindestens 5% Gallium enthaltenden Verbindungshalbleitern, insbesondere GaP1GaAs, AlGaP, InGaP und InGaAs in einem wässrigen Elektrolyten
DE2545046A1 (de) Eloxierverfahren
DE2329189A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen isolierter elektrischer leiter, insbesondere bandfoermiger mehrfachleiter, sowie mehrfachleiter
DE2324323A1 (de) Verfahren zur herstellung eines mehradrigen verdrillten supraleiters und supraleitendes band nach diesem verfahren
DE2104952A1 (de) Supraleitende Legierung insbeson dere zur Herstellung von Draht oder Bandmaterial und Flußkonzentratoren sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1521010C3 (de) Verfahren zum elektrolytischen Verkupfern von Niob
DE2509613C3 (de) Trocken-Elektrolytkondensator
DE2014571A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Leitern aus Metallfolie
DE1596758B2 (de) Verfahren zum Ätzen von Glas oder glasfaserverstärkten Kunststoffen mit einer wäßrigen, Fluorwasserstoff und Schwefelsäure enthaltenden Lösung
DE899889C (de) Verfahren zum UEberziehen von fortlaufenden Draehten oder Baendern mittels Elektrophorese
DE2809295A1 (de) Verfahren zur herstellung von kohleartikeln, die so ausgelegt sind, dass sie bei hohen temperaturen in oxidierenden gasen eingesetzt werden koennen, sowie nach diesem verfahren erhaltene kohleartikel
DE2231487C3 (de) Supraleiter und Verfahren zu seiner Herstellung
DE750592C (de) Verfahren zur Oxydation von aus Metall bestehenden Elektroden in Entladungsgefaessen
DE2532971C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Trocken-Elektrolytkondensators
AT263171B (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kondensatoren mit einer Oxydschicht als Dielektrikum und einem Halbleiter als Gegenelektrode
DE2227707A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gegen Standes aus sihziumhaltigem Stahl mit niedrigem Schwefelgehalt
DE2844779C3 (de) Verfahren zur Entisolierung von Lackdrähten
DE1546077C3 (de) Verfahren zum elektrolytischen Entfernen von Oxiden auf der Oberfläche von Edelstahl
DE2551947C3 (de) Vorrichtung und Verfahren zum kontinuierlichen elektrolytischen Färben von als Kathode geschalteten, zuvor anodisch oxidierten Bändern oder Drähten aus Aluminium oder dessen Legierungen
DE622547C (de) Verzinnungsverfashren fuer Kupferdraht
DE691186C (de) Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierter Kabel und Leitungen
DE546292C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden

Legal Events

Date Code Title Description
OHB Non-payment of the publication fee (examined application)