DE189077C - - Google Patents

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DE189077C
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rhodamine
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light
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/02Use of particular materials as binders, particle coatings or suspension media therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189077 KLASSE 21/. GRUPPE
HANS BOAS in BERLIN.
rot fluoreszierender Farbstoffe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. August 1906 ab.
Das Licht des elektrisch leuchtenden Quecksilberdampfes sendet bekanntlich Strahlengattungen aus, denen das Rot so gut wie ganz fehlt. Es ist reich an gelben, grünen, blauen und violetten Strahlen. Die Folge davon ist, daß im Lichte einer Quecksilberdampflampe das natürliche Rot der Gegenstände verschwindet und andere Farben, bei deren Zusammensetzung rot beteiligt ist,
ίο vollkommen verändert werden. Alle Gegenstände erscheinen grünlich und fahl. Dieser Ubelstand stand einer vielseitigen Verwendung des sonst so bequemen und billigen Lichtes aufs höchste störend im Wege. Daher ist es begreiflich, daß mannigfache Versuche unternommen wurden, das Licht rot zu färben. Ein Weg verfolgt die direkte Färbung der ausgesandten Strahlen durch Beimengung von verdampfbarem Metall zum Quecksilber, das selbst rote Strahlen aussendet, z. B. Zink. Der andere versucht die rote Färbung auf indirektem, also sekundären Wege, ζ. Β. durch Fluoreszenz, zu bewirken. Beide Wege haben zur Zeit zu irgendwie praktisch brauchbaren Ergebnissen nicht geführt.
Es ist nun bekannt, daß gewisse Anilinfarbstoffe, z. B. das Rhodamin in Lösung, die Eigenschaft haben, unter dem Einflüsse des Quecksilberlichtes intensiv rot zu fluoreszieren, und man hat versucht, damit gefärbte Stoffe vor die Lampe zu bringen, allein es zeigt sich, daß die Absorption solcher Stoffe viel zu groß ist, um neben dem Rot noch eine nennenswerte Gesamtlichtwirkung zu erzielen.
Ebenso ist es bekannt, daß eine Quecksilberdampflampe, die sich in einem Gefäß, das verdünnte Rhodaminlösung enthält, befindet, eine gute Rotwirkung ergibt. Doch ist es bisher nicht gelungen, nach dieser Methode ein praktisch brauchbares Ergebnis zu zeitigen. Die Rotfluoreszenz zeigt das Rhodamin nur, wenn es in Lösung ist, daher gibt damit gefärbter Stoff ein unbrauchbares Resultat, die flüssige Lösung selbst ist praktisch wieder unanwendbar. Außerdem muß es zweckmäßig sein, die Lampe nicht durch den Farbstoff hindurch, sondern ihn beleuchten zu lassen, um der störenden Absorption aus dem Wege zu gehen.
Das Neue der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, aus dem Rhodamin oder seinen Homologen eine feste Lösung in durchsichtigem Lösungsmittel zu bilden, die die volle Fluoreszenzkraft der flüssigen Lösung besitzt und nach Belieben auf durchsichtigem Medium zur Durchstrahlung oder auf weißem oder spiegelndem Untergrunde zur Reflektion verwandt werden kann. Diese Aufgabe ist dadurch lösbar, daß man das Rhodamin in einem Stoff direkt oder indirekt löst, der auch nach dem Erstarren bezw. Verdunsten des Hilfslösungsmittels den
Farbstoff als Lösung enthält. Hierzu eignen sich eine Menge ,von Körpern, namentlich die Harzsäuren und ähnliche Stoffe.
Ein Verfahren besteht z. B. darin, daß man eine alkoholische Lösung von Schellack, Mastix, Kopal usw. mit dem Farbstoff rot färbt und mit dieser Lösung einen Schirm oder eine Glasplatte überzieht. Nach dem Verdunsten des Alkohols bleibt das Harz als
ίο fester Lacküberzug zurück, der nun den Farbstoff im Rückstand in Lösung enthält. Statt dieser indirekten Lösung kann natürlich der Farbstoff auch direkt zur Lösung bei höherer Temperatur in einer Harzsäure oder auch deren Salzen gebracht werden. Mit diesen beschriebenen Farblösungen können nun feste Körper bestrichen oder getränkt werden.
Nach diesem Verfahren erhält man Stoffe von einer Fluoreszenzfähigkeit, die der einer flüssigen Lösung in nichts nachstehen. Die praktische Wirkung ist so groß, daß eine geeignet damit versehene Quecksilberdampflampe eine Beleuchtung ergibt, bei der man ohne jede Einbuße an Licht jede gewünschte Rotmenge erhalten kann und die jeden damit beleuchteten Körper genau in seinen Tagesfarben erscheinen läßt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung roter Strahlen mit Quecksilberdampflampen unter Verwendung rot fluoreszierender Farbstoffe, wie z. B. das Rhodamin, die entweder von der Lampe beleuchtet oder durchleuchtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die fluoreszierenden Farbstoffe in einer Harzsäure oder einem ähnlichen festen Lösungsmittel gelöst sind.
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DE (1) DE189077C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767327C (de) * 1940-03-08 1952-05-26 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Herstellung von praktisch kornfreien Leuchtschichten
DE972878C (de) * 1937-07-15 1959-11-05 Aeg Bildwerfer mit einer Quecksilberhochdrucklampe

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972878C (de) * 1937-07-15 1959-11-05 Aeg Bildwerfer mit einer Quecksilberhochdrucklampe
DE767327C (de) * 1940-03-08 1952-05-26 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Herstellung von praktisch kornfreien Leuchtschichten

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