DE172192C - - Google Patents

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DE172192C
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DE
Germany
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mold
casting
core
metal
gripper
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D18/00Pressure casting; Vacuum casting
    • B22D18/02Pressure casting making use of mechanical pressure devices, e.g. cast-forging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31 c. GRUPPE
ALBERT CARL ISELER in LEIPZIG-PLAGWITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1905 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gießvorrichtung mit maschinell bewegbaren Formteilen zum Gießen fertiger Stücke in Metallformen unter oder ohne Druck. Es sind bereits maschinell betriebene Gießvorrichtungen zur Herstellung von kleineren und einfachen Gußtücken, insbesondere von Massenartikeln, bekannt, bei welchen die verschiedenen Vorgänge, z. B. das Schließen der zweiteiligen
ίο Form, das Einsetzen des Kernes und der Betrieb der Pumpe für das Gießmetall und das Kühlmittel von ein und derselben Antriebswelle aus bewirkt werden. Dabei ist die Bewegungsmöglichkeit der einzelnen Teile stets beschränkt und abhängig; die Vorrichtung kann daher nur zur Massenherstellung kleiner Gußkörper von -einfacher Form, <. nicht aber zum Gießen von Gußstücken jeder Form und Größe verwendet werden. Letztere Möglichkeit soll durch die Erfindung in der Weise erzielt werden, daß besondere maschinell bewegbare Vorrichtungen vorgesehen sind, um die Form oder den Kern oder das Gußstück oder die ganze Vorrichtung unabhängig voneinander zu bewegen.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine solche Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt der ganzen Vorrichtung nach der Längsachse,
Fig. 2 ein Längsschnitt nach der Linie A-A der Fig. 1 und
Fig. 3 eine Ansicht von oben.
Der Formtisch besteht aus einer in der Mitte ausgebohrten, auf vier Füßen b, b, c, c ruhenden Platte a. Die beiden Füße b, b sind an ihren unteren Enden um Zapfen d drehbar, welche in entsprechend am Boden oder an einer Unterstützungsplatte f befestigten Lagerstücken e ruhen. Die beiden anderen Füße stehen frei auf der Unterstützungsplatte f auf und bilden durch Vermittlung eines Querstückes i die Unterstützung für ein Lager g, in welchem eine Achse h drehbar gelagert ist. Um diese letztere kann sich ein Lagerstück j, durch welches eine auf der Platte/ befestigte Zahnstange k frei geführt wird, drehen. Das Stück j dient ferner als Lager für eine Achse m, auf welcher ein in die Zahnstange k eingreifendes Zahnrad η und ein Sperrad 0 befestigt sind, in welch letzteres eine an dem Lagerstück j drehbar befestigte Sperrklinke ρ eingreift. Auf derselben Achse in ist ein Handgriff q zum Antrieb aufgekeilt, durch dessen Drehung in entsprechendem Sinne das in die Zahnstange k eingreifende Zahnrad η auf ersterer nach aufwärts gerollt und infolgedessen das Lagerstück j gehoben wird, welches durch die Achse h den Tisch α mit seinen Füßen c mitnimmt und anhebt, während die Füße b sich um die Achsen d drehen.
In einem durch die Füße b und c getragenen Zwischenboden r kann eine Schraubenmutter s mittels eines auf ihr aufgekeilten Kegelrades t, das in ein auf einer sich in Lagern w und χ drehenden und durch ein Handrady bewegten Achse ν sitzendes Kegelrad u eingreift, gedreht werden. Mit der Schraubenmutter s steht die Schraubenspindel \ in Eingriff, die an ihrem oberen Ende das Lager / für den unteren Boden der Form trägt, welches mit seinen seitlichen Flächen 2
(Fig. 2) in auf dem Zwischenboden r befestigten Führungsstücken 3 gleitet.
Der Tisch α trägt Streben oder Säulen 4 zur Unterstützung von Schienen 5 für einen mit Rollen 6 versehenen Wagen 7. Dessen oberster Teil ist als brückenförmiges Querstück 8 ausgebildet, in welchem sich eine Schraubenmutter 9 drehen kann. Diese trägt ein auf ihr aufgekeiltes Kegelrad 10, dessen Drehung durch ein Zahnrad 11 bewirkt wird, welches in einer auf Lag'ern 13 und 14 des Wagens gelagerten Achse 12 aufgekeilt ist und mit Hilfe eines Handrades 15 gedreht wird. In die Schraubenmutter 9 greift eine Schraubenspindel 16 ein, welche an ihrem unteren Ende einen in dem Wagen geführten und je nach Bedürfnis heb- oder senkbaren hakenförmigen Greifer 17 trägt. In dem Wagen sind außerdem zwei je ein Schraubenrad 19 tragende Schraubenmuttern 18 drehbar gelagert. Jedes dieser Schraubenräder 19 steht mit einem Schraubenrad 20 in Eingriff; letztere sitzen auf einer gemeinsamen Achse 21 (Fig. 3), welche in an dem Wagen vorgesehenen Lagern drehbar ist und durch das Handrad 22 angetrieben werden kann. Die Drehbewegung dieses Handrades ermöglicht auf diese Weise in den Schraubenmuttern 18 die Schraubenspindeln 23 zu heben oder zu senken, welche einen an seiner unteren Fläche mit Stützstangen 25 versehenen Kranz 24 tragen.
Auf dem Lager / sitzt ein mit Stiften 27 versehener Fehlboden 26 zur Aufnahme der durch die eigentliche Metallform 28 und einen Kern 29 gebildeten Gußform. Der Kern 29 ist mit einem Kopf 30 versehen, damit der Greifer 17 ihn zur Ausführung der notwendigen Bewegungen ergreifen kann. Die Stifte 27 dienen teils dazu, in die Metallform 28 und in den Kern 29 einzugreifen und deren gegenseitige Lage zu sichern, teils zur Erzeugung von Löchern in dem zu gießenden Stück. Die Anzahl, Größe und Lage dieser Stifte kann verschieden sein, je nachdem es das zu gießende Stück erfordert. Die Stangen 25 können stark auf die Metallform 28 gepreßt werden. Der Boden 26 kann bei Drehung des Handradesy allein oder gleichzeitig mit dem Kern 29_ die Bewegungen ausführen, welche für das Gießen unter oder ohne Druck und für das Entformen der Gußstücke erforderlich sind. Die Stifte 27 des Fehlbodens 26 gehen durch den Formboden 31 hindurch, welcher auf am Tisch α befestigte Unterstützungsquerstücke 32 in der Weise abgesetzt werden kann, daß er, wenn die Schraube \ entsprechend gesenkt wird, zunächst mit den Teilen 28 und 29 der Form auf die Querstücke 32 abgesetzt wird, während bei weiterer Senkung der Schraube der Fehlboden 26 mit den Stiften 27 niedersinkt, so daß teilweise die Form vom Gußstück entfernt wird; wenn dann der Kern 29 an seinem Kopf 30 mittels des Greifers 17 gefaßt und vollständig aus der Form 28 herausgezogen ist, kann er mit dem Wagen 7 auf den Schienen 5 fortgebracht werden.
Die Wirkungsweise und Handhabung der Gießvorrichtung ist folgende:
Es wird zunächst der Zwischenboden r durch Drehung des Handradesy und dadurch bewirktes Heben oder Senken des Lagers 1 in der erforderlichen Höhenlage eingestellt. Hierauf werden der mit Kernen oder Stiften 27 versehene Fehlboden 26 und der Formboden 31 auf das Lager gebracht, sowie die Metallform, welche aus einem oder mehreren Teilen bestehen kann, auf den Formboden 31 aufgesetzt, so daß die Stifte 27 teils in die Formwand selbst zur Bestimmung ihrer Lage eingreifen und teils in dem Formhohlraum die erforderliche Lage einnehmen, um den Kern durch Aufsetzen auf die Stifte genau in die erforderliche Stellung zu bringen oder als Kerne in dem zu gießenden Stück zur Geltung zu kommen. Die Metallform kann dadurch , daß man die Stützstangen 25 senkt und gegen sie preßt, festgehalten werden.
Nunmehr wird der Kern 29 an seinem Kopf 30 durch den Greifer 17 gefaßt und durch Rollen des Wagens 7 über die Form gebracht. Durch Drehung des Handrades 15 kann der Kern so lange gesenkt werden, bis er die richtige Lage in der Form einnimmt. Nachdem so die Bildung der Form vollendet ist, kann das eigentliche Gießen vorgenommen werden. Die Ausübung von Druck auf das Gußstück unmittelbar nach dem Eintreten, des flüssigen Metalls in die Form wird dadurch erreicht, daß durch erneute Drehung des Handrades 15 der Greifer 17 auf den Kopf 29 des Kernes 30 gepreßt wird, wodurch er von oben einen Druck auf das' Metall ausübt, welches in die Form eingegössen worden ist, während durch Drehung des Handrades y bei weiterem Heben des Formtisches ebenfalls ein Gegendruck auf das Gußstück von unten bewirkt wird.
Ähnliche Bewegungen, wie sie von den Tragböden und dem Greifer ausgeführt werden, können, wenn die Gießvorrichtung in seitlicher Richtung eine ähnliche Ausbildung erhält, wie sie zur Ausübung des Druckes von oben und unten, also in senkrechter Richtung dient und die Form dementsprechend ausgebildet wird, auch auf jede beliebige Seite oder auf alle Seiten der Form übertragen werden, sei es, um irgendwelche Teile der verschiedenen Formen gegeneinander zu bewegen, sei es, um eine Pressung des Gußstückes hervorzurufen.
Während des Eingießens ist es außerdem vorteilhaft, die ganze Vorrichtung um die Zapfen d in die Schräglage zu drehen oder, wenn es die Art des zu gießenden Stückes bedingt, ihr eine schaukelnde Bewegung zu verleihen, damit das Metall in der Form besser in alle Ecken und Einzelheiten eindringt und der in der Form enthaltenen Luft durch die entstehende Bewegung besser Gelegenheit geboten wird, zu entweichen.
Nach Vollendung des Gusses und nach stattgefundener Abkühlung der Form sowohl als auch des Gußstückes erfolgt das Entfernen des letzteren. Zu diesem Zwecke wird der Kern 29 an seinem Kopfe 30 durch den Greifer 17 gefaßt, durch Rückwärtsdrehung des Handrades 15 aus der Form gehoben und mit Hilfe des Rollwagens 7 weiter befördert. Hierauf wird der Formtisch mitsamt der Metallform und dem Gußstück durch Drehung des Handrades y so lange gesenkt, bis der eigentliche Formboden 31 auf den Querstücken 32 aufsitzt und durch weiteres Senken des Lagers t mit dem Fehlboden 26 und dem eigentlichen Gußstück das letztere aus der Form nach unten entfernt wird. Das Gußstück selbst kann dann entweder ebenfalls mittels des Greifers 17 oder auf andere Weise von dem Fehlboden 26 abgehoben und weiter befördert werden.
Die beschriebene Vorrichtung eignet sich zum Gießen von Gußstücken aus verschiedenen Metallen oder Legierungen und insbesondere von solchen aus reinem oder legiertem Aluminium in hoch erwärmten Formen.

Claims (5)

  1. Patent-An SPRtTCHE:
    i. Vorrichtung zur Herstellung von Gußstücken in maschinell bewegbaren Formteilen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels in einem kippbaren Gerüst untergebrachter Vorrichtungen eine auswechselbare Form und ein beliebiger Kern so bewegt werden, daß die Gußform maschinell zusammengesetzt und auseinandergenommen, sowie der Guß mit oder ohne Druck auf das in der Form befindliche Metall vorgenommen werden kann.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Bewegung eines Fehlbodens (26), der zur Aufnahme der auswechselbaren Form (28) und des mit den Zentrierstiften und Lochkernen (27) versehenen Formbodens (31) dient, in einer Richtung Druck auf das Gußstück ausgeübt wird und durch Bewegung in entgegengesetzter Richtung die Form (28) vom fertigen Gußstück abgestreift oder das Gußstück mit dem Fehlboden (26) aus der Form (28) herausgezogen wird.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen auf Schienen (5) oder in anderer Weise in wagerechter Richtung beweglichen Kernwagen (7) mit durch maschinellen Antrieb heb- und senkbarem Greifer (17) zum Erfassen eines am Kern
    (29) ausgebildeten, entsprechenden Kopfes
    (30) zwecks Bewegung des Kernes aus der und in die Gußform, und zwecks Ausübung von Druck auf das Gußmetall durch Senken dieses Greifers (17).
  4. 4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen für sich unabhängig heb- und senkbaren , am Kernwagen (7) angebrachten Kranz (24) mit Stützstangen (25) zum Festhalten der Metallform auf dem Form . tisch.
  5. 5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines in eine feste Zahnstange (k) eingreifenden, in einem in der Kipprichtung schwingbaren Lagerstück (j) drehbar gelagerten Zahnrades (n) der Formtisch um die Ständer (b) gekippt und mittels eines ebenfalls auf der Zahnradachse (m) sitzenden Sperrades (0) nebst Sperrkegel (ρ) in der Schräglage gehalten werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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