DE166252C - - Google Patents

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DE166252C
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    • G—PHYSICS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 166252 KLASSE 74 d.
AUGUST PETERS in CÖLN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Januar 1905 ab.
Es ist bekannt, wehende Flaggen um die Fahnenstange herum zu wickeln und alsdann die Flagge in telesköpartig ausziehbare Rohre einzuschieben.
Bei solchen militärischen Flaggensignalen, welche aus einer quadratischen gerade oder übereck stehenden Signalfläche bestehen, war bisher das teleskopartige Einschieben in Rohre nicht möglich, obwohl gerade diese
ίο Art von Flaggensignalen beim Transport große Unbequemlichkeiten verursacht und häufigen Beschädigungen ausgesetzt ist.
Diesen Nachteil zu beseitigen, bildet den Zweck der Erfindung. Die Erfindung besteht darin, daß an der in das Teleskoprohr einschiebbaren Flaggenstange zwei gekreuzte Stäbchen, über welche das quadratische Flaggentuch durch Anknöpfung ausgespannt ist, in ihrem Kreuzungspunkt drehbar angeordnet sind. Will man das Flaggensignal in das Rohr einschieben, so braucht man nur das Signaltuch von dem einen der beiden Stäbchen abzuknöpfen, worauf man die Stäbchen in eine Richtung mit der Flaggenstange zusammenklappt, und nachdem alsdann das Signaltuch um die Stäbchen und die Flaggenstange herumgewickelt worden ist, läßt sich das ganze Flaggensignal ohne weiteres teleskopartig zusammenschieben, so daß es nunmehr innerhalb der Rohre vollkommen geschützt liegt und leicht transportiert werden kann.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 bis 8 der Zeichnung in zwei Ausführungsformen veranschaulicht. Bei der ersten Ausführungsform (Fig. 1 bis 3) ist das untere Ende der Flaggenstange α innerhalb des Rohres b verschiebbar, welches seinerseits wieder in dem Rohr c aus- und eingeschoben werden kann. In der Mitte der Flaggenstange α sind mittels des Zapfens d die beiden sich überkreuzenden Stäbchen e und f drehbar gelagert. An den vier Enden dieser Stäbchen sind Knöpfe g angebracht, mittels deren das in beliebiger Farbe ausgeführte Flaggentuch h über die Kreuzstäbchen gespannt werden kann. Das auf diese Weise entstehende quadratische Signal läßt sich um den Mittelzapfen d beliebig drehen, derart, daß die Signalfläche in Fig. 1 gerade, in Fig. 2 dagegen übereck zu stehen kommt, um auf diese Weise verschiedene Signale markieren zu können.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist das eine Stäbchen e an der \7orderseite, das andere Stäbchen f dagegen an der Hinterseite der Flaggenstange α drehbar. Knöpft man das Fahnentuch h etwa von den Enden des Stäbchens /"ab, so kann man beide Stäbchen e und f in eine Richtung mit der Fahnenstange α drehen, so daß sie an der letzteren dicht anliegen. Alsdann wickelt man das Fahnentuch h, wie in Fig. 3 dargestellt, um die Stäbchen in Spiralwindung herum und kann nunmehr das ganze Signal teleskopartig zusammenschieben (Fig. 8). Am oberen Ende der Fahnenstange α ist ein Deckel i befestigt, welcher nach dem Zusammenschieben des
Signales das obere Ende des Außenrohres c verschließt und hierdurch während des Transportes das Hineingelangen von Regen und Staub in das Rohr verhindert. Das untere Ende des Außenrohres c ist mit einer Spitze k versehen, um das Signal, wenn es ausgezogen ist, erforderlichenfalls in das Erdreich einstoßen zu können.
Bei der in Fig. 4 veranschaulichten Ausführungsform besitzt das Signal nur einen Auszug. Das untere Ende des Rohres b ist hierbei statt mit .einer Spitze mit einer Verschlußplatte / versehen. Das ganze Signal ist kleiner gebaut als das vorher beschriebene und soll insbesondere als Handsignal dienen. Die beim Ausziehen des Signales in Wirksamkeit tretende Feststellvorrichtung ist in den Fig. 5 und 6 für sich besonders in größerem Maßstabe dargestellt. Das untere Ende des Rohres b ist am Außenumfang ringsum mit einer Verstärkung m, das obere Ende des Rohres c dagegen am Innenumfang ringsum mit einer Verstärkung η versehen. Beide Verstärkungen können durch angelötete Hülsen gebildet werden und kommen beim Ausziehen der Rohre miteinander in Berührung, wodurch sie ein Herausfallen des Rohres b aus dem Rohre c verhindern. Die untere Verstärkung m ist, wie insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, an einer Stelle ihrer Oberkante mit einer bogenförmigen Verlängerung 0 versehen, die in eine ähnlich gestaltete Vertiefung der Verstärkung η hineinpaßt und hierdurch die richtige Stellung der Rohre gegeneinander sichert. In dieser Stellung kommt eine unter der Einwirkung der Feder ρ stehende Schnappfalle q zur Wirkung, die mittels des Stiftes r an einer im unteren Ende des Rohres b befestigten Büchse s drehbar gelagert ist. Solange das Rohr b noch nicht ganz ausgezogen ist, nimmt die Schnappfalle q die punktiert gezeichnete Stellung ql ein, in welcher sie durch einen in der Wandung des Rohres b angebrachten Schlitz . t hindurchragt. Sobald jedoch das Rohr b vollkommen ausgezogen wird, bis der Vorsprung ο in die zugehörige Vertiefung eingreift, wird die Schnappfalle q durch die Kraft der Feder ρ in die Öffnung u, die am Umfang des Rohres c angebracht ist, hineingedrückt und hält auf diese Weise die beiden Rohre in ihrer gegenseitigen Stellung fest. Gelangt die Nase 0 nicht genau in die zugehörige Vertiefung hinein, so braucht man das eine Rohr nur etwas gegen das andere zu drehen, um die richtige Stellung der Rohre gegeneinander zu erhalten. Um das Rohr b wieder einschieben zu können, muß man die Schnappfalle q mit dem Finger wieder einwärts drücken.
Selbstverständlich könnte man auch andere Konstruktionen als die beschriebene wählen, insbesondere könnte die gegenseitige Feststellung der Rohre usw. auch in anderer Weise ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU ch:
    Teleskopartig ausziehbares, beim Transport innerhalb der Rohre geschützt liegendes Flaggensignal, dadurch gekennzeichnet, daß an der in das Teleskoprohr einschiebbaren Flaggenstange (α) zwei gekreuzte Stäbchen (e und f), über welche das quadratische Flaggentuch (h) durch Anknöpfung ausgespannt ist, in ihrem Kreuzungspunkt (d) drehbar angeordnet sind, um sowohl die quadratische Signalfläche gerade oder übereck einstellen als auch nach teilweisem Abknöpfen und Herumwickeln des Signaltuches um die in eine Richtung mit der Flaggenstange zusammengeklappten Kreuzstäbchen das ganze Signaltuch teleskopartig zusammenschieben zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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