DE1685998B2 - Vorrichtung zum antrieb von wenigstens drei, vorzugsweise vier, eine gruppe bildenden, in einer gemeinsamen ebene angeordneten spindel bei spinn- oder zwirnmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum antrieb von wenigstens drei, vorzugsweise vier, eine gruppe bildenden, in einer gemeinsamen ebene angeordneten spindel bei spinn- oder zwirnmaschinen

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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/20Driving or stopping arrangements
    • D01H1/24Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles
    • D01H1/241Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles driven by belt

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Antrieb einer Spindelgruppe von wenigstens drei, vorzugsweise vier, eine Gruppe bildenden, in einer gemeinsamen Ebene angeordneten Spindeln bei Spinnoder Zwirnmaschinen.
Derartige Antriebsvorrichtungen besitzen eine Antriebsscheibe, Umlenkrollen und eine Spannrolle für den Antriebsriemen. Damit der Antrieb gleichmäßig ohne Gleiten arbeiten kann, muß der Umschlingungswinkel des Riemens um die Antriebsscheibe so groß wie möglich sein; außerdem sollen die Umschlingungswinkel der Wirtel der Spindeln möglichst gleich sein. Um die beim Beirieb eintretende Längcndelinung des Antriebsriemens auszugleichen, wird eine Spannrolle verwendet. Um einen Spindelbetrieb in beiden Drehrichtungen zu ermöglichen, muß weiter das gesamte Antriebssystem mit allen seinen Teilen symmetrisch zur Mittelcbene der Antriebsscheibe liegen. Zur Vermeidung einer zu großen Maschinenbreite soll der Einbauraum des Spindelantriebs in waagerechter Richtung so klein wie möglich gehalten weiden.
Es sind Antriehsvnrrichumgen für eine Gruppe von Spindeln bekannt, die zwei ;;. -iner gemeinsamen Ebene liegende Spindeln umfaßt. Bei einer derartigen Vorrichtung nach der deutschen Patentschrift 628 585 ist die Antriebsscheibe unterhalb der Wirtel der Spindelgruppe angeordnet, wobei zwei Umlenkrollen vorgesehen sind, durch die der Umschlingungsw-nkel der Antriebsscheibe einen optimalen Wert aufweist, und die Umschlingungswinkel der Wirtel der beiden Spindeln einander gleich sind. Abgesehen davon, daß bei dieser bekannten Vorrichtung nur zwei Spindeln angetrieben werden, weist diese Vorrichtung keine Spannrolle auf, so daß sie den Nachteil besitzt, daß eine Längendehnung des Antriebsriemens während des Betriebes sich nachteilig auswirken muß. Eine weitere derartige Ausführungsform gemäß der britischen Patentschrift 859 715 umfaßt ebenfalls nur zwei in einer Ebene liegende Spindeln. Auch hier liegt die Antriebsscheibe unterhalb der Wirtel der Spindeln; außerdem ist hier eine Spannrolle vorgesehen. Diese bekannte Ausführungsform benötigt jedoch drei Umlenkrollen. Außerdem ist die Symmetrie des Systems nicht gegeben, da die Achse der Spannrolle nicht in der Mittelebene der Antriebsscheibe liegt.
Diese bekannten Ausführungsformen sind für den Antrieb von mehr als zwei in einer gemeinsamen Ebene liegenden Spindeln nicht verwendbar, da sich nicht der gleiche Umschlingungswinkel für alle Spindeln verwirklichen läßt.
Es ist weiter nach der schweizerischen Patentschrift 274 196 auch schon eine Ausführungsform bekannt geworden, bei der vier mit ihren Achsen in einer Ebene liegende Spindeln angetrieben werden. Diese bekannte Ausführungsform weist aber Nachteile insofern auf, als sie einen sehr großen Einbauraum in waagerechter Richtung benötigt und bei ihr sich nicht der gleiche Umschlingungswinkel für alle Wirtel ergibt. Außerdem benötigt die«.·; bekannte Ausführungsform ebenfalls drei Umlenkrollen, und die Symmetrie des Systems ist nicht gegeben, da die Achse der Spannrolle außerhalb der Mittelebene des auf einer durchgehenden Trommel angeordneten Antriebsriemens liegt.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung für mehr als zwei in einer gemeinsamen Ebene liegenden Spindeln, nämlich drei oder vorzugsweise vier Spindeln zu schaffen, die sämtlichen zu stellenden Forderungen genügt, bei der also die Antriebsscheibe in einem möglichst großen Winkel von dem Antriebsriemen umschlungen wird, bei dem praktisch gleiche Umschlingungswinkel aller Wirtel gegeben sind, und bei der die Symmetrie des Antriebssystems verwirklicht ist, dadurch, daß die Achse der Spannrolle in der Mittelebene der Antriebsscheibe liegt, und die sich schließlich durch einen geringen Einbauraum und einen geringen Aufwand auszeichnet, indem nämlich die Antriebsscheibe weit unterhalb der Wirtel der Spindeln liegt und lediglich zwei Umlenkrollen Anwendimg finden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Kombination folgender Merkmale:
1. Die Antriebsscheibe ist in bekannter Weise weit unterhalb der Wirtel der Spindelgiuppe angeordnet;
2. zwei Umlenkrollen sind in bekannter Weise oberhalb der Antriebsrolle angeordnet: beide liegen mit ihren Achsen hinter der durch die Achse der Antriebsscheibe gelegten Vertikalebene:
3. die Achse der Spannrolle liegt in der Mittelebene der Antriebsscheibe, die ihrerseits mittisi zwi-
sehen zwei benachbarten Spindeln liegt, von denen wenigstens eine Spindel innerhalb der Spindelgruppe innen liegt;
4. das Antriebsband führt von der Antriebsscheibe über eine Umlenkrolle, über eine oder zwei Spindeln, über die Spannrolle, über eine oder zwei Spindeln und über die andere Umlenkiolle zur Antriebsscheibe zurück.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß bei nur zwei anzutreibenden Spindeln die auf der einen Seite der Spannrolle liegende einzelne Spindel eine ausschließlich als zusätzliche Umlenkstelle dienende Scheinspindel ist. Um die Symmetrie des Antriebssystems zu erhalten, kann bei drei angetriebenen Wirtein der einen auf einer Seite der Spannrolle liegenden Spindeln eine Scheinspindel zugeordnet werden, die in diesem Falle als zusätzliche Umlenkstelle dient.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielsweise erläutert.
F i g. 1 zeigt einen Teilschnitt durch eine zweiseitige Spinn- oder Zwirnmaschine,
F i g. 2 zeigt die Draufsicht auf einen Antrieb einer Gruppe von vier Spindeln, teilweise geschnitten,
F i g. 3 und 4 zeigen die Draufsicht auf einen Antrieb von drei Spindeln, teilweise geschnitten.
In F i g. 1 ist auf der Antriebswelle 1 der zweiseitigen Maschine eine Antriebsscheibe 2 befestigt. Die Spindeln 3, 4, 5,6(Fi g. 2) sitzen auf einer Spindelbank?, welche parallel zu der Antriebswelle in geringer Entfernung von dieser verläuft. Die Höhenlage dieser beiden Teile ist so gewählt, daß sich die Antriebsscheibe 2 erheblich unter einer durch die Wirtein 8 der Spindeln gelegten waagerechten Ebene befindet. Zwei oberhalb der Antriebswelle angeordnete Umlenkrollen 9 und 10 führen den Riemen 11 über die Antriebsscheibe 2. Die Achsen 12 und 13 dieser beiden Umlenkrollen liegen femer in bezug auf eine durch die Antriebswelle 1 gelegte, zu den Spindeln parallele lotrechte Ebene E-E auf der den Spindeln abgewandten Seite.
Eine Spannrolle 14 ist an einem Arm 15 angebracht, welcher um eine auf der Spindelbank 7 befestigte lotrechte Achse 16 schwenkbar ist (F i g. 2) und unter der Wirkung eines Gegengewichts 18 steht (Fig 1), welches die Spannung des Riemens auf-Ähalt. Die Spannanordnung ^ so ausgebildet, mmmm-
big grouer Lauguugcii u^ ^
sung der Spannung desselben.
Der Riemen oder die Schnur umschlingen nacheinander die verschiedenen obigen Teile, wobei zu beken ist, daß die Laufrichtung beliebig ist.
Die bei der obigen Ausführung von dem Riemen durchlaufene Bahn bietet folgende Vorteile:
Der Berührungswinkel α (Fig. 2) zwischen dem Riemen und den Wirtein der Spindeln kann bei entsprechender Bemessung der Abstände und Spannrollendurchmesser nahezu gleichgehalten werden. Unter diesen Bedingungen ist bei der Bremsung einer Spindel die Wirkung auf den Riemen unabhängig von der Lage der gebremsten Spindel konstant und beeinflußt das Gleichgewicht des Antriebs nur wenig.
In der Praxis bleibt der Drehzahl abfall der anderen Spindeln bei der Bremsung einer von ihnen gering und sichert eine ausreichende Antriebsleistung auf die nicht gebremsten Spindeln.
Der Riemen umschlingt die Antriebsscheibe auf einem großen Winkel, so daß der Riemen ohne Gleiten angetrieben wird.
Der Riemen selbst wird durch Vermeiden übermäßiger Umlenkungen und Verwindungen geschont.
Der erfindungsgemäße Antrieb kann auch für eine Gruppe von drei Spindeln verwendet werden, wobei dann die auch die Welle der Spannrolle enthaltende Mittelebene der Antriebsscheibe zwischen zwei Spindeln der Gruppe in gleichem Abstand von diesen hindurchgeht (F i g. 3 und 4).
In gewissen Sonderfällen, insbesondere am Ende der Spindelreihe, kann der erfindungsgemäße Antrieb auch für eine Gruppe von nur zwei Spindeln benutzt werden, wobei diese Anordnung der für den Antrieb einer Gruppe von drei Spindeln erwähnten entspricht. Die dritte Spindel ist jedoch durch eine sogenannte »Scheinspindel« 20 ersetzt, d. h. eine Umlenkstelle, deren Durchmesser gleich dem einer Spindel ist (vgl. F i g. 3 und 4, Scheinspindel 20).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Antrieb von wenigstens drei, vorzugsweise vier, eine Gruppe bildenden, in einer gemeinsamen Ebene angeordneten Spindeln bei Spinn- oder Zwirnmaschinen durch über eine Antriebsscheibe, über Umlenkrollen und über eine Spannrolle geführte Riemen oder Schnüre, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
1. Die Antriebsscheibe (2) ist in bekannter Weise weit unterhalb der Wirtel (8) der Spindelgruppe (3 bis 6) angeordnet;
2. zwei Umlenkrollen (9, 10) sind in bekannter Weise oberhalb der Antriebsrolle angeordnet; beide liegen mit ihren Achsen hinter der durch die Achse der Antriebsscheibe (2) gelegten Vertikalebene (E-E);
3. die Achse der Spannrolle (14) liegt in der Mittelebene der Antriebsscheibe (2), die ihrerseits mittig zwischen zwei benachbarten Spindeln (4, 5) liegt, von denen wenigstens eine Spindel innerhalb der Spindelgruppe innen liegt;
4. das Antriebsband (11) führt von der Antriebsscheibe (2) über eine Umlenkrolle (9), über eine oder zwei Spindeln (3, 4), über die Spannrolle (14), über eine oder zwei Spindeln (5, 6) und über die andere Umlenkrolle (10) zur Antriebsscheibe (2) zurück.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei nur zwei anzutreibenden Spindeln die auf der einen Seite der Spannrolle (14) liegende einzelne Spindel (20) eine ausschließlich als zusätzliche Umlenksteile dienende Scheinspindel ist.
DE19671685998 1966-10-11 1967-09-04 Vorrichtung zum Antrieb von wenigstens drei, vorzugsweise vier, eine Gruppe bildenden, in einer ge meinsamen Ebene angeordneten Spindeln bei Spinn oder Zwirnmaschinen Expired DE1685998C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR79448 1966-10-11
FR79448 1966-10-11
DESC041256 1967-09-04

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1685998A1 DE1685998A1 (de) 1971-10-21
DE1685998B2 true DE1685998B2 (de) 1972-09-07
DE1685998C DE1685998C (de) 1973-04-05

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Also Published As

Publication number Publication date
DE1685998A1 (de) 1971-10-21
ES345103A1 (es) 1968-10-16
FR1564471A (de) 1969-04-25
CH471912A (fr) 1969-04-30
BE703423A (de) 1968-02-01
US3479809A (en) 1969-11-25
GB1198679A (en) 1970-07-15

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C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977