DE184635C - - Google Patents

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DE184635C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/10Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with ester groups or with a carbon-halogen bond
    • C07C67/11Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with ester groups or with a carbon-halogen bond being mineral ester groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2602/00Systems containing two condensed rings
    • C07C2602/36Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common
    • C07C2602/42Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common the bicyclo ring system containing seven carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- J& 184635 KLASSE 12 o. GRUPPE
CHEMISCHE FABRIK von HEYDEN AKT.-GES. in RADEBEUL b. DRESDEN.
Verfahren zur Darstellung von Fettsäureisobornylestern aus Pinenhydro-
chlorid oder -bromid.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. September 1905 ab.
Nach Berichte d. D. ehem. Ges. 32 (1899), S. 2309, erhält man durch mehrwöchentliches Erhitzen von Pinenhydrochlorid in Eisessiglösung mit Silberacetat im Wasserbade ein Gemenge von viel Camphen mit wenig Isobornylacetat, etwa 70 g aus 40Θ g Chlorid. Auch die Bildung von Isobornylestern durch Anlagerung von Fettsäuren an Camphen mit oder ohne Zusatz von Kondensationsmitteln ist bekannt; vergl. Chemisches Centralblatt 1902, I, S. 1219.
Nach den Angaben der französischen Patentschrift 349896 entsteht durch Kochen von Pinenhydrochlorid in Eisessiglösung mit Bleiacetat Camphen, durch Erhitzen im Autoklaven auf l8p° eine Mischung von Bornyl- und Isobornylacetat.
Nach dem im folgenden beschriebenen Verfahren findet eine direkte Umwandlung des Pinenhydrochlorids in Isobornylacetat schon bei Wasserbadtemperatur im offenen Kessel statt. Das Verfahren besteht darin, die fettsauren Salze des Zinks, Kupfers oder Eisens in einem Überschuß der betreffenden Fettsäure mit Pinenhydrochlorid zu erhitzen. Durch gleichzeitigen Zusatz eines Zinkhalogensalzes, z. B. Chlorzink, kann die Reaktion begünstigt werden. Statt der fettsauren Salze von Zink, Kupfer, Eisen kann man auch deren Oxyde oder Carbonate anwenden, welche intermediär in die Salze der benutzten Fettsäuren sich umwandeln. Verwendet man die Oxyde oder fettsauren Salze anderer Schwermetalle, z. B. Bleioxyd, so ist ein Zusatz von Chlorzink Bedingung für das Gelingen des Verfahrens, da sonst die Reaktion anders verläuft. Man kann annehmen, daß dabei intermediär Bleichlorid und fettsaures Zink gebildet wird (Beispiel 7). Die Reaktion vollzieht sich bereits bei Wasserbadtemperatur und kann durch Erhitzen auf den Siedepunkt erheblich beschleunigt werden.
Beispiel 1.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Ameisensäure 9YiOo-- 45 Teile Zinkoxyd werden zusammen am Rückflußkühler erwärmt. Das sich zunächst bildende, im Überschuß der Säure unlösliche Zinkformiat geht beim Kochen sehr bald in Lösung. Nach einer Stunde ist der'Prozeß beendet. Man gießt in Wasser, trennt das aufschwimmende öl ab, wascht es mit Wasser und Sodalösung und destilliert im Vakuum. Die Hauptmenge des Destillats ist Isobornylformiat von den bekannten Eigenschaften. Camphen ist nicht nachzuweisen.
Beispiel 2.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig, 45 Teile Zinkoxyd werden 20 Stunden lang im kochenden Wasserbade digeriert und
alsdann nach Beispiel ι aufgearbeitet. Man erhält Isobornylacetat von den bekannten Eigenschaften.
. Beispiel 3.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig, 45 Teile Zinkoxyd werden 1 bis 2 Stunden am Rückflußkühler gekocht und alsdann nach Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält auch hier Isobornylacetat.
Beispiel 4.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Isobuttersäure, 45 Teile Zinkoxyd werden 1J2 bis ι Stunde am Rückflußkühler gekocht und nach Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält Isobuttersäure-isobornylester von bereits bekannten Eigenschaften.
Beispiel 5.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig", 60 Teile Eisenoxyd werden 20 Stunden am Rückflußkühler gekocht und alsdann nach Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält Isobornylacetat in guter Ausbeute.
Beispiel 6.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig, 45 Teile Kupferoxyd werden 20 Stunden am Rückflußkühler gekocht und dann nach Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält auch hier im wesentlichen Isobornylacetat.
Beispiel 7.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig, 165 Teile Bleioxyd, 30 Teile Zinkchlorid werden 20 bis 30 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Das Reaktionsprodukt wird mit Wasser ausgefällt, mit Soda neutralisiert und mit Dampf destilliert. Das mit übergegangene Öl wird vom Wasser getrennt und im Vakuum destilliert. Man erhält auch hier Isobornylacetat von den bekannten Eigenschaften.
45 Beispiel 8.
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig, 216 Teile Quecksilberoxyd, 30 Teile Zinkchlorid werden 20 Stunden am Rückflußkühler gekocht und alsdann nach Beispiel 7 aufgearbeitet. Man erhält Isobornylacetat. Der Zusatz des Chlorzinks ist auch hier unerläßlich. .
Beispiel 9. „
172 Teile Pinenhydrochlorid, 500 Teile Eisessig, 191 Teile Antimonoxyd, 30 Teile Zinkchlorid werden gemäß Beispiel 7 behandelt und aufgearbeitet. Man erhält auch hier Isobornylacetat, welches bei Weglassung des Chlorzinks nicht gebildet wird.
In den Beispielen kann das Pinenhydrochlorid mit demselben Erfolge durch die äquivalente Menge Pinenhydrobromid ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Fettsäureisobornylestern aus Pinenhydrochlorid oder -bromid durch Erhitzen mit Fettsäuren und fettsauren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die fettsauren Salze von Zink, Eisen oder Kupfer, oder unter Zusatz von Halogenzink die fettsauren Salze von anderen Schwermetallen anwendet.
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