DE186199C - - Google Patents
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/72—Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
- C02F1/78—Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with ozone
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
■ - M 186199 KLASSE 85 α. GRUPPE
Apparat zur Sterilisation von Flüssigkeiten mittels Ozon.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
Die Erfindung betrifft einen Sterilisationsapparat zur Sterilisierung von Flüssigkeiten
mittels Ozon, in welchem mit Hilfe von Umlaufvorrichtungen die Flüssigkeit von oben
nach unten verschiedene übereinanderliegende Kammern durchfließt, welche mittels durchlochter
Platten voneinander getrennt sind. Das Ozon tritt dagegen von unten in den
Apparat ein und wird im Gegenstrom zur Flüssigkeit von unten nach oben, und zwar
durch die Lochungen der Bleche selbst, durch die verschiedenen Kammern hindurchgeleitet.
Solche Sterilisationsapparate sind bereits
bekannt. In der Praxis hat sich jedoch ergeben, daß sie wegen des großen Ozonverlustes
nicht sparsam arbeiten. Die vorliegende Erfindung bezweckt,' diesem Übelstand abzuhelfen.
Es wurde erkannt, daß das Ozon nur schwer durch die notwendigerweise sehr
kleinen Öffnungen der Bleche, welche kein Wasser durchlassen dürfen, zu dringen vermag,
deshalb vorzugsweise den Weg durch die Umlaufvorrichtungen nimmt und so, wenig ausgenutzt, durch den Apparat geht.
Um nun den Durchgang des Ozons durch die Umlaufvorrichtungen unmöglich zu machen
und das Ozon zu zwingen, durch die Bleche und die Wassermasse zu strömen, sind gemaß
vorliegender Erfindung in den Umlaufvorrichtungen Wasserverschlüsse vorgesehen.
35
Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des neuen Sterilisationsapparates dargestellt,
und zwar zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt, während
Fig. 4 und 5 andere Ausführungsformen des Sterilisators nach Fig. I darstellen.
Fig. 6 und 7 sind verschiedene Horizontalschnitte durch den Apparat nach Fig. 5.
Der Sterilisator nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einem Behälter a, in welchem
Blechwände von gewisser Stärke eingenietet oder eingeschraubt sind. Dieser Behälter
wird verstärkt durch Winkeleisen, die ihn, wie auf Fig. 2 dargestellt, umspannen.
Der Behälter wird im Innern ausgesteift durch die Streben b, welche die durchlöcherten
Blechwände c tragen. Diese teilen den Behälter in Kammern d, dv d.2, deren Zahl je
nach der Höhe des Apparates wechseln kann. Die Bleche c sind so fein durchlöchert, daß
die Kapillarität der Löcher den Durchgang des Wassers verhindert, während das Ozon
sie ungehindert durchziehen kann. Das Wasser tritt durch die Leitung e in den unteren
Teil der obersten Kammer d ein. Da die Flüssigkeit nicht durch die Scheidewand
c fallen kann, steigt sie in der Kammer d bis zu der Öffnung/ und tritt dann
bei h in die Kammer d1 durch die Umlauf-
leitung ein, welche von dem äußeren Blech g, den seitlichen Wänden α des Behälters und
den zwei inneren Blechen h, i gebildet wird. In der Kammer ^1 steigt die Flüssigkeit
wiederum bis zur Ablauföffnung f, welche sich an der der Eintrittsöffnung j der Kammer
(I1 entgegengesetzt liegenden Seitenwand
befindet. Durch diese öffnung/ fließt die Flüssigkeit auf gleiche Art wie oben beschrieben
ab. Auf diese Weise durchläuft sie alle Kammern des Apparates und fließt am Boden der letzten Kammer durch die
öffnung k, an welche eine Leitung / angeschlossen
ist, aus dem Apparate aus. Das Ozon kommt von dem Erzeugungsapparat und tritt in den Behälter durch das gelöcherte
Rohr m, welches über dem Boden der unteren Kammer, angeordnet ist. Bei Hi1
am oberen Teil des Behälters tritt das Ozon wieder aus.
In dem eben beschriebenen Sterilisatiousapparat wird der Abfluß von einer Kammer
in die andere mittels seitlich angebrachter Umlaufleitungen bewerkstelligt. Es könnten
jedoch ebensogut für die Verbindung der Kammern Röhren im Innern des Behälters angeordnet werden, wie in Fig. 4 dargestellt.
Hier besteht die Verbindung aus einem Rohr n, dessen Eintrittsöffnung den Flüssigkeitsstand
in der Kammer bestimmt, und Röhren 0, p, die gleichachsig zu dem ersten angeordnet sind. Das Rohr ρ ist unten geschlossen,
wodurch die Flüssigkeit gezwungen wird, den gebrochenen Weg zu verfolgen, welcher durch Pfeile auf der Zeichnung angedeutet
ist.
Eine andere Ausführungsform besteht darin, daß man die Wandung jeder Kammer mit
zwei Röhren q, r (Fig. 5) versieht, die an den Behälter angegossen oder angesetzt sind.
Die Verbindungsstücke s verbinden das Rohr q einer Kammer mit dem Rohr r der nächsten.
Die Flüssigkeit tritt in den Apparat oben durch die Leitung t ein und verläßt ihn
unten, indem sie durch den Teil U1 in das einstellbare Rohr u steigt (Fig. 5 bis 7).
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Apparat zur Sterilisation von Flüssigkeiten mittels Ozon, bei welchem der Behälter durch durchlöcherte Platten in verschiedene, durch Umlaufvorrichtungen verbundene Kammern geteilt ist, die das Wasser der Reihe nach von oben nach unten durchfließt, während das Ozon die Kammern von unten nach oben durchströmt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Umlaufvorrichtungen Wasserverschlüsse angeordnet sind, um das Gas zu verhindern, durch die Umlaufvorrichtungen zu entweichen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE186199C true DE186199C (de) |
Family
ID=449974
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT186199D Active DE186199C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE186199C (de) |
-
0
- DE DENDAT186199D patent/DE186199C/de active Active
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