DE1858834U - Photographische oder kinematographische kamera mit photoelektrischem belichtungsregler. - Google Patents
Photographische oder kinematographische kamera mit photoelektrischem belichtungsregler.Info
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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Description
- "Photographische oder kinematographische Kamera mit photoelektrischem Belichtungsregler"
Die Erfindung betrifft eine photographische oder kinematographische Kamera mit photoelektrischem Belichtungsregler, dessen Messinstrument die Objektivblende halb-oder vollautomatisch steuert und vor dessen Photozelle ein Lichtschwächungsmittel in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit und der Belichtungszeit bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung eingestellt wird, Derartige Einrichtungen sind an sich bereits bekannt. Wenn jedoch für die Aufnahme ein Filter verwendet werden soll, so ist es unerlässlich, dass der Verlängerungsfaktor des betreffenden Filters in die Messung mit einbezogen wird, da sonst Fehlbelichtungen entstehen würden.=================================================== - Es ist beispielsweise bekannt, den jeweiligen Verlängerungsfaktor der einzelnen Filter dadurch zu berücksichtigen, dass eine sogenannte Sternblende vor das Photoelement gesteckt wird, welche unabhängig von der Stellung des in Abhängigkeit von der, Filmempfindlichkeit und der Belichtungszeit bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung eingestellten Lichtschwächungsmittels vor dem Photoelement nur einen durch die. Beschaffenheit des Filters bestimmten Bruchteil des Lichtes durchlässt. Filter und Sternblende können sich zweokmässigerweise in einer gemeinsamen Fassung befinden, sodass sie nur gemeinsam benutzt werden können. Obwohl dies den Vorteil mit sich bringt, dass zu einem bestimmten Filter niemals die falsche Sternblende verwendet werden kann, bedeutet es einen erheblichen Aufwand, jedes Filter mit einer besonderen Sternblende versehen zu müssen.
- Den bekannten Einrichtungen gegenüber besteht die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe darin, dass eine Einrichtung geschaffen werden soll, welche es unter Aufwand geringster Mittel ermöglicht, ohne Vornahme besonderer Manipulationen Filter mit beliebigen Verlängerungsfaktoren in Verbindung mit photographischen oder kinematographischen Kameras der eingangs beschriebenen Art zu verwenden, wobei der jeweilige Verlängerungsfaktor des betreffenden Filters mit in die Messung einbezogen wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass dasselbe Lichtschwächungsmittel vor der Photozelle des Messinstrumentes, welches in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit und der Belichtungszeit bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung eingestellt wird, ausserdem dem Verlängerungsfaktor eines in den Strahlengang des Aufnahmeobjektivs geschalteten Filters entsprechend zwangsläufig verstellt wird. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Verstellung des Lichtschwächungsmittels entsprechend dem jeweils verwendeten Filter durch dessen Fassung bewirkt, welche mit einem Steuermittel versehen ist bzw. es selbst bildet, dessen maßliche Gestaltung der dem Verlängerungsfaktor entsprechenden Verstellung des Lichtschwächungsmittels entspricht.
- Es ist im Rahmen der Erfindung ohne Bedeutung, welcher Art das Lichtschwächungsmittel für die Photozelle des Meßinstrumentes ist. Maßgebend ist lediglich, dass das Lichtschwächungsmittel einerseits in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit und der Belichtungszeit bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung eingestellt wird und andererseits durch Einbringen eines Filters in den Strahlengang des Aufnahmeobjektivs eine dem Verlängerungsfaktor des Filters entsprechende zusätzliche und dabei zwangsläufige Verstellung erfährt.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie aus der Zeichnung und den Patentansprüchen hervor.
- Bei dem gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemässe Einrichtung in weitgehendst schematischer Form in Verbindung mit einer kinematographischen Kamera dargestellt, wobei im Interesse der Übersichtlichkeit bewusst auf die Darstellung sämtlicher nicht zur Erfindung gehörender Teile verzichtet wurde.
- In einer kinematographischen Kamera ist an hierzu geeigneter Stelle eine Photozelle 1 angeordnet, welche in an sich bekannter und deshalb bildlich nicht dargestellter Weise die Objektivblende der Kamera nach Maßgabe der auf sie einwirkenden Lichtmenge steuert. Vor der Photozelle 1 ist eine in ihrem Aufbau bekannte Irisblende 2 vorgesehen.
- Die einzelnen Blendenlamellen, von welchen in der Abbildung eine in ihrem vollen Ausmaß dargestellt und mit 2a bezeichnet ist, sind mit ihrem einen Ende mittels Stiften 2b in entsprechenden Bohrungen eines Ringes 3 gelagert und greifen mit ihrem anderen Ende mittels Stiften 2o in Führungschlitze 4a eines Ringes 4 ein, welcher koachsial zu dem Ring 3 drehbar gelagert ist. Die Ringe 3 und 4 sind in einem Ring 5 gelagert, welcher mit einem Zahnsegment 5a eine Einheit bildet. Das Zahnsegment 5a greift in eine Zahnstange 6 ein, deren Stellung gegenüber einer Gangzahlskala 7 für die Gangzahl der Filmfortschaltung innerhalb der Kamera bestimmend ist.
- Der Ring 3 weist einen federnden Zeiger 3a auf, welcher mit einer Filmempfindlichkeitsskala 5b auf dem Zahnsegment 5a des Ringes 5 zusammenarbeitet. Jeder Filmempfindliohkeitszahl der Skala 5b ist eine Rastvertiefung 5c zugeordnet, welche im Zusammenwirken mit einer Rastnase 3b an dem federnden Zeiger 3a des Ringes 3 eine Rastverbindung zwischen den Teilen 3 und 5 bei Einstellung des Zeigers 3a auf eine bestimmte Filmempfindlichkeitszahl der Skala 5b bewirkt.
- Der Ring 4 weist einen Stift 4b auf, an welchem eine Feder 8 angreift, welche bestrebt ist, den Ring 4 stets entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen bis der Stift 4b an einem gehäusefesten Anschlagstift 9 anliegt.
- An dem Kameragehäuse 10 ist ein nach aussen offener Schlitz 10a vorgesehen, welcher zum Einschieben von Filtern in den Strahlengang des Aufnahmeobjektivs der Kamera dient. Die Fassung 11a des Filters 11 weist an ihrem hinteren Ende seitliche Vorsprünge 11b auf, welche dann am Kameragehäuse 10 anschlagen, wenn sich das Filter in der richtigen Lage im Aufnahmestrahlengang befindet. An einer Seitenkante der Filterfassung 11a ist ein Einschnitt 11c vorgesehen, welcher mit einer Kugelrast 12 im Kameragehäuse zusammenarbeitet.
- An der Vorderkante der Filterfassung 11a ist ein Einschnitt 11d vorgesehen. Ein Stift 14 ist entlang seiner Achse verschiebbar im Kameragehäuse gelagert und ragt mit seinem Ende 14a in den Bereich des Stiftes 4b des Ringes 4 und mit seinem Ende 14b in den Schlitz 10a für die Aufnahme von Filtern.
- Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Nach dem Einlegen eines Films in die Kamera. wird der Zeiger 3a des Ringes 3 auf die dem eingelegten Film entsprechende Empfindlichkeitszahl der Skala 5b eingestellt. Während dieser Einstellbewegung, d. h. also während -des Drehens des Ringes 3 behält der Ring 4, dessen Stift 4b infolge der auf ihn einwirkenden Kraft der Feder 8 an dem Anschlagstift 9 anliegt, seine Stellung bei. Dies hat zur Folge, dass auch die Schlitze 4a in dem Ring 4 und somit auch die Stifte 2c der Blendenlamellen 2a ihre Stellung in zirkulärer Beziehung beibehalten, während die Stifte 2b der Blendenlamellen 2a durch das Verdrehen des ihnen als Lager dienenden Ringes 3 ihre Stellung gegenüber den Stiften 2c verändern, wodurch die Irisblende 2 je nach Drehrichtung des Ringes 3 entweder weiter geöffnet oder mehr geschlossen wird.
- Dieselbe Wirkung auf die Blendenlamellen 2a wird durch ein Verändern der Gangzahl der Filmfortschaltung durch Verschieben der Zahnstange 6 erzielt. Ein Verschieben der Zahnstange 6 bewirkt nämlich ein Verdrehen des Zahnsegments 5a und damit des Ringes 5. Da die Ringe 3 und 5 durch die Rastverbindung 3b/5c miteinander gekuppelt sind, werden hierdurch ebenfalls die Stifte 2b der Blendenlamellen 2a in ihrer Stellung gegenüber den Stiften 2c der Blendenlamellen 2a so verstellt, dass entweder eine Vergrösserung oder eine Verkleinerung der Öffnung der Irisblende 2 erfolgt.
- Beim Einschieben eines Filters 11 in den Schlitz 10a des Kameragehäuses 10 stösst die Kante des Einschnittes 2U4 b 11d gegen das Ende 1-54-des Stiftes 14 und verschiebt diesen in Einschubrichtung des Filters. Hierbei stösst das Ende 14a des Stiftes 14 gegen den Stift 4b des Ringes 4 und verdreht somit den Ring 4 entgegen der auf den Stift 4b einwirkenden Kraft der Feder 8. Da hierbei der Ring 3 und somit die Stifte 2b der Blendenlamellen 2a ihre Lage nicht verändern, die Stifte 2c der Blendenlamellen 2a jedoch infolge ihres Eingriffs in die Schlitze 4a des Ringes 4 mitgenommen werden, wird hierdurch die Öffnung der Irisblende 2 verkleinert. Das Maß der Verkleinerung der Öffnung der Irisblende 2 ist von der Tiefe des Einschnittes 11d in der Filterfassung 11a abhängig, wobei die Tiefe des Einschnittes 11d in der Filterfassung 11a jeweils so bemessen ist, dass die hierdurch'bewirkte Verkleinerung der Öffnung der Irisblende 2 dem entsprechenden Filterfaktor des eingesetzten Filters 11 entspricht.
- Die Einschubtiefe der Filterfassung 11a in dem Schlitz 10a des Kameragehäuses 10 wird durch Anschlagen der seitlichen Vorsprünge 11b der Filterfassung 11a am Kameragehäuse 10 bestimmt. Wenn die Filterfassung 11a bis zu diesem Anschlag in den Schlitz 10a des Kameragehäuses 10 eingeschoben ist, rückt die während des Einschiebens entgegen der Kraft der Feder 13 verdrängte Kugel 12 in den Einschnitt 11c der Filterfassung 11a ein und sichert somit die Filterfassung 11a in ihrer eingeschobenen Lage. Der Einschnitt 11c ist zweckmässigerweise so gestaltet, dass die Filterfassung 11a durch den Druck der federnden Kugel 12 stets mit ihren seitlichen Vorsprüngen 11b gegen das Kameragehäuse 10 gezogen wird.
- Abschliessend sei noch erwähnt, dass anstelle der in dem Ausführungsbeispiel gezeigten Irisblende auch jedes andere geeignet erscheinende Lichtschwächungsmittel Anwendung finden kann, sofern dieses durch entsprechende konstruktive Gestaltung im Sinne des Erfindungsgedankens in die Gesamtkonstruktion der Kamera eingefügt werden kann.
- Wenn anstelle der in dem Ausführungsbeispiel gezeigten kinematographischen Kamera eine photographische Kamera mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgestattet werden soll, so tritt selbstverständlich anstelle der Einrichtung für die Einstellung der Gangzahl der Filmfortschaltung in sinngemäßer Weise eine Einrichtung zur Einstellung der entsprechenden Verschlusszeit.
- Die in dem Ausführungsbeispiel gezeigte und beschriebene Einrichtung geht davon aus, dass eine Vergrösserung der wirksamen Fläche der Photozelle eine Verkleinerung der Objektivblende der Kamera zur Folge hat. Selbstverständlich kann durch sinngemässe Abwandlung der gezeigten Konstruktion die Erfindung auch in Verbindung mit solchen Einrichtungen angewandt werden, bei welchen eine Vergrösserung der wirksamen Fläche der Photozelle eine Vergrösserung der Objektivblende der Kamera bewirkt.
Claims (1)
- Schutzansprüche :
1.) Photographische oder kinematographische Kamera mit photoelektrischem Belichtungsregler, dessen Meßinstrument die Objektivblende halb-oder vollautomatisch steuert und vor dessen Photozelle ein Lichtschwächungsmittel in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit und der Belichtungszeit des Verschlusses bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtschwãchungsmittel ausserdem dem Verlängerungsfaktor eines in den Strahlengang des Aufnahmeobjektivs geschalteten Filters entsprechend zwangsläufig verstellt wird.- P'a-ea-&e-g'-ä'eh'e : 2.) Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung des Lichtschwächungsmittels (2) entsprechend dem jeweils verwendeten Filter (11) durch dessen Fassung (11a) bewirkt wird.3.) Kamera nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Filterfassung (11a) mit einem Steuermittel versehen ist bzw. es selbst bildet, dessen maßliche Gestaltung der dem Verlängerungsfaktor des betreffenden Filters entsprechenden Verstellung des Lichtschwächungsmittels (2) entspricht.4.) Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das entsprechende Steuermittel der Filterfassung (11a) zur Verstellung des Lichtschwächungsmittels (2) durch Vertiefungen (11d), Erhöhungen oder Steuernocken an der Filterfassung (11a) gebildet wird.5.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterfassung (11a) durch ortsfeste Mittel (12), (13) Im Kameragehäuse (10) in GebrauchBstellung lösbar festgehalten wird. kennzeichnet, dass ein ortsfester Anschlag (9) im Kameragehäuse (10) die Einstellung des Lichtschwäcnungsmittels (2) bei nicht-eingesetztem Filter bestimmt.6.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch ge- 7.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtschwächungsmittel z. B. eine Irisblende (2) benutzt wird.8.) Kamera nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (2a) der Irisblende (2) an ihrem einen Ende (2b) nach der Filmempfindlichkeit und gegebenenfalls nach der Belichtungszeit des Verschlusses bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung verstellt werden, während sie am anderen Ende (2c) entsprechend dem Verlängerungsfaktor des Filters (11) bewegt werden.9.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die lineare Skala (5b) der Filmempfindlichkeiten den Lichtdurchlassflächen des Lichtschwächl ngsmittels (2) entspricht insofern, als z. B. der doppelten Filmempfindlichkeit die doppelte bzw. halbe Lichtdurchlassfläche zugeordnet ist.10.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala (5b) der Filmempfindlichteiten entsprechend-der Belichtungszeit des Verschlusses bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung verstellbar angeordnet ist.11.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala (5b) der Filmempfindlichkeiten zwangsläufig durch die Einschaltung der zu benutzenden Belichtungszeit des Verschlusses bzw. der Gangzahl der Filmfortschaltung verstellt wird.12.) Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einschalten einer anderen Belichtungszeit des Verschlusses bzw. Gangzahl der Filmfortschaltung sich sinngemäss mit der Skala (5b) der Filmempfindlichkeit auch das Lichtschwächungsmittel (2) zwangsläufig verstellt.
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| DEK29270U Expired DE1858834U (de) | 1958-06-26 | 1958-06-26 | Photographische oder kinematographische kamera mit photoelektrischem belichtungsregler. |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE1858834U (de) |
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1958
- 1958-06-26 DE DEK29270U patent/DE1858834U/de not_active Expired
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