DE1760613B2 - Mehrsystemige Rundstrickmaschine - Google Patents
Mehrsystemige RundstrickmaschineInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B9/00—Circular knitting machines with independently-movable needles
- D04B9/16—Circular knitting machines with independently-movable needles with provision for incorporating internal threads in laid-in fabrics
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine mehrsystemige Rundstrickmaschine mit feststehendem oder umlaufendem
Nadelzylinder, deren Systeme abwechselnd eine äußere und eine innere Fadenzuführung sowie zwischen
den Systemen Vorrichtungen zum Zuführen eines Längsfadens unter Verwendung einer Steuervorrichtung
aufweisen, durch welche die Längsfäden von System zu System auf die Vorder- und dann auf die
Hinterseite der Platinenmaschen führbar sind.
Bei einer bekannten derartigen Rundstrickmaschine (britische Patentschrift 450 156) besteht die Steuervorrichtung,
durch welche die Längsfäden von System zu System auf die Vorder- und dann auf die Hinterseite
der Platinenmaschen geführt werden, aus einem umlaufenden Rad mit zahlreichen nockenähnlichen Erhebungen
am Umfang zur entsprechenden Verlagerung der Längsfäden. Auf Grund der Reibung zwischen dem Radumfang
bzw nockenähnlichen Erhebungen und den Längsfäden besteht jedoch die Gefahr, daß die Längsfäden
seitlich verschoben werden, während sie auf die Vorder- und auf die Hinterseite der Platinenmaschen
gebracht werden, so daß die Längsfäden aus ihren vorgesehenen Einflechtbahnen in der Strickware herauskommen.
Die Gefahr einer seitlichen Versetzung der Längsfäden wird noch dadurch verstärkt, daß dieses
Rad mit den nockenähnlichen Erhebungen mit relativ hoher Drehzahl umläuft. Die Folge der seitlichen Versetzung
der Längsfläche ist eine Strickware, bei der die Längsfäden nicht einwandfrei in der Strickware eingeflochten
sind.
Bei einer weiteren bekannten Rundstrickmaschine (französische Patentschrift 403 897) weist die Steuervorrichtung
für die Längsfäden nockengcstcuerte, auf einem drehbaren Ring schwenkbar gelagerte Hebel als
Fadenführer auf, bei denen ebenfalls die Gefahr einer seitlichen Versetzung der Längsfäden aus ihrer vorbestimmten
Einflechtbahn infolge Reibung besieht. Als nachteilig in diesem Sinne macht sich auch die Tatsache
bemerkbar, daß hier die Längsfäden in relativ großem Abstand von den Nadelspitzen durch die Fadenführer
geführt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Zuführung der Längsfäden in mehrsystemigen Rundstrickmaschinen
der eingangs bezeichneten Art so zu verbessern, daß eine seitliche Verlagerung während der
Hin- und Herbewegung der Längsfäden von System zu System zuverlässig vermieden isL
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer Rundstrickmaschine der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Vorrichiung zum Zuführen der Längsfäden aus biegsamen Fadenführern besteht, deren
Führungsteil durch eine Kurvenführung vor und hinter die Platinenmaschen verlagerbar ist Dadurch
ίο können die Längsfäden ziemlich nahe der Nadelspitzen
geführt und während der Herstellung des Gestrickes zwischen den Systemen genau fixiert hin- bzw. herbewegt
werden, so daß sie einwandfrei in die Strickware eingeflochten werden können.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung besteht die Kurvenführung aus Scheiben und
Kurventeilen.
Die Erfindung wird anschließend an Hand der Zeichnungen mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert.
ao Es zeigt
F i g. 1 eine Teil-Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Rundstrickmaschine,
F i g. 2 eine Schnittansicht der Rundstrickmaschine nach Fig. 1,
»5 F i g. 3 eine perspektivische Teilansicht der bevorzugten
Ausführungsform der Steuervorrichtung, welche die Längsfäden zuführt,
F i g. 4 eine Teil-Schnittansicht einer der äußeren Fadenzuführungen
entlang der Linie 5-5 in F i g. 6,
F i g. 5 eine Teil-Schnittansicht einer der inneren Fadenzuführungen
entlang der Linie 6-6 in F i g. 6,
F i g. 6 eine Teildraufsicht der Steuervorrichtung, die die Längsfäden zuführt,
F i g. 7 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform,
F i g. 8 eine Ansicht eines Abschnitts des Gestrickes,
die das Verhältnis zwischen den verstrickten Fäden und den Langrfäden veranschaulicht, wobei diese Längsfäden
einen relativ großen Oberflächenbereich, verglichen mit den übrigen Fäden, aufweisen.
Die erste Ausführungsform gemäß den F i g. 1 bis 6 enthält eine Rundstrickmaschine K, in der die Stricknadeln
in einem ortsfesten Nadelzylinder gelagert sind und die Schloßteile zur Betätigung der Nadeln sowie
die Fadenvorratsspindeln gedreht werden. In der zweiten Ausführungsform, die in F i g. 7 gezeigt ist, sind die
Nadeln einer Rundstrickmaschine K' in einem umlaufenden Nadelzylinder gelagert, während die Schloßteile
zum Betätigen der Nadeln und die Fadenvorratsspindein oitsfest angeordnet sind. Mit beiden Ausführungsformen wird, wie nachstehend beschrieben ist, das gewünschte
Gestricke hergestellt.
Es wird zunächst auf die in den F i g. 1 bis 6 gezeigte Ausführungsform Bezug genommen, insbesondere auf
die F i g. 1 und 2. Die Rundstrickmaschine K enthält einen Rahmen 10. der auf Beinen 11 abgestützt ist. Der
Rahmen 10 trägt einen nicht drehbaren runden Tisch 12, der in der perspektivischen Teilansicht in F i g. 2
deutlich dargestellt ist. Am inneren Rand des Tisches is
ein ringförmiger Nadelzylinder 13 befestigt, in dem die
üblichen Stricknadeln 14 so gelagert sind, daß sie siel
vertikal hin- und herbewegen können. Die Nadeln wer den durch die üblichen Schloßteile 15 hin- und herbe
wcgt, die an einem drehbaren Schloßmantel 16 befc sligt sind. Der Schloßmantel 16 ist in einer ringförmi
gen Ausnehmung 12a drehbar gelagert, die in de Oberseite des Tisches 12 ausgebildet ist. Ein oberer Ab
stützring 17 ist mittels Arme 18 am Schloßmantel Il
befestigt, and zwar im Abstand über diesem. Wie noch
beschrieben wird, trägt der Abstützring 17 das im folgenden als äußeres System A bezeichnete System. Der
Schlußmantel 16 weist einen Zahnring 19 am mittleren Teil seiner Bodenfläche auf, dessen Zähne in Eingriff
mit einem Antriebszahnrad 20 bringbar sind, das auf dem einen Ende einer Antriebsw -He 21 (F i g. 2 und 3)
befestigt ist. Das Antriebszahnrad befindet sich in einer bestimmten Stellung und ragt durch einen Schlitz 126
nach oben, der im Mittelteil des Tisches 12 (F i g. 3) ausgebildet
ist. so daß das Zahnrad den Schloßmantel 16 in Drehung versetzen kann.
Die Strickmaschine enthält ferner einen oberen Rahmen 22, und innerhalb dieses Rahmens befindet sich
eine untere Spulen-Tragplatte 23. Die Tragplatte ist durch den drehbaren Schloßmantel 16 über aufrechte
Arme 24 abgestützt, wodurch die Spulen 25. auf denen Fäden 26 aufgewickelt sind, auf der Platte 23 abgestützt
sind und gleichzeitig mit dem Schloßmantel 16 umlaufen. ao
Die obige Anordnung entspricht im wesentlichen derjenigen einer üblichen Rundstrickmaschine, welche
Systeme A und B mit äußeren bzw. inneren Fadenzuführungen aufweist, die so angeordnet sind, daß sie den
Faden den Stricknadeln zuführen, um den üblichen Strickvorgang durchzuführen.
Innerhalb des Nadelzylinders 13 und in einer Ebene neben seinem oberen Ende ist eine rotierende kreisrun
de Platte 27 befestigt, die einen Teil einer Steueranordnung bildet, welche nachstehend beschrieben wird. Die
drehbare Platte ist am unteren Ende einer Welle 28 befestigt, welche sich durch ein rohrförmiges Gehäuse
28a nach oben und über die Oberseite des oberen Rahmens 22 erstreckt und eine Riemenscheibe 29 trägt. Ein
Riemen 30 stellt eine Antriebsverbindung zwischen der Riemenscheibe 29 und einer weiteren Riemenscheibe
31 her, die auf dem oberen Ende einer Welle 32 befestigt
ist. Das untere Ende der Welle 32 trägt ein Kegel rad 33. welches in Eingriff mit einem Kegelrad 34 steht,
das auf einer Welle 35 befestigt ist. Das innere Ende dieser Welle trägt ein Zahnrad 36, das durch einen
Schlitz 126 (F ig. 2) in dem nicht drehbaren Tisch 12
hindurchragt und in die Zähne 19 des drehbaren Schloßmaniels 16 eingreift.
Wenn die Antriebswelle 21 den Schloßmantel 16 in Drehung versetzt, treibt dieser auf Grund seines Eingriffs
mit dein Zahnrad 36 die Antriebswelle 35 an. und über die Kegelräder 33, 34 und die Riemenscheiben 31
und 29 versetzt er gleichfalls die mittlere kreisrunde Platte 27 in Drehbewegung. Die Drehung des Schloßmantels
16 ist somit mit der Drehung der kreisrunden Platte 27 synchronisiert, und zwar aus Gründen, die
noch beschrieben werden. Die Antriebswelle 21 wird von einem Motor 38 über einen Antriebsriemen 39 angetrieben.
Wie bereits beschrieben, sind Spulen 25 auf der Tragplatte
23 gelagert, die mit dem .Schloßmantel 16 drehbar
ist. Zusätzliche Spulen 25 sind auf einer oberen Platte 41 gelagert, die über einen rohrförmigen Träger
42 mit der inneren kreisrunden Platte 27 verbunden ist. Ro
Auf diese Weise drehen sich die Platten 2\ und 41 mit der gleichen Drehzahl. Die Fäden 26;/ der oberen Spulen
25 werden dem System ü zugeführt. Die Fialen verlaufen
von ihren Spulen durch eine ringförmige Fiihrungszonc,
die zwischen dem Gehäuse 28;/ und dem rohrförmigen Träger 42 gebildet ist. Die Fäden 26 werden
den Stricknadeln über die äußeren Faden/uführtincen des Systems A zugeführt.
Die Systeme A und B sind, wie in F i g. 6 gezeigt ist,
in der gleichen Umfangstbene angeordnet, befinden sich jedoch in unterschiedlichen radialen Ebenen, so
daß sie voneinander versetzt sind. Dadurch wird ein offener Raum zwischen den Systemen A und B gebildet.
Wenn sich die Strickmaschine in Betrieb befindet, wird der Faden 26 zum äußeren System A geleitet,
während der Faden 26a zum inneren System B geführt wird. Die in üblicher Weise arbeitenden Stricknadeln
ergreifen den Faden, um ein Gestricke mit kreisrunder Form auszubilden, und diese gestrickte Ware ist 'n den
F i g. 1 und 2 durch den Buchstaben S allgemein angedeutet. Die rundgestrickte Ware kann anschließend
entlang einer in Längsrichtung verlaufenden Ebene aufgeschnitten werden, um einen flachen Abschnitt eines
Gestrickes auszubilden. Die rundgestrickte Ware wird auf eine Rolle 43 (F 1 g. 1) aufgewickelt, und diese Rolle
wird über eine Riemenscheibe 44, einen Riemen 45 und eine Riemenscheibe 46 angetrieben, die auf einer Welle
47 befestigt ist. Die Welle 47 wird über eine Kette oder einen Zshnriemen 48 von der Antriebswelle 21 der Maschine
aus angetrieben. Die Rolle 43 übt einen nach unten gerichteten Zug auf die gestrickte Ware aus.
Im Zusammenhang mit den Fäden 26 und 26a wird hervorgehoben, daß diese einen beliebigen Aufbau haben
können und sogar aus einem schmalen Streifenmaterial bestehen können, das sich in einem Strickvorgang
verarbeiten läßt. Sie können aus dem gleichen Material bestehen oder, falls erwünscht, können sie auch für Modelientwurfszwecke,
strukturelle oder andere Zwecke aus unterschiedlichem Material gebildet sein. Die Fäden
können ferner auch von irgendeiner anderen Quelle als von den speziel! gezeigten Spulen zugeführt werden.
Anschließend wird die Art und Weise der Einfügung oder Einflechtung einer Anzahl von Längsfäden 50 in
die gestrickte Ware beschrieben, die durch die Fäden 26 und 26a gebildet ist. Jeder Längsfaden kann aus irgendeinem
Material bestehen, ist jedoch vorzugsweise aus einem Material gebildet, das entweder die Eigenschaft
aufweist, daß es sich nicht ausdehnt, so daß, wenn es in der gestrickten Ware enthalten ist, das endgüliigc
Gestrick sich nicht ausdehnt oder streckt, oder welches eine relativ große Oberfläche verglichen mit
den Fäden 26 und 26;) aufweist, so daß ein Gestrick hergestellt werden kann, in dem eine minimale Menge
dünner Fäden verwendet ist. Vorzugsweise weisen die Längsfäden sowohl eine geringe Dehnbarkeit als auch
eine große Oberfläche auf. Wenn das Gestrick lediglich für dekorative Zwecke benutzt wird, können die Längsfäden
dehnbar sein und eine Oberfläche beliebiger Größe aufweisen. Materialien wie ζ Β. Kunststoff oder
Papier, haben sich zur Ausbildung der Längsfäden als zufriedenstellend erwiesen.
Zur Zuführung der Längsfäden ÜO zur Strickmaschine wird bevorzugt ein Gerät verwendet, das aus drei
gleichen Einheiten 51 besteht |cdc Einheit 51 ist so
angeordnet, daß sie eine Anzahl von Längsfäden 50 für ein Drittel des [ Imfangs dos Nadelzylinders 13 zuführt.
[ede Hinheil 51 (F i [i. 1) enthält einen Rahmen 52, auf
dessen unterem Ende der Motor 38 abgestützt werden kann, der die Antriebswelle 21 der Strickmaschine m
Drehung versetzt, wie dies bereits erläutert wurde. Auf
dem Rahmen 52 ist eine Vorratsrolle aus folienförmigen
Materia! 53 gelagert, und dieses Material wird nach oben durch eine allgemein mit 54 bezeichnete Schlitzvorrichtung
hindurchgeführt und fibrillicri. Die Schlitz-
/orriehtung enthält die üblichen Schlitzrollen, die ein
■itcHbar sein können, um die Breite der Streifen bzw.
Längsfäden 50 zu verändern. Die Sehlitzrollen weiden durch eine Antriebswelle 55 angetrieben, auf der ein
Zahnrad 56 befestigt ist. das über eine Kette oder einen Zahnriemen 57 mit der Welle 58 eines Untersetzungsgetriebes
59 verbunden ist. Die Welle des Untersetzungsgetriebes wird über eine kette oder einen Antriebsriemen
60 von der Welle 47 aus angetrieben. Wie bereits erläutert, wird die Welle 47 über den Zahnriemen
48 durch die Antriebswelle 21 betätigt.
Vorzugsweise sind die Anlriebsverbindungcn zwischen der Antriebswelle 21 und der Schlitzvorrichtung
54 der Einheil 51 derart ausgelegt, daß kein Schlupf vorhanden ist. und aus diesem Grund werden Zahnriemen
oder Ketten bevorzugt. Die Geschwindigkeit, mit der die Längsfäden 50 von allen Einheiten der Strickmaschine
zugeführt werden, ist auf diese Weise mit der Geschwindigkeit der Strickmaschine so koordiniert,
daß die Längsfäden 50 in den Bereich der Systeme A und B mit einer Geschwindigkeit angeliefert werden,
die der Gc:,c!.windigkeit angepaß ist. mit der die Fäden
26 und 26a zu den Systemen geführt werden.
Statt die Längsfäden durch die Schliizeinheiien 51
auszubilden können auch vorher ausgebildete Langsfäden auf Spulen aufgewickelt werden, und diese Spulen
können auf dem Rahmen der Strickmaschine gelagert werden. In einem solchen Fall werden die vorgeforni
Uu Längsfäden von den Spulen direkt in den Bereich der Systeme A und B geführt, jeder fertige Langsfadcn
50 wird durch die Öse 61 eines federnden Fingers 62 hindurchgeleitet. wodurch die Längsfäden voneinander
getrennt gehalten werden. Die federnden Finger 62 haben
ierner eine genügende Flexibilität, um jegliche übermäßige Spannung in den Längsfäden 50 aufzuheben
und die Möglichkeit zu verringern, daß diese während des Betriebs reißen.
jeder Längsfaden 50 wird hierauf nach oben durch einen Führungsring 63 geleitet, der am oberen Teil des
Rahmens 22 der Strickmaschine befestigt i.st. und dann wird der an der Innenseite eines ringförmigen Führungsringes
64 (Fig. 2) nach unten geführt, der an einem Teil des oberen Rahmens 22 der Strickmaschine
befestigt ist. In einem gewissen Abstand unterhalb des Führungsringes 64 ist über der kreisrunden Platte 27
ein weiterer ortsfester Ring 65 angeordnet. Dieser Ring 65 trägt eine Anzahl von biegsamen Fadenführern 66.
die in einer in Umfangsrichtung verlaufenden Bahn angeordnet und am besten in den F i g. 3 bis 5 gezeigt
sind, leder biegsame Fadenführer weist einen abgeflachten Führungsteil 67 an seinem unteren Ende auf.
und jeder Längsfaden 50 verläuft entlang dem biegsamen Fadenführer 66 nach unten, tritt durch den Führungsteil
67 hindurch und wird dann in den Bereich neben den Systemen A und B gelenkt.
jeder Längsfaden 50 wird in die Strickmaschine geführt, während die Fäden 26 und 26;) verstrickt werden,
und die Längsfäden sind dazu vorgesehen, mit der gestrickten Ware verflochten zu werden. Die Einfügung
der Längsfäden 50 in das Gestrick wird dadurch erreicht, daß sie abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten
benachbarter Platinenmaschen der Strickware so angeordnet werden. Vorzugsweise werden die Längsfäden
in einer solchen Lage angeordnet, daß ein jeder Längsfaden quer in bezug auf die Maschenreihen des
gestrickten Materials verläuft.
Die Systeme A und B und die Art und Weise, in der die Fäden 26 und 26.·? verstrickt werden, während die
Längsfiklen 50 mit der gestückten Ware verflochten werden, sind am besten iii den F i g. 3 bis b gezeigt. Das
Sysicin A enthält ein ringförmiges Fisdenführungstcil
68. das auf dem drehbaren Abstützring 57 befestigt ist, welcher über die Arme 18 am Schloßmantel 16 befestigt
ist. Das System A dreht sich somit um den Nadelzylinder 13. Das Führungsteil 68 weist einen vertikalen
Abschnitt 68;i auf, der mit einer Öffnung 69 versehen
ist. welche so angeordnet ist, daß die Stricknadel 14 den
ίο sich aus der Öffnung erstreckenden Faden ergreifen
und nach unten ziehen kann, um einen Strickvorgang auszuführen. Wie in F i g. 6 gezeigt ist, befindet sich das
System A in der gleichen in Umfangsrichtung verlaufenden F.bene wie das System B. ist jedoch von diesem
»5 versetzt, indem es in einer unterschiedlichen radialen
Ebene angeordnet ist.
Das System B ist in F i g. 5 gezeigt. Es enthält ein
ringförrriics Faden-Führungsteil 70, das an der inneren kreisrunden Platte 27 befestigt ist, die, wie bereits cr-
ao läutert, mit der gleichen Drehzahl wie der Schloßman
tcl 16 umläuft, der das System A trägt. Das Fadenführungsteil
70 weist Öffnungen 69 auf, durch die sich ein Faden 26<i erstreckt und in eine Lage gebracht wird, in
der er von der hin- und herlaufenden Nadel 14 ergriffen
as werden kann. Die Hin- und Herbewegung der Nadeln
wird in bekannter Weise durch die Schloßteile 15 gesteuert und bewirkt einen Strickvorgang, wodurch die
Fäden 26 und 26.i ?u einer Strickware verstrickt werden.
Um die Längsfäden 50 in die gestrickte Ware einzuführen,
sind die biegsamen Fadenführer 66 ziemlich in der gleichen, in Umfangsrichtung verlaufenden Ebene
wie die Nadeln 14 angeordnet, wenn sich die Fadenführer
in ihrer normalen oder entspannten Lage befinden
jeder Fadenführer ist ferner so angeordnet, daß er einen Längsfaden zwischen zwei benachbarte Stricknadeln
(F i g. 3} einführt, und die Fadenführer sowie die von diesen getragenen Längsfäden sind nicht drehbar.
Um die Längsfaden 50 während des Sirickvorgangs in
das Gestrick einzuflechtcn. können sich die biegsamen Fadenführer seillich in bezug auf die Stricknadeln so
bewegen, daß jeder Längsfaden an der einen oder anderen Seite der gestrickten Ware angeordnet wird, und
daß ferner die unteren Teile der Fadenführer aus der Umlaufbahn der Systeme A und B herausbewegt werden.
Es wird nun auf F i g. 4 Bezug genommen, die das System 4 zeigt, wenn sich die Stricknadel nach oben
bewegt hat. um den Faden 26 zu erfassen, wobei der biegsame Fadenführer 66 und sein Längsfaden 50 in
dieser Figur nach links verlagert sind, so daß dieser Längsfaden außer Ausrichtung zur Stricknadel gebracht
ist. Diese Bewegung wird durch ein verhältnis mäßig unbiegsames Kurventeil 71 (F i g. 3 und 6) bc
wirkt. Dieses Kurventeil kann als Einsleilspange be
zeichnet werden und ist mittels abgewinkelter Arm« 71.? auf dem umlaufenden oberen Ring 17 befestigt. E:
ist ferner in bezug auf das Führungsteil 68 so angeord net, daß, wenn sich die Stricknadel 14 nach oben be
wegt. um den Faden 26 am System A zu erfassen, de
untere Teil des biegsamen Fadenführers 66 in Eingrif mit dieser Spange kommt und nach innen geschwenk
wird, wodurch der von dem Fadenführer getragen' Längsfaden 50 außer Ausrichtung zur Nadel verlager
wird. Diese Bewegung bringt ferner den Längsfade aus der in Umfangsrichtung verlaufenden Ausrichtun
zum Führungsteil 68 und verhindert, daß dieses Teil g£
gen den Fadenführer schlägt.
Nachdetn die Nadel des Systems A den Faden 2ö erfaßt
hat, wird in der üblichen Weise eine Masche ausgebildet. Nach Ausbildung der Masche wird der Faden
26;i ergriffen, um die Ausbildung der nächsten Masche
zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt ist es notwendig, daß der Fadenführer 66 und sein Längsfaden 5i0 auf die entgegengesetzte
Seite der Ware bewegt wiird, die gerade gestrickt wird. Diese Stellung ist in Fig. 5 gezeigt und
wird dadurch erreicht, daß der Fadenführer 66 in Eingriff mit einer drehbaren Scheibe 72 gebracht wild.
Diese Scheibe ist auf einer Welle 73 befestigt, die an der rotierenden kreisrunden Platte 27 festgemacht ist.
und sie erstreckt sich über den Umfang der Platte um ein genügendes Ausmaß hinaus, um den unteren Teil
des Fadenführers 66 in die Stellung der F i g. 5 zu verlagern. Die Platte 27 trägt zahlreiche Scheiben 72
(IF i g. 6). Wenn sich die Kurventeile 71 und Scheiben 72 in einer in Umfangsrichtung verlaufendem Bahn drehen,
kommen die biegsamen Fadenführer 66 abwechselnd in Anlage mit den Kurventeilen und Scheiben. Die Bewe- »o
gung der Fadenführer nach innen und außen und der durch diese geführten Längsfäden wird mit dem Strickvorgang
so koordiniert, daß jeder LängsS'aden in der in den F i g. 5 und 6 veranschaulichten Art und Weise an
der einen oder anderen Seite des Gestrickes angeord- »5 net wird.
Die Scheiben 72 sind hinsichtlich des Ausmaßes, um das sie mil ihrem Umfang über den Umfang der kreisrunden
Platte hinausragen, einstellbar. Diese Einstellung wird dadurch ermöglicht, daß ein bogenförmiger
Schlitz in der kreisrunden Platte 27 ausgebildet und jede Scheibe auf einem Einstellarm 74 befestigt ist. der
an der Unterseite der kreisrunden Platte 27 schwenkbar gelagert ist. Dadurch kann jede Scheibe 72 in bezug
auf den Umfang der runden Platte so nach innen oder außen bewegt werden, daß das Ausmaß der Verstellung
der Fadenführer 66 nach außen verändert werden kann. Die Verstellung der Fadenführer 66 nach innen
wird durch die Form der Kurventeile 71 beeinflußt.
Mit obigen Abänderungen einer üblichen Rundstrickmaschine kann das Gestrick hergestellt werden,
welches die Längsfäden mit den gewünschten Eigenschaften enthält.
Die Systeme Λ und B laufen gleichzeitig um, um die Fäden zu den Nadeln zu führen, die vertikal hin- und
herlaufen, jedoch in Umfangsrichtung ortsfest angeordnet sind. Die Längsfäden laufen nicht um, und jeder
Längsfaden 50 wird zwischen zwei Nadeln gehalten, wie dies deutlich in F i g. 3 gezeigt ist. Da die Längsfäden
50 von den biegsamen Fadenführer!! getragen werden, werden sie in einer seitlichen Richtung zurück und
nach vorne bewegt, d. h., in bezug auf die Maschine
nach innen und außen (F i g. 4 und 5). so daß im Verlauf des Strickvorgangs der Längsfaden zn gegenüberliegenden
Seiten der gestrickten Ware eingefügt wird. Der Strickvorgang kann mit der gewöhnlichen normalen
Geschwindigkeit einer Strickmaschine ablaufen. Dadurch werden die Herstellungskosten beträchtlich
verringert.
In F i g. 8 ist das durch die Rundstrickmaschine hergestellte Gestrick dargestellt. Die Längsfaden 50 verlaufen
durch das Gestrick in einer Richtung quer zu den Fäden C zwischen den Maschenreihen R der Maschen
D. Es können auch zwei oder mehr Reihen R aus Fadenmaschen zwischen jedem Längsfaden vorhanden
sein, und die Zahl der Längsfaden und deren Eigenschaften
hängen davon ab, welche Art von Gestrick hergestellt werden soll.
Die Längsfaden sind als relativ breite Streifen gezeigt,
die die Ausbildung einer maximalen Oberfläche mit einer minimalen Menge an Fadenmaterial ermöglichen.
Wie bereits bemerkt wurde, können die Streifen auch die Eigenschaft haben, daß sie sich nicht ausdehnen.
Ferner können die Längsfäden verhältnismäßig schmal sein und aus einer anderen Fadenart, einer
Schnur oder einem Strang bestehen.
Es wird bemerkt, daß die Löngsfäden 50 nicht abwechselnd
in bezug auf benachbarte Strickfäden eingeflochten sein müssen, sondern auch zwischen jedem
zweiten, jedem dritten oder irgendeiner beliebigen anderen Zahl von Strickfäden eingeflochten sein können.
Die abgeänderte Ausführungsform gemäß F i g. 7 enthält die Strickmaschine K', die eine Rundstrickmaschine
mit rotierendem Nadelzylinder ist. Bei dieser Maschine wird der Fadenvorrat in Ruhe gehalten, während
der Vorrat an Längsfaden mit der Drehung des Nadelzylinders und der Nadeln umläuft.
Die Strickmaschine AC' ist mit einer Anordnung zur Abstützung des Fadenvorrats 80 in einer Stellung versehen,
die beträchtlich über dem umlaufenden Nadelzylinder 13a liegt. Die Fäden 26fe werden durch die Rohrführungen
81 nach unten zu dem inneren System B in eine Lage über der mittleren Platte 27a geführt. Zusätzliche
Fäden 26r werden durch die Rohre 82 dem äußeren System A in einer Art und Weise zugeführt, die
ähnlich derjenigen ist, die im Zusammenhang mit der Strickmaschine K beschrieben wurde.
Da der Vorrat an Längsfäden 50a mit dem rotierenden Nadelzylinder 13a umläuft, enthalten die diese
Längsfaden 50a zuführenden Vorrichtungen Vorratsrollen 83, Schlitzmesser 84 und geeignete Fadenführer
(nicht gezeigt), die den Fadenführern 66 der ersten Ausführungsform ähnlich sind. Die Vorratsrollen 83
und Schlitzmesser 84 sind auf einem Tragring befestigt, der über die Antriebsverbindungen 86 von der Hauptantriebswelle
21a her angetrieben wird. Jede von ihrer Rolle abgezogene Materialbahn wird also durch die
Schlitzmesser 84 in eine Vielzahl von Längsfaden aufgeteilt,
die in Streifenform vorliegen können. Diese streifenförmigen Längsfäden 50a werden während de;
Strickvorganges, der das Verstricken der Fäden 26j und 26c umfaßt, in das Gestrick eingeführt. Innen
Scheiben und äußere Kurventeile (nicht gezeigt), dii
den Scheiben 72 und Kurventeilen 71 der ersten Aus führungsform ähnlich sind und in der gleichen Art um
Weise arbeiten, sind dazu vorgesehen, die Längsfädei
an jeder inneren Arbeitsstelle richtig nach außen um an jeder äußeren Arbeitsstelle nach innen zu veriagerr
und zwar in der vorstehend beschriebenen Art um Weise.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 409 526/11
Claims (2)
1. Mehrsystemige Rundstrickmaschine mit feststehendem
oder umlaufendem Nadelzylinder, deren Systeme abwechselnd eine äußere und eine innere
Fadenzuführung sowie zwischen den Systemen Vorrichtungen zum Zuführen eines Längsfadens unler
Verwendung einer Steuervorrichtung aufweisen, durch welche die Längsfäden von System zu System
auf die Vorder- und dann auf die Hinterseite der Platinenmaschen führbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zum Zuführen der Längsfäden aus biegsamen Fadenführern (66) besteht, deren Führungsteil (67) durch eine
Kurvenführung vor und hinter die Platiner.maschen verlagerbar ist.
2. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenführung aus Scheiben
(72) und Kurventeilen (71) besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US68754067A | 1967-12-04 | 1967-12-04 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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