DE175751C - - Google Patents

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DE175751C
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dinitroglycerin
trinitroglycerin
sulfuric acid
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water
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0008Compounding the ingredient

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Ρλτεν τ-An spruch:
Verfahren zur Gewinnung von Dinitroglycerin, darin bestehend, daß man Trinitroglycerin zwecks Überführung in Dinitroglycerin mit Schwefelsäure behandelt und aus der so erhaltenen sauren, mit Wasser verdünnten Lösung das Dinitroglycerin mittels Äther, Chloroform, Benzol usw. extrahiert.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    Dinitroglycerin läßt sich aus Trinitroglycerin gewinnen, wenn man letzteres mit Schwefelsäure behandelt, die so erhaltene saure Lösung mit Wasser verdünnt und aus dieser Lösung das Dinitroglycerin mit den üblichen Hilfsmitteln extrahiert.
    Die Auflösung des Trinitroglycerins in der Schwefelsäure wird von einem chemischen Vorgange begleitet, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß das Trinitroglycerin (bekanntlich das Trinitrat des Glycerins) unter Verlust einer Nitrogruppe zu Dinitroglycerin (Dinitrat des Glycerins) abgebaut wird. Die sich vollziehende Auflösung des Trinitroglycerins in der Schwefelsäure ist also kein rein physikalischer Prozeß in dem Sinne, wie etwa Zucker von Wasser gelöst wird, sondern es findet gleichzeitig eine chemische Umwandlung statt, bei welcher das Trinitroglycerin verschwindet, da es in der Schwefelsäure als solches nicht existenzfähig ist. Daß dieser Vorgang tatsächlich Platz greift, erkennt man unter anderem daran, daß die mit Wasser stark verdünnte schwefelsaure Lö-
    as sung kein öl abscheidet, was der Fall sein würde, wenn sie das in verdünnten Säuren unlösliche Trinitroglycerin noch enthielte. Auch die chemische Analyse weist nach, daß in der wäßrigen Schwefelsäurelösung, die nach der vorliegenden Erfindung mit Lösungsmitteln behandelt wird, kein Trinitroglycerin vorhanden ist, sondern Dinitroglycerin. Eine Trennung von Trinitroglycerin vom Dinitroglycerin kommt demnach bei dem vorliegenden Verfahren nicht in Frage, sondern es 40
    handelt sich darum, das in der verdünnten schwefelsauren Lösung enthaltene Dinitroglycerin aus dieser Lösung zu isolieren.
    Eine zweckmäßige Arbeitsweise ist beispielsweise die folgende:
    100 g Trinitroglycerin werden mit 1000 g Schwefelsäure von 70 Prozent H2 S Oi geschüttelt, bis eine klare oder nahezu klare Lösung entstanden ist. Der Prozeß geht glatt, ohne sichtbare Zersetzungserscheinung (Bildung von roten Dämpfen) vor sich. Etwa ungelöst gebliebenes Trinitroglycerin wird abgeschöpft und die klare Lösung hierauf unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln, wie Vermeidung von Temperatursteigerung, in 4 bis 5 1 Wasser gegossen. Man extrahiert mit Äther, neutralisiert und erhält nach dem Abdestillieren des Äthers reines Dinitroglycerin.
    An Stelle des Äthers können zum Extranieren des Dinitroglycerins auch andere, in Wasser unlösliche Verbindungen, welche Dinitroglycerin zu lösen vermögen, benutzt werden. Derartige Lösungsmittel sind beispielsweise Chloroform, Benzol, Benzin.
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