DE188656C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE188656C DE188656C DENDAT188656D DE188656DA DE188656C DE 188656 C DE188656 C DE 188656C DE NDAT188656 D DENDAT188656 D DE NDAT188656D DE 188656D A DE188656D A DE 188656DA DE 188656 C DE188656 C DE 188656C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cooling
- ice
- mass
- salts
- water
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 24
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 13
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 claims description 12
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 10
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 7
- PMZURENOXWZQFD-UHFFFAOYSA-L Sodium Sulfate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]S([O-])(=O)=O PMZURENOXWZQFD-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims description 6
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- ZCCIPPOKBCJFDN-UHFFFAOYSA-N calcium nitrate Chemical compound [Ca+2].[O-][N+]([O-])=O.[O-][N+]([O-])=O ZCCIPPOKBCJFDN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 3
- 239000003925 fat Substances 0.000 claims description 3
- FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N potassium nitrate Inorganic materials [K+].[O-][N+]([O-])=O FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 235000010333 potassium nitrate Nutrition 0.000 claims description 3
- 229910052938 sodium sulfate Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 235000011152 sodium sulphate Nutrition 0.000 claims description 3
- PAWQVTBBRAZDMG-UHFFFAOYSA-N 2-(3-bromo-2-fluorophenyl)acetic acid Chemical compound OC(=O)CC1=CC=CC(Br)=C1F PAWQVTBBRAZDMG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000004375 Dextrin Substances 0.000 claims description 2
- 229920001353 Dextrin Polymers 0.000 claims description 2
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 claims description 2
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 claims description 2
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 claims description 2
- 235000019425 dextrin Nutrition 0.000 claims description 2
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 2
- 239000002674 ointment Substances 0.000 description 6
- 235000019271 petrolatum Nutrition 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 4
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 3
- 229940099259 vaseline Drugs 0.000 description 3
- UXVMQQNJUSDDNG-UHFFFAOYSA-L Calcium chloride Chemical compound [Cl-].[Cl-].[Ca+2] UXVMQQNJUSDDNG-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 239000000899 Gutta-Percha Substances 0.000 description 2
- 240000000342 Palaquium gutta Species 0.000 description 2
- 239000001110 calcium chloride Substances 0.000 description 2
- 229910001628 calcium chloride Inorganic materials 0.000 description 2
- 229920000588 gutta-percha Polymers 0.000 description 2
- NLXLAEXVIDQMFP-UHFFFAOYSA-N Ammonia chloride Chemical compound [NH4+].[Cl-] NLXLAEXVIDQMFP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 description 1
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 1
- 239000011358 absorbing material Substances 0.000 description 1
- 235000019270 ammonium chloride Nutrition 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 239000008262 pumice Substances 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
- 235000013311 vegetables Nutrition 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- C09K5/00—Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
- C09K5/02—Materials undergoing a change of physical state when used
- C09K5/06—Materials undergoing a change of physical state when used the change of state being from liquid to solid or vice versa
- C09K5/066—Cooling mixtures; De-icing compositions
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)
- Medicinal Preparation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 188656.-. KLASSE 30d. GRUPPE
ROBERT BREDE in CÖLN-LINDENTHAL.
Die zur Kühlung entzündeter Körperteile benutzten Eisblasen oder -beutel haben den
Nachteil, daß es nicht immer und überall leicht ist, das zum Füllen derselben erforderliehe
Eis zu beschaffen. Im Sommer tritt fernerhin hinzu, daß der für eine gewisse
Zeit bestimmte Eisvorrat sehr bald schmilzt, wenn in dem Hause des Erkrankten keine
besonderen Vorrichtungen zur Aufbewahrung
ίο des Eises vorhanden sind. Auch schmilzt
das Eis in der Eisblase verhältnismäßig schnell, so daß ein sehr häufiges Erneuern der Füllung
notwendig ist.
Diese Nachteile zu beseitigen und noch gewisse andere, später zu besprechende Vorteile
zu erzielen, ist der Zweck der Erfindung.
Dieser gemäß soll das Eis durch eine Kühlmasse ersetzt werden, die nur beim Zutritt
von Wasser schmilzt und hierbei der Umgebung Wärme entzieht. ' Als Grundstoffe
für diese Kühlmasse dienen die für Kältemischungen benutzten und bekannten Salze,
wie z. B. Salmiak, schwefelsaures Natrium, Salpeter, Ammoniumnitrat, Chlorcalcium und
dergl. Wenn man diese Salze oder ein Gemisch derselben in eine Eisblase füllt und
Wasser zusetzt, so entsteht natürlich eine starke Abkühlung der Umgebung.
In dieser Form wäre aber die Kühlmasse wohl nur in den seltensten Fällen brauchbar.
Die Kühlung kann zwar, je nach der Wahl und dem Mischungsverhältnis der Salze und
des Wassers sehr stark werden, doch hält sie nicht lange vor.
Aus diesem Grunde wird der Erfindung gemäß den Kältesalzen ein Stoff zugesetzt, der
das Auflösen der Salze in Wasser verzögert. Wählt man die Salze so, daß bei einem entsprechend
bemessenen Wasserzusatz sonst eine möglichst starke Abkühlung eintritt, so wirkt der zugefügte, die Lösung erschwerende
Stoff derart, daß die Kühlung weniger stark wird, aber sehr lange vorhält.
Als solche, die Lösung verzögernde Stoffe kommen Fette und öle, dann aber auch leimartige
Stoffe, Dextrin und dergl., sowie Zellulose und auch pulverförmige Erde und dergl.
in Betracht.
Als Beispiel sei eine Mischung von schwefelsaurem Natrium, Salmiak, Salpeter und Vaseline
angegeben. Man kann so verfahren, daß man die Salze in Pulverform anwendet und mit der salbenartigen Vaseline innig
durchknetet. Es genügt ein ganz geringer Zusatz von Vaseline, um die Salzkörnchen,
die durch die Vaseline leicht umhüllt werden , erheblich schwerer löslich zu machen.
Man kann die Vaseline aber auch schmelzen und dann mit den Salzen vermischen. Bei
ganz geringem Vaselinezusatz hat die Masse ein verhältnismäßig körniges Gefüge, so daß
sie sich leicht in Gummiblasen und -beutel einfüllen läßt. Bei größerem Vaselinezusatz
wird die Masse salbenartig. Es ist zweckmäßig, die Vaseline von jedem Wassergehalt
vorher zu befreien oder auch die fertige Masse durch Erhitzen und Verdampfen des
eingeschlossenen Wassers zu trocknen.
Eine derartige Kühlmasse gibt bei riehtiger
Bemessung der Mischung, die durch Versuche festgestellt werden muß, dieselbe
Kühlung wie Eis, hält aber länger vor. Der Hauptvorteil besteht aber darin, daß · die
Kühlmasse, solange nicht Wasser zugesetzt wird, nicht schmilzt und somit in den Apotheken,
Drogerien und sonstigen Geschäften stets vorrätig gehalten werden .kann. Sie
kann auch im Bedarfsfalle, selbst bei- der größten Hitze, im Vorrat ° angeschafft werden.
Mit Rücksicht darauf, daß bei der Eiskühlung das meiste Eis unbenutzt schmilzt, während von der Kühlmasse nichts verloren
geht, kann letztere auch als verhältnismäßig billig bezeichnet werden.
Die Kühlmasse wird in der Weise benutzt, daß der Gummibeutel teilweise mit ihr angefüllt
und dann der Rest durch Wasser ausgefüllt wird. Ist die ganze Masse geschmolzen,
so wird der Beutel entleert und aufs neue Kühlmasse und Wasser eingefüllt.
Für die Ärzte ist außerdem der wichtige Vorteil geboten, daß die Kühlung abgestuft
werden kann. Es läßt sich dies teilweise schon durch verschiedenen Wasserzusatz erreichen.
Dann aber kann der Kühlmasse von vornherein durch einen verschiedenen Zusatz des die Lösung erschwerenden Stoffes ein
verschiedener Wirkungsgrad gegeben werden. Je geringer der Zusatz dieses Stoffes ist,
desto stärker ist die Kühlwirkung, die allerdings dann auch nur kürzere Zeit vorhält,
so daß die Füllung häufiger erneuert werden muß. In den Apotheken usw. können also
numerierte Kühlmassen mit verschiedener Kühlwirkung vorrätig gehalten werden.
Man kann sogar, besonders wenn man der Masse eine salbenärtige Konsistenz gibt, ohne
Gummibeutel auskommen, und zwar auf verschiedene Weise. Man kann die Kühlsalbe möglichst dick unmittelbar auf die zu kühlende
Stelle -auftragen und hierüber einen feuchten Verband legen, der nach · Art der
Prießnitzchen Umschläge nach außen durch Guttapercha abgedeckt ist. Die Feuchtigkeit
durchdringt dann allmählich die Salbe, so daß für längere Zeit sich eine Kühlung einstellt.
Man kann auch umgekehrt auf einen feuchten Umschlag die Salbe dick auftragen und diesen nach außen durch Guttapercha
oder besser noch durch einen die Feuchtigkeit absorbierenden Stoff, wie z. B. Fließpapier
oder Papier aus Pflanzenfasern, abdecken.
Um das Eindringen der Feuchtigkeit in die Salbe, d. h. also zwischen die einzelnen,
mit Fett oder dergl. umhüllten Salzkörner zu erleichtern, kann die Salbe noch mit einem
stark hygroskopischen Stoff vermischt werden. Zu diesem Zweck würde sich z. B. Chlorcalcium eignen, das außerdem die Kühlwirkung
verstärkt. Eine solche Salbe mit hygroskopischer Beimischung wirkt auch kühlend ohne Hinzufügung von Feuchtigkeit.
Sie hat natürlich andererseits die Unbequemlichkeit im Gefolge, daß sie stets luftdicht
verschlossen aufbewahrt werden muß. Man kann der Masse auch zerkleinerte saugfähige
Stoffe beimischen, wie kleine Schwammstückchen, gemahlenen Bimsstein und ähnliches.
Wenn auch die Kühlmasse insbesondere für die Krankenbehandlung bestimmt ist, so
läßt sie sich natürlich zuweilen auch mit Vorteil für andere Zwecke, wie z. B. für
Kühlschränke, verwenden, zumal in abgelegenen Orten, in denen ein regelmäßiger Eisbezug
sowie die Aufbewahrung größerer Eismengen nicht tunlich ist.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH :Kühlmasse für Kühlvorrichtungen, insbesondere zu gesundheitlichen Zwecken, bestehend aus den bekannten Salzen, die für'Kältemischungen benutzt werden (z. B. Salmiak, schwefelsaures Natrium, Salpeter, Ammoniumnitrat), und einem Stoff, der das Auflösen der Salze in Wasser verzögert (z. B. Fett, öl, Dextrin, Zellulose).
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188656C true DE188656C (de) |
Family
ID=452260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188656D Active DE188656C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188656C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2426725A1 (fr) * | 1978-05-26 | 1979-12-21 | Tanaka Tomoji | Compositions frigorifiques |
| EP0311672A4 (en) * | 1987-04-14 | 1990-12-05 | Thomas P. Lahey | Time release cooling system |
-
0
- DE DENDAT188656D patent/DE188656C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2426725A1 (fr) * | 1978-05-26 | 1979-12-21 | Tanaka Tomoji | Compositions frigorifiques |
| EP0311672A4 (en) * | 1987-04-14 | 1990-12-05 | Thomas P. Lahey | Time release cooling system |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2357403C3 (de) | Kaugummi als Rauchwarenersatz | |
| DE851998C (de) | Abdruckmasse, insbesondere fuer zahnaerztliche Zwecke, und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2403105A1 (de) | Verwendung von plastischen oder elastischen massen als traeger fuer zahnpflege- und/oder zahnbehandlungsmittel | |
| DE2131964C3 (de) | Zweikomponentensystem zum Anmischen eines zahnärztlichen Abdruckmaterials auf Alginatbasis | |
| AT79110B (de) | Verfahren, um feste Stoffe in feine Verteilung zu bringen. | |
| DE673216C (de) | Verfahren zur Herstellung von gleichmaessig gekoernten Duengemitteln | |
| DE955375C (de) | Streufaehig bleibende Unkrautbekaempfungsmittel, insbesondere baumwurzeltoetende Mittel | |
| DE429478C (de) | Herstellung eines streufaehigen Kalksalpeters | |
| DE717401C (de) | Golf- oder Spielball | |
| DE7836107U1 (de) | Kuehlpackung | |
| DE421331C (de) | Herstellung eines haltbaren Mischduengers aus Calciumnitrat | |
| DE938595C (de) | Verfahren zur Herstellung eines rieselfaehigen, pulverfoermigen Sprengstoffes mit hoher Wasserbestaendigkeit auf der Basis von Ammonsalpeter | |
| DE608694C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Elektrolyten fuer auffuellbare Trockenelemente | |
| DE959586C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels | |
| DE3879966T2 (de) | Kalziumchlorid enthaltende zubereitung bei der vorbeugung und behandlung von hypocalcaemie bei wiederkaeuern. | |
| DE513654C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen unter Verwendung von Kalksalpeter | |
| DE676302C (de) | Zahnwurzelfuellmittel | |
| AT104136B (de) | Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Abtötung der Zahnnerven. | |
| DE948187C (de) | Watte, Tampons u. dgl. fuer medizinische und chirurgische Zwecke | |
| DE747534C (de) | Warmleim | |
| DE1646299C (de) | Sprengstoff auf der Basis von Nitro glyzenn in plastischer Form und als Auf schlammung | |
| DE888858C (de) | Verfahren zum Herstellen eines Mehrstoffduengemittels | |
| DE753891C (de) | Verfahren zur Herstellung therapeutisch anwendbarer, oligodynamisch wirkender Erzeugnisse, wie Salben u. dgl. | |
| WOLLINA | Aktuelles aus der Literatur: Lippen & Filler. | |
| DE907040C (de) | Verfahren zur Verbesserung von pulverfoermigen, in kaltem Wasser quellenden Staerkepraeparaten |