DE16707C - Herstellung von violetten und blauen Farbstoffen aus Paranitrobittermandelöl und sekundären bezüglich tertiären aromatischen Aminen - Google Patents

Herstellung von violetten und blauen Farbstoffen aus Paranitrobittermandelöl und sekundären bezüglich tertiären aromatischen Aminen

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DE16707C
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blue
aromatic amines
paranitro
tertiary aromatic
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Dr. O. FISCHER in München, Arcostrafse 1/2
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus
    • C09B11/14Preparation from aromatic aldehydes, aromatic carboxylic acids or derivatives thereof and aromatic amines

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dieses Verfahren betrifft die Herstellung von violetten und blauen Farbstoffen der Rosanilinreihe durch Condensiren des Paranitrobittermandelöls mit secundären und tertiären aromatischen Aminen.
Auf diese Weise erhält man Nitroleukobasen des Triphenylmethans, welche durch Reduction der Nitrogruppe in Derivate des Leukanilins übergeführt werden.
Die letzteren bilden den Ausgangspunkt für die Darstellung verschiedener Färbstoffe:
1. Man erhält daraus Farbstoffe durch directe Oxydation nach bekannten Methoden.
2. Man kann die Leukobasen zuerst methyliren, äthyliren, benzyliren und phenyliren und durch nachfolgende Oxydation in Farbstoffe überführen.
Dieselben Producte erhält man auch durch Methyliren, Aethyliren, Benzyliren und Phenyliren der unter 1. bezeichneten Farbstoffe.
3. Die unter 1. und 2. bezeichneten Leukobasen und Farbstoffe können durch Behandeln mit Schwefelsäure in Sulfosäuren übergeführt werden.
Entsprechend dieser allgemeinen Methode erhält man z. B. aus Paranitrobittermandelöl und Diphenylamin eine Nitroleukobase nach folgender Gleichung:
QJI5. NH. C6 H, =
C6 H4, NO2
COH
QH4,.
C C6 H4,.
TT
NO2 NH- C6 H5
+ H2O.
Diese Nitrobase wird durch Reduction in ein Diphenylparaleukanilin übergeführt nach folgender Gleichung:
C6 ZT4. NO,
C6 H,. NH. QH,
QH1-NH-QH,
+ 6 H= 2 H2 O-h
C6 H1 - NH2
C6 H1 - NH. C6 H5
C6 H4, - NH. C6 ZT5
Diphenylparaleukanilin.
Dieses Diphenylparaleukanilin liefert:
1. bei directer Oxydation Diphenylrosanilin nach folgender Gleichung:
C31 H27 N3-\-O = C31 ZT37 N3 O
Diphenylparaleukanilin Diphenylpararosanilin;
2. durch Phenyliren ein Triphenylleukanilin, welches durch Oxydation in Triphenylrosanilin übergeführt wird, nach den Gleichungen:
C31HnN3 + QH5-NH2 = C37H31N3 + NH3
Triphenylleukanilin,
C37 Ζξ, N3 -Λ-0 = C37 H31 N3 O
Triphenylleukanilin Triphenylrosanilin.
Ebenso kann Triphenylrosanilin erhalten werden durch Phenylirung des oben genannten Diphenylrosanilins.
Specielles Verfahren.
Ein Gemisch von 5 Theilen Paranitrobittermandelöl, 12 Theilen Diphenylamin und 12 Theilen Chlorzink wird so lange auf ioo° erhitzt, bis das Aldehyd verschwunden ist. Die so er-
haltene Schmelze wird zur Entfernung des Chlorzinks mit verdünnter Salzsäure ausgekocht, wobei das Condensationsproduct als grünlichgelbe Masse zurückbleibt. Die Bildung desselben erfolgt nach der Gleichung:
QH1
NO2 COH
■+■ 2 C12 ZT11 N=
C31 H25 Jv3 O2 + h% o.
Dieses Product wird zur Reduction der Nitrogruppe mit einer concentrirten Lösung von Zinnchlorür erhitzt, bis eine durch Wasser abgeschiedene Probe in Alkohol leicht löslich ist.
Man fällt hierauf mit Wasser und stellt aus dem abgeschiedenen zinnhaltigen Hydrochlorat nach bekannten Methoden die reine Amidobase dar.
Die Reduction erfolgt nach der Gleichung: C31 ZT25 IV3 O2+ 6 H= C31 H27 IV3 + 2 H2 O.
Dieses so erhaltene Diphenylleukanilin bildet den Ausgangspunkt für die Darstellung verschiedener Farbstoffe.
Durch directe Oxydation, z. B. durch Erhitzen mit Quecksilberoxydsalzen , Arsensäure oder Nitrobenzol unter Zusatz von wenig Eisenchlorür nach den für diese Agentien bekannten Verfahren erhält man aus dem Diphenylleukanilin einen violetten Farbstoff, dessen Salze in Alkohol leicht löslich sind, und welcher durch Erhitzen mit Schwefelsäure in Sulfosäuren verwandelt werden kann.
Andere Farbstoffe erhält man aus dem Diphenylleukanilin, indem man dasselbe nach bekannten Methoden methylirt, äthylirt oder phenylirt und die so erhaltenen Producte in gleicher Weise oxydirt. Auch diese Farbstoffe lassen sich durch Erwärmen mit Schwefelsäure in Sulfosäuren überführen.
Zur Reduction der Nitroleukobase können statt des Zinnchlorürs auch andere Reductionsmittel verwendet werden.
An Stelle des Diphenylamins kann man andere secundäre und tertiäre aromatische Amine, wie Methyl-, Aethyl-, Benzyldiphenylamin, Tolylphenylamin, sowie die methylirten, äthylirten, benzylirten Aniline und deren Homologe anwenden.
Diese Basen werden in oben beschriebener Weise mit Paranitrobittermandelöl bei Gegenwart von wasserentziehenden Mitteln condensirt und in Farbstoffe übergeführt.
Alle diese Farbstoffe werden durch Schwefelsäure nach den bekannten Methoden in Sulfosäuren übergeführt.
Statt der Farbstoffe kann man auch die Leukobasen sulfuriren und die gebildeten Sulfosäuren mit oxydirenden Mitteln in Farbstoffe umwandeln.

Claims (5)

P ATENT-Ansprüche: Die Herstellung von violetten und blauen Farbstoffen der Rosanilinreihe, welche in folgender Weise erhalten werden:
1. Die durch Condensation von Paranitrobittermandelöl mit secundären und tertiären aromatischen Aminen erhaltenen Nitroleukobasen des Triphenylmethans werden durch Reduction der Nitrogruppe in Leukanilinderivate übergeführt, welch letztere bei gelinder Oxydation roth- und blauviolette Farbstoffe liefern. Als technisch verwendbar sind von den secundären und tertiären aromatischen Aminen die folgenden erkannt: Monomethylamin!, Monäthylanilin, Monamylanilin, Benzylanilin, Diphenylamin, Tolylphenylamin, Ditolylamin, Dimethylanilin, Diäthylanilin, Aethylmethylanilin, Diamylanilin, Methyldiphenylamin, Aethyldiphenylamin und Benzyldiphenylamin.
2. Die nach 1. erhaltenen Farbstoffe werden nach bekannten Methoden methylirt, äthylirt, phenylirt oder benzylirt, wodurch blaue und blauviolette Farbstoffe entstehen.
3. Die unter 2. bezeichneten blauen und blauvioletten Farbstoffe werden auch erhalten, indem man die nach 1. durch Reduction der Nitroleukobasen resultirenden Leukanilinderivate zuerst methylirt, äthylirt, phenylirt oder benzylirt und die dabei entstehenden neuen Leukobasen mit gelinde wirkenden Oxydationsmitteln behandelt.
4. Die nach 1., 2. und 3. erhaltenen Farbstoffe werden durch Behandlung mit Schwefelsäure nach bekannten Methoden in wasserlösliche Sulfosäuren übergeführt.
5. Sulfosäuren der bezeichneten Farbstoffe werden auch erhalten, indem man die nach 1. und 3. gewonnenen Leukobasen zuerst sulfurirt und die entstehenden Sulfoderivate der Leukobasen in Farbstoffsulfosäuren überführt.
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