DE188310C - - Google Patents

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DE188310C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/02Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188310 KLASSE 86 d. GRUPPE
in COTTBUS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1905 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung geknüpfter Florwaren, bei der die verschiedenfarbigen Garne durch Niederdrücken von Tasten ausgewählt werden. Die Maschine unterscheidet sich von bekannten Anordnungen dieser Art dadurch, daß eine einzige Tastenvorrichtung mit einer Mehrzahl von Garnzuführungsvorrichtungen durch geeignete Zwischengetriebe
ίο derart verbunden ist, daß durch Niederdrücken einer Taste sämtliche Garnzuführungsvorrichtungen auf einmal und in gleichem Sinne eingestellt werden.
Eine Ausführungsform der Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι eine Ansicht von oben, wobei die Knüpfvorrichtung zur besseren Sichtbarkeit der übrigen Teile weggelassen und auch ein Teil des Tastenbrettes weggebrochen ist. Fig. 2 ist eine zum Teil geschnittene Seitenansicht. Fig. 3 und 4 zeigen die Knüpfvorrichtung in zwei verschiedenen Seitenansichten und bei verschiedener Stellung der arbeitenden Teile. Die Fig. 5 zeigt ein Detail der Knüpfvorrichtung. Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen die Arbeitsweise der Knüpfzängen oder Greifer losgelöst von ihren Antriebsvorrichtungen. Fig. 8 veranschaulicht schematisch und unter Fortlassung der eigentliehen Knüpfmechanismen eine Zusammenstellung der ganzen Maschine mit beispielsweise drei Garnzuführungsvorrichtungen.
Eine Anzahl Vorrichtungen α zum Knüpfen der Schlingen sind nebeneinander der Zahl der in einer Webbreite enthaltenen Rapporte (Muster) entsprechend angeordnet. In Fig. 1 der Zeichnung ist ein solcher Apparat ganz und ein zweiter zum Teil sichtbar. Alle nebeneinander angeordneten Apparate α werden von einer und derselben Tastatur n> aus gleichzeitig angetrieben, um für jede Knüpfvorrichtung α den jeweilig gebrauchten Garnfaden der bestimmten Farbe auszuwählen und der Knüpfvorrichtung darzubieten. Die Garne (f) der verschiedenen Farben sind in jeder Knüpf-Vorrichtung α auf Spulen 22 aufgespult und alsdann nach der Zuführungsscheibe 17 geführt, aus der sie durch Löcher am Umfang herausragen und wo sie in ihrer Lage durch federnde Bremsen b leicht gehalten werden, jedoch so, daß ein Herausziehen und ein Abwickeln von den Spulen 22 möglich ist (Fig. i, 2 und 4).
Es kommt nun darauf an, durch den Druck auf eine der Tasten des Tastenapparates w sämtliche Garnzuführungsscheiben 17 gleichzeitig so einzustellen, daß ein Faden der gerade in dem Muster gebrauchten Farbe sich in der Lage befindet, in der er der Knüpfvorrichtung durch eine Zange o. dgl.
zugeführt werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist dies der tiefste Punkt der Scheibe 17, dem sich die Zange \ (Fig. 4) gegenüber befindet, durch die in einer weiter unten zu beschreibenden Weise der gerade unten befindliche Faden zur Schlingenbildung aus der Scheibe 17 um ein Stück herausgezogen wird. Die Einstellung der Scheiben 17 geschieht nun in folgender Weise:
Drückt man eine Taste I, die zweckmäßig durch Auflegen eines Stückchen Garns mit derjenigen Farbe bezeichnet ist, die durch ihr Niederdrücken an der Scheibe 17 ausgewählt wird, nach unten, so wird durch einen von der Taste bewegten Winkelhebel 2 und einen Schieber 3 das obere Ende einer Zahnstange 4 der Feder 20 entgegen nach hinten gedrückt, und zwar schwingt die Zahnstange, die durch eine Führungswalze 5 gestützt wird, hierbei um ein Zahnrad 6, mit dem sie in Eingriff ist. Die Zahnstange ist mit einer Nase 7 versehen. Die Teile 1, 2, 3, 4, 6 und 20 sind, wie Fig. 1 zeigt, in einer solchen Anzahl vorhanden, die der Anzahl der Garnfarben entspricht. Die Zahnräder 6 sitzen alle lose auf ihrer Achse und jedes ist mit einer Scheibe 10 fest verbunden, die eine Nase 9 trägt.
Die Nasen 7 sitzen an den Zahnstangen 4 in verschiedener Höhe. Vor den Zahnstangen wird eine messerartige Leiste 8 von der Antriebswelle der Maschine aus durch beliebige Bewegungsübertragungsmittel dauernd und um einen stets gleichen Betrag auf- und abbewegt.
Wird nun eine Zahnstange in der eben beschriebenen Weise durch Niederdrücken der zugehörigen Taste mit dem unteren Ende nach vorn geschwungen, so tritt die Leiste 8
40. je nach der Höhenlage der Nase 7 beim Aufwärtsgang früher oder später unter diese Nase und hebt infolgedessen die betreffende Zahnstange um einen größeren oder kleineren Betrag aufwärts und um einen entsprechenden Betrag wird demnach das mit der Zahnstange in Eingriff befindliche Zahnrad 6 gedreht. Die an der zugehörigen Scheibe 10 befindliche Nase 9 schwenkt dabei eine an sämtlichen Nasen vorbeigehende Schiene 11, die auf der Achse der Zahnräder befestigt ist, um den gleichen Betrag, um den das Zahnrad sich dreht und der von der Höhenlage der Nase 7 an der bewegten Zahnstange abhängt. Mit der Schiene II ist das Kettenrad 12 fest verbunden, von dem aus die Teildrehung mittels der Kette 13 auf das Kettenrad 14, die Welle 15, das Zahnrad 16 und die mit einem Zahnkranz in das Rad 16 eingreifende Garnzuführungsscheibe 17 übertragen wird, so daß diese Scheibe sich so einstellt, daß die gewünschte Farbe gerade am tiefsten Punkt gegenüber der Zange \ liegt. Die Teile werden in der eingestellten Lage so lange gehalten, wie die betreffende Taste niedergedrückt wird, und zwar geschieht dies dadurch, daß die Zahnstange 4 sich mit einem Einschnitt 18 über eine feste eventuell etwas federnd gelagerte Schiene 19 hakt. So lange wie die Taste also nicht losgelassen wird, behält demnach die Scheibe 17 unverändert ihre Lage bei, und es werden fortwährend Schlingen von derselben Farbe geknüpft. Wird die Taste losgelassen, so schiebt die Feder 20 die Zahnstange 4 von der Schiene 19 herunter und das Gewicht 21 führt die Räder und die Scheibe 17 in die Anfangslage zurück. Da die mit den Zahnkränzen der Scheiben 17 in Eingriff stehenden Zahnräder 16 alle auf der gemeinsamen Welle 15 sitzen, so erfolgt die Einstellung aller Garnzuführungsscheiben 17 gleichzeitig von dem gemeinsamen Tastenapparat aus. Das Niederdrücken der Tasten kann mit der Hand oder besonders bei Herstellung von Massenartikeln mechanisch durch eine Mustervorrichtung (gelochte Papierstreifen o. dgl.) erfolgen.
Nach dem Knüpfen einer jeden Schlinge müssen die Knüpfvorrichtungen α stets um die Entfernung zweier Schlingen voneinander quer zur Kettenrichtung k verschoben werden, go Diese Verschiebung wird ebenfalls durch den Tastendruck herbeigeführt. Beim Niederdrücken einer jeden Taste 1 wird nämlich mittels der unter allen Tasten hindurchgehenden Schiene 23 (Fig. 1 und 2) der Hebel 24 bewegt, wodurch mittels des Hebels 25 und des Schiebers 26 die letzte Zahnstange 27 in der gleichen Weise bewegt wird, wie es für die zum Auswählen der Farbe dienenden Zahnstangen beschrieben worden ist. Durch die Zahnstange 27 erhält dann das Zahnrad 28 ebenfalls eine Drehung. Mit diesem Zahnrad 28 ist eine Kurbelscheibe verbunden, an die eine Schubstange 30 mittels des Zapfens 29 (Fig. ι und 2) angreift. Die Schubstange 30 ist mit einem Hebel 31 verbunden, der die Hälfte 34 einer Klauenkuppelung K mit der anderen Hälfte 33, die auf der Antriebswelle 32 sitzt, zum Eingriff bringt, wenn in der beschriebenen Weise durch Niederdrücken einer no Taste das Zahnrad 28 gedreht wird. Hierdurch wird das Wellenstück 35 mit der Welle 32 gekuppelt und die Bewegung wird mittels der Kegelräder 36, 37 des Kettenrades 38, der Kette 39 und des Kettenrades 40 auf die Welle 41 übertragen. Von der Welle 41 wird mittels einer Kurbelscheibe und einer Schubstange 49 eine Schaltklinke 51 hin- und herbewegt, die dann das Schaltrad 52 fortschaltet. Das Schaltrad 52 sitzt fest auf
der Leitspindel 53, auf der alle Knüpfvorrichtungen α mittels Muttern 54 sitzen. Durch das Schaltwerk, dessen Klinke 51 doppelseitig ist, um nach jeder Richtung transportieren zu können, werden die Knüpfvorrichtungen α nach Bildung einer jeden Schlinge in der Richtung des Schusses um je zwei Kettenfäden verschoben.
Von der Welle 41 aus erhalten ■ ferner die Wellen 47 der Knüpf vorrichtungen a, auf denen die zum Antrieb der Knüpfmechanismen dienenden Kurvenscheiben sitzen (Fig. 4), ihre Drehung mittels der Kegelräder 42 und 43, der Welle 44 und der Kegelräder 45 und 46.
Die Hintereinanderschaltung der Knüpfvorrichtungen α und ihren Zusammenhang mit der Garnzuführungsvorrichtung ersieht man aus Fig. 8. Will, man die Knüpfvorrichtungen enger oder weiter zueinander einstellen, so dreht man die Muttern 54 auf der Spindel 53 auf den gewünschten Abstand und verschraubt sie darauf wieder fest mit den Knüpfvorrichtungen a. Ihre Links- und Rechts-Verschiebung wird durch die Leitspindel 53 in der beschriebenen Weise bewirkt.
Die Antriebsräder 42 der Knüpfvorrichtungen und die der Garnzuführung 16, die, in die Längsnuten der 'Wellen 41 und 15 mittels Keilfedern eingreifend, verschiebbar sind, werden durch in die Nuten 42 l und 16' der betreffenden Räder eingreifende und an den Knüpfvorrichtungen α befestigte Gabeln mitgeführt, so daß die betreffenden Räderpaare immer in Eingriff bleiben.
Die besonders aus den Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 ersichtliche Knüpfvorrichtung besteht im wesentlichen aus der Zange \, die das Fadenende aus der Scheibe 17 herauszieht, aus einer Schere s, die es abschneidet, aus zwei • gekröpften Seitengreifern gl und g2, die die Enden des Fadenstückes erfassen, sie durch die Kettenfäden nach unten führen, so daß zwei Kettenfäden von ihm eingeschlossen werden, um einem mittleren Greifer m, der die durchgesteckten Fadenenden erfaßt, sie zwischen den beiden erwähnten Kettenfäden nach oben zieht und die so gebildete Schlinge durch eine schwingende Bewegung an den Rand der Ware heranschiebt.
Die beiden Seitengreifer g1 und g'2, die in den Lagern 55 und 56 drehbar sind, und der Mittelgreifer m sitzen an einem Rahmen 57, der in einer Führung 88 des Gesteiles gleitet und mittels einer auf der Welle 47 aufgekeilten Kurvenscheibe 58 und einer Stange 59 eine auf- und abgehende Bewegung macht, so daß der Rahmen 57 während der ersten Viertelumdrehung der Welle 47 in der höchsten Stellung stillsteht, während der zweiten Viertelumdrehung nach unten geht, während der dritten Viertelurndrehung unten stillsteht und während der letzten Viertelumdrehung wieder aufwärts geht.
Befindet Sich der Rahmen in der oberen Stellung im Stillstand, so haben die Seitengreifer g1 und g2 die aus Fig. 3 ersichtliche Stellung. Der Mittelgreifer m ist aber geöffnet. Die Zange ^, die ebenfalls geöffnet ist, und die Schere s befinden sich in ihrer größten Entfernung von dem Fadenende f.
Während nun der Rahmen 57 noch stillsteht, wird durch die Umdrehung der Welle 47 mittels der Kurvenscheibe 60, der Stange 61 und des Winkelhebels 62 die Zange \, die mit dem Stück 63 in einer Führung 64 des Gestelles gleitet, nach dem Fadenende / hin verschoben. Gegen Ende dieser Bewegung stößt die Sperrklinke 65, die die Zange geöffnet hält, gegen den festen Stift 66, wodurch die bewegliche Backe 67 der Zange frei wird und die Zange sich unter dem Einfluß der Feder 68 schließt. Dabei ergreift die Zange das Fadenende und zieht es bei dem nun erfolgenden Rückgang zwischen den geöffneten Seitengreifern gl und g2 hindurch. Am Ende des Rückgangs, jedoch erst nachdem die Seitengreifer g-1 g2 den Faden ergriffen haben, trifft das abgeschrägte Ende des Zangenteiles 67 gegen einen festen Stift 87, wodurch sich die Zange wieder öffnet und durch die Klinke 65 offen gehalten wird.
Während der Bewegung der Zange % hat der Schieber 69, der von der Welle 47 mittels der Kurvenscheibe 70 angetrieben wird, den Stift 71 einer Spannplatte 72 (Fig. 3, 4 und 5) erfaßt, die in einer Führung 73 des Rahmens 57 gleitet, und nimmt die Platte mit nach unten. Dabei stößt ein Stift 74 dieser Spannplatte 72 gegen die Abschrägung 75 von Sperrklinken 76, die dadurch aus Stiften 77 der beweglichen Teile 78 der Seitengreifer g1 und g2 ausgehoben werden, und diese freigeben. Infolgedessen können sich die Seitengreifer unter dem Einfluß der Federn 79 schließen und den Faden in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise erfassen. In diesem Augenblicke erfolgt das Öffnen der Zange \ in der oben beschriebenen Weise.
Sobald die Seitengreifer g1 und g2 den Faden erfaßt haben und die Zange ^ geöffnet ist, wird mittels der Kurvenscheibe 80, der Stange 81 und des Winkelhebels 82 (Fig· 3) die Schere s in ihrer Führung 83 gegen den Faden hin- und wieder zurückgeschoben. Dabei gleitet der feste Stift 84 in den winklig abgebogenen Schlitzen 85 der
Scherenhebel 86, wodurch die Schere sich beim Vorgehen öffnet und sich beim Zurückgehen schließt, so daß der Faden vor der Scheibe 17 abgeschnitten wird.
Während der zweiten Viertelumdrehung der Welle 47 geht der Rahmen 57 mit den Greifern g1 g1 und m nach unten. Dabei gleitet ein an einem Ansatz 89 des Gestells befestigter Stift 90 in der Schraubennut eines mit dem Greifer g1 verbundenen Zylinders 92 (Fig. 3 und 4), so daß der Greifer g1 eine halbe Umdrehung macht, die durch die Zahnräder 93 und 94 auch auf den Greifer g'2 übertragen wird und die in Fig. 5 durch die punktierten Pfeile angedeutet ist. Infolge der aus der Zeichnung ersichtlichen Kröpfung der unteren Enden der Greifer drehen sich diese Enden kurbelartig, so daß sie die Fadenenden in die in Fig. 7 dargestellte Lage herumschwenken. Diese Drehung der Seitengreifer ist schon nach der ersten Hälfte der Abwärtsbewegung vollendet, so daß die Greiferenden und das Fadenstück sich schon in einer Höhe von etwa 10 mm über den Kettenfäden k in der Lage der Fig. 7 befinden. Während dieser Drehung der Seitengreifer gleitet ein Stift 95 des Mittelgreifers m in einem schrägen Schlitz 96 des Rahmens 57. Dadurch erhält der Mittelgreifer m eine schwingende Bewegung um den Bolzen 97 der Führungsstange 98 derart, daß die Spitzen des Mittelgreifers zwischen die beiden Seitengreifer g1 und g2 treten (Fig. 7).
Während der nun folgenden zweiten Hälfte der Abwärtsbewegung des Rahmens gehen die Seitengreifer gl und g2 mit dem umgebogenen Fadenstück in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise durch die Kettenfäden hindurch, indem sie den mittleren Teil des Fadenstückes über zwei Kettenfäden legen und die beiden Enden seitlich von diesen Kettenfäden nach unten führen. Da die Feder 99 bei der Abwärtsbewegung des Rahmens 57 nachgibt, so geht auch der Mittelgreifer m durch die Kettenfäden mit hindurch, und zwar greift er zwischen die beiden Kettenfäden, über die die Seitengreifer das Fadenstück legen (Fig. 4).
Während der dritten Viertelumdrehung der Welle 47 bleibt der Rahmen 57 mit den drei Greifern in dieser tiefsten Stellung stehen. Der Stift Ji der Spannplatte 72, der während der Abwärtsbewegung des Rahmens 57 in dem Schlitz 100 des Schiebers 69 gleiten konnte, ohne daß die gegenseitige Stellung zwischen der Spannplatte 72 und dem Rahmen 57 sich änderte, wird jetzt von dem Schieber 69 erfaßt, der somit die Spannplatte 72 nach oben zieht. Diese stößt da-
6q bei gegen die Nase 101 der Sperrklinke 102, die den Mittelgreifer geöffnet hält, und löst diese Klinke aus, so daß der Mittelgreifer tn durch die Feder 103 geschlossen wird und die Fadenenden erfaßt.
Bei der weiteren Aufwärtsbewegung stößt die Spannplatte 72 gegen die schräge Fläche 104 der Seitengreifer g1 und g·2 und öffnet diese so weit, daß sie den Faden loslassen.
Während der vierten Viertelumdrehung der Welle 47 geht der Rahmen 57 mit den drei Greifern nach oben, die dabei während der ersten Hälfte der Aufwärtsbewegung ihre Stellung unverändert beibehalten. Der Mittelgreifer m wird dabei durch die Feder 99 hochgezogen, bis der Stift 105 gegen den Gestellansatz 89 stößt. Geht dann der Rahmen 57 noch weiter hoch, so verschiebt sich der Stift 95 des Mittelgreifers m in dem Schlitz 96 des Rahmens 57 und der Mittelgreifer schwingt in die Anfangsstellung zurück, wobei er die fertige Schlinge an die vorher gebildete Ware heranzieht (Fig. 3). Inzwischen drehen sich die Seitengreifer in die ursprüngliche Stellung zurück, wobei sie sich in der Spannplatte 72 in Ausschnitten 111 bewegen, die exzentrisch zu der Drehachse der Seitengreifer gekrümmte Begrenzungsflächen haben, so daß die Greifer sich wieder vollständig öffnen. In dieser Lage werden sie durch die einfallenden Klinken 76 gesichert (Fig. 3). Bevor jetzt der Vorgang von neuem beginnt, wird der Mittelgreifer m durch einen Stift 106, der mittels einer Kurvenscheibe 107 und einer Stange 108 aufwärts bewegt wird und an einer Abschrägung 109 des beweglichen Teiles 110 des Mittelgreifers entlanggleitet, wieder geöffnet und in ge-'jffneter Lage durch die Klinke 102 gesichert.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zur Herstellung geknüpfrer Florwaren, bei der die verschiedenfarbigen Garne durch Niederdrücken von Tasten ausgewählt werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Tastenvorrichtung (w) mit einer Mehrzahl von Garnzuführungsvorrichtungen (17) durch geeignete Zwischengetriebe derart verbunden ist, daß durch Niederdrücken einer Taste sämtliche Garnzuführungsvorrichtungen auf einmal und in gleichem Sinne eingestellt werden.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Niederdrücken einer Taste (1) eine zugehörige Zahnstange (4) um ein in sie eingreifendes Zahnrad (6) schwingt und dabei mit einer Nase (7) in den Bereich eines Messers (8) kommt, wodurch je nach der Höhenlage der Zahnstangennase (7) den
Garnzuführungsscheiben (17) eine größere oder geringere Drehung erteilt wird, so daß diese Scheibe der Knüpfvorrichtung (\, s, g1, g1, m) den jeweilig zu knüpfenden Faden darbietet.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Garnzuführungsvorrichtung (17) und die zugehörige Knüpf vorrichtung (%, s, g1, g'2, m) sowie deren Antrieb in einem besonderen Rahmen (57) angeordnet ist, der unabhängig von den übrigen gleichen Rahmen in die Maschine eingesetzt und darin verstellt werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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