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anderen seitlichen Feder dieses Ringes in leitende Verbindung tritt. Es soll im Nachfolgenden angenommen wer-den, dass die Stromwender feststehen und die Federn sich in der Richtung der Pfeile drehen, wenngleich die Anordnung auch umgekehrt sein kann. Die Zahl der Zähne der klauenartig ineinander greifenden Ringe jedes Stromwenders ist beliebig, auch kann man diese Stromwender, wie weiter unten gezeigt werden soll, durch Relais oder durch andere Stromwender ersetzen.
Die mittlere Feder f ist wie gezeigt durch einen Widerstand l'mit der positiven Bürste h des Motors verbunden, während die mittlere Feder c mit der negativen Bürste t des Motors in Verbindung steht. Der Widerstand 'soll den völligen Kurzschluss des Motor' ankers verhüten, da in diesem Falle die Stromstärke in den Feldmagneten so gross würde, dass der Motor beschädigt werden könnte und Funken entstünden, welche die Stromwender und Schleiffedern in kürzester Zeit zerstören wUrden. Überdies würde hiedurch eine für praktische Zwecke-weitaus zu heftige Beeinflussung des Ganges des Motors herbeigeführt worden.
Dadurch, dass man dem Widerstand " einen geeigneten Wert gibt, werden alle diese Mängel beseitigt und der Motor mit ansehnlicher vom Wert des Widerstandes r abhängiger Kraft im Gleichlauf gehalten.
Die rechtsseitigen Scbleiffedern d, 9 und die linksseitigen b, e sind je miteinander verbunden. Durch diese Anordnung sind die Stromwender zum Motoranker parallel geschaltet.
Bei der obigen Anordnung wird der Gleichlauf dadurch herbeigeführt, dass man die Gunggeschwindigkeit des Motors a nach Massgabe der Voreilung oder des Zurückbleibens desselben gegenüber dem Strom weder 2 oder einer sonstigen Vorrichtung ändert, mit welcher er im Gleichlauf zu halten ist, u. zw. geschieht dies in der Weise, dass ein Nebenschluss zum Motoranker geschlossen wird und die Dauer dieser Schliessung geändert wird.
Die Regelungsvorrichtung muss demnach befähigt sein, diesen Nebenschluss für eine unendliche
Zahl von Zeitabständen zu schliessen, deren jeder einer bestimmten Geschwindigkeit des
Apparates oder der Maschine entspricht, mit welcher der Gleichlauf erhalten werden soll.
Soll für einen bestimmten Gleichlaufzustand die Geschwindigkeit des Motors hoch sein, so müssen die Zeiträume, während welcher der Nebenschluss geschlossen ist, entsprechend kurz sein, erfordert aber der Gleichlauf, dass der Motor langsam läuft, so muss die Dauer der Schliessungen des Nebenschlusses entsprechend lang sein ; entsprechend den verschiedenen geforderten Geschwindigkeiten muss also die Dauer der Schliessungen des Nebenschlusses geändert werden.
Dabei ist angenommen, dass durch Schliessung des Nebenschlusses des
Motorankers die Ganggeschwindigkoit des Motors verringert wird.
Von der gegenseitigen Lage der Scbleiffcdern auf den Stromwendern ausgehend, wird für den Gleichlaufzustand der Nebenschluss zum Motoranker entweder beständig offen oder beständig geschlossen sein, oder es wird für Zwischenlagen der Schleiffedern der Nebenschluss zum Anker für verschiedene Bruchteile der Gesamtzeit geschlossen sein. Der Motor wird daher für verschiedene gegenseitige Stellungen der Federn mit verschiedenen Geschwindigkeiten laufen.
Es ist zu beachten, dass diese Regelung nicht eine Korrektion darstellt, d. h. sich nicht erst dann einstellt, bis der Gleichlauf gestört ist, um die Ganggeschwindigkeit des
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ständig wirkt, so dass, wenn die Vorrichtung, mit welcher der Motor im Gleichlauf zu halten ist, ihre Geschwindigkeit ändert, der Motor diesen Änderungen genau folgt.
Beim Anlassen wird der Motor in irgendeiner geeigneten Weise angenähert auf die richtige Geschwindigkeit gebracht, beispielsweise durch einen künstlichen Widerstand, und in dem Fall, wo ein Nebenschluss zum Motoranker geschlossen wird, wird der Motor so eingestellt, dass er zu schnell läuft, wenn die Gleichlaufvorrichtung nicht wirkt.
Es mögen die Stromwender , S der Fig. l im Gleichlauf stehen und ihre Schleiffedern eine zeitweilig unveränderliche gegenseitige Lage angenommen haben. welche in der Fig. 1 in vollgezogenen Linien angedeutet ist. Der Nebenschluss zum Anker ist dann
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der Schwingungen der Relaiszunge und der Drehung des Stromwenders bedingt wird, nach Fig. l bis 3 dagegen durch die zeitliche Beziehung der Drehung beider Stromwender. Wenn die Maschine j ihre Ganggeschwindigkeit ändert, so wird die Schwingungsdauor der Zunge./*2 geändert und damit auch die seitliche Beziehung zwischen diesen Schwingungen und der Umdrehung des Stromwenders J !.
Dadurch wird nun die Dauer der Schliossungen des Nebenschlusses des Motorankers vergrössert oder verringert und so der Motor a wieder in Gleichlauf mit der Maschine j gebracht.
Die Maschine j stellt irgendeine in periodischer Bewegung begriffene vorrichtung dar, welche die Frequenz des in die Leitung L gesendeten Wechselstromes regelt und kann daher auch ein Motor sein, der eine Stromwechselvorrichtung treibt, die aus einer Gleichstromquelle einen Wechselstrom oder sonstigen periodischen Strom ableitet, oder aber auch eine Wechselstrommaschine oder dgl.
Fig. 5 zeigt die Regelung des Ganges durch Schliessung eines Nebenschlusses zu den Feldmagneten statt zum Anker des Motors. Die Anordnung der Stromwender j ! und 2 ist dieselbe, wie im vorstehenden beschrieben, dosgleichen die Wirkungsweise, nur wird, da der Nebenschluss zu den Feldmagneten geschlossen wird, die Ganggeschwindigkeit des Motors durch Herstellung dieses Nebenschlusses erhöht, statt, wie in den früheren Fällen, verringert zu worden.
Weitors kann die Regelung auch durch Schliessung eines Nebenschlusses zum Anker
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ist die Einrichtung dieselbe wie in Fig. 1. Die Feder & ist gegen die Feder c um die Breite eines oder mehrerer Segmente des Stromwend@rs vorgesetzt, derart, dass die Federn r und k stets auf Segmenten verschiedener Ringe des Stromwenders liegen. In diesem Falle ist der Nebenschluss zum Anker oder jener zum Feldmagnet beständig geschlossen, oder abwechselnd der Nebenschluss zum Anker und jener zum Foldmagnet, wobei die Dauer jeder einzelnen dieser Schliessungen von der Stellung der Schleiffedern auf den Stromwender abhängt.
Natürlich kann man bei den Einrichtungen nach Fig. 5 und 6 auch das Relais ver-
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wird bloss dann hergestellt, wenn die Schleiffedern der Stromwender gegeneinander nicht \t'rsteilt sind oder diese Verstellung geringer ist als die Breite eines Segmentes.
Bei der
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so ist der Nebenschluss beständig unterbrochen, so dass bloss eine innerhalb des Bereiches einer Segmentbreito gelegene Stellung der Federn vorbanden ist, für welche die Regelung auf-
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benutzt werden. Statt den ganzen Umfang des Stromwenders zu verwenden, wie in Fig. 1 bis 6 gezeigt, kann man auch bloss einen Teil desselben zur Regelung des Gleichlaufes
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wenders für Zwecke der Aufrechterhaltung des Gleichlaufes nutzbar gemacht, indem man einfach die klauenartig ineinander greifenden Segmente dieses Stromwenders in Abstanden voneinander anordnet ;
dadurch wird erreicht, dass die Leitung L nur während gewisser Zeiträume zur Aufrechterhaltung dos Gleichlaufes dient, sonst aber, während nämlich die Federn über die Zwischenräume zwischen den Segmenten des Stromwenders schleifen, zu anderen Zwecken verwendet werden kann.
Im Vorangehenden wurde die Regelung des Ganges des Motors durch absatzweises Schliessen eines Nebenschlusses zum Anker, zum Feldmagneten oder zu beiden Teilen des Motors bewerkstelligt ; den Gang des Motors kann man aber auch dadurch regeln, dass man einen Nebenschluss zu einem dem Anker vorgeschalteten Widerstand schliesst und hiezu dieselben Mittel verwendet, welche vorhin zur Schliessung des Foldmagnet-oder Anker- nebenschlusses verwendet wurden.
Fig. 9 veranschaulicht diesen Fall, wobei 1 und 2'den rotierenden Stromwender bezw. das Relais darstellen, die miteinander wie vorhin zusammengeschaltet sind, aber zum Kurzschluss eines Widerstandes r2 dienen, wo dann, da dieser Widerstand dem Motoranker vorgeschaltet ist, die Stromstärke im Anker erhöht und dessen Ganggcschwindigkoit gesteigert wird. Das Zusammenarbeiten zwischen Stromwender 1 und Relais 2'ist genau dasselbe, wie in den vorstehend beschriebenen Fällen und bedarf daher keiner weiteren eingehenden Erörterung.
Macht man den Widerstand 2 unendlich gross, so werden bei der Einrichtung nach Fig. 9 durch den Anker in rascher Aufeinanderfolge Stromstösse gesendet, deren Dauer sich
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wenn die Schwingungszahi der Zunge des Relais 2'steigt bezw. sinkt.
Natürlich kann man das Relais 2'durch einen Stromwender ersetzen ; ebenso kann der Motor beliebig gewickelt sein.
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weise zu erhöhen oder zu verringern.
PATEXT-ANSPRFCHE :
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