DE189766C - - Google Patents
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- DE189766C DE189766C DENDAT189766D DE189766DA DE189766C DE 189766 C DE189766 C DE 189766C DE NDAT189766 D DENDAT189766 D DE NDAT189766D DE 189766D A DE189766D A DE 189766DA DE 189766 C DE189766 C DE 189766C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G7/00—Direction control systems for self-propelled missiles
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B19/00—Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
- F42B19/01—Steering control
- F42B19/10—Steering control remotely controlled, e.g. by sonic or radio control
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65^/dfRUPPE
HEINRICH MEYER in KIEL.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung : zur Fernleitung von Wasserfahrzeugen mittels '·
elektrischer Wellen, ,bei der die Kommandos ',
uriter Vermittlung eines vom .Uhrwerk beein- ': flußten Sperrades durch ,Aufhebung seiner;
Hemmung verteilt werden. Das Wesen der: Erfindung besteht darin, daß das Sperrad
mit doppelter Hemmung versehen ,ist, so daß es sowohl bei Ruhelage des Ankers als auch ;
ίο bei erregtem Magnet gehalten, wird.
Auf den Zeichnungen, welche ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes darstellen,
zeigen Fig. i, 2 und 3 die Schaltungen und Vorrichtungen der Sendestation
und Fig. 4, 5 rund 6 diejenigen der Empfangsstation.
Die Einrichtung des zu leitenden Fahrzeuges besteht aus den Elektromotoren zum
Antrieb des Fahrzeuges sowie .zur Ein.stellung des Ruders, den Akkumulatoren, der
Auffangvorrichtung für die elektrischen Wellen sowie aus der den eigentlichen Erfindungsgegenstand bildenden Vorrichtung zur Verteilung
des elektrischen Stromes und zur Herstellung der Kontakte.
;Den Hauptbestandteil des Erfindungsgegenstandes bildet das aus einem' Nichtleiter (wie
.Hartgummi) hergestellte, mit doppelter Hemmung versehene Rad 1, welches sowohl in
■30 der Geber- als auch in der Empfangsstation zur Anwendung gelangt. In der Geberstation ■
dient das Rad 1 lediglich zur leichteren Überwachung,
der Kommandos, während es in der Empfangsstation die Verteilung der Kommandos
an die Vorrichtungen zur Einstellung des Ruders und der Antriebsmaschine -bewirkt.
Dasselbe ibesjtzt seitlich 1,5 mm vom Rande ,entfernt einen Einschnitt 2 yon etwa
2 ;mm ,Breite und 8 bis IO mm Tiefe. Dieser
Einschnitt wird in gleichen Abständen sechsmal durch Vorsprünge 3 unterbrochen. Jede
.der sechs .Abteilungen des Einschnittest ist
an einer oder mehreren Stellen nach der Mitte des Rades zu .bei 4 vertieft. Diese
Vertiefungen 4 ikönnen in beliebiger Anzahl vorgesehen werden und besitzen je ein Stromschlußstück
5. Auf der das Rad 1 ,tragenden Welle 6 sind so viel Schleifringe 7 angebracht,
wie Vertiefungen 4 in dem Rad 1 vorhanden sind. Jedes rder Metallstücke 5 ist durch
einen Leitungsdraht 8 mit einem der Ringe 7 leitend verbunden. Auf jedem Ring schleift
eine Feder 9 zur Strömabnahme. Jn dem Einschnitt ;2 des Rades 1 ibewegt sich ,ein
Stromschiußstück 10, welches von einem um Ii .drehbaren Hebel 12 getragen wird, an
dessen anderem Ende der ,Anker 13 eines Elektromagneten .14 .befestigt ist. ,Wird nun
in der Senderstation (Fig. 1) der Stromkreis des Tasters 15 geschlossen, so 'fließt der
Strom von -der Stromquelle 16 durch die
Leitung 17, Schalter 18, Leitung 19, Primärwicklung
des Induktors 20, Leitung 2 !,,Elektromagnet 14, Turbinenunterbrecher 22, Tasterj 5
und zurück -zur Stromquelle. Parallel zum Unterbrecher ,liegt der Primärkonclensator 23.
Der Motorstromkreis (Stromquelle 16, Motor 24, Regelungswiderstand 25) wird;geschlossen,
sobald 18 geschlossen wird.
Durch den Primärstrom ,der Induktionsspule 20 werden elektrische Wellen in der
üblichen Weise von dem :Luftdr;iht 26 aus
gesandt. Gleichzeitig wird der Anker 13 von dem Magnet 14 angezogen und das Stromschlußstück
10 aus den Vertiefungen des Rades ι gehoben, wodurch das Rad 1 unter
dem Einfluß des Uhrwerkes gedreht wird. Die Bewegung des Rades 1 setzt sich so lange
fort, bis das Stromschlußstück 10 gegen den nächsten Vorsprung 3 stößt.. Läßt man den
Taster 15 los, so wird dessen Stromkreis wieder unterbrochen, und es^ fällt alsdann das
Stromschlußstück 10 in die Vertiefung 27, worauf sich das Rad 1 noch einige Millimeter
fortbewegen kann, bis das Stromschlußstück 10 gegen den Absatz 28 stößt
So kann man durch lange Wellen entsprechend der Morseschrift das Stromschlußstück
10. in jede beliebige Vertiefung 27 des Rades ι bringen. Schließt man den Stromkreis
nur auf einen Augenblick entsprechend den Punkten der Morseschrift, so hebt man dadurch
das Stromschlußstück 10 aus der Vertiefung, in welche es nicht zurückfallen kann,
weil sich das Rad 1 schon in Drehung gesetzt hat. Infolgedessen gleitet das Stromschlußstück
10 auf der unteren Kante des Einschnittes 2 weiter, bis es in eine der Vertiefungen
4 fällt und gegen das Stromschlußstück 5 stößt, wodurch der innere Stromkreis der Vorrichtung geschlossen wird. Man
kann also dem Rade 1 durch kurze oder lange elektrische Wellen jede beliebige Stellung
geben und somit leitende Verbindung des Stromschlußstückes 10 mit jedem der
Stromschlußstücke 5 bezw. der Ringe 7 oder
der Schleif federn 9 herstellen. χ
Auf der Rückseite des Rades 1 sind die Kommandos in der handlichsten Reihenfolge,
nach der sich auch die Anschlüsse an die Federn 9 zu richten haben, ersichtlich. Von
den durch die Anschläge 3 getrennten Segmenten des Rades 1 entsprechen zweckmäßig
drei den Kommandos für die Antriebsmaschine und drei denselben für das Ruder, und zwar
je eines für Vorwärts- bezw. Steuerbord, je eines für Rückwärts- bezw. Backbord und je
eines für Stopp- bezw. Ruder-Mittschiffs. Die einzelnen Kommandosegmente können
durch' Anbringung , beliebig vieler Vertiefungen 4 geteilt werden, wie z. B. in langsame
Fahrt, halbe Kraft, volle Kraft, äußerste Kraft usw. Der Taster 15 (Fig. 1) ist so
anzubringen", daß die denselben bedienende Person die Rückseite des Rades 1 vor Augen
hat. Der von dem Rade 1 je nach seiner Stellung geschlossene Relaisstrom verläuft
von der Stromquelle 29 durch die Leitung 30, den Stützpunkt 11 des Hebels 12, das Stromschlußstück
10, eines der Stromsehlußstücke 5, einen der Schleifringe 7, Kontaktfeder 9, eine
der Leitungen 31, die betreffende Motorbezw, Solenoidwicklung 32 und zurück zur
Stromquelle 29. Durch diesen Strom wird eine Signalvorrichtung 33 (Fig. 2 und 3) eingestellt,
welche den Zweck hat, in der Senderstation die Einstellung der Propeller- und
Rudermaschine in der Empfangsstation zu kontrollieren. Die Signalvorrichtung besteht
aus folgenden Teilen: Auf einer Welle 34 ist ein Zeiger 35 und ein Messingrahmen 36
befestigt, von welch letzterem ein Eisenkern 37 getragen ist. Dieser bewegt sich in dem
gebogenen Solenoid 32, welches aus fünf Abteilungen besteht. Wie aus Fig. 3 ersichtlich,
ist jede Solenoidabteilung mit einer der Klemmen 38 verbunden. Diejenige Solenoidabteilung,
die durch Verbindung eines der Stromsehlußstücke 5 mit dem Stromschlußstück 10 vom Strom durchflossen wird, zieht
den Eisenkern 37 in sich hinein und stellt den Zeiger 35 auf das betreffende, am Zifferblatt
verzeichnete Kommando. Ein solcher Zeiger ist für die Antriebsmaschine und auch für das Ruder vorgesehen, so daß auf der
'Senderstation stets eine bestimmte Kontrolle. der Maschinen der Empfangsstation geübt
werden kann.
Die von dem Luftdraht 26 ausgehenden elektrischen Wellen werden von dem Luftdraht
39 (Fig. 4) der Empfangsstation aufgefangen und durch die Abstimmspüle 40 auf
den Fritter 41 übertragen. Hierdurch wird nachstehender Stromkreis geschlossen: Fritter
41, Abstimmspule 40, Fritterelement 42, Relaiswindungen 43, Klopfer 44 zu der anderen
Seite des Fritters 41. Parallel zum Fritter und zur Abstimmspule .liegt der Kondensator
45. Dadurch, daß das Relais 43 geschlossen wird, schließt sich der Stromkreis der Batterie
46, wodurch außer dem Elektromagnet des Klopfers 44 auch der Elektromagnet 14
erregt wird. Durch die von dem Luftdraht 39 aufgefangenen Wellen wird somit das Rad ι der Empfangsstation infolge der entsprechenden
Anziehung des Ankers 13 durch den Elektromagnet 14 in dieselbe Lage gebracht
wie das Rad 1 der Senderstation einnimmt. Die von dem Rade 1 der Empfangsstation
geschlossenen Relaisstromkreise dienen zum Antrieb kleiner Motoren 47-50, die
durch Drehung einer Gewindespindel 51 bezw. 52 die Hebel 53, 54 bewegen. Auf
einer Welle mit dem Hebel 53 befindet sich der Anlaßhebel 55 (Fig. 6) für den Propellermotor, während der Hebel 54 durch konischen
Räderbetrieb das Ruder 56 einstellt.
Um zu verhüten, daß die Motoren die
Hebel· zu weit treiben, ist an letzteren nachstehende Einrichtung angebracht.
Der Strom fließt aus den Kontakt federn 9 nicht direkt in den Motor, sondern in eines
der Segmente 57-61. An dem Hebel 53 sind fünf Stromsehlußstücke 62 isoliert vonein-
ander vorgesehen, welche durch Federn gegen die darunter liegenden Segmente gedruckt
werden und die Segmente 57-61 leitend mit den Segmenten 63-68 so lange verbinden,
bis der Hebel 53 sich von den Segmenten seitlich entfernt. Wird der Stromkreis zwischen
einem der Stromschlußstücke 5 des Rades ι und dem Stromschlußstück geschlossen,
so fließt der Strom in eines der Segmente 57-61, eines der Stromschlußstücke 62, eines
der Segmente 63-68 zu dem Motor 47 oder 48, welcher so lange angetrieben wird, bis die
Verbindung der Segmente unter dem Hebel 53 gelöst wird. Die Motore 47, 48 haben entgegengesetzte Drehrichtung, so daß der
eine den Hebel nach links und der andere denselben nach rechts dreht. Tritt der Motor
48 in Tätigkeit, so läuft der Motor 47 ohne Strom rückwärts, während beim Antrieb
des Motors 47 der Motor ,48 leer läuft. Die Segmente 65-68 sind so mit dem Motor
verbunden, daß der Hebel nach rechts oder links.von der Mittellinie entfernt wird, während
die Segmente 63, 64 so geschaltet sind, daß sie den Hebel auf die Mittellinie ziehen,
was den Kommandos Maschinen Stopp bezw. Ruder-Mittschiffs entspricht. Das von dem
Hebel 53 Gesagte gilt ebenfalls für den Hebel 54.
Um zu verhindern,, daß die beim TeIegraphieren erzeugten elektrischen Wellen in
den Fahrzeugen Kontakte für Kommandos herstellen, ist in der Leitung der Senderstation (Fig. 1) eine Vorrichtung 69 eingeschaltet,
welche die Punkte der Telegramme in Striche verwandelt und dadurch verhindert, daß in den Fahrzeugen ein Stromkreis geschlossen
wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Fernleitung von Wasserfahrzeugen mittels elektrischer Wellen, bei der die Kommandos unter Vermittlung eines vom Uhrwerk beeinflußten Sperrrades durch Aufhebung seiner Hemmung verteilt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrad mit doppelter Hemmung —-d. h. bei Ruhelage des Ankers sowie auch bei erregtem Magnet — versehen ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189766C true DE189766C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=453281
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT189766D Expired DE189766C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189766C (de) |
-
0
- DE DENDAT189766D patent/DE189766C/de not_active Expired
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