DE1832829U - Vorrichtung zum automatischen einfuellen von pulverfoermingem oder koernigem waschmittel aus einem vorratsbehaelter in waschwasser. - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen einfuellen von pulverfoermingem oder koernigem waschmittel aus einem vorratsbehaelter in waschwasser.Info
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Description
- Vorrichtung zum automatischen Einfüllen von pulverförmigem oder körnigem Waschmittel aus einem Vorratsbehälter in Waschwasser.
- Es sind Waschautomaten mit Einrichtungen zur automatischen Waschmittelzugabe bekannt, die elektrisch durch den Programmschalter oder mechanisch gesteuert werden und zu einem bestimmten Zeitpunkt Waschmittel in die Lauge einfüllen lassen oder einspülen, die in je einen in der Waschmaschine vorgesehenen Behälter für Vor-und Klarwäsche gefüllt sind. Beide Einrichtungen werden getrennt betätigt. Eine genaue Dosierung, die den Wascheffekt wesentlich beeinflußt, ist nicht gewährleistet, weil sie nicht maschinell erfolgt.
- Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum automatischen Einfüllen von pulverförmigem oder körnigem Waschmittel aus einem Vorratsbehälter in Waschwasser, bei der der genannte Nachteil der bekannten Einrichtungen vermieden werden soll. Neuerungsgemäß ist eine Dosiervorrichtung vorgesehen, die aus dem Waschmittelvorrat selbsttätig abgemessene Teilmengen in das Waschwasser einfüllt. Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung dargestellt.
- Der gesamte Waschmittelvorrat wird in einen Vorratsbehälter 2 eingefüllt, an dessen Unterteil zwei Schieber 3, 4 vorgesehen sind, die derart elektrisch oder mechanisch gegeneinander verriegelt sind, daß stets nur ein Schieber geöffnet werden kann.
- Die Einfüllöffnung des Vorratsbehälters 2 ist mit einem Sieb 5 versehen, das Klumpen von Waschmittel zurückhält, die die Betätigung der Schieber 3,4 stören könnten.
- In Fig. 1 ist der obere Schieber 4 geschlossen und der untere Schieber 3 geöffnet. Beim Einfüllen Ges Waschmittels in das Waschwasser wird nun der untere Schieber geschlossen und danach der obere Schieber 4 geöffnet, so daß sich der durch die beiden Schieber 3, 4 abschließbare Zwischenraum im Unterteil des Vorratsbehälters mit Waschmittel füllt und sich der in Fig. 2 dargestellte Zustand einstellt. Dann wird der Schieber 4 wieder geschlossen und schließlich der Schieber 3 geöffnet, wobei die durch die Größe des Zwischenraumes zwischen den beiden Schiebern 3, 4 genau dosierte Waschmittelmenge in das Waschwasser fällt und (bei entsprechend vermindertem Washmittelvorrat) wieder der in Fig. 1 dargestellte Zustand herrscht. Dieser Vorgang kann sich sowohl bei der Vorwäsche als auch bei der Klarwäsche einige Male wiederholen. Die aus dem Vorratsbehälter 2 abzugebende dosierte Waschmittelmenge gelangt in der Regel in den Außenbehälter der Waschtrommel oder einen Wassereinlaufkessol.
- Die neuerungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß nur ein Behälter für sämtliche Waschvorgänge nötig ist, was eine erhebliche Einsparung an der Waschmittelzuführung und am Programmschalter mit sich bringt. Weiterhin kann über diese Waschmittelzugabe eine an den jeweiligen Verschmutzungsgrad und der Art der Verschmutzung der Wäsche genau angepaßte Dosierung der Waschmittel in mehreren Schaltvorgängen erfolgen, wenn der Verschmutzungsgrad der Wäsche in geeigneter Weise selbsttätig erfaßt wird, z. B. durch Messung des Dissoziationsgrades der Waschlauge (elektrische iderstandsmessung) oder der Schaumbildung. Dazu kommt eine Einsparung an Waschmitteln gegenüber dem Verbrauch bei den bisher bekannten Einrichtungen. Die Steuerung der Schieber 3,4 ist zweckmäßig mit dem Programmschalter der Waschmaschine gekoppelt. Ein anderes Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in Fig. 3 dargestellt. Dort wird vom Programmschalter der Waschmaschine bei Erreichen der entsprechenden Programmschritte ein Hubmagnet 11 jeweils durch einen Stromimpuls erregt. Bei jedem Impuls hebt ein durch die Erregung angezogener Anker 12 mittels einer Hutsperrklinke 13 über eine Zahnstange 14 einen Kolben 6 um einen Schritt. Hierbei drückt der Kolben 6 die vorgesehene Waschmittelmenge durch eine Ausstoßöffnung 7. Nach jedem Schritt rastet eine Halteklinke 8 mit Hilfe einer Rückholfeder 9 ein und hält die Zahnstange 14 in der neuen Stellung fest, während der Anker 12 wieder in die Bereitschaftsstellung für den nächsten Schritt zurückfällt und die Hut-sperrklinke 13 mit Hilfe einer Rückholfeder 9a in die Zahnstange 14 einrastet. Vor jeder Neufüllung des Vorratszylinders erfolgt die Rückstellung des Kolbens 6 durch Handbetätigung, beispielsweise durch Abkippen des Hubmagnetgehäuses und damit Ausrasten der Klinken 13 und 8. Bei Neufüllung muß aber das Waschmittel den Vorratszylinder bis zum Rand der Ausstoßöffnung 7 ausfüllen, was je nach einzufüllender Waschmittelme durch Heben des Kolbens 6 mit Hilfe des Hubmagneten 11 elektrisch erreicht werden kann.
- Nach dem Füllen wird ein Verschluß lo auf dem Vorratszylinder aufgesetzt. Es kann ohne Gefahr des Verklebens die für mehrere Waschvorgänge benötigte Waschmittelmenge, z. B. der Inhalt eines ganzen Paketes, eingeschüttet werden. Stattdessen kann aber auch die Ausstoßvorrichtung anders gestaltet werden.
- Bei Waschautomaten mit automatischem Ablauf der Vor-und Hauptwäsche ist es bereits bekannt, zu Beginn des Waschprogrammes das Waschmittel in getrennte Voriatsbehälter einzufüllen, die jeweils zu Beginn des betreffenden Waschganges in den Wäschebehälter entleert werden. Hierbei erfolgt die Mengenbemessung des Waschpulvers für den einzelnen Waschgang jedoch noch von Hand. Soll eine ähnliche Vorrichtung zum selbsttätigen Dosieren des Waschmittels dienen, so muß beim durch senkrechte Zwischenwände in mehrere Fächer unterteilten Vorratsbehälter eine Vorrichtung vorgesehen werden, die eine gleichmäßige Verteilung des Waschmittels beim Einfüllen in die einzelnen Fächer bewirkt.
- Dies kann durch entsprechende Gestaltung der Einfüllöffnung, durch eine über die Oberseite der Fächer streichende Rührvorrichtung, die z. B. auf einfache Weise beim Schließen eines Deckels für die Einfüllöffnung durch einen Hebelmechanismus betätigt wird, o. dgl. erfolgen. Die Fächer sind dabei zur Abgabe ihres Inhaltes an das Waschwasser nach unten einzeln zu öffnen. Es können insbesondere hierbei die Zwischenwände über einen mit einer Öffnung versehenen Boden seitwärts beveg-\bar sein, so daß die Unterseiten der Fächer durch die Öffnung nacheinander freigegeben werden können.
- Die Neuerung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern läßt auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten zu.
Claims (8)
- Schutzansprüche : 1. Vorrichtung zum automatischen Einfüllen von pulverförmigem oder körnigem Waschmittel aus einem Vorratsbehälter in Waschwasser, gekennzeichnet durch eine Dosiervorrichtung, die aus dem Waschmittelvorrat selbsttätig abgemessene Teilmengen in das Waschwasser einfällt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Unterteil des Vorratsbehälters (2) zwei Schieber (3, 4) vorgesehen sind, die derart elektrisch oder mechanisch gegeneinander verriegelt sind, daß stets nur ein Schieber (3, 4) geöffnet werden kann.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter durch senkrechte Zwischenwände in mehrere Fächer unterteilt ist und Mittel zur gleichmäßigen Verteilung des Waschmittels beim Einfüllen in die einzelnen Fächer wie eine entsprechende Gestaltung der Einfüllöffnung oder eine über die Oberseite der Fächer streichende RüJ1rvorrichtung o. dgl. vorgesehen sind, wobei die Fächer zur Abgabe ihres Inhaltes an das Waschwasser nach unten einzeln zu öffnen sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände über einen mit einer Öffnung versehenen Boden seitswärts bewegbar sind, so daß die Unterseiten der Fächer durch die Öffnung nacheinander freigegeten werden können.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Vorratsbehälters eine Ausstoßvorrichtung für das Waschmittel mit vorgegebenen Rubraum vorgesehen ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter als Zylinder mit einer oben befindlichen Ausstoßöffnung (7) und vorzugsweise mit einem aufsetzbaren Verschluß (lo) ausgebildet ist, in den von unten als Ausstoßvorrichtung ein auf einer Zahnstange (14) sitzender Kolben (6) eingreift, wobei die Zahnstange (14) durch einen Hubmangeten (11) über Sperrklinken (8, 13) um vorgegebene Stufen nach oben geschoben werden kann.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Kopplung mit dem Programmschalter eines Waschautomaten.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllöffnung des Vorratsbehälters mit einem Sieb (5) versehen ist. 90 Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Kopplung mit einem den Verschmutzungsgrad der Wäsche erfassenden Steuerglied.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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| DE1832829U true DE1832829U (de) | 1961-06-15 |
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1960
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