DE166085C - - Google Patents

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DE166085C
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electromagnets
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DENDAT166085D
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L7/00Arrangements for synchronising receiver with transmitter
    • H04L7/0095Arrangements for synchronising receiver with transmitter with mechanical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Control Of Position Or Direction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVl 166085 KLASSE 21 a.
Bekanntlich müssen bei elektrischen Fernübertragungen, z. B. bei Fernsehern, Fernschreibern, Ferndruckern, bei der Fernphotographie oder dergl., die in dem Geber und dem Empfänger angeordneten gleichlaufenden Teile der Apparate, wie Scheiben, Schirme oder dergl., vollständig gleichmäßig sich bewegen.
Sind bei solchen Apparaten für den Antrieb der rotierenden Teile im Geber und Empfänger zwei Kraftquellen, z. B. Uhrwerke oder dergl., angeordnet, so ist eine vollständige gleichmäßige Bewegung der rotierenden Teile äußerst schwer zu erzielen, da die Herstellung zweier ganz genau gleichmäßig arbeitender Kraftquellen fast unmöglich ist. Um die. durch die Kraftquellen in der Bewegung der rotierenden Teile hervorgerufenen Ungleichmäßigkeiten auszugleichen und um vor allen Dingen eine Summierung der bei jeder Umdrehung der rotierenden Teile entstehenden Differenzen zu vermeiden, wird gemäß vorliegender Erfindung durch den einen der beiden rotierenden Teile nach jeder Umdrehung bezw. nach einem Teil seiner Umdrehung unter Vermittelung von an ihm vorgesehenen Schlitzen eine Selenzelle belichtet, in deren Stromkreise Elektromagnete eingeschaltet sind, die an dem rotierenden Teile vorgesehenen und in einer Ebene mit den Schlitzen liegenden Ankerstiften derart vorgelagert sind, daß die in dem Elektromagneten erzeugte Kraft fördernd oder hemmend auf die Bewegung dieses rotierenden Teiles einwirkt, wenn der Synchronismus der beiden rotierenden Teile gestört ist.
Durch entsprechende Anordnung von Schlitzen in dem zweiten rotierenden Teil und einer Selenzelle vor demselben, welche in den Stromkreis eingeschaltet ist und dessen zugehörige Batterie aus dem Stromkreis ausgeschaltet werden kann, kann auch die Bewegung des ersten rotierenden Teiles entsprechend der Bewegung des zweiten rotierenden Teiles reguliert werden.
Es sind zwar schon Vorrichtungen zur Erzielung eines Gleichlaufs zweier rotierender Teile unter Vermittelung von die letzteren beeinflussenden Elektromagneten bekannt, doch arbeiten diese Vorrichtungen sämtlich mit Kontakten, welche die Bewegung der rotierenden Teile mittelbar oder durch elektromagnetische Bremsen beeinflussen und welche hauptsächlich infolge ihrer Veränderlichkeit zu Störungen Anlaß geben und dementsprechend den Synchronismus störend beeinflussen. Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung arbeitet aber ohne Kontakte, und z\var erfolgt die Beeinflussung der Elekromagnete lediglich durch Verringerung des elektrischen Widerstandes infolge der durch einen der beiden rotierenden Teile erfolgenden intermittierenden Belichtung einer in diesen Stromkreis eingeschalteten Selenzelle, so daß, da
die rotierenden Teile niemals mit der Reguliervorrichtung in unmittelbare Berührung treten, der obige Nachteil vermieden wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Vorrichtung durch
Fig. ι in einer Ausführungsform veranschaulicht, bei welcher die Bewegung der rotierenden Teile gegenseitig geregelt werden kann.
ίο Fig. 2 bis 4 zeigen verschiedene Stellungen der rotierenden Scheibe zu den Elektromagneten.
Mit α und b sind zwei rotierende Scheiben bezeichnet, von denen die eine α beispielsweise im Geber und die andere b im Empfänger drehbar angeordnet und von je einem besonderen in dem Geber und dem Empfänger befindlichen Uhrwerk oder dergl. in Umdrehung versetzt werden. Nahe der Peso ripherie einer jeden Scheibe α und b ist in diesen je ein Schlitz c und c' vorgesehen, hinter welchen je eine undurchsichtige Wand d und d' mit den Schlitzen c und d entsprechenden und letzteren gegenüberliegenden Schlitzen e und e' angeordnet ist. Hinter den Wänden d und d' einer jeden Station befindet sich je eine Selenzelle f und f bekannter Art, mit welchen zwei Leitungsdrähte g, g' und Ji, h' verbunden sind, von denen die Leitungsdrähte g und g' zu den in jeder Station befindlichen Stromquellen i und i' führen, während die Leitungsdrähte h, Ji' einerseits zur Erde geleitet, andererseits über zwei an jeder Station angeordnete Schalter m und m' und Elektromagnete k und k', welche letzteren den an dem Umfange der Scheiben α und b vorgesehenen Ankern ρ und p' vorgelagert sind, führen. Beide Elektromagnete k und k' sind durch die Fernleitung / untereinander verbunden. Schließlich ist seitlich von den Scheiben α und b noch je eine Lichtquelle η und n' angeordnet, vermittels deren die Selenzellen f bezw. f belichtet und somit leitend gemacht werden, wenn sich bei jeder Umdrehung der Scheiben α und b die Schlitze c und c' mit den entsprechenden in den Scheiben d und d' angeordneten Schlitzen e und e' decken.
In der dargestellten Lage des Schalters m und m' kann beim Rotieren der Scheiben a und b kein Strom durch die Elektromagnete k und k' geschickt werden, da trotz der Belichtung der Selenzellen f bezw. f beide Stromleitungen tot sind. Wird dagegen z. B.
der Schalter in im Geber auf den mit der Stromquelle i verbundenen Kontakt ο gestellt, so wird die Stromquelle i in die Fernleitung / eingeschaltet und bei Belichtung der Selenzelle f die Fernleitung / von einem Strom durchflossen. Der Strom geht von der Stromquelle i über m und k durch die Fernleitung /, über den im Empfänger befindlichen Elektromagneten k', Schalter m' und von dort unter Benutzung der Erdleitung wieder zu der in dem Geber befindlichen Selenzelle f und zur Batterie i zurück. Die Elektromagnete k und k' werden erregt und sind infolge ihrer magnetischen Kraft bestrebt, die am Umfange der Scheiben α und b angeordneten Anker ρ und p' anzuziehen. Die Anordnung ist nun so getroffen, daß, wenn der Anker ρ sich in der Mittellinie der Elektromagnete k befindet, sich die beiden Schlitze c und e der Scheiben α und d genau decken.
Erfolgt nun auf der Gebestation bei Deckung der Schlitze c und e in dieser mittleren Stellung ein Stromimpuls, so werden die Elektromagnete k und k' beider Stationen erregt.
Befindet sich z. B. die Scheibe b in etwas zurückgebliebener Lage von der Scheibe a (Fig. 2), so werden bei Deckung der Schlitze c und e zwar beide Elektromagnete k und k' erregt, jedoch wird nur unter der Wirkung seines Magnetismus der Scheibe b eine etwas größere Geschwindigkeit verliehen, wodurch die in der Bewegung der Scheiben entstandene Differenz ausgeglichen wird, während der Elektromagnet k auf die Drehung der Scheibe a wenig oder gar keinen Einfluß auszuüben vermag, da der Ankerstift ρ in diesem Falle sich genau unterhalb des Kernes von k befindet. Ist dagegen die Scheibe b etwas der Scheibe α vorgeeilt (Fig. 3), so wird der Elektromagnet k' auf die Bewegung der Scheibe b bremsend einwirken, da in diesem Fall der Elektromagnet k' die Scheibe in einer dem Drehungssinn derselben entgegengesetzten Richtung beeinflußt.
Durch diese Einwirkung des Elektromagneten k' auf die Bewegung der Scheibe b' werden beide Scheiben α und b nach jeder Umdrehung so zueinander eingestellt,, daß sie nach Passieren der Schlitze c und e im Empfänger wieder genau ihre normale Lage zueinander einnehmen. Ist die Scheibe b der Scheibe α nicht vorausgeeilt, d. h. dreht sich die Scheibe b synchron mit der Scheibe a (Fig. 4), so beeinflussen die Elektromagnete k und k' die Drehung der Scheiben gar nicht oder wenig, im letzten Falle aber stets gleichmäßig, da beide Ankerstifte ρ und p' sich genau unterhalb der Kerne ihrer Elektromagnete k und k' befinden. Soll von dem Empfänger aus die gleichmäßige Bewegung" der Scheiben α und b aufrecht erhalten werden, so muß der Umschalter m zunächst wieder in die gezeichnete Stellung zurückbewegt werden, worauf nach Umstellung des Schalters m' auf den Kontakt 0' die Bewegung
der Scheibe α von der im Empfänger befindlichen Scheibe geregelt wird.
Für den Fall, daß eine synchrone Bewegung
der Scheiben α und b nach jeder Umdrehung derselben nicht erzielt werden sollte, müßte die Regulierung der Bewegung bei einer halben Umdrehung oder bei einer noch geringeren Teilumdrehung stattfinden, wofür dann die in Fig. ι dargestellte Anordnung verdoppelt
ίο bezw. entsprechend vermehrt werden müßte.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Bewegung zweier von verschiedenen Kraftquellen angetriebener rotierender Teile mittels vor diesen angeordneter Elektromagnete, die in einem durch die rotierenden Teile zu schließenden Stromkreise eingeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Teile mit einem oder mehreren auf dem Umfang verteilten Ankern und der eine der rotierenden Teile mit in einer Ebene mit den Ankern liegenden Schlitzen versehen ist, unter deren \'rermittelung nach jeder Umdrehung des rotierenden Teiles bezw.
    einem Teil derselben eine in den Stromkreis der Elektromagnete eingeschaltete Selenzelle oder dergl. derart belichtet wird, daß der Stromkreis der Elektromagnete geschlossen und durch ihre dadurch erfolgte Erregung die Ankerstifte des zweiten rotierenden Teiles angezogen werden, so daß, je nachdem letzterer dem ersten nach- oder vorgeeilt ist, die elektromagnetische Kraft fördernd oder hemmend auf den zweiten rotierenden Teil einwirkt.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der zweite rotierende Teil mit in einer Ebene mit den Ankern liegenden Schlitzen versehen und vor denselben ebenfalls eine Selenzelle oder dergl. angeordnet ist, welche von einer besonderen Stromquelle gespeist wird, die ebenso wie die vor dem ersten rotierenden Teil angeordnete Selenzelle abwechselnd aus dem Stromkreise der Elektromagnete ausgeschaltet werden kann, zum Zweck, die Bewegung der rotierenden Teile nach Belieben von dem einen oder dem anderen regeln zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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