DE187342C - - Google Patents
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- DE187342C DE187342C DENDAT187342D DE187342DA DE187342C DE 187342 C DE187342 C DE 187342C DE NDAT187342 D DENDAT187342 D DE NDAT187342D DE 187342D A DE187342D A DE 187342DA DE 187342 C DE187342 C DE 187342C
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- Making Paper Articles (AREA)
Description
cPahj-u l'or ml*.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVU8;7342
KLASSE 54 ftJ
Dr. ALEXANDER DARVAS in BUDAPEST.
Maschine zur Herstellung von Tüten mit mehrfach
maliges Umfalzen eines Endes
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Herstellung von Tüten mit mehrfach gewickeltem
Schaft und durch mehrmaliges Umfalzen eines Endes desselben gebildetem Boden, wie sie für pulverförmige und körnige
Stoffe, insbesondere zur Verpackung von Medizinalpulvern, Drogen, Sämereien, benutzt,
werden.
Der Arbeitsgang der neuen Maschine ist ίο folgender.
Das Blatt aus Papier oder ähnlichem Stoff, das der Größe der anzufertigenden Tüte oder
. Hülle entspricht, wird in bekannter Weise zu einer Röhre zusammengerollt, darauf an dem
einen Ende flach gedrückt und dieses Ende ein oder mehrmals in der Achsenri.chtung der
Röhre eingeschlagen oder eingewickelt, worauf man die Wickelung falzt oder zusammenpreßt.
Gegebenenfalls kann das gewickelte Ende quer zur Wickelfalte in bekannter Weise gewellt oder geriffelt werden, um den Falz
gegen unbeabsichtigtes Öffnen zu sichern.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel
der neuen Maschine.
- Fig. ι ist ein Grundriß,
- Fig. ι ist ein Grundriß,
Fig. 2 eine Seitenansicht und ein teilweiser Schnitt durch die Falz- und Riffelvorrichtung,
während
Fig. 3 einen Teil der Maschine in der Seiten-So ansicht wiedergibt.
Fig. 4 zeigt schaubildlich eine fertige Tüte. Fig. 5 bis 7 sind Einzeldarstellungen zur
Maschine teils, in vergrößertem Maßstabe.-
GRUPPE 3.
gewickeltem Schaft und durch mehrdesselben gebildetem Boden.
Die Fig. 8 bis 12 sind schematische Darstellungen, welche zur Veranschaulichung des
Arbeitsvorganges dienen.
Das von der Papierbahn 3 abgetrennte Blatt wird selbsttätig zu dem Wickeldorn 22 geführt,
auf dem es in bekannter Weise zu einer Röhre gewickelt wird. Der sich an den Zuführtisch
4 anschließende Wickeldorn 22 reicht nicht über die ganze Breite des Zuführtisches
hinweg, so daß nur ein Teil des Papierblattes auf dem Wickeldorn 22 Auflage findet.
An dem Dorn ist eine federnde Zunge 23 angeordnet, die beim Vorschnellen der Schablone
von dem Dorn absteht. Sobald aber die Wickelbewegung des Domes eingeleitet wird,
drückt eine auf dem Dorn 22 achsial verschiebbare Muffe 21 die Zunge 23 nieder, so daß das
auf dem Dorn 22 aufliegende Ende der Papierschablone zwischen Dorn 22 und Zunge 23
festgehalten wird.
Der Wickeldorn erhält eine abgesetzte Bewegung, die von der Welle 44 abgeleitet werden
kann. Auf derselben sitzt gemäß den Fig. ι bis 3 eine Kurbel 45, die in die Schleife
84 einer gezahnten Schubstange 46 eingreift. Das Führungsstück, in welchem die Schubstange
46 gleitet, schwingt um die Achse des Wickeldornes 22. Auf dieser Achse sitzt lose
ein Zahnrad 47, das mit dem einen Teil einer Kupplung verbunden ist. Der andere Teil der
Kupplung ist auf der Achse des Wickeldornes 22 befestigt. Die Kupplung kann aus einem
Sperrgetriebe 48,49 bestehen. Nur in der
35
40
45
55
60
einen Richtung, und zwar etwa für eine
Viertelumdrehung der Welle 44 wird infolgedessen der Wickeldorn gedreht, während er
für die übrige Zeit stillsteht. Die die Zunge S 23 auf den Wickeldorn 22 niederdrückende
Muffe 21 erhält die hierzu erforderliche achsiale Bewegung durch eine Nuttrommel 19,
die mittels des Rädergetriebes 50, 51 von der Achse des Wickeldornes 22 aus in Umdrehung
versetzt wird. Die Bewegungsübertragung von der Nuttrommel 19 auf die Muffe 21 erfolgt
durch eine im Gestell geführte Schubstange 20.
In gleicher Höhe mit dem Wickeldorn 22", aber im rechten Winkel zu ihm und dem
freien Ende der Papierschablone gegenüberstehend, ist eine Klemme 33 in der Maschine
angeordnet, die vor- und zurückbewegt, geöffnet und geschlossen und ferner um ihre
eigene Achse gedreht werden kann. Die Bewegungen werden von einer Trommel 25 eingeleitet,
die durch ein Kettengetriebe 52, 53 und das Rädergetriebe 54, 55 von der Hauptwelle
35 in Umlauf gesetzt wird. Über den Umfang der Trommel sind mehrere Kurveneisen verteilt, von denen Fig. 1 zwei Stück
zeigt. Das Kurveneisen 26 wirkt auf eine Rolle 56 ein, die an einem auf der Achse 31
lose sitzenden, aber gegen Drehung gesicherten und eine Stange 28 gabelförmig umfassenden
Arm angeordnet ist. Das Kurveneisen 26 kann demnach die Achse 31 aus der in Fig. 1
gezeichneten Stellung nach links verschieben, und zwar ist die Verschiebung so groß, daß
der eine Schenkel der Klemme 33 oberhalb und der andere Schenkel unterhalb des freien
Endes der von dem Wickeldorn dargebotenen Papierröhre zu liegen kommt. Gleichzeitig
steht dann das Zahnrad 32 der Achse 31 einem Zahnsegment 30 der Trommel 25 gegenüber.
Die im Maschinengestell geführte Stange 28, welche als Mitnehmer für die auf der Achse
31 verschiebbar gehaltene Büchse 29 dient, schließt sich der Vorschubbewegung der Achse
31 an, weil der mit einer Rolle 58 versehene Querarm der Stange 28 gegen einen Anschlag
der Achse 31 anliegt. Sobald aber die Achse 31 ihre Vorschubbewegung beendet hat, setzt
die Stange 28 in derselben Richtung die Bewegung fort, weil inzwischen die Rolle 58
durch das Kurveneisen 27 der Trommel 25 beeinflußt wird. Die Verschiebung der Stange 28 hat zur Folge, daß die Büchse 29
die Schenkel der Klemme 33 aufeinander zu bewegt und die Klemme also geschlossen wird.
Um diese Zeit kommt das Zahnrad 32 mit dem Zahnsegment 30 der Trommel 25 in Eingriff,
wodurch die Achse 31 eine bestimmte Anzahl Umdrehungen macht. Die geöffnete Klemme
führt sich in einem Schlitzeisen 34 (Fig. 1 und 5) des Maschinengestelles, so daß ein Verdrehen
der Achse 31 verhindert wird, solange die Klemme nicht geschlossen ist. Für die
Rückbewegung der Klemme 33 und ihrer Schließvorrichtung ist die Trommel 25 ebenfalls
mit Kurveneisen besetzt, die in Fig. 1 auf der Unterseite der Trommel liegen.
Auf der dem Wickeldorn 22 gegenüberliegenden Seite, aber in der Bewegungsrichtung
der Papierschablone, etwas gegen den Wickeldorn zurückstehend, ist eine Presse oder Falzvorrichtung angeordnet. Dieselbe
besteht gemäß den Fig. 1 und 2 aus einem Walzenpaar 64,65, das durch eine kräftige
Feder 75 gegeneinandergepreßt wird. Bei dem Ausführungsbeispiel sind gezahnte oder
geriffelte Walzen angenommen. Dieselben können zur Querachse der Maschine etwas geneigt
gelagert sein, wie dies in Fig. 1 angenommen ist. Die Unterwalze ist festgelagert,
während die Achse der Oberwalze 74 durch Schlitze des Lagergestelles hindurchgeht und
in einer unter der Einwirkung der vorgenannten Feder 75 stehenden Stütze 73 gelagert ist.
Letztere kann durch einen Daumen 71 der von der Hauptwelle aus durch die Kegelräder
67, 68 beständig gedrehten Welle 66 angehoben werden. Zu diesem Zweck ist die Stütze oberhalb des Daumens mit einer Rolle
72 versehen. In der angehobenen Stellung wird die Stütze durch einen Sperrstift jy verriegelt,
der durch ein Gelenk am Lagergestell befestigt ist und unter der Einwirkung von Federn y6 vorgeschnellt wird, sobald die
Stütze 73 angehoben ist, so daß der Stift dieselbe untergreifen kann.
Die Falzvorrichtung ist als Schlitten, ausgebildet und kann inRichtung auf den Wickeldorn
vorbewegt werden. Eine Feder 70 sucht den Schlitten beständig in die in Fig. 1 gezeichnete
Stellung zurückzuziehen. Nur in dieser zurückgezogenen Stellung kann das Walzenpaar 64, 65 in Umdrehung gesetzt werden,
indem eine auf der Welle 66 sitzende Kupplungshälfte 83 mit der zugehörigen Kupplungshälfte 82 in Eingriff steht, die zu
der aus einer Hohlwelle 60 und dem Kettengetriebe 79, 80 bestehenden Antriebsvorrichtung
für das Walzenpaar 64, 65 gehört.
Die Vorbewegung der Falzvorrichtung vermittelt ein Zahnsegment 62, das durch das
Kettengetriebe 59, 61 von der Hauptwelle 35 aus gedreht wird und mit der an der Falzvorrichtung
angeordneten Zahnstange 63 zeitweise in Eingriff kommt. Die vorgeschobene Falzvorrichtung wird durch einen auf der
Welle 66 sitzenden Riegel 69 gesichert, der bei der Vorbewegung der Falzvorrichtung gemäß
Fig. 6 zwischen einer an der Falzvorrichtung angeordneten Gabel 81 hindurchtreten kann,
die Gabel 81 aber hintergreift und die Falzvorrichtung
verriegelt (Fig. 7), sobald das
Zahnsegment 62 im Begriff ist, den letzten Zahn der Zahnstange 63 freizugeben. Im Bereich
des Riegels 69 befindet sich außerdem eine an dem Sperrstift 77 sitzende Nase 78,
so daß der Riegel 69 bald nach Verriegelung der Falzvorrichtung, den Sperrstift 77 zurückzieht
und dadurch die in angehobener Stellung gehaltene Öberwalze 64 freigibt, bevor der
Riegel 69 ein Zurückschnellen der Falzvorrichtung unter der Einwirkung der Feder 70
zuläßt.
Der Arbeitsvorgang beim Herstellen der Tüten ist folgender.
Infolge der einseitigen Anordnung des Wickeldornes 22 vor dem Zuführtisch 4 wird
■ nur die eine Hälfte des mittels der Zubringer . zugeführteil Papierblattes auf den Dorn 22
aufgelegt. Darauf verschiebt sich die Muffe 21 im Sinne des in Fig. 8 eingezeichneten
Pfeiles, damit die Feder 23 niedergedrückt und die Papierschablone auf dem Dorn 22
festgehalten wird. Unmittelbar darauf setzt
. der Dorn 22 sich in Umdrehung und rollt das Papier zu einer Röhre zusammen. Noch vor
Beendigung dieser Wickelbewegung tritt auch die Muffe 21 wieder zurück, damit die Feder
23 die innerste Papierwicklung freigeben kann und dem späteren Abziehen der Papierröhre
von dem Dorn nicht im Wege steht. Inzwisehen hat sich die Klemme 33 vorbewegt, die
das Schließen der Klemme bewirkende Büchse 29 folgt nach, so daß die Klemme sich schließt
und das Ende der Papierröhre flach preßt. Diese Stellung veranschaulicht Fig. 9. Nunmehr
erhält die Klemme 33, in der Schließstellung verharrend, ihre Drehbewegung
(Fig. 10), so daß sie die Papierröhre um das verlangte Stück von dem Dorn abzieht und
das eingeklemmte Ende der Papierröhre einschlägt. Inzwischen hat sich die geöffnete,
aus dem Walzenpaar 64, 65 bestehende Presse vorbewegt (Fig. 11) und wird in dieser Stellung
mittels des Riegels 69 auf der Welle 66 gesichert. Während der die Walze 64 in der
gehobenen Stellung haltende Sperrstift yy zurückgezogen
wird, wird durch ein entsprechendes Kurveneisen der Trommel 25 auch
die Büchse 29 zurückgezogen, um die Schenkel der Klemme 33 freizugeben. Durch ein zweites
Kurveneisen der Trommel 25 wird außerdem die Rückzugsbewegung der Klemme 33 eingeleitet. Nunmehr schließt sich die Presse
64,65 und erfaßt die eine Ecke des eingeschlagenen Endes der Papierröhre, um letztere,
nachdem die Klemme 33 hinreichend weit zurückgezogen ist, von dem Dorn 22 abzuziehen
und selbst mit der Welle 66 (Fig. 1) gekuppelt zu werden, damit das Ende der Papierröhre
seiner ganzen Breite nach zwischen den Walzen hindurchgeführt, die Wicklung also
zusammengepreßt wird.
Weil beim Ausführungsbeispiel die Preßwalzen geriffelt sind, wobei die Riffelungen
beider Walzen ineinander eingreifen, so wird der gebildete, die Tüte an dem einen Ende
schließende Falz quer zur Wickelfalte gewellt oder geriffelt. Stellt man die Riffelwalzen
64,65 außerdem, wie gezeichnet, etwas geneigt zur Querachse der Maschine, so entsteht
eine strahlenförmig sich ausbreitende Riffelung des gewickelten Endes, wie dies Fig. 4
erkennen läßt.
Der beschriebene Arbeitsvorgang wiederholt sich ununterbrochen, solange die Hauptwelle
35 mittels der Handkurbel 24 in Umdrehung versetzt wird.
Sofern es für besondere Fälle erwünscht ist, das äußere Ende der Röhrenwicklung anzuleimen,
so kann am Umfang des Wickeldornes in bekannter Weise eine Gummiervorrichtung angeordnet werden.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß Tüten oder Hüllen von
zylindrischer Form hergestellt werden sollen. Ebensogut lassen sich aber auch im Querschnitt
anders gestaltete, d. h. prismatische und auch kegelförmig zugespitzte Tüten herstellen, was durch entsprechende Ausbildung
des Wickeldornes 22 erzielt werden kann.
Claims (4)
1. Maschine zur Herstellung von Tüten mit mehrfach gewickeltem Schaft und
durch mehrmaliges Umfalzen eines Endes desselben gebildetem Boden, dadurch gekennzeichnet,
daß das über den Wickeldorn (22) überstehende Ende der in bekannter Weise durch Rollen des Blattes
gebildete Röhre mittels einer Klemme (33) erfaßt und durch Drehen der Klemme eingeschlagen und mit der einen Ecke des
eingeschlagenen Endes einer geöffneten Presse (64, 65) dargeboten wird, die nach
. Rückzug der Klemm-. und Wickelvorrichtung (33) die Papierröhre von dem Dorn (22) abzieht und darauf die Wicklung
flach preßt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickeldorn (22)
mit einer Zunge (23) versehen ist, die mittels einer achsial verschiebbaren Muffe
(21) gegen den Umfang des Domes angepreßt wird.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht
zur Achse des Wickeldornes (22) schiebbare Klemme (33) über die auf dem Wickeldorn gehaltene Röhre aus Papier
vorgeschoben werden kann, um in der Achsenrichtung des Domes (22) eine
Schließstellung einzunehmen, wobei die Klemme durch Drehen um ihre Achse sich
gleichzeitig als Einwickelvorrichtung benutzen läßt.
4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine
gegenüber dem Wickeldorn bewegliche Presse angeordnet
ist, die aus einem Walzenpaar (64,65) besteht, das an seinem Umfang
gezahnt oder geriffelt ist, wobei die Walzen etwas geneigt zur Querachse der Maschine
gelagert sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE187342C true DE187342C (de) | 1900-01-01 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT187342D Expired DE187342C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE187342C (de) |
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- DE DENDAT187342D patent/DE187342C/de not_active Expired
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