DE186120C - - Google Patents

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DE186120C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/08Manual exchanges using connecting means other than cords

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 186120 KLASSE 21«. GRUPPE
Schaltung für Fernsprechhauptstellen.
Zusatz zum Patente 1638.53 vom 1. März 1905.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1906 ab. Längste Dauer: 29. Februar 1920.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der in dem Patent 163853 sowie in dem Zusatzpatent 173644 beschriebenen Schaltung für Fernsprechhauptstellen, welche mit diesen Anordnungen das gemeinsam hat, daß eine Schlußzeichengabe nach dem Amt mittels eines eine Gleichstrombrücke zwischen den Sprechleitungen bildenden Relais auf der Hauptstelle so lange verhindert wird, bis die Gleichstrombrücke infolge des durch eine Nebenstelle veranlaßten Ansprechens des Überwachungssignal der Hauptstelle wieder unterbrochen wird. Während dieses Relais indessen nach dem Hauptpatent durch das Umlegen des Abfrageschlüssels und nach dem älteren Zusatzpatent durch das Umlegen des Rufschlüssels oder das Drehen des Induktors erregt wird, erfolgt seine bis zur Meldung der Nebenstelle dauernde Einschaltung nach vorliegender Erfindung erst beim Umlegen des Nebenstellenschlüssels, wobei dieselben Vorteile wie bei der Einrichtung nach dem Zusatzpatent 173644 erreicht werden.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der neuen Schaltung dargestellt, bei welcher auf der Hauptstelle H Schlüssel K bezw. G zum Anschalten der Amtsleitungen 3, 4 sowie der Nebenstellen N dienen. Von letzteren kann natürlich eine beliebige Anzahl vorhanden sein. Sämtliche Nebenstellen-Schlüssel G wirken mittels einer beweglichen Schiene oder dergl. auf einen gemeinsamen Kontaktsatz G1 in der später noch darzulegenden Weise ein. Die Verbindung der verschiedenen Schlüssel und Apparate ergibt sich ohne weiteres aus der Zeichnung. Im folgenden sollen die Federn der Schalter stets von links aus gezählt werden.
Das Amt ruft die Hauptstelle H mittels Wechselstromes an, worauf die Klappe K1 fällt. Hierdurch aufmerksam gemacht, legt die Beamtin auf der Hauptstelle zunächst den Amtsschlüssel K um und bildet dadurch folgende Gleichstrombrücke zwischen den Amtsleitungen 3, 4: Amtsleitung 3, dritte und vierte Feder von K, Leitung 11, vierte und dritte Feder von G1, Leitung 12, zweite und erste Feder von O, sechste und fünfte Feder von K, Drosselspule 13, Leitung 7, erste und zweite Feder von K, Amtsleitung 4. Die bis dahin brennende Überwachungslampe Y auf dem Amt erlischt also, indem sie durch das Relais X kurzgeschlossen wird. Jetzt nimmt die Beamtin auf der Hauptstelle ihren Abfrageapparat P von dessen Gewichtsschalter ab und legt den Abfrageschlüssel O um. Hierdurch wird zwar infolge des Unterbrechens des Kontaktes zwischen der ersten und zweiten
*) Früheres Zusatzpatent 173644.
Feder von O die soeben angegebene Gleichstrombrücke aufgehoben, dafür aber folgende hergestellt: Amtsleitung 3, dritte und vierte Feder von K, Leitungen 8, 14, zweite und erste Feder von G1, Leitung 15, sechste und fünfte Feder von O, Abfrageapparat P, vierte und dritte Feder von O, Leitung 7, erste und zweite Feder von K, Amtsleitung 4. Das Überwachungsrelais X auf dem Amt bleibt infolgedessen auch jetzt stromführend und hält die Lampe Y kurzgeschlossen.
Um nun die Verbindung mit der Nebenstelle JV herzustellen, legt die Beamtin auf der Hauptstelle H den Nebenstellenschlüssel G um, wodurch die erste, dritte und achte Feder des Kontaktsatzes G1 nach links bewegt werden. Dieser Vorgang hat zwei Folgen: Zunächst wird durch das Unterbrechen des Kontaktes zwischen der ersten und zweiten Feder des Kohtaktsatzes G1 der in der Ruhelage desselben durch diese Federn kurzgeschlossene Kondensator P2 in Reihe mit dem Abfrageapparat P und dem Abfrageschlüssel O geschaltet. Ferner kommen beim Anfang des Umlegens des Nebenstellenschlüssels G vorübergehend die achte, siebente, fünfte und sechste Feder des Kontaktsatzes G1 in Berührung, wodurch das Relais M auf folgendem Wege Strom erhält: Amtsleitung 3, dritte und vierte Feder von K, Leitungen 8, 11, sechste, fünfte, siebente und achte Feder von G1, Relais M, Leitung 7, erste und zweite Feder von K, Amtsleitung 4. Das Relais M zieht also seinen Anker an, und dieser verbindet sich dadurch über seinen Arbeitskontakt, den Ruhekontakt und Anker des Uberwachungssignals L und Leitung 16 mit der Leitung 8, so daß auch jetzt die Schlußlampe auf dem Amte nicht aufleuchten kann. Bei völlig umgelegtem Nebenstellenschlüssel G wird zwar die fünfte Feder des Kontaktsatzes G1 von dessen sechster Feder wiederum abgehoben, so daß der soeben angegebene Stromkreis des Relais M unterbrochen wird, dasselbe bleibt jedoch nunmehr auf folgendem Wege, stromführend: Amtsleitung 3, dritte und vierte Feder von K, Leitungen 8, 16, Anker und Ruhekontakt vom überwachungssignal L, Arbeitskontakt und Anker von Relais M, siebente und achte Feder von G1, M, 7, erste und zweite Feder von K, Amtsleitung 4. Das Relais M bildet also vom Beginne des Änschaltens der Nebenstelle JV ab eine Gleichstrombrücke zwischen den Amtsleitungen 3,4, welche das Wiederaufleuchten der Überwachungslampe Y verhindert.
Die Beamtin ruft jetzt die Nebenstelle JV mittels des Induktors O7 nach Umlegen des Rufschlüssels O1 an, wodurch indessen keiner der im vorstehenden angegebenen Stromläufe beeinflußt wird.
Meldet sich die Nebenstelle JV, so wird sie im Gegensatz zu ihrer Ruhelage für Gleichstrom durchlässig, welcher folgenden Weg nimmt: Amtsleitung 3, dritte und vierte Feder von K, Leitung 8, Überwachungssignal L bezw. den dazu parallel geschalteten induktionsfreien Widerstand L1, vierte und fünfte Feder von O1, Leitung 10, erste und zweite Feder von G, Nebenstelle JV, fünfte und sechste Feder von G, Leitung 9, zweite und dritte Feder von O1, Leitung 7, erste und zweite Feder von K, Amtsleitung 4. Das Überwachungssignal L auf der Hauptstelle spricht infolgedessen an und dessen Anker verläßt seinen Ruhekontakt, so daß das Relais M stromlos wird und dessen Anker wieder abfällt.
Wird auf der Nebenstelle JV nach Beendigung des Gespräches der Fernhörer zurückgehängt, so wird der soeben angegebene, das Überwachungssignal L und die Nebenstelle JV enthaltende Gleichstromweg zwischen den Amtsleitungen 3, 4 unterbrochen, was das Zurückfallen des Ankers des Überwachungssignals L auf der Hauptstelle sowie das Stromloswerden des Uberwachungsrelais X auf dem Amt. und damit das Aufleuchten der Schlußlampe Y. zur Folge hat.
Selbstverständlich könnte die Hauptstelle statt mit Schlüsseln auch ebenso wie nach den Patenten 163853 und 173644 mit Stöpseln und Klinken ausgerüstet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltung für Fernsprechhauptstellen nach Patent 163853, dadurch gekennzeichnet, daß die bis zur Meldung der Nebenstelle (N) dauernde Einschaltung des eine Brücke zwischen den Sprechleitungen (7,8 bezw. 3, 4) herstellenden Relais (M) erst beim Umlegen des Nebenstellenschlüssels (G, G]) auf der Haupt- stelle (H) erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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