DE190735C - - Google Patents

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DE190735C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D1/00General design of stringed musical instruments
    • G10D1/12Zithers, e.g. autoharps

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 190735 KLASSE 51 c. GRUPPE
Zither. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Dezember 1905 ab.
Vorliegende Zither weist zwei voneinander unabhängige Umstimmvorrichtungen auf. Durch die erste können vor Beginn des Spieles oder während einer Pause sämtliche Baß- und Begleitsaiten um einen halben Ton erhöht werden, während durch die zweite nur die Baßsaiten während des Spieles für einzelne Akkorde eine kleine Terz tiefer gestimmt werden.
Auf der Zeichnung zeigen:
Fig. ι die vollständige Zither,
Fig. 2 die Zither ohne die zwei Klappen, ·
Fig. 3 die umgewendete erste Klappe,
Fig. 4 die umgewendete zweite Klappe,
Fig. 5 den Armhebel.
Die erste Umstimm vorrichtung ist (vom Spieler aus) an der linken Seite der Zither angebracht. Der Sattel A B ist zwischen den Baß- und den Begleitsaiten geteilt. Teil B, der die Baßsaiten trägt, ist ein wenig mehr auf die Wirbel zugeschoben. Beide Teile sind gerade und werden von den Saiten rechtwinklig gekreuzt. Unter den Saiten liegt in entsprechender Entfernung vom Sattel der Steg C; auf diesen werden bei der Umstimmung alle Saiten durch die Klappe D niedergedrückt, wodurch die Zither einen halben Ton erhöht wird. Diese Klappe ist bei χ χ so an der Zither befestigt, daß sie mit ihrem Arme E einen einarmigen Hebel bildet und, wenn geöffnet, die Saiten nicht berührt.
Unter der Klappe ist eine der Stärke der einzelnen Saiten entsprechende eingekerbte Leiste H angebracht, welche die Saiten beim Schließen der Klappe gleichmäßig auf den Steg drückt. Der Arm geht im Bogen über die Wirbel hinweg und ragt etwas über den Rand 40
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der Zither hinaus. Am Ende hat der Arm einen Spalt s, durch den eine am Rande der Zither befestigte senkrecht stehende Flügelschraube I geht. Durch Niederdrehen der Schraube schließt sich die Klappe, und die Umstimmung ist hergestellt. Eine unten um den Schraubenbolzen geschlungene leichte Stahlfeder hebt beim Öffnen der Schraube die Klappe.
Beim Stimmen der Zither wird die Schraubenmutter abgenommen und die Klappe emporgehoben. Die.Umstimmung kann während des Spieles nicht gut erfolgen; hierfür liegt indes auch kein Bedürfnis vor, besonders wenn statt zwölf dreizehn Begleitsaiten aufgezogen werden. Die dreizehnte muß dann mit der ersten im Einklänge gestimmt werden. Durch diese Anordnung wird eine neue Tonart gewonnen. Ob von Es oder As ausgehend gestimmt wird, ist gleich.
Durch die beschriebene Umstimmvorrichtung ist es möglich, in jeder Tonart zu spielen. Um nun auch alle Akkorde anwenden zu können, ist eine zweite Umstimmvorrichtung nötig. An der rechten Seite hat der Resonanzkasten einen Vorsprung; über diesen werden die zwölf Baßsaiten verlängert weitgergeführt, und zwar so, daß sie, unter der Handstütze G durchgehend, diese nicht berühren. Rechts von der Handstütze liegt unter den Baßsaiten der Steg, auf welchen die Saiten durch die Terzklappe K gedrückt werden; die so verkürzten Saiten haben die vorgeschriebene Stimmung, d. h. sie klingen eine Oktav tiefer als die Begleitsaiten. Die Terzklappe ist an den Stellen y so an der Zither befestigt, daß sie über den Saiten schwebend einen zweiarmigen Hebel bildet.
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Unter dem linken Rande der Klappe ist eine der Dicke der einzelnen Saiten entsprechend eingekerbte Leiste N angebracht, welche die Saiten gleichmäßig auf den Steg drückt. Um das Schwirren der Saiten beim Schließen der Klappe zu verhüten, liegt gleich hinter der Leiste ein weicher Filzstreifen, der die Saiten schon vor der Berührung mit der Klappe dämpft. Der rechte längere Teil der Klappe wird durch
ίο starke Federn ' emporgehoben, wodurch sich dann der linke kürzere Teil senkt und die Saiten auf den Steg drückt. Das Öffnen der Klappe geschieht durch den Hebel L. Dieser ist mit dem Ende bei α an der Zither abnehmbar befestigt und liegt auf dem Arme der Terzklappe. Das andere Ende des Hebels bildet einen Bogen, in welchen der Spieler den rechten Arm legt. Wird nun der Hebel mit dem Arme etwas niedergedrückt, was beim Spielen ohne die geringste Störung leicht geschehen kann, so geht der rechte Teil der Terzklappe nieder, während sich der linke Teil hebt und die Saiten freigibt. Dadurch wird der schwingende Teil der Saiten um so viel verlängert, daß sie beim Anschlage eine kleine Terz tiefer als bisher erklingen.
Viele Akkorde, besonders die Molldreiklänge, sind auf der gewöhnlichen Zither nur darum so schwer zu spielen, weil die Entfernung von den in Frage kommenden Begleitsaiten bis zur Baßsaite zu groß ist, die Finger also zu weit auseinandergespreizt werden müssen. Werden nun die Baßsaiten in der beschriebenen Weise umgestimmt, so greift man beispielsweise statt der vierten jetzt die erste Baßsaite zu denselben Begleitsaiten. Die Entfernung zwischen der Baßsaite und den Begleitsaiten wird somit um drei Nummern verkürzt und ist nun dieselbe wie im Durdreiklang.
Noch einen großen Vorteil soll diese Umstimmung bieten: Es kommen nämlich für jede Tonart jetzt nur vier Baßsaiten in Betracht, weshalb ein Vergreifen faßt unmöglich ist. In C-Dur z. B. 1) F für F-Dur- und D-Molldreiklang ; 2) C für den C-Dur- und den A-MoIldreiklang und den F-Dursextakkord; 3) G für den G-Dur- und den E-Molldreiklang und den C-Dursextakkord, und endlich 4) D für' den G-Dursextakkord. Diese vier Baßsaiten genügen auch für alle Dominantharmonien.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zither, dadurch gekennzeichnet, daß sie außer mit einer Umstimmvorrichtung, die die Baß- und Begleitsaiten in bekannter Weise um einen halben Ton umzustimmen gestattet, mit einer zweiten Umstimmvorrichtung versehen ist, die ein Umstimmen der Baßsaiten um eine kleine Terz ermöglicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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