DE184645C - - Google Patents

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DE184645C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H41/00Machines or appliances for making garments from natural or artificial fur

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3e. GRUPPE
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Art von Pelzwerk aus Lamm- und anderen Häuten, demzufolge die rohen Häute nach genügender Wässerung zwei bis drei Stunden lang in einer verdünnten Lösung von Chlorwasserstoffsäure bewegt und nach Trocknung in kaltem, leicht alkalischem Wasser gespült und wieder getrocknet und in bekannter Weise gegerbt und
ίο gefärbt werden, worauf ein vorsichtiges Abscheren der oberen Wollschicht erfolgt, um den Fellen die untere natürlich gekräuselte Wolle zu erhalten, die ihnen ein gutes Aussehen verleiht.
Dieses Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß Lammfelle zwei verschiedene Lagen von Wolle aufweisen, eine untere, dicht auf der Haut befindliche, aus feinem, von Natur aus gekräuseltem Haar und eine obere äußere aus straffem Haar. Sein Zweck besteht nun darin, entgegen der bisherigen Art der Herrichtung der Häute, bei der die Wollhaare der unteren Lage ebenso straff wie die der oberen ausgezogen werden, die natürliche Kräuselung der unteren Lage zu erhalten und durch Abscheren der Haare der oberen Lage den Fellen ein besseres, ihnen einen höheren Marktwert verleihendes Aussehen zu geben.
Gemäß des neuen Verfahrens gestaltet sich nun die Herrichtung der Felle wie folgt: Die rohen Häute werden zunächst ungefähr zehn Stunden lang kalt gewässert und nach dem Herausnehmen in reinem, kaltem Wasser nachgespült. Alsdann werden sie in eine verdünnte, etwa 5 prozentige Lösung von Chlorwasserstoffsäure gebracht und in dieser etwa zwei bis drei Stunden lang in Bewe-
gung erhalten, beispielsweise durch Umrühren, das, je stärker es erfolgt, umsoweniger Behandlungsdauer bedingt. Die Häute werden alsdann herausgenommen und frei unter beständigem Hin- und Herbewegen trocknen gelassen. Hierauf werden sie nochmals in kaltem, leicht alkoholischem Wasser, in dem sich vorzugsweise 3 Prozent Borax oder auch 2 Prozent Pottasche gelöst vorfinden, gespült, wonach sie wieder herausgenommen und unter tüchtigem Hin- und Herbewegen getrocknet werden. Schließlich werden sie einer nochmaligen kalten Waschung, zwecks Reinigung der Wolle, unterzogen und hierauf in der üblichen Weise gegerbt und gefärbt. Nach guter Trocknung sind dann die Häute so weit fertig, daß die äußere Wollschicht abgeschoren werden kann, was mit besonderer Sorgfalt geschehen muß, damit die untere Lage Kräuselwolle vollständig erhalten bleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung einer neuen Art von Pelzwerk aus Lamm- und anderen Häuten, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen Häute nach genügender Wässerung und Spülung etwa zwei bis drei Stunden lang in einer verdünnten Lösung von Chlorwasserstoffsäure bewegt und nach erfolgter Trocknung in kaltem, leicht alkalischem Wasser gespült werden, worauf nach Trocknung, Waschung, Gerbung, Färbung und nochmaliger Trocknung den Fellen die obere Wollschicht sorgfältig abgeschoren wird, zur Erhaltung der vollständigen unteren Wollage in völliger Naturkräuselung.
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