DE186366C - - Google Patents

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DE186366C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/12Calling substations, e.g. by ringing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

(3 Wt IS ρ fc S)TiJ-Z.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Me 186366 KLASSE 21«. GRUPPE
Anrufvorrichtung für Fernsprechvermittelungsstellen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Juli 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anrufvorrichtung für Fernsprechvermittelungsstellen (z. B. für Hauptstellen sogen. Postnebenstellen oder für Zentralschaltstellen von Hausanlagen usw.), welche bezweckt, die Arbeit der Vermittelungsstelle zu vereinfachen und die richtige Bedienung der Apparate zu sichern. Bisher ist die Einrichtung derart, daß nach Empfang eines Teilnehmeranrufs zunächst ίο der Sprech- und Hörapparat der Vermittelungsstelle auf die Leitung des anrufenden Teilnehmers und hierauf zum Anruf des gewünschten Teilnehmers auf die Leitung des letzteren geschaltet werden muß, wozu all ig gemein ein sogen. Sprechumschalter dient. Wenn bis zum Heranholen des gewünschten Teilnehmers eine längere Zeit verfließt, so muß in vielen Fällen der Teilnehmer, welcher die Verbindung gewünscht hat, seinerseits erst von der Vermittelungsstelle angerufen werden, da er inzwischen seinen " Apparat verlassen hat. Dies kann mittels eines besonderen Schalters oder mittels Zurücklegung des Sprechumschalters in die Äbfragestellung nach bekannter Art bewirkt werden. Bei der Handhabung einer derartigen Einrichtung ergeben sich jedoch Schwierigkeiten, welche zu Störungen und Verzögerungen des Betriebes Anlaß geben. Dieselben bestehen hauptsächlich darin, daß die , verschiedenen Schaltungen nicht in der rieh-· tigen Reihenfolge ausgeführt werden, so daß z. B. der Anruf nach der falschen Seite gerichtet wird oder, indem der Durchsprechschalter in der Abfragestellung stehen bleibt, eine Verbindung der Teilnehmer überhaupt nicht zustande kommt usw.
Gemäß vorliegender Erfindung werden diese Übelstände dadurch beseitigt, daß die Umschaltung der Anruf vorrichtung, welche zum Rückruf an den die Verbindung wünschenden Teilnehmer erforderlich ist, nicht durch den Sprechumschalter oder einen besonderen Schalter, sondern mittels des zum Anruf dienenden Magnetinduktors selbst ausgeführt wird, indem* die Möglichkeit, den Anker des Induktors in beiden Richtungen stromerzeugend drehen zu können, ausgenutzt wird, um z. B. mittels Verschiebung der Ankerwelle eine entsprechende Bewegung von Umschalteorganen zu bewirken, derart, daß bei Drehung der Induktorkurbel in der einen Richtung der Anker in Verbindung mit der Leitung des gewünschten Teilnehmers ist, bei Drehung in der anderen Richtung dagegen selbsttätig mit der Leitung des anderen Teilnehmers zum Zwecke des Rückrufs verbunden wird.
Der Sprechumschalter kann nunmehr stets in der gleichen gewohnten Weise aus der Ruhestellung in die Abfragestellung Und, sobald beide Teilnehmer an ihren Apparaten sind, in die Durchsprechstellung gebracht werden, so daß eine falsche Stellung , desselben nicht vorkommen kann. Eine besondere Schaltvorrichtung für den Rückruf, welche stören könnte, entfällt gänzlich und ■ es besteht lediglich die leicht zu beachtende
Vorschrift, zum Zwecke des Rückrufs die Induktorkurbel statt rechts links herum zu drehen. In der Rechtsdrehung erfolgt der Anruf des gewünschten Teilnehmers in der gewohnten Weise.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung schematisch veranschaulicht. Fig. ι zeigt eine auf der Vermittelungsstelle befindliche Stöpselschnur a, -b
ίο zur Verbindung- der an (nicht gezeichnete) Klinken in der bekannten Art angeschlossenen Teilnehmer. Die Schnur ist mit dem Sprechumschalter e derart verbunden, daß in der gezeichneten Mittellage desselben die zum Stöpsel α führenden Adern 1, 2 mit den zum Stöpsel b führenden Adern 3, 4 über die Kontakte-5, 6, 7, 8 verbunden sind. Dies ist die.Ruhelage und zugleich die Durchsprechstellung des Sprechumschalters, in welcher die Teilnehmer miteinander sprechen können. Hat ein Teilnehmer die Vermittelungsstelle angerufen, so führt der Bedienende den Abfragestöpsel α in die Klinke dieses Teilnehmers ein und bringt den Knopf des Sprech-Umschalters c in die Linkslage (Pfeil e), in welcher derselbe stehen bleibt. Hierbei werden die Kontakte 5, 6, 7, 8 getrennt und ■einerseits die Adern I, 2. der Stöpselschnur durch Kontakte 9, 10 an Leitungen 13, 14, andererseits die Adern 3, 4 durch Kontakte 11, 12 an Leitungen 15," 16 angeschlossen.
Die Leitungen 13, 14, 15, 16 führen zu einem Umschalter f, welcher mit der Welle 17 des Magnetinduktors i gekuppelt ist. Der Anker 20 des letzteren ist an die beiden Schaltfedern 18, 19 angeschlossen, welche durch die Welle 17 des Induktors bewegt werden. Auf der Welle 17 ist ein Stift 21 befestigt, welcher bei Drehung der Kurbel 24 in einem Schlitz 22 der Buchse 23 gleitet und in der Ruhelage der Kurbel z. B. durch nach bekannter Art gegeneinander wirkende Federn in der gezeichneten Mittellage gehalten wird. Wird die Kurbel rechts ge- dreht, so werden die Kontakte 25, 26 geschlossen und der im Anker erzeugte Strom fließt über die Leitungen 15, 16, Kontakte 11, 12, Leitungen 3, 4 und Stöpsel b zum gewünschten Teilnehmer, dessen Wecker ertönt.
Ist der Teilnehmer an seinem Apparat zugegen, wovon sich die Vermittelungsstelle durch Drücken der Mithörtaste t überzeugen kann, und auch der andere Teilnehmer noch an seinem Apparat, so wird der Sprechumschalter c in die gezeichnete Durchsprechstellung zurückgebracht.
Hatte jedoch der über den Stöpsel α angeschlossene Teilnehmer seinen Apparat schon verlassen, was durch Rückfrage über die Kontakte 31, 32 festgestellt werden kann, so wird vor dem Zurückbringen des Sprechumschalters in die Durchsprechstellung die Induktorkurbel links herumgedreht, hierdurch 'der Kontakt bei 27 und 28 geschlossen und der Anruf strom über die Leitungen 13, 14, Kontakte 9, 10, Leitungen 1, 2 und Stöpsel a zum Teilnehmer gesendet. Sobald derselbe an seinem Apparat zugegen ist, wird der. Sprechumschalter in die Durchsprechstellung gebracht. Um ein Ertönen des Weckers der Vermittelungsstelle selbst zu vermeiden, werden bei der Linksdrehung des Induktors die Anschlußleitungen 29, 30 des Sprechapparates d bei 31, 32 von den Leitungen 13, 14 abgeschaltet.
Fig. 2 der Zeichnung zeigt eine Abänderung der Kontaktanordnung des Schalters f. Die mit dem Anker des Induktors unter Zwischenschaltung eines Kondensators g verbundenen Schaltfedern 18, 19 liegen in der Ruhelage gegen die Kontakte 33, 34 an, so daß ohne Verschiebung der Welle bei Rechtsdrehung der Kurbel der Strom in dje Leitungen zum Stöpsel b fließt. Die Welle wird somit nur bei der Linksdrehung der Kurbel verschoben, wobei wie in Fig. 1 die Kontakte 27, 28 geschlossen und die Kontakte 31, 32 getrennt werden. Der Stift 21 der Welle befindet sich in der Ruhelage an dem einen Ende des, Schlitzes 22; es kann also ein normaler Induktor verwendet werden , indem an Steile des durch die Welle bewegten Kurzschließungsschalters desselben der Schalter f nach Fig. 2 angeordnet wird. Die Ausführung nach Fig. 1 hat jedoch den Vorteil, daß zufolge völliger Abschaltung des Induktors in der Ruhelage ein Kondensator g erspart und die Parallelschaltung des Induktors zum Telephon des Sprechapparates d vermieden ■ wird.
Statt der verschiebbaren Welle 17 kann die erfindungsgemäße Bewegung des Schalters f auch mittels anderer bekannter Ubertragungsmechanismen (z. B. durch einen mit Reibung auf der Welle 21 sitzenden doppelseitigen Druckdaumen) bewirkt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: .
    i. Anruf vorrichtung für Fernsprech- vermittelungsstellen (Hauptstellen u. dgl.), iio : dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (17) eines Anrufinduktors ft) mit einer an die eine oder die andere Teilnehmerleitung (1, 2 bezw. 3,4) selbsttätig oder von Hand anschließbaren Schaltvorrichtung (f) derart zusammenwirkt, daß beim Drehen der Induktorkurbel in der einen Richtung der Induktorstrom dem gewünschten Teilnehmer zum Zwecke des Anrufs desselben, durch Drehen in der anderen Richtung
    dagegen dem die Verbindung wünschenden Teilnehmer zum Zwecke eines Rückrufs an denselben zugeführt wird. .
  2. 2. Anrufvorrichtung nach Anspruch i, bei welcher die Induktorwelle durch eine schraubenförmige Schlitzführung mit dem Induktoranker gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß je nach dem Drehungssinn der Kurbel (24) die Welle (17) nach der einen oder anderen Seite achsial verschoben wird und hierbei durch entsprechende Beeinflussung der Umschaltevorrichtung (f) den Induktoranker (20) entweder mit der einen oder der anderen Teilnehmerleitung (1,2 bezw. 3, 4) ver- : bindet, während in der Ruhelage des Induktors die Welle in einer mittleren Stellung sich befindet, in welcher der Anker außer Verbindung mit den beiderseitigen Teilnehmerleitungen ist. :
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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