DE188656C - - Google Patents

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DE188656C
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cooling
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K5/00—Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
    • C09K5/02—Materials undergoing a change of physical state when used
    • C09K5/06—Materials undergoing a change of physical state when used the change of state being from liquid to solid or vice versa
    • C09K5/066—Cooling mixtures; De-icing compositions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 188656.-. KLASSE 30d. GRUPPE
ROBERT BREDE in CÖLN-LINDENTHAL.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1906 ab.
Die zur Kühlung entzündeter Körperteile benutzten Eisblasen oder -beutel haben den Nachteil, daß es nicht immer und überall leicht ist, das zum Füllen derselben erforderliehe Eis zu beschaffen. Im Sommer tritt fernerhin hinzu, daß der für eine gewisse Zeit bestimmte Eisvorrat sehr bald schmilzt, wenn in dem Hause des Erkrankten keine besonderen Vorrichtungen zur Aufbewahrung
ίο des Eises vorhanden sind. Auch schmilzt das Eis in der Eisblase verhältnismäßig schnell, so daß ein sehr häufiges Erneuern der Füllung notwendig ist.
Diese Nachteile zu beseitigen und noch gewisse andere, später zu besprechende Vorteile zu erzielen, ist der Zweck der Erfindung.
Dieser gemäß soll das Eis durch eine Kühlmasse ersetzt werden, die nur beim Zutritt von Wasser schmilzt und hierbei der Umgebung Wärme entzieht. ' Als Grundstoffe für diese Kühlmasse dienen die für Kältemischungen benutzten und bekannten Salze, wie z. B. Salmiak, schwefelsaures Natrium, Salpeter, Ammoniumnitrat, Chlorcalcium und dergl. Wenn man diese Salze oder ein Gemisch derselben in eine Eisblase füllt und Wasser zusetzt, so entsteht natürlich eine starke Abkühlung der Umgebung.
In dieser Form wäre aber die Kühlmasse wohl nur in den seltensten Fällen brauchbar. Die Kühlung kann zwar, je nach der Wahl und dem Mischungsverhältnis der Salze und des Wassers sehr stark werden, doch hält sie nicht lange vor.
Aus diesem Grunde wird der Erfindung gemäß den Kältesalzen ein Stoff zugesetzt, der das Auflösen der Salze in Wasser verzögert. Wählt man die Salze so, daß bei einem entsprechend bemessenen Wasserzusatz sonst eine möglichst starke Abkühlung eintritt, so wirkt der zugefügte, die Lösung erschwerende Stoff derart, daß die Kühlung weniger stark wird, aber sehr lange vorhält.
Als solche, die Lösung verzögernde Stoffe kommen Fette und öle, dann aber auch leimartige Stoffe, Dextrin und dergl., sowie Zellulose und auch pulverförmige Erde und dergl. in Betracht.
Als Beispiel sei eine Mischung von schwefelsaurem Natrium, Salmiak, Salpeter und Vaseline angegeben. Man kann so verfahren, daß man die Salze in Pulverform anwendet und mit der salbenartigen Vaseline innig durchknetet. Es genügt ein ganz geringer Zusatz von Vaseline, um die Salzkörnchen, die durch die Vaseline leicht umhüllt werden , erheblich schwerer löslich zu machen. Man kann die Vaseline aber auch schmelzen und dann mit den Salzen vermischen. Bei ganz geringem Vaselinezusatz hat die Masse ein verhältnismäßig körniges Gefüge, so daß sie sich leicht in Gummiblasen und -beutel einfüllen läßt. Bei größerem Vaselinezusatz wird die Masse salbenartig. Es ist zweckmäßig, die Vaseline von jedem Wassergehalt vorher zu befreien oder auch die fertige Masse durch Erhitzen und Verdampfen des eingeschlossenen Wassers zu trocknen.
Eine derartige Kühlmasse gibt bei riehtiger Bemessung der Mischung, die durch Versuche festgestellt werden muß, dieselbe
Kühlung wie Eis, hält aber länger vor. Der Hauptvorteil besteht aber darin, daß · die Kühlmasse, solange nicht Wasser zugesetzt wird, nicht schmilzt und somit in den Apotheken, Drogerien und sonstigen Geschäften stets vorrätig gehalten werden .kann. Sie kann auch im Bedarfsfalle, selbst bei- der größten Hitze, im Vorrat ° angeschafft werden. Mit Rücksicht darauf, daß bei der Eiskühlung das meiste Eis unbenutzt schmilzt, während von der Kühlmasse nichts verloren geht, kann letztere auch als verhältnismäßig billig bezeichnet werden.
Die Kühlmasse wird in der Weise benutzt, daß der Gummibeutel teilweise mit ihr angefüllt und dann der Rest durch Wasser ausgefüllt wird. Ist die ganze Masse geschmolzen, so wird der Beutel entleert und aufs neue Kühlmasse und Wasser eingefüllt.
Für die Ärzte ist außerdem der wichtige Vorteil geboten, daß die Kühlung abgestuft werden kann. Es läßt sich dies teilweise schon durch verschiedenen Wasserzusatz erreichen. Dann aber kann der Kühlmasse von vornherein durch einen verschiedenen Zusatz des die Lösung erschwerenden Stoffes ein verschiedener Wirkungsgrad gegeben werden. Je geringer der Zusatz dieses Stoffes ist, desto stärker ist die Kühlwirkung, die allerdings dann auch nur kürzere Zeit vorhält, so daß die Füllung häufiger erneuert werden muß. In den Apotheken usw. können also numerierte Kühlmassen mit verschiedener Kühlwirkung vorrätig gehalten werden.
Man kann sogar, besonders wenn man der Masse eine salbenärtige Konsistenz gibt, ohne Gummibeutel auskommen, und zwar auf verschiedene Weise. Man kann die Kühlsalbe möglichst dick unmittelbar auf die zu kühlende Stelle -auftragen und hierüber einen feuchten Verband legen, der nach · Art der Prießnitzchen Umschläge nach außen durch Guttapercha abgedeckt ist. Die Feuchtigkeit durchdringt dann allmählich die Salbe, so daß für längere Zeit sich eine Kühlung einstellt. Man kann auch umgekehrt auf einen feuchten Umschlag die Salbe dick auftragen und diesen nach außen durch Guttapercha oder besser noch durch einen die Feuchtigkeit absorbierenden Stoff, wie z. B. Fließpapier oder Papier aus Pflanzenfasern, abdecken.
Um das Eindringen der Feuchtigkeit in die Salbe, d. h. also zwischen die einzelnen, mit Fett oder dergl. umhüllten Salzkörner zu erleichtern, kann die Salbe noch mit einem stark hygroskopischen Stoff vermischt werden. Zu diesem Zweck würde sich z. B. Chlorcalcium eignen, das außerdem die Kühlwirkung verstärkt. Eine solche Salbe mit hygroskopischer Beimischung wirkt auch kühlend ohne Hinzufügung von Feuchtigkeit. Sie hat natürlich andererseits die Unbequemlichkeit im Gefolge, daß sie stets luftdicht verschlossen aufbewahrt werden muß. Man kann der Masse auch zerkleinerte saugfähige Stoffe beimischen, wie kleine Schwammstückchen, gemahlenen Bimsstein und ähnliches.
Wenn auch die Kühlmasse insbesondere für die Krankenbehandlung bestimmt ist, so läßt sie sich natürlich zuweilen auch mit Vorteil für andere Zwecke, wie z. B. für Kühlschränke, verwenden, zumal in abgelegenen Orten, in denen ein regelmäßiger Eisbezug sowie die Aufbewahrung größerer Eismengen nicht tunlich ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH :
    Kühlmasse für Kühlvorrichtungen, insbesondere zu gesundheitlichen Zwecken, bestehend aus den bekannten Salzen, die für'Kältemischungen benutzt werden (z. B. Salmiak, schwefelsaures Natrium, Salpeter, Ammoniumnitrat), und einem Stoff, der das Auflösen der Salze in Wasser verzögert (z. B. Fett, öl, Dextrin, Zellulose).
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DE (1) DE188656C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2426725A1 (fr) * 1978-05-26 1979-12-21 Tanaka Tomoji Compositions frigorifiques
EP0311672A4 (en) * 1987-04-14 1990-12-05 Thomas P. Lahey Time release cooling system

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2426725A1 (fr) * 1978-05-26 1979-12-21 Tanaka Tomoji Compositions frigorifiques
EP0311672A4 (en) * 1987-04-14 1990-12-05 Thomas P. Lahey Time release cooling system

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