DE902810C - Schmiedevorrichtung zum Isolieren von fehlerhaftem Metall in Gussbloecken - Google Patents

Schmiedevorrichtung zum Isolieren von fehlerhaftem Metall in Gussbloecken

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DE902810C
DE902810C DEP29459D DEP0029459D DE902810C DE 902810 C DE902810 C DE 902810C DE P29459 D DEP29459 D DE P29459D DE P0029459 D DEP0029459 D DE P0029459D DE 902810 C DE902810 C DE 902810C
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ingot
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DEP29459D
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Alois K Nowak
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J1/00Preparing metal stock or similar ancillary operations prior, during or post forging, e.g. heating or cooling
    • B21J1/02Preliminary treatment of metal stock without particular shaping, e.g. salvaging segregated zones, forging or pressing in the rough

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Schmiedevorrichtung zum Isolieren von fehlerhaftem Metall in Gußblöcken Die Erfindung behandelt eine Schmiedevorrichtung, insbesondere für hydraulische oder mit Dampf betriebene Schmiedepressen zum Isolieren von fehlerhaftem Metall in Gußblöcken. Die Vorrichtung soll das infolge Lunkerbildung ungesunde Metall mit den darin enthaltenen ausgeseigerten Verunreinigungen aus den Gußblöcken absondern.
  • Bekanntlich führt das Schrumpfen des Gußblockes während der Abkühlung nach dem Guß zu einer zentralen Hohlraurnbildung am Ende des Gußblocks, dem sogenannten Trichterlunker. Mit der Erstarrung des Gußblocks seigern auch die darin enthaltenen Verunreinigungen in seinem Kopf am Grunde des Trichterlunkers aus.
  • Bisher war es allgemein üblich, das lun.kerhaltige und unverwertbare Metall mit den ausgeseigerten Verunreinigungen dadurch zu beseitigen, daß man das ganze Gußblockende unmittelbar unterhalb der Ausseigerung abschnitt. Dabei gehen aber auch große Mengen gesunden Metalls verloren. Das abgeschnittene Blockstück kann man dann nur noch zum Wiedereinschmelzen brauchen. Man hat sich deshalb schon wiederholt bemüht, das ungesunde Metall vom übrigen Gußblock so abzusondern, daß nur lunkerhaltiges Metall verlorengeht. Die Absonderung erreichte man z. B. durch wiederholtes Strangpressen, Stauchen und Rückverformen des Gußblocks. Der Gußblock mußte dazu öfters zwischen verschiedenen Arbeitsstellen und Maschinen verholt «erden, was Zeit und Mühe kostet.
  • Die Erfindung faßt alle diese Arbeitsgänge in einer einzigen Vorrichtung zusammen und erreicht dies dadurch, daß der Gußblock in einer Schmiedevorrichtung bearbeitet wird, die ein Untergesenk hat, das den Gußblock der Länge nach in einer Gesenkhöhle aufnimmt, in Verbindung mit mehreren zum Zurückstauchen des Schopfes rund um die fehlerhafte Stelle und anschließendem Ausschmieden des Blocks auf die -ursprüngliche Außenform geformten Stempeln sowie einer Vorrichtung zum Ausstoßen aus der Gesenkhöhlung. Diese Lösung hat den großen Vorteil, daß das wiederholte Drehen und Wenden des Gußblocks während des Ausschmiedens des ungesunden Metalls in ein undderselben Vorrichtung mittels eines schwenkbaren Untergesenks erfolgen kann. Die Bearbeitungszeit wird durch den Wegfall wiederholter Transporte zu anderen Arbeitsstellen erheblich verkürzt. Während dieser kurzen Bearbeitungszeit ist der Gußblock auch noch verhältnismäßig warm. Seine Bearbeitung wird dadurch erheblich erleichtert.
  • Strangpressen und Stauchen erfolgen bei der Vorrichtung nach der Erfindung durch Benutzung verschiedener Formstempel am Preßstößel, während der Gußblock seine Lage im Untergesenk beibehält. Man gewinnt dadurch erheblich Zeit. Zum Auswerfen des Gußblocks nach dieser Bearbeitung läßt sich das Untergesenk schwenken. Der Gußblock fällt dann auf eine Transportvortichtung, die ihn auf die als Amboß geformte Fläche des Untergesenks zum weiteren Ausschmi.eden des unverwertbaren Schopfes verholt. Das Untergesenk hält also einmal den Gußblock während des Strangpressens und Stauchens gewissermaßen als Fassung fest und dient beim Ausschmieden des Schopfes und der Zurückverformung des Gußblocks zugleich als Amboß. Diese vielseitige Benutzung macht die Vorrichtung besonders wirtschaftlich.
  • Weitere Einzelheiten der Schmiedevorrichtung nach der Erfindung werden nun an Hand der Zeichnungen erläutert.
  • Fig. i ist eine Seitenansicht der Schmiedevorrichtung; Fig. 2 ist ein von unten gesehener Grundriß des Preßstößels mit seinen verschiedenen Stempeln; Fig.3 ist ein vergrößerter senkrechter Teilquerschnitt durch den unteren Teil der Schmiedevorrichtung, der das Untergesenk zusammen mit einem gerade eingesetzten Gußblock wiedergibt; Fig. q. ist ein Seitenriß der Schmiedevorrichtung (ihr unterer Teil ist senkrecht geschnitten) ; Untergesenk und Gußblock sind um die Horizontalachse gedreht; der Gußblock ist gerade durch den zuletzt einwirkenden Stauchstempel bearbeitet; Fig. 5 ist ein Vertikalschnitt durch das Untergesenk und den darin eingesetzten Gußblock und zeigt .das Auswerfen des Gußblocks aus dem Untergesenk; Fig.6 ist ein Seitenriß der Schmiedevorrichtung, der den Gußblock in richtiger Lage auf dem Amboß des Untergesenks darstellt, wo die Bearbeitung durch die Schmiedestempel erfolgt; Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt durch den Gußblock in seiner Form unmittelbar nach Bearbeitung durch den Strangpreßstempel; Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt durch den Gußblock in seiner Form unmittelbar nach Bearbeitung durch den zuerst einwirkenden Stauchstempel; Fig. 9 ist ein senkrechter Schnitt durch den Gußblock in seiner Form unmittelbar nach Bearbeitung durch den zuletzt einwirkenden Stauchstempel.
  • Das Untergesenk gemäß Erfindung hat eine Aussparung oder Vertiefung zur Aufnahme des Gußblocks. Der Gußblock -wird in horizontaler Lage in diese Aussparung eingebracht, worauf das Untergesenk um eine horizontale Achse gedreht wird, um den Gußblock in Senkrechtstellung zu bringen. Der Preßstößel, der nach abwärts geführt und gegen das obere Ende des Gußblocks gepreßt werden kann, besitzt mehrere an ihm befestigte Stempel, die nacheinander in Arbeitsstellung über den Gußblock gebracht werden können. Der erste Bearbeitungsvorgang erfolgt durch den Strangpreßstempel; durch seine Einwirkung erreicht man eine interkristalline Spaltung zwischen dem ungesunden, lunkerhaltigen Teil des Gußblocks und dem umgebenden gesunden Metall. Hierauf werden die anderen Stempel für das Stauchen des umgebenden Metalls in Arbeitsstellung gebracht und gegen das obere Ende des Gußblocks gepreßt. Alsdann wird das Untergesenk in seine Ausgangsstellung zurückgedreht und der Gußblock ausgeworfen. Eine Zubringereinrichtung befördert dann den Gußblock auf den Amboß des Untergesenks, worauf der Schmiedestempel den Gußblock im wesentlichen in sein Ausgangsprofil zurückverformt. Durch diese Bearbeitungsstufen kommt schließlich der ungesunde Teil nach außen zu liegen und steht vom Ende des Gußblocks ab. Weiterhin sind Mittel vorgesehen, damit der Gußblock auch um eine vertikale Achse drehbar ist, so daß ein zweiter Gußblock bereits eingesetzt werden kann, wenn der erste noch durch den Schmiedestempel bearbeitet wird.
  • Die Maschine wird vorzugsweise so aufgestellt, daß das Untergesenk im wesentlichen in einer Ebene mit dem Hallenboden liegt, während der unterhalb des Untergesenks angeordnete Mechanismus sich nach unten in eine Grube hinein erstreckt. Das tragende Untergestell i der Maschine ist mit mehreren Tragböcken z versehen, die auf Schultern 3 in der Grube ruhen. Die Oberseite des Untergestells i trägt ein Drehscheibe ¢, die eine ringförmige Stütze 5 hat, die sich in halber Höhe zwischen Ober- und Unterseite der Scheibe nach abwärts und auswärts erstreckt. An der Oberseite des Untergestells i ist ein Flanschring 6 aufgesetzt, der einen horizontal nach einwärts verlaufenden und von einer Ringnut in der ,Drehscheibe aufgenommenen Flansch hat und als Führung bei der Drehung der Drehscheibe dient.
  • Die Drehscheibe wird mittels einer Zahnstange 7 und eines Zahnrades 8 gedreht. Das Drehen kann z. B. hydraulisch erfolgen. Am Zahnrad 8 ist eine senkrecht nach oben verlaufende Rohrwelle 9 angebracht, die einen aufgesetzten oder aus dem Material herausgearbeiteten Bund io hat, mit dem sich die Rohrwelle 9 auf der Oberseite des Untergestells i abstützt. Die Rohrwelle 9 mit Bund io und die Drehscheibe haben zusammen eine lotrecht durchlaufende Öffnung, deren Zweck erst später ausführlicher besprochen wird. Der Bund io ist mit der Drehscheibe 4. fest verbunden, so daß sich die Drehscheibe zusammen mit dem Zahnrad 8 dreht.
  • Die obere Fläche der Drehscheibe q. ist im wesentlichen, wie bei i i in Fig. 3, ¢ und 5 gezeigt, schalenförmig konkav, um das Untergesenk 12 aufzunehmen, (las sich mit seinem kugelförmigen Teil 13 in der Fläche i i um seine horizontale Achse dreht.
  • Der Antriebsmechanismus für die Schwenkung des Untergesenks 12 um seine horizontale Achse ist aus den F ig. i und 6 deutlicher zu sehen. Das Untergesenk hat Schildzapfen 14, die an entgegengesetzten Seiten vorspringen und in Lagern 15 ruhen, wobei die Lager auf die Oberseite der Drehscheibe :I abgestützt sind. Einer der Zapfen 1,4 hat an seinem äußeren Ende ein Zahnrad 16, das mit einer Zahnstange 17 gedreht wird. Die Zahnstange kann durch beliebige Antriebsmittel hin und her bewegt werden. In Fig. i dient z. B. eine Kolbenstange 18 als Antrieb, die in einem Zylinder i9 läuft und hydraulisch beaufschlagt wird.
  • Das Untergesenk hat eine Aussparung, die mit einer Büchse 2o aus verschleißfestem und hitzebeständigem Material gefüttert ist. Die Büchse hat konische Sitzflächen, die im wesentlichen der Form des Gußblocks 21 entsprechen und den Gußblock mit gutem Sitz aufnehmen. Die Aussparung erstreckt sich durch das ganze Untergesenk und läuft am unteren Ende in eine Öffnung 22 mit teilweiser Verjüngung aus. Das Untergesenk 12 hat außerdem auf einer Seite einen Amboß 23, auf den der GußbloCk 21 zu liegen kommt, wenn er, falls dies gewünscht wird, unter dem Schmiedestempel in sein Ausgangsprofil zurückgeformt wird.
  • Der Auswerfer 24. ist derart beschaffen, daß er durch die Öffnung 22 gegen den Gußblock 21 geführt werden kann, weiiii der Gußblock fertig bearbeitet ist. Der Auswerfer stößt den Gußblock aus dem Untergesenk 12 und macht das Untergesenk so für den nächsten Gußblock frei.
  • Der Auswerfer 24. (Fig. i) wird in einem Lager 25 hin und her geführt. Sein Ende ist mit einem hydraulischen Antrieb 26 verbunden. Selbstverständlich eignen :ich auch mechanische oder elektrische Antriebe.
  • Vom Untergestell i erheben sich mehrere Säulen 27 senkrecht nach oben und tragen zusaninien finit der Säule 28 eine Bühne 29 an der Oberseite der Maschine. Auf der Bühne ist ein Gehäuse 3o aufgebaut, in dem der Preßstößelantriel) untergebracht ist. Der Antrieb kann hydraulisch oder mechanisch erfolgen. Das Beispiel benutzt einen hydraulischen Antrieb. Dabei erstrecken sich Zylinder 31 mit darin beweglichen Kolben und Kolbenstangen 32 durch die Bühne 18 senkrecht nach unten. Die Kolbenstangen 32 führen den Preßstößel 33 längs der Säulen 27 senkrecht auf und ab. Fig. 2 zeigt die Unterseite des Preßstößels. Da zuerst eine auf künstlichem Wege bewirkte interkristallinische Spaltung zwischen dem ungesunden Metall mit den darin enthaltenen Ausseigerungen und dem umgebenden gesunden Metall erwünscht ist, ist ein Strangpreß,stempel 34 vorgesehen. Außerdem sind zwei Stauchstempel 35 und 36 vorhanden, die in bereits bekannter Reihenfolge am oberen Ende des Gußblocks diejenigen Verformungen bewerkstelligen, wie sie in Fig. 8 und 9 gezeigt sind. Ein abschließendes Schmieden und Zurückverformen des Gußblocks in sein Ausgangsprofil kann mit einem Schmiedestempel 37 erfolgen. Die einzelnen Stempel sind an Platten mit T-förmigen Leisten montiert, die abwechselnd in T-förmigen Führungsnuten des Preßstößels in die Arbeitsstellung verschoben werden. Nach Fig. 2 können der StrangpreßstemPel 3,4. und der zuerst einwirkende Stauchstenipel 35 entlang der Führungsnut 38 geführt werden, während der zweite Stauchstempel 36 und der Schmiedestempel 37 entlang der Führungsnut 39 bewegbar ist. Die gegenseitige Anordnung dieser verschiedenen Stempel ist nicht besonders wichtig, da z. B. der Strangpreßstempel nach Abschluß seiner Arbeit längs der Führungsnut 3$ verschoben wird und dann der Stauchstempe135 den Platz in der Mitte des Preßstößels einnimmt. Ebenso bringt man die anderen Stempel in Arbeitsstellung, so daß sie jeweils beim Niedergehen des Preßstößels gegen das obere Ende des Gußblocks 2i gepreßt werden. Die Stempel kann man hydraulisch oder mechanisch verschieben.
  • Die Schmiedevorrichtung arbeitet folgendermaßen: Zuerst dreht man das Untergesenk 12 so, daß seine Aussparung entsprechend Fig.3 horizontal liegt. Dann führt ein Zubringer qo einen Gußblock 21 in die Aussparung ein. Als Zubringer eignen sich die in Stahlwerken üblichen Kettenaufzüge, Zangen od. dgl.
  • Nachdem der Gußblock 21 eingesetzt ist, dreht das Zahnstangengetriebe 16, 17 das Untergesenk 12 und schwenkt dadurch den Gußblock in eine senkrechte Stellung, so daß der Trichter des Trichterlunkers mit den an seinem Grunde ausgeseigerten Materialverunreinigungen im Kopf des Gußblocks nach oben gerichtet ist. Nunmehr wird der Strangpreßstempel3.4 in die in Fig.2 gezeigte Stellung in der Mitte des Preßstößels gebracht und der Preßstößel dann nach unten gedrückt, so daß sich der Stempel in den trichterförmigen Kopf des Gußblocks preßt und das ungesunde Metall absondert. Der Gußblock nimmt dabei eine Form nach Fig. 7 an.
  • Der zuerst angreifende Stauchstempe135 wird nun entlang der Führungsnut 38 in die Mitte des Preßstößels 33 bewegt und der Strangpreßsternpel 3.I außer Arbeitsstellung gebracht. Der Preßstößel geht nun M=ieder nach unten und preßt den Stauchstempel gegen das obere Ende des Gußblocks, wodurch das gesunde Metall rund um das abgesonderte ungesunde Metall zurückgestaucht wird und der Gußblock dann im wesentlichen das Profil nach Fig. 8 annimmt. Nachdem der Preßstößel wieder nach oben gegangen und der Stauchstempel 35 in seine Ausgangsstellung zurückversetzt ist, reicht der zweite Stauchstempel 36 in die Mitte des Preßstößels und wird gegen das obere Ende des Gußblocks gepreßt. Dabei wird das gesunde Metall weitergestaucht, so daß der Gußblock das Profil nach Fig.9 annimmt.
  • Der abgesonderte Teil 41 kragt nun, vom Kern des Gußblocks aus gesehen (Fig.4 und 9), nach oben aus und kann in diesem Stadium, sofern erwünscht, abgeschnitten werden. Falls der Gußblock zu seinem Ausgangsprofil zurückgeschmiedet wird, um dann zu einem nahtlosen Rohr gewalzt oder stangengepreßt zu werden, kann das abgesonderte Metall am Gußblock bleiben, und es braucht erst nach der Walzbearbeitung darüber verfügt werden. Soll jedoch der Gußblock in der Gestalt nach Fig.9 ummittelbar in Fertigerzeugnisse verformt werden, dann empfiehlt sich die Entfernung des abgesonderten Metalls, bevor man ihn weiter schmiedet.
  • Nachdem der letzte Stauchstempel seinen Arbeitsgang beendet hat, wird das Zahnradgetriebe 16, 17 erneut betätigt und das Untergesenk 12 mit dem Gußblock 21 in eine horizontale Lage nach Fig. 5 gedreht. Hierbei kommt der Amboß 23 im Untergesenk ebenfalls in horizontale Lage, und zwar nach oben. Der Auswerfer 24 wird darauf durch die Öffnung 22 bewegt und drückt den Gußblock 21 nach außen, wo ihn ein Tragarm 42 sofort auffängt. Dieser Tragarm kann bei 43 an einer Tragstütze 44 drehbar gelagert sein und einen sich nach rückwärts erstreckenden Armteil 45 haben, der bei 46 durch Drehzapfen mit der Kolbenstange 47 verbunden ist. Die Kolbenstange 47 gehört zu einem Kolben, der im gegebenenfalls hydraulisch betriebenen Zylinder 48 läuft. Der Zylinder 48 ist seinerseits wieder mittels Schildzapfen 49 zwischen nach rückwärts verlaufenden Armen 5o auf der Tragstütze 44 drehbar gelagert. Wenn der Tragarm 42 den Gußblock 21 aufnimmt, entspricht seine Lage der Fig.5, wo der Tragarm nach unten gedreht und die Kolbenstange 47 ausgezogen ist.
  • Für den Transport des Gußblocks zur weiteren Schmiedebearbeitung, falls eine solche gewünscht ist, wird der Kolben im Zylinder 4$ derart betätigt, daß er den Tragarm 42 im Uhrzeigersinn dreht und damit den Gußblock nach aufwärts in eine Lage befördert, wo ihn der Zubringer .lo leicht fassen kann. Der Zubringer bringt den Gußblock dann auf den Amboß 23, wie Fig. 6 zeigt. In der Zwischenzeit ist der Schmiedestempel 37 in die Mitte des Preßstempels gerückt und wird dort gegen den ausgebuchteten Teil des Gußblocks angesetzt, so daß der Gußblock im wesentlichen zu seinem Ausgangsprofil zurückverformt wird.
  • Um die Leistungsfähigkeit der Schmiedevorrichtung weiter zu erhöhen, kann ein ähnlicher Zubringer mit Trag- und Beschickungseinrichtung auf einer anderen Seite der Schmiedevorrichtung, die gegenüber der in den bisherigen Figuren gezeigten etwa um 9o` versetzt ist, vorgesehen werden. Bei dieser Anordnung wird dann auch -das Zahnradgetriebe 7, 8 tätig und dreht die Drehscheibe 4 und das Untergesenk 12 um eine vertikale Achse, nachdem der Gußblock ausgeworfen ist. Während jetzt der Zubringer 42 den Gußhlock vom Untergesenk zum Amboß befördert, kann man bei der Stellung der Schmiedevorrichtung nach Fig, 6 bereits einen neuen Gußblock in die Aussparung einsetzen. Wenn dann der zuletzt stattfindende Schmiedehearbeitungsvorgang am ersten Gußblock zu Ende geführt und der Gußblock vom Amhoß genommen ist, dreht man das Untergesenk um seine horizontale Achse und bringt den nächsten Gußblock in die richtige Bearbeitungsstellung. Man braucht also das Fertigschmieden des ersten Gußblocks nicht erst abzuwarten, ehe man den nächsten Gußblock in das Untergesenk einsetzt.
  • Es ist noch hervorzuheben, daß bei Senkrechtstellung des Gußblocks nach Fig. 4 die Öffnung 22 im Untergesenk 12 axial zur verlängerten Öffnung durch das Untergestell und innerhalb der Rohrwelle 9 liegt. Im Zuge der verschiedenen Pr°ß- und Staucharbeiten blättert jedoch eine gewisse Menge Grat und Hammerschlag davon ab. Dieser Abfall fällt durch die Öffnung 22 nach unten in die Grube.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schmiedevorrichtung, insbesondere für hydraulische oder mit Dampf betriebene Schmiedepressen, zum Isolieren von fehlerhaftem Metall in Gußblöcken, gekennzeichnet durch ein Untergesenk (i2), das den Gußblock (21) so in einer Formhöhlung (2o) aufnimmt, daß sein Kopfteil mit dem Schopf arbeitszugänglich ist, in Verbindung mit mehreren zum Zurückstauchen des Schopfes rund um die fehlerhafte Stelle und anschließendem Ausschmieden &s Blocks auf die ursprüngliche Außenform geformten Stempeln (34 bis 37) sowie einer Vorrichtung zum Ausstoßen aus der Gesenkhöhlung (2o).
  2. 2. Schmiedevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesenk (12) zusätzlich eine Amboßfläche (23) hat, die im wesentlichen parallel zur Achse der Gesenkhöhlung verläuft.
  3. 3. Schmiedevorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesenk (12) um die (hauptsächlich lotrechte) Gesenkhauptachse drehbar sowie um eine rechtwinklig zu ihr stehende Achse schwenkbar ist, um den Gußblock waagerecht in die Gesenkhöhlung einzuführen oder aus ihr zu entfernen und außerdem, um die AmboßfläChe (23) in Wirkung zu bringen, und daß für die Gesenkbewegung um jede der beiden Achsen ein selbständiger Antrieb vorgesehen ist. d..
  4. Schmiedevorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkungsstellung der Amboßfläche (23) der Gesenkstellung entspricht, in welcher der Gußblock waagerecht entfern- und einfuhrbar ist.
  5. 5. Schmiedevorrichtung nach den Ansprüchen i bis q., gekennzeichnet durch eine dem Gesenk (i2) neben dem Pressenuntergestell (i) zugeordnete übertragungsvorrichtungmit einem um eine waagerechte Achse hochschwenkbaren, der Aufnahme des Gußblocks nach seinem Entfernen aus der Gesenkhöhlung dienenden Tragarm (q.2) in Verbindung mit einem den Gußblock von dem Tragarm weg-und auf die Amboßfläche des Gesenks (i2) bewegenden Manipulator (4o).
  6. 6. Schmiedevorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel (3q, bis 37) in an der Arbeitsfläche des Pressenstößels (33) kreuzweise und rechtwinklig zur Preßachse angeordneten Führungen, z. B. Nuten (38, 3g), seitlich ausziehbar bzw. in die Preßachse einschiebbar sind, um die Stempel wechselweise in Wirkung zu bringen.
DEP29459D 1946-05-27 1949-01-01 Schmiedevorrichtung zum Isolieren von fehlerhaftem Metall in Gussbloecken Expired DE902810C (de)

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