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Selbsttätige Schützenwechselvorrichtung für Webstühle. Es wird die
Priorität aus der belgischen Patentanmeldung 564 108 vom 20. Januar 1958 in Anspruch
genommen.
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Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Schützenwechsel
für Webstühle.
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Anwendungsgebiet der Neuerung sind Webstühle mit steigendem Schützenkasten
für mehrere Schützen. Die der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe besteht in der Schaffung
einer Vorrichtung
| zum selbsttäigen Wechsel leergelaufener Schützen durch me- |
| chanische oder elektrische Mittel. |
| , |
| Die neuerungsgemässe Vorrichtung ist im wesenblichen gekenn- |
zeichnet durch einen Taster, der eine mechanische Vorricht@ in
Gang setzt oder gegebenenfalls einen elektrischen Stromkreis steuert, so dass ein
beweglicher schwingender Anschlag betätigt wird, der mit dem üblichen Hebelgestange
für die
| Schützenkästen zur W&hl eines Schützens für dessen Einführung |
im den normalen Arbeitszyklus zusammenwirkt, wobei gleichzeiaus tigder leergelaufene
Schützen aus dem Zyklus/geschaltet wird.
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Weitere Merkmale der Neuerung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen, und zwar
zeigen : Fig. 1 eine Schnittansicht in schematischer Darstellung der Vorrichtung
gemäss der Neuerung für drei Farben ; Fig. la eine Schnittansicht in schematischer
Darstellung der Vorrichtung für vier Farben ; Fig. 2 eine Draufsicht, welche die
mechanische Tastvor-
Fig. 3 und 3a Ansichten, welche den für das Auswerfen des leergelaufenen Schützens
besonders ausgebildeten Kasten bzw. die Rampe und das Abhebesegment für den
| Deckel des Kastens zeigen ; |
| f |
| Fig. 4a, 4b und 4c Ansichten, welche die Verbindung |
| zwischen dem Taster und die normalen Zwischenhebel für |
| \ |
| die Kastelibewegung zeigen ; |
Fig. 4 c die Anordnung des Elektromagnets bei einem elektronischen
Taster; Fig. 5a die Vorwähleinrichtung für eine Vorrichtung mit drei Farben : Fis.
5b die Verbindung dieser Vorrichtung mit den Zwischen. hebeln für eine Vorrichtung
mit vier Farben ; Fig. 5c die gleiche Einrichtung für Vorrichtungen in Jacquardwebstühlen,
bei welchen die Bewegung der Kästen durch die Jacquardmaschine gesteuert wird ;
Fig. 6 die Schützenwähl-oder Falteinrichtung ;
| Fig.ydie Sohützeneintragvorriohtung. |
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Das Schützehreservoir umfasst l, 2,3 oder 4 Zellen, je nach der Zahl
der Farben und der Art des verwendeten Apparats. Das Schema der einfachen Apparate
mit ein und zwei Farben unterscheidet sich nur durch die Zahl der Zellen, während
der ganze übrige Mechanismus unverändert bleibt und hinsichtlich der Farbenwahl
etwas vereinfacht ist.
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Die Zellen sind auf beiden Seiten mit nicht dargestellten regelbaren
Führungen versehen, damit die Schützen leicht gleiten können.
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Das Reservoir wird durch am Webstuhlgestell befestigte Bolzen 4 getragen.
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Zwei abstehende Arme 5 dienen zur Lagerung des Zapfens 6 des Schwinghebels
der Schützeintragvorrichtung. Die aus Guss bestehende Lagerung. 7 des Schiebers
ist ebenfalls am Reservoir auf Patten 8 befestigt.
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Ein Boden 9 nimmt den ausgewählten Schützen in Bereitschaft zum Eintragen
auf.
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Das Vierfarbenreservoir besitzt eine Eintragvorrichtung, die von den
vorangehend beschriebenen Apparaten geringfügig insofern abweicht, als der direkte
bei 6 befestigte Hebel und die Gestänge 20 durch die Schwinghebel 78,74,75 ersetzt
sind, die von der Ladenschwinge 79 (Fig. la) aus betätigt werden. In diesem Falle
geschieht das Eintragen des Schützen in zwei Stufen.
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Der mechanische Taster ist ein Dickentaster für Schlauchkops
| oder Kops und mit Gleitbaeun für Kötzer. Rr umfasst einen |
| beweglichen oder festen Arm 10, der sich einerseits bei 11 |
| gegen einen regelbaren Anschlag abstützt. Eine Feder 12 hält |
den Anschlag 11 in Anlage an einem Vorsprung des Arms oder Hebels 10. Am Kasten
ist eine Halterung 13 befestigt, die sich nicht verlagern kann, während ein den
hebel 10 tragender Schlitten 14 unter der Wirkung des Schubs der Stange 15 den Hebel
10 in das Innere des Schützens einführt, um die Anwesenheit eines Schussfadens festzustellen.
Ein fester Anschlag 16 wird nach rückwärts verschoben, wenn Faden vorhanden ist,
oder
er bleibt an seiner Stelle, wenn kein Faden vorhaltist, und schiebt den Taster nach
vorne, so dass er gleitet oder weiter in das Innere des Schützens eindringt.
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Der tasterseitige Kasten hat eine besondere Ausbildung und keine Rückwand
für die erste, zweite und dritte Zelle. Die Rückwand ist durch eine Platte 17 (Fig.
1) ersetzt, die seitlich der Lade befestigt ist.
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Andererseits besitzt der Kasten einen Vorsprung oder Finger 13 (bei
den drei ersten Apparatetypen mit ein, zwei oder drei Farben), der auf den Kopf
19 (Fig. 1) der Stange 20 (Fig. 1) wirkt. Die Decke der ersten Eintragzolle ist
teilweise offen, um das Einführen des Schützens durch besondere Führungen zu erleichtern,
die auf der Vorderseite des Schützenreservoirs befestigt sind.
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Fig. lb zeigt einen beweglichen Anschlag 80, der beim Eintritt des
Schützen angehoben wird und sich bei der Abwärtsbewegung des Kastens nach dem Eintragen
unter der Wirkung der Feder 81 absenkt. Die vierte Zelle des Kastens 21 ist zur
Aufnahme des leergelaufenen Schützens besonders ausgebildet. Sie weist
| einen normalen Eintritt-auf, dessen Rückseite &o gekrümmt
ist, |
| um den Schützen nach aussen, d, h, aus dem Kasten heraus, zu |
| lenken. |
| Das Bodenstück 22 dient nur zur Lenkung des eintretenden |
| x |
| Schützen. Dieser unterbrochene Boden ist durch eine Führung
23 |
| (Fig. a) ersetzt, die längs des Deckels 24 angelenkt ist. Der |
| Deckel 24 übt auf die vordere Flanke des Schützens einen Druck |
aus, während die Führung oder bewegliche Rampe 23 das Herausfallen
des Schützens verhindert.
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Ein Kurvenelement 24b, auf dem eine am Deckel 24 befestigte Rolle
25 gleitet, ermöglicht die Freigabe des Schützens bei der Abwärtsbewegung des Kastens.
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Fig. 4a, b, c zeigen die Verbindung zwischen dem Taster und , : em
Kurvenelement, das auf die üblichen Zwischenhebel zur
| Steuerung der Bewegung, der Kästen des Webstuhls irkt. |
| j |
Auf der Achse 26 sind Hebel 27 und 28 befestigt. Eine flache senkrechte Stange 29
trägt einen Knopf 30, mit dem eine Nase 31 einer Vorrichtung 32 zur hin-und hergehenden
Belegung in Eingriff gebracht werden kann. Die Gleitstange 33 wird durch den Anschlag
34 an der Ladenschwinge ständig nach rückwärts gedruckt.
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Das Gestänge 35, 36, 37, 38 und die Hebel 39,40,41,42 stellen die
Verbindung zwischen der stange 29 und einer federbeasteten Taststange 43 her.
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Das Kurvenelement 44 wird durch eine Feder 45 ständig in Anlage an
der Taststange 43 gehalten.
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46, 47, 48, 49 sind die üblichen Zwischenhebel, 50 ist ein zusätzliches
unabhängiges Zwischenstück, das nicht von der
| Daumenkette gesteuert wird und die Stange 52 bestätigt. |
| ! |
| 51 ist ein unabhängiges Steuerungszwischanstück in Berührung |
mit der Daumenkette und besitzt einen Anschlag zur Verankerung
mit dem Kurvenelement 44.
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Durch ein unabhängiges Zwischenstück gesteuert, das sich an der Daumenkotto
befindet (Fig. 5a), umfasst die Vorwähleiuriohtung : einen Hebel 53, der durch eine
waagerechte Stange 54 mit dem senkrechten Hebel 55 verbunden ist, welcher an einem
beweglichen Winkelstück 56 befestigt ist, das durch einen Hebel 57 nach rückwärts
geschoben werden kann, der von der Daumenkette aus durch einen Hebel 59 und eine
Stange 58 geführt wird.
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64 ist ein an der Lade fester Anschlag, der auf die Stenge 57 wirkt.
61,62 und 63 sind am Reservoir befestigte und in Fig. 5 dargestellte Vorwählhebel.
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Bei einem Apparat für vier Farben der in Fig. 5b dargestellten Art
wird die Vorwähleinrichtung durch drei unabhängige Zwischen stücke von der Daumenkette
aus gesteuert, für welchen Zweck das Kettenglied und das Brisma verlängert sind.
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Jeder der Zwischenhebel 82, 83, 84 von verschiedener Länge kann die
Verlagerung des Hebels 91 unter der Wirkung de. s Kettengliedes bewirken.
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Der Hebel 91 wirkt auf einen Satz Zwischenhebel 92, welche durch Stangen
93 mit einem Hebel 95 verbunden sind, der das
| Fallen der Schützen steuert. |
| \ |
| Bei einem durch einen Jaauardmechatismusl gesteuerten |
Jacquardwebstuhl geschieht die Wahl der Farbe durch die iu Fig,
5c dargestellte Einrichtung. Zwei oder drei Platinenschnüre (oder Fadenöffnungen)
wirken verschieden auf den Hebel 96, um diesen gegenüberliegend der zu wählenden
Farbe zu bringen.
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Das Fallen des Schützen geschieht in der in Fig. 5 gezeigten Weise,
jedoch wird der Hebel 57 ebenfalls durch die Mechanik gesteuert.
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Die Arbeitsweise Die Kästen bewegen sich von oben nach unten oder
von unten nach oben, um dem Schlagelement diejenige Schützenzelle darzubieten, die
in Wirkung treten soll. Auf jeder Seite liegt jede Zelle @@@@@@@e ein-oder zweimal,
je nach Bedarf am Schlmgelement an, sei es für das Abschiessen des sich darin befindenden
Schützens oder sei es, um einen anderen von der entgegengesetzten Seite kommenden
Schützen zurückzuhalten. Der Schlageinrichtung des Webstuhls wird zur Vor-und Rückbewegung
eine hin-und hergehende Bewegung mitgeteilt. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Eintritt
des neuen Schützen während eines Bruchteils des Rücklauf erfolgt.
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Der Taster befindet sich an der ersten Zelle auf der dem Wechsel entgegengesetzten
Seite.
| Die Schützen sind mit einer kleinen Öffnung versehen, welche |
| t |
| das Hindurohtreten des Tasterkopfes oder des Lichtstrahls eines |
elektronischen Tasters ermöglicht. Ferner ist zu erwähnen, dass
die Vorrichtung für mit Kötzer (époules) Schlauchkops, Kops oder Superkops versehene
Schützen ausgebildet ist. Im ersten Fall gleitet der Taster auf der leeren Hülse,
während in den anderen Fällen der feste Taster weiter in den Schützen endring Die
Wirkungen sind in allen Fällen gleich.
| Wenn sich ein Schützen im Gehäuse des Tasters dl : Irbeitet
und |
kein Garn trägt, gleitet der Hebel 10 auf dem Hülsenteil oder dringt weiter in den
Schützen ein. Der Knopf 30 ist durch die Nase 31 verankert und die Stange 29 zieht
mittels des Gestänges 35, 36, 37, 38 die Taststange 43 nach rückwärts. Das Kurvenelement
44 ist frei. Es ist bei 44 (A) schwenkbar und
| wird mit dem Yro i. |
| wird mit dem Knopf 44 (B) des verbindenden Zwischenstücks |
verankert, wenn eine Rolle der Kette durch diese, Zwischenstück die Stange 52 absenkt,
wobei die Belegung, der Webstuhlkästen das Eintreffen der vierten Zelle des Kastens
auf der
| echselseite am Schlagelement herbeiführt. Gleichzeitig ird |
durch die Hebel 59 und die Stange 58 der Hebel 57 gegenüberliegend dem Anschlag
64 gebracht, wobei die Lade bei ihrem Rücklauf das Fallen eines Schützens im unteren
Teil des Behälters durch die Hebel 55, 65 und den Arm 64 bewirkt. Die Stellung des
Hebels 55 wird durch die Kette bestimmt.
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Wenn der auf der Wechselseite befindliche Kasten am Schlagelement
ankommt, wirkt der Finger 18 des letzteren beim Rückhub der Lade auf den Kopf 19
der Stange 20 und vierschwenkt den Schwinghebel, der eine Bewegung des Schiebers
71 des Schützen herbeiführt. Der leergelaufene Schützen, der sich auf der der Wechselseite
entgegengesetzten Seite befindet, wird in die vierte Zelle der Wechselseite geschossen
und wird, in deren Innerem während der Dauer eines
Schusses gehalten.
Sobald sich der Kasten um eine Zelle nach unten bewegt, wird durch das segment 24
der Druck gegen den Deckel und gegen die innere Führung 23 aufgehoben. Dieser auf
einem Auswerfblech geführte Schützen bewegt sich in einem hierfür vorgesehenen Trog
nach unten.
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Bei einem Apparat mit vier Farben geschieht das Eintragen der Schützen
nicht durch den Finger 18 des Kastens, welcher in diesem Falle fehlt. Der Schützeneintragschwinghebel
75 x rd durch eine Verklinkungseinrichtung 76 gesteuert, die durch den Ladearm 79
über die Hebel 78 und 74 wirkt. Wenn das Kettenglied die Klinke 76 freigibt, dringt
die letztere in die erste Einkerbung des Schwinghebels 75 ein und herd der Schützen
nach vorne bis unter die erste Zelle des Reservoirs geschoben. Der Hebel 74 kehrt
nach rückwärts zurück und die Klinke 76 tritt in die zweite Einkerbung ein, so dass
durch den Hebel 75 der Schützen in das Innere der ersten Zelle geschoben wird. In
beiden Fällen trennt eine Auslöseeinrichtung die Betätigungshebel des Schiebers
bei einer Störung.
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Bei einem Jacquardwebstuhl (Fig. 5 c) geschieht die Steuerung der
Vorwahl durch den Jacquardmochanismus.
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Der Hebel 96 wird ständig unter dem Schützenverteiler der ersten Farbe
gehalten.
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Durch das Anheben der Hakehnadel 103 wird dieser Hebel unter die zweite
Farbe gebracht, während das Anheben der Hakennadel 104 die Verlagerung des Hebels
96 unter die
dritte Farbe bewirkt. Bei vier Farben ist eine zusätzliche
Steuerung vorgesehen.
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Andererseits geschieht die Steuerung der vierten Zelle auf der Wechselseits
sowie die Steuerung des Abfallens der Schützen ebenfalls durch das Anheben der Hakennadeln
der Jacquardmechanik, jedoch sindin diesem Falle der segmenthebel, der Steuerhebel
und der Sperrhebel Zwischen hebels die auf einer Halterung oberhalb der Kastenbewegung
(Fig. 8) angeordnet sind, Schutzansprüche: