DE174281C - - Google Patents

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DE174281C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
    • B41B3/06Justifying means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVH 74281 KLASSE 15«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. März 1903 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung bei Letterrisetzmaschinen, welche dazu dient, die für das Ausschließen der gesetzten Zeilen notwendige Anzahl Spatien von der erforderlichen Stärke an den richtigen Stellen in die Zeile einzufügen.
Die Erfindung besteht in der Anwendung einer Auswählplatte, die sich von einer ähnlichen, für denselben Zweck angewendeten Einrichtung dadurch unterscheidet, daß sie erstens eben statt zylindrisch gestaltet ist und zweitens zur Bestimmung der Spatiengrößen und Anzahl nur zwei Raumrichtungen erfordert und daß sie infolge davon die Möglichkeit bietet, für jeden Spatienmagazinkanal eine unabhängig arbeitende Auslösevorrichtung anzu-■ wenden, so daß nicht ein Spatienkanal sich vom anderen in Abhängigkeit befindet, wodurch die Vorrichtung außerordentlich vereinfacht wird und sicherer arbeitet. Die Ein- und Ausschaltung der Spatienmagazine wird' bei der neuen Einrichtung allein und ohne irgendwelche Zwischenglieder von der Auswählplatte besorgt, während bei der bekannten Einrichtung die Einwirkung der Auswählplatte bezw. des Auswählzylinders nicht auf sämtliche Spatienmagazine, sondern nur auf eine beschränkte Zahl unmittelbar geschieht.
Bei der bekannten Einrichtung wird die Stärke der Ausschlußstücke durch zwei Bewegungen der Auswählplatte oder Trommel bestimmt, während das Maß der Bewegung der Auswählplatte oder Trommel in der dritten Richtung für die Anzahl der anzuwendenden Ausschlußstücke maßgebend ist. Bei der vorliegenden Einrichtung dagegen wird die Stärke der Ausschlußstücke durch die Bewegung der Platte in einer Richtung und die Anzahl durch ihre Bewegung in der anderen Richtung bestimmt. Die Bewegung der Platte in der dritten Richtung bewirkt dagegen die Auslösung der ausgewählten Spatien.
Die Einrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar ist
Fig. ι eine Vorderansicht der Setzmaschine mit der neuen Einrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht derselben,
Fig. 3 ein Grundriß des unteren Teiles der Vorrichtung, d. h. desjenigen, der unterhalb der Linie A-A der Fig. 1 gelegen ist,
Fig. 4 eine Vorderansicht dieses Teiles der Vorrichtung,
Fig. 5 eine Rückansicht desselben,
Fig. 6 ein senkrechter Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 5,
Fig. 7 eine Hinteransicht des Hauptschlittens,
Fig. 8 ein Grundriß desselben und eines mit ihm verbundenen Ausgleichschlittens,
Fig. 9 die Vorderansicht des letzteren,
Fig. 10 eine Stirnansicht beider Schlitten und der damit verbundenen Teile,
Fig. 11 eine Hinteransicht der oberhalb der Linie A-A in Fig. 1 gelegenen Vorrichtung,
Fig. 12 eine Seitenansicht desselben Teiles von links,
Fig. 13 ein senkrechter Schnitt durch eine Auslösevorrichtung und die Auswählplatte,
Fig. 14 ein wagerechter Schnitt durch einen Schleppkontakt 156 (Fig. 11),
Fig. 15 eine Seitenansicht von rechts, teilweise im Schnitt durch den unteren Maschinenteil,
Fig. 16 eine Seitenansicht desselben Teiles von links,
Fig. 17 eine schematische Darstellung der zur Anwendung kommenden Elektromagnete und ihrer Schaltung,
Fig. 18 ein Grundriß der Auswählplatte in schematischer Darstellung,
Fig. 19 eine Vorderansicht dieser Platte, teilweise im Schnitt,
Fig. 20 eine Unteransicht derselben.
Die Spatien 9 sind in den Magazinen 1, 2, 3, 4; 5; 6, 7, deren untere Enden zusammenlaufen und zusammengezogene Ausläufe bilden, in Bereitschaft für den Gebrauch aufgespeichert.
Eine Glasplatte 10 (Fig. 12) ist vor allen diesen Magazinen angeordnet. Die unteren Enden jedes Attslaufes münden in die oberen Enden der Spatienrohre 23. Die unteren Enden dieser Rohre liegen normalerweise über einer wagerechten Leiste 40 (Fig. 6).
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Maschine sind beispielsweise sieben Magazine und sieben Rohre vorhanden. Jedes Magazin ist in eine Anzahl senkrechter Spatienkanäle 8 geteilt. Die einzelnen Kanäle enthalten Spatien von verschiedenen Dicken; in der hier dargestellten Maschine sind 15 verschiedene Dicken von Spatien in Verwendung. Das erste Magazin enthält 15 Kanäle, und jeder Kanal enthält eine Anzahl Spatien, welche sich von den anderen durch ihre Dicke unterscheiden. Das zweite und dritte Magazin enthalten je 10 Kanäle und infolgedessen je 10 verschiedene Spatiendicken. Die Magazine 4, 5, 6, 7 enthalten bezw. 7, 6, 5 und 3 Kanäle und eine entsprechende Anzahl von Spatiendicken.
Jeder Spatienkanal hat seine eigene Auslösevorrichtung (Fig. 13) der Art, wie sie bei Matrizen- und Letternsetzmaschinen allgemein bekannt ist. Diese besteht beispielsweise aus einem Hebel 12, welcher an der Rückwand 11 der Magazine angelenkt ist und zwei Krallen 13 und 14 besitzt, die durch die Rückwand 11 des Spatienkanales in das Innere desselben hinein ragen. In der Normalstellung trägt die untere Kralle 13 dadurch, daß sie die unterste Spatie trägt, die ganze Säule von Spatien, die sich in dem Kanal befinden. Gleichzeitig steht die andere Kralle 14 unterhalb der zweiten Spatie, vorläufig aber noch nicht im Eingriff mit dieser. Wenn der Hebel 12 um seinen Drehpunkt schwingt, gelangt der Daumen 14
' in eine Stellung, in welcher er die Spatienkolonne oberhalb der zweiten Spatie zu tragen imstande ist. Der Fortsatz 15 des Hebels 12, welcher in seiner Normalstellung auf einem festen Querbalken 16 ruht, bewirkt durch sein Gewicht, daß der Hebel 12 in der dargestellten Normal stellung gehalten wird. Ein Auslösehebel 17 ist an einem wägerechten Zapfen 20 der Wand 11 angelenkt; sein oberes Ende ruht in einer Ausklinkung 19 des Hebels 12 oberhalb seines Drehpunktes, und der Fortsatz 18 dieses Hebels 17 liegt in seiner Normalstellung angenähert wagerecht und ruht auf einem festen Balken 21. Auf der Unterseite dieses Fortsatzes ist ein nach unten vorspringender Stift 22 befestigt, auf welchen die Kraft einwirkt, die die Bewegung dieses Hebels hervorbringt, durch welche der Hebel 12 die unterste Spatie in dem Kanal freigibt. Wie aus Fig. 11 ersichtlich ist, sind die Auslösevorrichtungen hinten in einer Reihe in gleichen Abständen längs der Maschine angeordnet.
30 stellt die Auswählplatte dar, welche auf einem geeigneten Tragrahmen 32 (Fig. 12) in wagerechter Lage unterhalb der Hebelarme 18 gehalten wird. Dieser Rahmen ist auf derselben Achse 20 wie die Hebel 17 drehbar gelagert. Auf der Platte 30 ist eine große Anzahl von kleinen, senkrecht nach oben gerichteten Stiften 31 befestigt.
Die Platte ist auf dem Rahmen 32 beweglich gelagert, und zwar sowohl in der Längsrichtung als auch in der Querrichtung der Maschine. Wenn sie sich aus der Ruhestellung in die augenblicklich geforderte Arbeitsstellung bewegen muß, so geschieht dies nach links und gegen die Magazine hin. Durch diese doppelte Beweglichkeit ist die Möglichkeit zu einer großen Anzahl von Kombinationen für den Eingriff der Stifte 31 mit den Stiften 22 geboten. Jedesmal, wenn ein Zuleitüngsrohr 23 in die zu setzende Zeile eingefügt wird, bewegt sich die Auswählplatte um eine bestimmte Strecke nach links in der Längsrichtung der Maschine.
Zur näheren Erklärung der Anordnung der Stifte 31 auf der Auswählplatte diene die schematische Darstellung in der Fig. 18. Die Auswählplatte weist in der Längsrichtung der Maschine so viel gleiche Teile auf, als Spatienkanäle vorhanden sind, im vorliegenden Falle sechsundfünfzig. Jeder dieser Teilejst wieder in derselben Richtung in sieben Unterteile geteilt (entsprechend der Anzahl der Spatienrohre), und die Stifte 31 sind, Versuchen entsprechend, in diese Reihen eingesetzt. Es ist klar, daß alle Stifte der sieben Querreihen der ersten Abteilung dieser Platte zur Beeinflussung für die Auslösevorrichtung des ersten Spatienkanales unter gewissen, noch zu beschreibenden Verhältnissen dienen können. Alle Stifte der verschiedenen Reihen der zweiten Abteilung dieser Platte können die Auslösevorrichtung des zweiten Spatienkanales beeinflussen usw.
Unterhalb der verschiedenen Teilungen auf
dieser Altswählplatte befindet sich eine Teilung, welche die Dicke der Spatien in Bruchteilen der Maßeinheit angibt. Der Konstrukteur bestimmt nach seinem Gutdünken, welche Größe von Spatien zur Anwendung kommen soll und in welche Kanäle die verschiedenen Größen der Spatien eingelegt werden sollen. Dann bestimmt er versuchsweise, welche Spatien unter den verschiedenen Umständen ausgelöst werden sollen, um die Zeile auf die richtige Länge zu bringen, und wie die Stifte 31 auf der Platte angeordnet werden sollen, um das Auslösen der gewünschten Spatien zu bewirken.
Es ist auch möglich, eine Zeile, die nicht bis an das andere Ende reicht, mit normalen Spatien zu versehen.
Die Auswählplatte ist ferner auch senkrecht zu den zuerst genannten Teilungen geteilt, und zwar in 68 gleiche Reihen. Die Stifte 31 befinden sich in den Schnittpunkten der sich kreuzenden Linien. Wenn bei dem Arbeiten eine ganze Zeile gesetzt worden ist, bis auf den nach Belieben einstellbaren Bruchteil eines Zentimeters, beginnt die Einstellplatte sich entsprechend der Dicke jeder der Zeile noch hinzugefügten Letter um eins oder mehrere der 68 Längsfelder nach vorn, d. h. gegen die. Ebene der Kanäle hin, zu bewegen; andererseits bewegt sich die Platte für jede der Zeile hinzugefügte Zuführungsröhre um einen der kleinsten Teile nach links. Die größte Längsverschiebung, die die Platte machen kann, ist also gleich der Breite des siebenmal geteilten Querfeldes.
Die Stifte 31 sind nun so auf der Platte angeordnet, daß bei der Bewegung dieser letzteren in den zwei genannten Richtungen sich immer unter dem Stift 22 eines der Hebel 18 eines jeden eingeschalteten Spatienmagazines ein Plattenstift 31 befindet, so daß bei der endlichen Aufwärtsbewegung der Platte diese Hebel bewegt werden und aus jedem der Magazine, deren Spatienrohre der gesetzten Zeile eingefügt sind, eine Spatie ausgelöst und so die Zeile auf die richtige Länge gebracht wird.
Die Lettern ga (Fig. 1), welche zu Zeilen zusammengesetzt werden sollen, die gemäß der Erfindung auf die richtige Länge gebracht werden, sind in geeigneten Magazinen aufgespeichert. Bei der in der Zeichnung dargestellten Maschine veranschaulichen die Kanäle 144 (in Fig. 1) diese Magazine, und einige von diesen Kanälen enthalten auch Spatien, welche durch andere Mittel nach Bedarf der Zeile eingefügt werden können.
Jedes dieser Magazine hat einen . Auslösehebel 145, welcher in bekannter Weise durch eine Stange 219 beeinflußt wird, die ihrerseits durch einen Hebel 211 in Tätigkeit versetzt wird (Fig. 2). Die Lettern werden eine nach der anderen ausgelöst und fallen durch das Rohr 146 auf die Fläche 40 (Fig. 3 und 4) des Gestelles 4Λ Rechts (Fig. 4) von dem unteren Ende dieses Lettersetzrohres befindet sich ein Schieber 43 (Fig. 4 und 15), welcher '· in dem Augenblick, in welchem eine Letter auf die Fläche 40 gefallen ist, diese und die ganze bereits gesetzte Zeile unrein bestimmtes Stück auf der Fläche 40 nach links (Fig. 4) verschiebt.
Hierzu kann irgend eine geeignete Vorrichtung Verwendung finden; im vorliegenden Falle ist ein Elektromagnet 44 (Fig. 1, 2 und 4) gewählt, dessen Anker 45 durch einen Hebel 46 mit einem Arme eines Kniehebels 47 verbunden ist. Wenn dieser Kniehebel ausgestreckt wird, so bewegt sich der Schieber und zugleich die Zeile nach links. Der Magnet wird mit Arbeitsstrom betrieben. Der unterbrochene Stromkreis endigt einerseits in einem Kontaktfinger 48 (Fig. 3 und 4) und andererseits in einer dünnen Feder 42, welche aus der Fläche 40 genau unterhalb des Zuführungsrohres 146 vorspringt. Die Lettern fallen daher auf die Feder 42, die dadurch nach unten gedrückt wird und mit dem Kontaktfinger 48 in Berührung kommt. Hierdurch wird der-Stromkreis des Magneten 44 geschlossen und der Anker des letzteren angezogen. Dies bewirkt wieder, daß der Kniehebel 47 ausgestreckt und der Schieber nach links geschoben wird, was zur Folge hat, daß die Letter von der Feder 42.abgleitet und diese freigibt, so daß sie wieder außer Berührung mit dem Finger 48 kommt. Der Stromkreis wird dadurch wieder unterbrochen, der Anker von dem Magneten losgelassen, der Kniehebel geknickt und schließlich der Schieber 43 in seine Normalstellung zurückgezogen, so daß er wieder bereit ist, die eben beschriebene Tätigkeit von neuem zu beginnen, wenn eine Letter der gesetzten Zeile hinzugefügt wird.
Wenn ein Spatienrohr 23 auf der Zeile vorwärts geschoben wird, streift es das hintere Ende der Feder 42 und bringt sie in Berührung mit dem Stift 49 des Kontaktfingers 48, wodurch der Stromkreis des Magneten 44 geschlossen wird. Die Folge davon ist, daß auch jetzt der Schieber 43 in der angegebenen Weise beeinflußt und das Rohr um ein seiner Dicke entsprechendes Stück nach links geschoben wird und mit der Feder 42 wieder außer Ein- · griff kommt. Auf der wagerechten Fläche 41 (Fig. 6), welche etwas erhöht hinter der Fläche 40 liegt, auf welche die Zeile gesetzt wird, lagert eine Platte 50 (Fig. 3, 4 und 6), welche sich fast über, die ganze Länge der Maschine erstreckt. Der gegen die Magazine hin gelegene Rand dieser Platte ist ausgekragt, und auf der Unterseite dieser Auskragung sind Rippen und Nuten 51 in der Längsrich-
tu'ng der Maschine, also parallel mit der Setz- j leiste 40, angebracht. Diese Platte 50 ist durch Fortsätze 52 mit den Hebeln 53, welche auf einer Welle 54 befestigt sind, verbunden. Wird diese Welle bewegt, so bewegt sich die Platte zu einem noch zu beschreibenden Zweck vor- und rückwärts. Normalerweise steht sie in ihrer vordersten Stellung, wie in Fig. 6 dargestellt ist.
Ein Anschlag 55 (Fig. 10) mit einem Fuß 56 liegt auf derselben Fläche 41 wie die Platte 50. Auf der oberen Seite dieses Fußes sind Rippen und Nuten 57 angebracht, welche mit den Rippen und Nuten 51 der Platte 50 im Eingriff stehen und- eine Führung bei der Bewegung des Anschlages bilden. Dieser Anschlag ist immer mit der ersten Letter in Berührung (Fig. 1) und wird durch die Zeile beim Hinzufügen der einzelnen Buchstaben nach links geschoben, und dieEntfernung zwischen der rechten Fläche des Anschlages und der rechten Fläche der letzten Letter ergibt die Länge der ganzen Zeile.
Das Führungsstück 24 bildet das untere Ende eines jeden Spatienrohres 23 und ist gelenkig mit diesem verbunden, so daß es immer . seine lotrechte Lage beibehält, auch wenn das Rohr 23 geneigt ist. Diese Führungsstücke sind an ihrer Vorderseite offen und besitzen einen rückwärts vorspringenden Fuß 25, an dessen oberer Fläche Rippen und Nuten zum Eingriff mit den Rippen und Nuten 51 der Platte 50 angebracht sind. Wenn die Rohre 23 in der Zeile mit den gesetzten Lettern vorwärts bewegt werden und der Schieber 43 sie nach links (Fig. 1) schiebt, sind die Rippen und Nuten der Füße mit den Rippen und Nuten der Platte 50 im Eingriff, wodurch die Röhren bei ihrer Bewegung geführt und in der gesetzten Zeile festgehalten werden. Dasjenige Rohr, welches als erstes in die Zeile gesetzt werden soll, liegt an der rechten Seite der Platte 50 und wird in die Zeile durch einen Arm 62 (Fig. 5, 15 und 16) hineinbewegt, welcher gegen das hintere Ende des Fußes des Rohres drückt und mit der Welle 60 fest verbunden ist. Wenn daher der Arbeiter ein Rohr in die Zeile einzusetzen wünscht, bedient er die Welle 60; der Schieber 43 stößt es dann sofort nach links, wobei sein Fuß durch die Federn und Nuten der Platte 50 geführt wird. Um die Welle in Tätigkeit zu setzen, drückt der Arbeiter den Spatienhebel 70 abwärts (Fig. 2, 3 und 4), welcher mittels eines Ansatzes 71 mit einem Ende eines den Stromschlitß ergänzenden Reglers (der etwa mit »Schleppkontakt« bezeichnet werden möge) 72 im Eingriff steht, welcher beim Niedergange des Hebels 70 gleichfalls abwärts gedrückt wird.
Ein klinkenartiger Arm 73 eines Hebels 74 reicht durch einen Schlitz des Ansatzes 71 hindurch und hält letzteren, wenn der Schleppkontakt abwärts gedrückt ist, so lange fest, bis eine Kugel j6 in der Höhlung des Schleppkontaktes gegen dieses sich in der tiefsten Stellung befindende Ende gerollt ist. Die Kugel schlägt an die Klinke 73 an und bringt sie außer Eingriff mit dem Ansatz 71 des Schleppkontaktes, welcher unter dem Einfluß einer Feder jj (Fig. 4) in seine Normalstellung zurückkehrt. Dies bewirkt aber, daß die Kugel gleichfalls wieder in ihre Normalstellung zurückrollt.
. Der Anker 82 (Fig. 4) des Elektromagneten 80 ist mittels einer Stange 81 mit dem an der Welle 60 befestigten Arm 61 verbunden. Dieser Magnet liegt in einem normalerweise offenen Stromkreis, der einerseits in der isolierten Feder 83, andererseits in dem Hebel 74 endigt. Wenn die Kugel 76 an die Sperrklinke 73 anschlägt, kommt das Ende des Hebels 74 in. Berührung mit der Kontaktfeder 83, wodurch der Stromkreis geschlossen wird. Der Magnet 80 zieht den Anker 82 an und schwingt hierdurch die Welle 60, und das Spatienrohr wird in die Zeile eingeschoben. Dieser Stromschließer 72 wirkt so, daß eine gewisse Zeit verstreicht, ehe das Spatienzuführungsrohr in die Zeile eintritt, nachdem der Hebel 70 niedergedrückt worden ist. Dies ist notwendig, um der Letter, welche aus dem Letternmagazin 144 freigegeben worden ist, kurz bevor der Hebel 70 niedergedrückt wurde, Zeit zu geben, durch das lange Letternrohr 146 auf die Setzleiste fallen zu können, bevor das Spatienrohr in. die Zeile eingeführt worden ist. Dies ist besonders wichtig, weil das untere Ende 147 des Zuführungsrohres 146 gelenkig angebracht ist, wodurch es diesem unteren Ende möglich ist, nach vorn zu schwingen; und tatsächlich wird das untere Ende 147 dieses Rohres durch jedes Spatienrohr, das in die Zeile eintritt, nach vorn bewegt. Wenn dann das Spatienrohr 23 durch den Schieber 43 nach links geschoben wird, kehrt das Letternrohr wieder in seine frühere Lage zurück, um weitere Lettern auf die Setzfläche gelangen zu lassen. Auf der Welle 60 ist ferner ein wagerechter Arm 65 befestigt, welcher an seinem freien Ende die Schaltklinke 100 trägt (Fig. 15 und 16). Mit ihrem oberen Ende greift diese Schaltklinke in eine Verzahnung 104 an 'der Hinterseite der senkrecht beweglichen Platte 101 ein.
So oft diese Welle 60 in Schwingung versetzt und ein Spatienrohr in die Zeile eingefügt wird, hebt die Schaltklinke bei ihrer Aufwärtsbewegung· die Platte 101 um ein bestimmtes Stück. Diese Platte ist durch einen Ansatz 102 mit der Stange 103 eines senkrecht beweglichen Stufenkeiles 105 verbunden, welcher dadurch um eine Stufe aufwärts bewegt wird (Fig. 11). Dieser Stufenkeil lehnt sich an
einen Finger 37, der mit der Auswählplatte 30 fest verbunden ist, welche durch eine Feder 117 (Fig. 11) nach rechts gegen den Finger 37 gezogen wird. So oft daher dieser Stufenkeil eine Bewegung nach oben erhält, d. li. wenn ein Rohr 23 in die Zeile eingefügt wird, bewegt sich die Auswählplatte um ein Stück gleich der Höhe einer Stufe nach rechts (Fig. 11). Die beschriebene Einrichtung bringt also die oben beschriebene, ruckweise erfolgende Bewegung der Auswählplatte in der Längsrichtung der Maschine hervor, wenn ein Rohr in die Zeile eingefügt wird.
Auf der Maschine befinden sich zwei Schlitten, der Hauptschlitten 94 und der Ausgleichschlitten 84 (Fig. 6, 7, 8, 9, 10, 15 und 16), wie solche in ähnlicher Anordnung und für den gleichen Zweck bereits bekannt sind. Beide bewegen sich in der Längsrichtung der Maschine in Bahnen parallel zur gesetzten Zeile. Der Hauptschlitten besitzt eine Reihe von Schaltzähnen 95. An dem Ausgleichschlitten ist eine Sperrklinke 85 angelenkt, die in die genannten Zähne eingreift.
Der Fuß des Anschlages 55 besitzt außer den früher erwähnten Rippen und Nuten 57 an seiner oberen Fläche auch noch andere Rippen und Nuten 58 an seiner unteren Fläche, und zwar senkrecht zu ersteren, und diese Rippen und Nuten greifen in entsprechende Nuten und Rippen 93 (Fig. 8) der oberen Fläche eines Ansatzes 96 des Hauptschlittens ein. Der Anschlag 55 wird, wie bereits erwähnt wurde, von der gesetzten Zeile vor ihr her geschoben, und seine ganze Bewegung ist gleich der Länge der Zeile, die aus Lettern und Spatien besteht. Infolge des beschriebenen Zusammenhanges zwischen diesem Anschlag 55 und dem Hauptschlitten 94 bewegen sich beide notwendig um dieselbe Strecke. Der Ausgleichschlitten 84 bewegt sich jedoch nur auf einer Strecke, welche gleich ist einer Zeile, die nur aus Lettern bestände, d. h. die Länge seines Weges ist die Summe der Dicken aller Lettern, welche in der Zeile enthalten sind, so daß diese Strecke sich um die Summe der Dicken der Spatien von der Wegstrecke des Hauptschlittens unterscheidet. Die Spatienrohre sind so breit, wie die Schaltzähne des Hauptschlittens, und es bleibt der Ausgleichschlitten stehen, wenn auch der Spatienauslösehebel 70 niedergedrückt wird, wie sofort näher beschrieben werden soll.
Die Vorrichtung für die Bewegung der Sperrklinke 85 setzt sich folgendermaßen zusammen : Auf der Welle 60 sitzt ein Arm 63, welcher durch einen Lenker 64 mit einem auf der Welle 108 sitzenden. Arm 107 verbunden ist (Fig. 5, 15 und. 16). Diese Welle trägt zwei. Arme 109, die ihrerseits wieder eine zur Welle parallele, runde Stange 106 tragen (Fig. 5). Ein Hebel 87, der an dem Ausgleichschlitten 84 angelenkt ist, besitzt eine Gabel 88 (Fig. 6 und 10), welche diese Stange 106 umfaßt, ohne Rücksicht auf die Stellung, in welcher sich der Ausgleichschlitten eben befindet. Der Hebel 87 legt sich gegen den Fortsatz der Sperrklinke 85 (Fig. 8 und 10), und so oft die Welle 60 bewegt wird, wird die Welle 108 in gleicher Weise durch die eben beschriebene Vorrichtung gedreht, so daß die Verbindung der beiden Schlitten 84 und 94 durch die Wirkung der Sperrklinke 85 zeitweise gelöst wird. Daher kann sich der Hauptschlitten vorwärts bewegen, während der Ausgleichschlitten in Ruhe bleibt. Dies wiederholt sich, bis die Zeile lang genug ist, um ausgeschlossen zu werden, d. h. wenn kein Wort oder keine volle Silbe mehr hinzugefügt zu werden braucht.
Ist die Zeile so weit gediehen, daß sie ausgeschlossen werden kann, so hat sich der Ausgleichschlitten so weit bewegt, daß ein aufwärts gerichteter Arm 90 (Fig. 5, 6 und 10) gegen einen einstellbaren Anschlag 121 der wagerechten Stange 120, die an zwei Schwingen 122, 123 hängt, zur Anlage gekommen ist.
Ergibt es sich alsdann, daß noch für ein kurzes Wort oder eine Silbe Platz vorhanden ist, und wird dann der Schlitten entsprechend der Hinzufügung neuer Lettern weiterbewegt, so wird die Stange 120 auch verschoben, und die Hebel werden verstellt.. Einer dieser Hebel besitzt einen nahezu wagerechten Arm 124 (Fig. 4), an welchem das untere Ende der Schubstange 126 eines Stufenkeiles 125 angelenkt ist (Fig. 11, 12 und 13),. der durch seine Lage die Abwärtsbewegung der Auswählplatte regelt. Zu diesem Zweck wird dieser Keil aufwärts bewegt, wenn der Arm 90 des Ausgleichschlittens mit dem Anschlag 121 in Berührung getreten ist, und die Bewegung ist jederzeit proportional der Dicke der in die Zeile eingefügten Letter.
Die Anwendung zweier sich parallel zur Zeile verschiebender Schlitten und deren Wechselwirkung bei der Längenbestimmung von auszuschließenden Zeilen ist im wesentlichen bereits bekannt, und es ist dieser Teil der beschriebenen Einrichtung nicht Gegenstand der Erfindung.
Wenn diese Platte in ihrer Normalstellung ist, in welcher sie sich befindet, bevor sie einen der beiden Stufenkeile durch seine Bewegungen verschoben hat, so befindet sich die vorderste Längsreihe ihrer Stifte (das ist die untere in Fig. 18 und die rechte in Fig. 13) unmittelbar unter der Flucht der Stifte 22 der Auslösehebel. Die Platte muß jedoch erst um einen Schritt oder eine Teilung nach links (in Fig. 11 nach rechts) geschoben werden, ehe . irgend einer der Stifte dieser Reihe zum Ein-
griff mit einem Auslösehebel kommen kann. Ist die Platte um einen Schritt nach links verschoben, wobei gleichzeitig ein Spatienrohr der Zeile hinzugefügt wird, so kommt, wie aus der Fig. 18 hervorgeht, ein Stift 31, welcher zu dem Spatienkanal gehört, der Spatien von 0,06 cm Dicke enthält, zum Eingriff mit dem Stift 22 des zu diesem Kanal gehörigen Auslösehebels, und kein anderer Stift der Auswählplatte steht mit irgend einem Stift des Auslösehebels im Eingriff. Durch eine zweite Bewegung der Auswählplatte um einen Schritt nach links (Fig. 18) wird ein anderer Stift desselben Querfeldes in Eingriffsstellung unter denselben Auslösehebel gebracht. Ferner wird ein anderer Stift unter den Stift des Auslösehebels desjenigen Spatienkanales des zweiten Magazines gebracht, welcher Spatien von 0,06 cm Dicke enthält. Durch eine'
ao dritte solche Bewegung werden wieder andere Stifte 31 der beiden vorigen Querfeider in Eingriffsstellung unter dieselben Auslösehebel gebracht, und gleichzeitig wird ein neuer dritter Stift unter den Auslösehebel desjenigen Spatienkanales des dritten Magazines gebracht, welcher Spatien von 0,06 cm Dicke enthält. Dies kann fortgesetzt werden, bis sieben Spatienzuführungsrohre in der Zeile sind, ohne daß die Platte 30 überhaupt vorwärts bewegt wird, weil die Zeile noch nicht die zum Ausschließen nötige Länge hat. Durch die Aufwärtsbewegung der Auswählplatte 30 wird in jedem der Magazine derjenige Auslösehebel beeinflußt, welcher zu dem Spatienkanal gehört, der Spatien von 0,06 cm Dicke enthält. Infolge dieser Bauart ist es möglich, eine j ede Zeile, auch wenn sie zu kurz ist, um ausgeschlossen zu werden, bezw. nicht ausgeschlossen zu werden braucht (Ende eines Absatzes), mit normalen Spatien von 0,06 cm Dicke zu versehen.
Eine Betrachtung der Fig. 13 ergibt, daß der Stufenkeil 125 nicht unmittelbar mit der Auswählplatte im Eingriff steht, sondern mit einem Finger 38, welcher einstellbar mit ihr verbunden ist. Auf der Unterseite dieser Platte befindet sich ein Bügel 39 (Fig. 11 und 12), durch welchen die Welle 110 hindurchgeht, durch die die Platte auf dem Rahmen 32 gehalten und bewegt wird.
Die Welle 110 ist ebenfalls in dem Rahmen 32 gelagert. Auf den beiden Enden dieser Welle sind Zahnräder 112 befestigt; eines derselben steht mit einem Zahnsektor 113, 114, welcher auf der Welle 115 sitzt, im Eingriff. Die Räder 112 greifen in Zähne 29 auf der Unterseite der Platte 30 ein (Fig.. 20). Ein ebenfalls auf dieser Welle 115 sitzender Arm 118 (Fig. 11 und 12) steht durch eine Stange 119 mit dem Anker 131 eines Elektromagneten 130 in Verbindung. Die Feder 117 ist an einem Ende mit dem Zapfen 116 und an dem anderen Ende mit dem Hebel 127 verbunden. Das eine Ende dieses Hebels ist in einem Schlitz der Verbindungsstange 119 eingehakt. Dadurch strebt die Feder, die Platte 30 nach vorn (nach rechts in Fig. 12) zu verschieben und hält den Finger 38 in steter Berührung mit dem Keil 125. Der Magnet 130 liegt in einem normalerweise offenen Stromkreis; wird dieser Stromkreis aber geschlossen, so wird die Auswählplatte entgegen der Kraft der Feder in ihre Normalstellung auf dem Rahmen 32 zurückbewegt. Bei dieser Bewegung fällt der Stufenkeil 125 durch seine Schwere gleichfalls in die Normalstellung zurück und verhindert so, daß sich die Auswählplatte unter dem Einfluß der Feder 117 wieder nach vorn bewegt, nachdem der Stromkreis des genannten Magneten wieder unterbrochen ist.
Auf der unteren Seite der Auswählplatte 30 nahe dem einen Ende befindet sich eine Gabel 28 (Fig. 11 und 19), in welche eine Reibungsrolle 136 eingreift, die an dem oberen Ende des Hebels 135 gelagert ist. Ein Arm 137, welcher an dem Hebel 135 befestigt ist, steht durch eine Stange 138 mit dem Anker 139 eines Elektromagneten 140 in Verbindung. Der Hebel 127 ist an dieser Verbindungsstange 138 mit einem Ende angelenkt, während sein anderes Ende, wie bereits erwähnt wurde, in einen Schlitz der Verbindungsstange 119 eingreift. Dieselbe Feder 117, welche die Welle 115 zu drehen sucht, wirkt somit auch auf den Hebel 135 ein, so daß der Finger 37 der Auswählplatte 30 gegen den Stufenkeil 105 gepreßt wird. Der Magnet 140 ist in einen normalerweise offenen Stromkreis geschaltet. Wird der Stromkreis geschlossen, so wird der Anker 139 entgegen der Wirkung der Feder 117 angezogen, wodurch der Hebel 135 in entgegengesetzter Richtung bewegt wird, derart, daß die Platte 30 in ihre Normalstellung zurückkehrt, worauf der während des Setzens emporgehobene Stufenkeil 105 durch seine Schwere in die in Fig. 11 gezeigte Stellung zurückfällt. Wird der Stromkreis des Magneten 140 unterbrochen, so gelangt die Feder 117 wieder zur Wirkung, und die Platte 30 wird durch die beschriebene Vorrichtung, so oft der Keil 105 es zuläßt, verschoben, wobei der Finger 37 immer an der abgestuften Seite dieses Keiles anliegt.
In den Fig. 12 und 13 ist ein senkrecht beweglicher, glatter'Keil 141 neben dem Stufenkeil zu sehen. Die schräge Fläche dieses glatten Keiles kann unter der Stufenfläche des anderen Keiles hervortreten. Ein seitlich an dem glatten Keil sitzender Stift 142 ragt über die obere Kante des Stufenkeiles fort. Erhält der Stufenkeil 125 durch die Wirkung des Schiebers 43 (Fig. 4), welcher die Zeile fortschiebt, einen
Stoß über die Stellung hinaus, in welcher er zur Feststellung der Auswählplatte dienen soll, und würde letztere dann in unmittelbarer Berührung mit dem Stufenkeil stehen, so würden die Stufen des Keiles ein Hindernis für ihn bilden, in die richtige Stellung zurückzukehren. Diese unerwünschte Wirkung der Auswählplatte wird durch den genannten glatten Keil verhindert, da der Stufenkeil mit seiner
ίο Stufenfläche hinter die Fläche des glatten Keiles zurücktritt, ehe er gegen den Stift 142 des glatten Keiles trifft, so daß der Finger 38 der Auswählplatte sich nur so weit bewegen kann, als es die schräge Fläche des glatten Keiles gestattet. Daß die lebendige Kraft der bewegten Teile auch den glatten Keil jemals zu weit aufwärts treiben werde, ist nicht anzunehmen. Da nun die Auswählplatte bei ihrer Vorwärtsbewegung mit der schrägen Fläche des glatten Keiles in Berührung steht, so kann sie den Stufenkeil nicht verhindern, in seine richtige. Stellung zurückzufallen.
Wenn also alle Lettern in die Zeile gesetzt worden sind, muß zunächst der glatte Keil aufwärts bewegt werden, wodurch die Auswahlplatte sich bis zur Anlage an den Stufenkeil nach vorn (nach rechts in Fig. 12 und 13) bewegt, wenn diese Anlage nicht schon vorher stattgefunden hat. Es ist klar, daß dieser glatte Keil nicht unbedingt notwendig ist; er hat nur den Zweck, dann vorbeugend einzugreifen, wenn verhindert werden soll, daß die Auswählplatte, sich zu weit nach vorn verschiebt. In Wirklichkeit wird dieser glatte Keil selten zur Wirkung gelangen.
Wenn die Auswählplatte durch die beschriebenen Vorrichtungen in der wagerechten Ebene verschoben und diese Bewegung durch die zwei Stufenkeile geregelt worden ist, befindet sich die Platte in einer Stellung, in welcher eine gewisse Anzahl ihrer Stifte in Arbeitsstellung· unterhalb gewisser Auslösehebel steht. Die Kraft, welche die Aufwärtsbewegung· der Auswählplatte bewirkt, wird von einem Elektromagneten 150 (Fig. 11) ausgeübt. Eine Stange 149 (Fig. 12) ist mit dem Anker 151 dieses Magneten verbunden und greift an dem Rahmen 32 der Auswählplatte an. Der Magnet ist in einen normalerweise offenen Stromkreis geschaltet. Wenn der Stromkreis geschlossen wird, wird der Anker angezogen, und -die Stange 149 hebt den Rahmen 32 und damit die Auswählplatte 30, die um den Zapfen 20 schwingen kann, wodurch die Hebel 17 (Fig. 13), welche um dieselbe Achse schwingen können, bewegt werden und dadurch veranlassen, daß eine Spatie von gewisser Größe für jedes Rohr der gesetzten Zeile freigegeben wird und in diese hineinfällt.
Die Aufwärtsbewegung des Rahmens 32 ist durch einen Anschlag 34 (Fig. 12) begrenzt, welcher an einer einstellbaren Stange 35, die durch die Platte 33 an der unteren Seite dieses Rahmens hindurchgeht, befestigt ist. Diese Platte liegt in ihrer Normalstellung auf einem anderen Anschlag 36 derselben Stange.
In der weiteren Folge des Arbeitsvorganges werden die Spatienrohre nach hinten aus der Zeile herausgezogen und ebenso auch der Anschlag 55. Die Schlitten werden gleichfalls in ihre Normalstellung zurückgezogen, wodurch der Anschlag 55, der an dem ersten Schlauch anliegt, alle Schläuche in ihre Normalstellung zurückschiebt, so daß diese bereit sind, wieder in Anwendung treten zu können.
Wie schon erwähnt wurde, wird die Kraft, die für die verschiedenen Bewegungen notwendig ist, durch Elektromagnete ausgeübt. Alle diese Magnete sind in normalerweise offene Stromkreise geschaltet. Ein Pol der Stromquelle 179 (Fig. 17) ist mit dem einen Pol jedes Magneten verbunden. Der andere Pol der Stromquelle steht mit dem metallischen . Rahmenwerk der Maschine in Verbindung. Wenn der andere Pol jedes Magneten an das metallische Rahmenwerk der Maschine geschaltet ist, ist der Stromkreis geschlossen. Die Mittel zum Schließen des Stromkreises des Elektromagneten 44 und 80 sind bereits 90 beschrieben worden. Die anderen Magnete haben die Bestimmung, verschiedene Teile der Vorrichtung" entweder gleichzeitig oder in rascher Aufeinanderfolge zu beeinflussen, und es sind Mittel vorgesehen, durch die das Schließen des Stromkreises des Magneten selbsttätig erfolgt und nach Ablauf einer gewissen Zeit der Stromkreis anderer Magnete geschlossen wird usw., bis der Arbeitsvorgang, welchen diese Magnete hervorzubringen bestimmt sind, vollendet ist und die einzelnen Stromkreise der Magnete wieder unterbrochen werden, wenn sie ihre Arbeit verrichtet haben. " Wrenn die Zeile gesetzt ist und auf die richtige Länge gebracht werden soll, wird der Spatienauslösehebel 178 (Fig. 3 und 4) niedergedrückt. Dann kommt er mit einer Feder 177 (Fig. 17) in Berührung, welche mit einem Pol des Magneten 170 in elektrischer Verbindung steht. !Dadurch wird der Stromkreis des Mag- .110 neten 170 geschlossen, da der Hebel 178 mit dem Maschinenrahmen leitend verbunden ist. Hat dieser Magnet seinen Anker 171 angezogen, so kann der Spatienauslösehebel 178 losgelassen werden, da durch die Bewegung des Ankers eine Feder 174 (Fig. 17) sich gegen den isolierten Kontaktfinger 173 legt, welcher im Stromkreise des genannten Magneten liegt. Der Anker hat vorher die Feder 174 außer Eingriff mit dem Finger 173 gehalten. Die Feder 174 steht in elektrischer Verbindung mit der Feder 176, welche ge-
wohnlich die Feder 175 berührt, die mit dem Maschinenrahmen in elektrischer Verbindung steht. Der Stromkreis des Magneten 170 wird also dadurch auf einem Wege geschlossen, welcher von dem Auslösehebel 178 vollständig unabhängig ist. Die Bewegung des Ankers dieses Magneten bringt zwei Wirkungen hervor: Erstens beeinflußt sie den Hebel. 180, welcher durch einen Lenker 181 mit dem genannten Anker 171 in Verbindung steht^und welcher eine federnde Klinke 182 (Fig. 11) trägt, die in eine Verzahnung 143 des glatten Keiles 141 eingreift, wodurch dieser Keil gehoben wird, so daß er die unmittelbare Benahrung der Auswählplatte mit dem Stufenkeil 125 gestattet. Zweitens beeinflußt dieselbe Bewegung dieses Hebels auch einen Schleppkontakt 183 (Fig. 11 und 17), mit welchem er durch eine Stange 184 verbunden ist, derart, daß die Neigung dieses Schleppkontaktes verändert wird. Die Kugel 185 desselben rollt von einem Ende zum anderen. Hat sie dieses andere Ende erreicht, so schlägt sie gegen eine Feder .175 und bringt diese außer Kontakt mit dem Finger 176, wodurch der Stromkreis des Magneten 170 unterbrochen wird. Dadurch sinkt dessen Anker, und der Schleppkontakt nimmt seine normale Lage wieder ein. Die Kugel rollt wieder zum anderen Ende zurück und drückt dabei eine dünne Feder 187 gegen ein isoliertes Kontaktstück 186, welches im Stromkreise des Magneten 150 liegt; dadurch wird der Stromkreis des Magneten 150 geschlossen, da die Feder 187 mit dem Rahmen der Maschine elektrisch verbunden ist.
Wenn der Anker 151 dieses Magneten verschoben wird, bewirkt er, daß der Stromkreis des Magneten auf einem anderen Wege geschlossen wird, indem er eine Feder 152 mit dem Finger 153 in Berührung bringt, welcher mit einem Pol des Magneten in Verbindung steht. Die Feder 152 ist im elektrischen Kontakt mit der Feder 154, und eine Feder 155, welche in ihrer Normalstellung die Feder 154 berührt, ist mit dem Rahmen der Maschine elektrisch verbunden. Die Aufwärtsbewegung des Ankers 151 bewegt den Rahmen 32, welcher die Auswählplatte 30 trägt, aufwärts, und dadurch werden gewisse Auslösevorrichtungen gleichzeitig beeinflußt und Spatien ausgelöst. Ferner wirkt die Aufwärtsbewegung dieses Ankers auch auf den Schleppkontakt 156, mit welchem er durch eine Verbindungsstange 158 in Verbindung steht. Die Kugel 157 in diesem rollt abwärts zum unteren (rechten) Ende, schlägt an die Feder 155 und bringt sie dadurch außer Berührung mit der Feder 154, wodurch der Stromkreis des Magneten 150 unterbrochen wird. Der Anker desselben sinkt, und der Schleppkontakt kehrt in seine Normalstellung zurück. Dadurch rollt die Kugel 157 nach dem unteren Ende und drückt hierbei eine Feder 160 auf einen Kontaktfinger 161, welcher mit den drei Magneten 130, 140 und 190 in elektrischer Verbindung steht und, da die Feder 160 mit dem Rahmen der Maschine leitend verbunden ist, die Stromkreise dieser Magnete schließt. Die Stromkreise der Magnete 130 und 140 bleiben nur so lange geschlossen, als die Kugel die Feder 160 niederdrückt; dies ist aber lange genug, um es den Magneten zu ermöglichen, ihre Arbeit zu leisten. Der Magnet 140 zieht seinen Anker an, und durch die bereits beschriebene Vorrichtung wird der Hebel 135 bewegt und die Auswählplatte 30 in der Längsrichtung. der Maschine in ihre Anfangsstellung zurückgeschoben. Der Stufenkeil 105 gelangt gleichfalls in seine Ausgangsstellung zurück, wo er, wie bereits erklärt war, verhindert, daß sich die Auswählplatte in entgegengesetzter Richtung verschiebt. Die Bewegung des Ankers des Magneten 130 beeinflußt den Arm 114 (Fig. 11 und 12), wodurch die Auswählplatte rückwärts in ihre Ausgangsstellung gebracht wird. Der Stufenkeil 125 fällt hierbei gleichfalls in seine Normalstellung und verhütet seinerseits eine Bewegung der Auswählplatte in entgegengesetzter Richtung.
Der Anker 191 des Magneten 190 veranlaßt bei seiner Aufwärtsbewegung eine Berührung der isolierten Feder 193 mit dem Kontaktfinger 192, der mit einem Pol des Magneten 190 elektrisch verbunden ist. Die Feder 193 ist an eine isolierte Feder 194 (Fig. 17) geschaltet, welche in ihrer Normalstellung mit irgend einem Teil des metallischen Rahmens der Maschine in Berührung steht, so z. B. mit dem Nocken 195 an der Hinterseite des Gesteiles, welches den Haupt- und Ausgleichschlitten und verschiedene andere Teile der Maschine trägt (Fig. 5 und 6). Der Stromkreis dieses Magneten 190 wird also auf einem Wege geschlossen, welcher die Feder 156 nicht enthält, und bleibt daher auch geschlossen, wenn die Kugel 157 über diese Feder hinweggerollt ist. Der Anker 191 ist durch eine Verbindungsstange 196 (Fig. 3 und 4) mit dem Arm 59 der W^elle 54 verbunden. Wenn daher der Anker 191 sich nach oben bewegt, wird diese Welle gedreht und verschiebt mittels der Arme 53 und der Ansätze 52 die Platte 50 rückwärts (nach rechts in Fig. 6). Dadurch werden die Rohre aus der Zeile herausgezogen, lassen aber die Spatien darinnen zurück. Desgleichen wird auch der Anschlag 55 nach hinten aus der Zeile entfernt, bleibt aber mit dem Schlitten 94 in Verbindung. Dieser Schlitten 94 wird dann nach rechts in seine Ausgangsstellung (links in Fig. 5) verschoben. Diese Bewegung kann durch Ab-
wärtsziehen einer Schnur 97 bewirkt werden, welche an dem Hauptschlitten, befestigt ist und über eine Rolle 98 läuft (Fig. 5). Der Hauptschlitten 94 greift mit einem Ansatz 89 (Fig. 8) hinter einen Ansatz 86 des Ausgleichschlittens, wodurch auch dieser Schlitten zurückgezogen wird und zusammen mit dem Hauptschlitten in seine Ausgangsstellung gelangt. Ein isolierter Arm 99 (Fig. 5 und 17) des Ausgleich.schlittens kommt mit einer Feder zur Berührung, wenn dieser Schlitten seine Ausgangsstellung erreicht hat, und bringt diese Feder außer Kontakt mit dem oben genannten Nocken 195, wodurch der Stromkreis
. 15 des Magneten 190 unterbrochen wird.
Die Rückwärtsbewegung des Hauptschlittens bewirkt auch ein Zurückziehen des Anschlages 55, wodurch die Spatienrohre in ihre Anfangsstellung zurückgebracht werden.
Wenn der Stromkreis des Magneten 190 unterbrochen wird, fällt sein Anker ab, die Welle 54 kehrt ihre Bewegung um und bewegt die Platte 50 nach vorn, wobei ihr rechtes Ende als Stützpunkt dient, gegen welchen sich die Spatienrohre legen.

Claims (6)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Ausschließen von gesetzten Zeilen mittels verschieden starker Spatien, die durch eine einstellbare Auswählplatte aus ihren Magazinen ausgelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswählplatte (30) mit einer Anzahl auf den Schnittpunkten sich kreuzender Längsund Querlinien empirisch angeordneter Stifte oder stiftartiger Ansätze (31), die je nach Stellung der Platte in verschiedener Kombination nach .Zahl und Lage voneinander unabhängige Auslösemechanismen für die Spatienkanäle beeinflussen, zur Feststellung der für das Ausschließen der Zeile erforderlichen Stiftkombinationen in zwei zueinander senkrechten Richtungen parallel zur Platte verschoben wird, und zwar durch eine Vorrichtung in der einen Richtung beim weiteren Hinzufügen jeder neuen Letter oder Matrize um ein dieser Letter oder Matrize entsprechendes Stück, nachdem die zu setzende Zeile die zum Ausschließen nötige Länge erreicht hat, und durch eine andere Vorrichtung um ein gewisses Stück in der anderen Richtung beim jedesmaligen Niederdrücken der Spatientaste, zum Zweck, eine größere Anzahl von Stiften (31) mit Spatienauslösevorrichtungen in Eingriff zu bringen.
  2. 2. Vorrichtung zum Ausschließen von gesetzten Zeilen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswählplatte (30) nach ihrer Einwirkung auf die Auslösehebel durch eine geeignete Vorrichtung in ihre Anfangsstellung selbsttätig zurückgeführt wird.
  3. 3. Vorrichtung zum Ausschließen von gesetzten Zeilen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswählplatte (30) von in ihren Bewegungsrichtungen wirkenden Kräften beeinflußt wird, welche sie gegen zwei Stufenkeile (105, 125, Fig. 11 bis 13) pressen, von denen der eine (105) beim jedesmaligen Niederdrücken der Spatientaste und von denen der andere (125), wenn die Zeile die ausschließfähige Länge erreicht hat, beim jedesmaligen Hinzufügen einer Letter oder Matrize zur Zeile bewegt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen glatten Keil (141, Fig. 12 und 13), der mit dem Stufenkeile (125) zusammenarbeitet in der Weise, daß die Auswählplatte (30) an einer ihrer Bewegungen so lange gehindert wird, bis die auszuschließende Zeile vollständig gesetzt ist, worauf dann der glatte Keil (141) entfernt wird und den Eingriff der Auswählplatte mit dem Stufenkeile (125) freigibt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswählplatte (30) auf einem beweglichen Rah-'men (32, Fig. 1.1 und 12) sitzt, welcher . mit einer geeigneten Vorrichtung zur Bewegung der Auswählplatte gegen die Auslösevorrichtungen für die Spatien hin versehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswählplatte(3o) mit Zähnen(29, Fig. 19 und 20) zum Angriffe durch ein Zahnsegment (113, Fig. 11 und 12) und einer Gabel (28, Fig. 11 und 18) für den Eingriff eines Hebels (135) versehen ist, wobei Hebel (135) und Zahnsegment (113) unter dem Einfluß einer Feder (117, Fig. 11) stehen, die das Bestreben hat, die Auswählplatte (30) in den angegebenen Richtungen zu bewegen, aber an der Ausführung ihres Bestrebens durch die Wirkung eines Elektromagneten (140, Fig. 11) verhindert no werden kann, der bei geschlossenem Stromkreise die Auswählplatte in entgegengesetzter Richtung, also in ihre Anfangsstellung zurückbewegt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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