DE28072C - Neuerungen in der Erzeugung und Vertheilungsweise der Elektricität lürBeleuchtungs-, Heiz-und Kraftübertragungszwecke. (Abhängig von Patent Nr. 25205.) - Google Patents

Neuerungen in der Erzeugung und Vertheilungsweise der Elektricität lürBeleuchtungs-, Heiz-und Kraftübertragungszwecke. (Abhängig von Patent Nr. 25205.)

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DE28072C
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TH. A. EDISON in Menlo Park, New-Yersey, V. St. A
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J1/00Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
    • H02J1/08Three-wire DC power distribution systems; Systems having more than three wires

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  • Power Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Vertheilungssysteme der Elektricität für Beleuchtungs-, Kraftübertragungs- und andere Zwecke, in welchen eine getheilte Elektricitätsquelle zur Verwendung kommt, die vielfach hinter einander geschaltete (in multiple series) Verwendungsstellen speist, und bei welchen ein oder mehrere Ausgleichungsleiter angebracht sind, wodurch die Verwendungsstellen unabhängig von einander regulirt werden können und das System in zwei oder mehrere Theile getrennt wird.
Erfinder nennt ein solches System ein elektrisches Ausgleichs-Vertheilungssystem.
Werden bei einem solchen Vertheilungssystem in dem einen Theil desselben eine oder mehrere Verwendungsstellen aus dem Stromkreis ausgeschaltet, wodurch deren Zahl in den verschiedenen Theilen eine ungleiche wird, so geht der Strom, der sonst in die Verwendungsstellen geliefert werden würde, in der einen oder.anderen Richtung durch den genannten Ausgleichsleiter.
Es empfiehlt sich jedoch, möglichst wenig Strom durch den Ausgleichsleiter gehen zu lassen, so dafs dieser Leiter so klein wie möglich gehalten werden kann, und empfiehlt es sich deshalb, das Gleichgewicht des Systems aufrecht zu erhalten, indem eine gleiche Anzahl von Verwendungsstellen in dem Stromkreis zwischen dem Ausgleichsleiter und einem jeden Hauptleiter und, wenn mehr als ein Ausgleichsleiter zur Verwendung kommen, zwischen zwei derselben angeordnet wird.
Zur Ausführung dieser Methode werden vom' Erfinder mehrere Verfahrungsweisen vorgeschlagen, von denen die erste da zur Ausführung gelangt, wo eine beträchtliche Anzahl von Verwendungsstellen mit einem Male in den oder aus dem Stromkreis geschaltet wird, wie beispielsweise die Lampen in einem Theater oder dergleichen Räumlichkeit, oder wo eine einzelne, eine grofse Strommenge verbrauchende Verwendungsstelle, wie beispielsweise ein grofser elektrodynamischer Motor, in den Stromkreis ein- oder aus demselben ausgeschaltet wird, wodurch das Gleichgewicht in dem System aufgehoben und eine grofse Strommenge gezwungen wird, durch den Ausgleichsleiter hindurchzugehen.
Dieses Verfahren ist auch in einem Laden oder einem mehr oder weniger Lampen benutzenden Raum anwendbar, in dem die sämmtlichen Lampen nicht alle auf einmal abgestellt werden, wohl aber eine gröfsere Zahl der Lampen zu gleicher Zeit zum Erlöschen kommen.
Zu diesem Zwecke werden die Verwendungsstellen in einem jeden Gebäude zwischen zwei Stromkreisen vertheilt (wobei die Vertheilung so gleichmäfsig als möglich zu geschehen hat) von denen der eine Stromkreis mit dem einen Hauptleiter und dem Ausgleichsleiter, der andere mit dem anderen Hauptleiter und dem Ausgleichsleiter verbunden wird.
Hierdurch werden die Verwendungsstellen zwischen den beiden Seiten der Anlage vertheilt und findet, wenn alle Verwendungsstellen in den Stromkreis ein- oder aus demselben ausgeschaltet werden, keine Veränderung in der relativen Anzahl derselben in den beiden Theilen des Systems statt und geht wenig oder gar kein Strom durch den Ausgleichsleiter hindurch, wodurch im System ein constantes Gleichgewicht auf automatischem Wege aufrecht erhalten wird.
Das Gebäude kann jedoch auch eine solche Bestimmung haben, welche die An- oder Abstellung weniger Lampen zeitweise erfordert, wie z. B. in einem Laden, in welchem für gewisse Stunden eine grofse Lampenzahl erforderlich ist, während zu anderen Zeiten weniger Lampen erfordert und andere in verschiedenen Theilen des Raumes zum Verlöschen gebracht werden. In diesem Falle sind die Lampen in den beiden Stromkreisen dergestalt angeordnet, dafs beim auf einander erfolgenden Erlöschen derselben ungefähr ebenso viel in dem einen Stromkreis wie in dem anderen ausgeschaltet werden, wodurch in den beiden Theilen der Anlage die Zahl nahezu eine gleiche bleibt und der mittlere Durchschnitt in denselben aufrecht erhalten wird. Wenn dies in diesem Räume nicht der Fall wäre, so würde beim Verlöschen der Lampen in demselben irgend ein anderer, von demselben Hauptstromkreis gespeister Laden mit seinen ähnlich angeordneten Stromkreisen den gewünschten Ausgleich hervorrufen und das Gleichgewicht aufrecht erhalten.
Ist die Anlage in mehr als zwei Theile zerlegt, so werden drei oder mehr Lampen oder andere Verwendungsstellen in jeden vielfach hinter einander geschalteten Stromkreis eingeschaltet, wobei zwei oder mehr Ausgleichungsleiter zur Verwendung ,gelangen; die Gebäudelampen werden dann auf drei oder mehr Stromkreise vertheilt, von denen nur gewisse mit Ausgleichungsleitern versehen sind.
Die Wirkungsweise bleibt, wenn die Lampen gleichzeitig in den Stromkreis ein- oder aus demselben ausgeschaltet werden, die gleiche, als wenn nur zwei Stromkreise zur Verwendung kommen.
Wenn eine einzelne Verwendungsstelle, wie beispielsweise ein eine grofse Strommenge verbrauchender elektro-dynamischer Motor, im Gebrauch ist, so ist derselbe ebenfalls so angeordnet, dafs seine In- und Aufserbetriebstellung nicht das ausgeglichene System beeinträchtigt.
Wenn ein solcher Motor in einem der gewöhnlichen Stromkreise der Anlage angeordnet wäre, so würde bei seiner Abstellung sein gesammter Strom genöthigt werden, durch den Ausgleichsleiter hindurchzugehen. Es wird der Motor deshalb in einen mit den beiden Hauptleitern, nicht aber mit dem Ausgleichsleiter verbundenen Parallelschaltungsstromkreis eingesetzt. Hierdurch wird bei Ausschalten des Motors aus dem Stromkreis das Gleichgewicht auf den entgegengesetzten Seiten der Anlage fortwährend aufrecht erhalten und die Stromstärke, mit welcher der Strom durch den Ausgleichsleiter hindurchgeht, nicht beeinfiufst.
Fig. ι zeigt ein Diagramm einer solchen Ausgleichsanlage.
A A sind als Stromquelle dienende dynamo- oder magneto - elektrische Maschinen in durch den Draht α verbundener Hintereinanderschaltung.
i, 2 sind die von der Stromquelle ausgehenden Hauptleiter, während 3 der Ausgleichsleiter ist, der mit dem Draht α verbunden ist und die Quelle in zwei Hälften theilt.
Von dem Hauptstromkreis gehen die Parallelschaltungen 4, 5 ab, die je mit dem Ausgleichsleiter und dem einen der Hauptstromleiter verbunden sind. Jede Parallelschaltung enthält die Verwendungsstellen b b und befindet sich eine jede derselben auf der einen Seite der Anlage mit derjenigen auf der anderen Seite in Hintereinanderschaltung.
Wird nun auf der einen Seite eine Lampe aus dem Stromkreis ausgeschaltet, so geht eine gewisse Strommenge durch den Ausgleichsleiter hindurch, wie dies bisher bei einem gewöhnlichen Ausgleichssystem der Fall war. Um jedoch das Gleichgewicht oder den mittleren Durchschnitt der beiden Seiten der Anlage aufrecht zu erhalten, kommen die nachstehend beschriebenen Verbindungsweisen zur Verwendung.
B ist ein Gebäude oder ein Raum, in welchem sich alle Lampen c c unter derselben Beaufsichtigung befinden. Alle Lampen sind zwischen den beiden Parallelschaltungen 7, 8 und 9 und 10 in möglichst zwei gleiche Hälften vertheilt. Der Stromkreis 7, 8 ist mit dem Hauptleiter ι und dem Ausgleichsleiter 3, der Stromkreis 9, 10 mit dem Leiter 2 und dem Ausgleichsleiter verbunden.
C ist ein grofser Dynamomotor, der eine grofse Strommenge verbraucht und dessen Widerstand ein solcher ist, dafs ersterer direct zwischen die Parallelschaltung 11, 12 eingesetzt werden kann. Befände sich ein solcher Motor in einem der gewöhnlichen Stromkreise 4, 5 der Anlage, so würde bei Aufserbetriebstellung desselben, sein gesammter Strom durch den Ausgleichsleiter hindurchgehen. Aus diesem Grunde wird er in eine Parallelschaltung 11, 12 eingesetzt, die mit den beiden Hauptleitern 1, 2, nicht aber mit dem Ausgleichsleiter 3 verbunden ist, so dafs bei Abstellung des Motors immer noch das Gleichgewicht an den beiden entgegengesetzten Seiten der Anlage dasselbe bleibt und die durch den Ausgleichsleiter hin-
durchgehende Strommenge nicht beeinträchtigt wird.
Statt das Gleichgewicht nach der eben beschriebenen Weise aufrecht zu erhalten, können Mittel vorgesehen werden, um die Verbindungen einer Verwendungsstelle oder eine Gruppe derselben von der einen, der gröfseren Seite, nach der anderen, der kleineren, zu vertauschen, wenn die Lampenzahl in den verschiedenen Theilen der Anlage eine ungleiche wird, um so die gewünschte Gleichheit zu erzielen. Diese hierzu erforderlichen Vorrichtungen können an den Orten der Verwendungsstellen mit der Hand verstellt werden; sie können aber auch automatisch durch die Veränderungen des Stromes im Stromkreis oder durch Uhrwerk arbeiten, ebenso können sie elektrisch von der Centralstation der Anlage getrieben oder von derselben regulirt und automatisch vom Strom bewegt werden.
Wird die Vorrichtung mit der Hand bewegt, so ist diejenige Seite des Stromkreises, auf welcher sich die Verwendungsstellen in Parallelschaltung befinden, constant mit dem Ausgleichsleiter verbunden, während die andere Seite mit einer geeigneten Stromkreisumschaltevornchtung mit zwei Contacten versehen ist.
Bei der einen Stellung dieser Vorrichtung wird der Stromkreis mit dem einen Hauptleiter geschlossen, während der andere Contact den Stromkreis mit dem anderen Hauptleiter schliefst.
Auf diese Weise kann der Stromkreis von der' einen Seite der Anlage nach der anderen verlegt werden, um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Fig 2. zeigt eine diesbezügliche Anordnung.
A A sind in Hintereinanderschaltung befindliche und nach den Hauptleitern PN speisende Dynamomaschinen. B ist der zwischen den Generatoren angeschlossene Ausgleichsleiter. Die Lampen oder anderen Verwendungsstellen α sind zwischen den Parallelschaltungsstromkreisen 3, 4 angeordnet, die mit dem Leiter B und dem Hauptleiter N verbunden sind, während die Lampen a1 in den Stromkreisen 3, 5 zwischen dem Ausgleichsleiter und dem anderen Hauptleiter P untergebracht sind.
C ist ein geeigneter Stromkreisumschalter. Wird letzterer in der einen oder anderen Richtung verstellt, so werden die Lampen a2 abwechselnd mit einer jeden Seite der Anlage, demzufolge entweder mit dem Stromkreis 3, 4 oder 3, 5 verbunden. Ein jedes Haus in der Anlage oder eine, beliebige Gruppe von Verwendungsstellen oder auch eine einzelne derselben kann mit ähnlichen Vorrichtungen ausgerüstet werden, wodurch sie zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts mit einer jeden Seite der Anlage in Verbindung gebracht werden kann.
Dieses wie auch die nachbeschriebenen Mittel können auch dann Verwendung finden, wenn die Lampen eines Gebäudes zwischen zwei Stromkreisen wie ,.oben getheilt sind, .um einen jeden derselben von der einen Seite der Anlage nach der anderen zu verlegen.
Zum automatischen Wechsel der Verbindungen sind elektrisch bewegte Vorrichtungen vorgesehen, die bei Veränderung des Stromes auf der einen oder anderen Seite der Anlage Stromkreisregulirvorrichtungen bewegen, die zur Vertauschung der Verbindungen einer Verwendungsstelle oder einer Gruppe solcher dienen.
Der hierzu verwendete Apparat besteht aus zwei Elektromagneten, die je von einer Seite der Anlage erregt werden und in entgegengesetzter Richtung auf einen Stromkreisumschalter einwirken. Ueberwiegt die Zahl der Verwendungsstellen auf der einen Seite der Anlage diejenige auf der anderen Seite, so lenkt sich der Strom in der ersteren ab und wird sein Magnet abgeschwächt, während der andere Magnet auf den Stromkreisumschalter einwirkt und Contacte herstellt, die die Verbindung einer gewissen Anzahl von Verwendungsstellen von der abgeschwächten Seite nach der stärkeren vertauschen.
Es kann eine jede Verwendungsstelle oder ein jeder Hauptstromkreis in dem District oder nur einige Stromkreise an geeigneten Stellen mit einem solchen Apparat ausgerüstet werden, und sind die Magnete und Stromkreisumschalter so zu einander angeordnet, dafs verschiedene Strommengen erforderlich sind, um einen jeden Apparat in Bewegung zu setzen, wodurch die Apparate nicht mit einem Male bewegt werden, sondern ein Stromkreis nach dem anderen umgeschaltet wird, bis das gewünschte Gleichgewicht erreicht ist.
Eine andere automatische Anordnung besteht darin, dafs in gewissen Theilen des Districts durch Uhrwerke bewegte Stromkreisumschalter angebracht werden, um die Verwendungsstellen des einen Theiles der Anlage an den anderen anzuschliefsen.
Bei elektrischen Verteilungssystem en verändert sich bekanntlich die Lampenanzahl eines. Stromkreises zu verschiedenen Tagesstunden beträchtlich und steht für eine Anlage nur der Durchschnitt zu verschiedenen Zeiten fest; deshalb mufs das Uhrwerk so eingerichtet sein, dafs es zum geeigneten Zeitpunkt die Stromkreisumschalter zum Umstellen einer entsprechend grofsen Lampenanzahl bewegt.
Zur Regulirung der Lampen von der Centralstation aus kann jeder automatisch arbeitende Stromkreisumschalter mit einem nach dieser Station zurückgehenden Stromkreis verbunden werden, so dafs durch den Schlufs dieses Stromkreises in der Centralstation die Lampen zu einem Stromkreis verbunden werden und je
nach dem Ueberwiegen des Stromes auf der einen oder anderen Seite der Anlage sogleich in Wirkung versetzt werden. Auf diese Weise arbeitet der Apparat automatisch, während er von der Centralstation regulirt wird.
Auch kann der Apparat von der Centralstation zugleich bewegt und regulirt werden.
Zu diesem Zwecke werden alle Bewegung verursachenden, in einer Richtung wirkenden Elektromagnete (die so angeordnet sind, dafs sie unter verschiedenen Strommengen arbeiten) in den einen nach der Station führenden Stromkreis eingeschaltet, während alle in entgegengesetzter Richtung wirkenden in einem anderen Stromkreis angeordnet werden. Sollen ein oder mehrere Verwendungsstellen enthaltende Stromkreise von der einen Seite nach der anderen gebracht werden, so wird der die in dieser Richtung ,wirkenden Elektromagnete enthaltende Stromkreis in der Station geschlossen.
Zur Veränderung des Stromes in diesem Magnetstromkreis dient ein justirbarer Widerstand, durch dessen geeignete Justirung eine so grofse Strommenge durch den Stromkreis hindurchfliefsen kann, die genügt, die geeignete Magnetenanzahl zu erregen und so die gewünschte Stromkreisanzahl auf die andere Seite zu bringen.
Fig. 3 ist die automatisch wirkende Anordnung, Fig. 4 eine solche, bei welcher die Lampen durch die Centralstation umgeschaltet werden, und Fig. 5 eine Anordnung, bei welcher die Lampen durch die Centralstation regulirt und umgeschaltet werden.
E E sind die in Hintereinanderschaltung angeordneten und die getheilte Stromquelle bildenden dynamo-elektrischen Maschinen, bei denen der Ausgleichsleiter -5 von der Theilungsstelle ausgeht. 1, 2 sind die Hauptleiter; die die Lampen α enthaltenden Stromkreise sind dergestalt angeordnet, dafs sie von der einen Seite der Anlage nach der anderen verlegt werden können. Die Lampen a1 sind in fortlaufende Parallelschaltungsstromkreise eingesetzt, von denen ein jeder mit dem einen Hauptleiter und dem Ausgleichsleiter verbunden ist.
In Fig. 3 sind A A1 die Elektromagnete, von denen ein jeder Magnet A durch den Leiter 3 und die Leiter 5 und 9 mit dem Hauptleiter 1 . und dem Ausgleichsleiter B und in ähnlicher Weise ein jeder Magnet A1 durch die Leiter 4, 5 und 9 mit dem Leiter 2 und dem Leiter B verbunden ist. Hierdurch wird, wenn sich ein Ueberschufs an Strom in dem Hauptleiter 1 befindet, der Magnet A erregt, was mit dem Magnet A1 bei Ueberschufs an Stromstärke in Leiter 2 der Fall ist, wenn eine Abnahme der Zahl der Verwendungsstellen auf irgend einer Seite eintritt. Zwischen den Magneten A A1 befindet sich der drehbare, die beiden mit Armen versehenen Stromkreisumschalter c cx tragende Armaturhebel b. Arm c ist mit dem Leiter 7, Arm cx mit dem Leiter 8 verbunden, welche Leiter zusammen einen Stromkreis bilden, zwischen dem die Verwendungsstellen a a in Parallelschaltung angeordnet sind. Arm c spielt zwischen den Contacten d und e, welch letzterer durch Draht 3 mit dem Hauptleiter 1 verbunden ist; der Arm i1 dagegen befindet sich zwischen dem Contact d1 und dem durch Draht 4 mit dem Leiter 2 verbundenen Contact e\ Die an den Enden des Metallcylinders / sitzenden Contacte dd1 sind durch den Leiter 9 mit dem Ausgleichsleiter B verbunden.
Ueberwiegt der Strom in dem Hauptleiter 1 denjenigen im Hauptleiter 2, so empfiehlt es sich, einen Theil der Verwendungsstellen aus 2 nach ι überzuführen. Der Magnet A wird durch den Ueberschufs an Strom erregt und zieht die Armatur b an. Durch den Wechsel der Stellung der Armatur, deren Bewegung durch Kugel und Feder g unterstützt wird, kommt der Arm c mit e und Arm cl mit d1 in Contact, wodurch ein die Lampen α enthaltender Stromkreis von dem Leiter 1 durch 3, 10, 7, 8,/und 9 nach B gebildet wird.
Nimmt die Stärke des Stromes im Leiter 1 zu, so wird der Magnet A1 stärker erregt und zieht die Armatur b an, wodurch ein Stromkreis bei el und d geschlossen und so die Lampen α zwischen die Leiter 2 und B eingestellt werden.
Es können natürlich eine gröfsere Anzahl von Magneten AA1 mit den durch dieselben bewegten Regulirvorrichtungen vorgesehen werden.
Jedes oder auch nur einige Gebäude im District können mit den beschriebenen Vorrichtungen versehen sein, um das Gleichgewicht genügend aufrecht zu erhalten; auch können die Magnete so angeordnet sein, dafs sie mit verschiedenen Strommengen arbeiten, um die Wechsel der Reihenfolge nach erfolgen zu lassen.
Die vorliegende Erfindung kann natürlich auch da zur Verwendung kommen, wo die Anlage durch eine gröfsere Anzahl von Ausgleichsleitern in mehr als zwei Theile getheilt ist.
Die in Fig. 4 dargestellte Anordnung ist der eben beschriebenen gleich, nur geht hier der Leiter 5 eines jeden Satzes, statt direct mit dem Ausgleichsleiter verbunden zu sein, nach der Centralstation, in welcher er mit einer Contactplatte h verbunden ist.
Der Stromkreis wird durch das Einstecken von Pfropfen zwischen die Platten h und i geschlossen, von denen i mit dem Ausgleichsleiter in Verbindung steht.
Es können auch geeignete Hülfsstromkreise angebracht werden, die zurück nach der Centralstation gehen und dort Elektro-Dynamometer oder andere Anzeige-Instrumente einschliefsen, um die elektrische Beschaffenheit in den ver-
schiedenen Theilen der Anlage in der Station erfahren zu können.
Soll irgend ein Satz Verwendungsstellen mit der anderen Seite der Anlage in Verbindung gebracht werden, so wird der Stromkreis bei h i nach den in Bewegung zu setzenden Regulirmagneten A A1 geschlossen; dabei wird derjenige Magnet erregt, welcher mit der an Strom überwiegenden Seite in Verbindung steht, wobei jedoch die Wirkung die vorher erwähnte bleibt. Die elektrischen Apparate werden hierdurch von der Station regulirt, aber automatisch bewegt.
In Fig. 5 sind die beiden Magnete A in Hintereinanderschaltung in einen Stromkreis 12, 14 und die Magnete A1 ebenso in den Stromkreis 13, 14 eingeschaltet.' Der Umschalter^1 schliefst einen jeden dieser Stromkreise nach Bedarf. Die AVirkungsweise der Magnete auf die durch dieselben afficirten Vorrichtungen ist derjenigen der Anordnung nach Fig. 3 ähnlich.
Ji ist ein in den nach dem Umschalter K1 führenden Leiter eingeschalteter regulirbarer Widerstand, durch dessen Regulirung der in den Stromkreisen 12, 14 oder 13, 14 befindliche Strom im gegebenen Falle verändert werden kann.
Die -Magnete A sind durch die Differenz ihrer Windungen oder durch die Differenz in der Entfernung zwischen Magnet und Armatur oder dergleichen so angeordnet, dafs eine verschiedene Strommenge zum Anziehen der Magnetarmatur erforderlich ist. Die Magnete A1 werden in Hinsicht auf die anderen Magnete in ähnlicher Weise angeordnet. Durch Regulirung des Widerstandes i? auf verschiedene Grade können daher mehr oder weniger Gruppen der in dem Stromkreis hinter einander liegenden Magnete so eingerichtet werden, dafs sie hinter einander zur Wirkung kommen und die von denselben regulirten Stromkreise mit der gegen vorher entgegengesetzten Seite der Anlage in Verbindung treten. Auch hier sind in der Centralstation geeignete Anzeige-Instrumente wie vorher angebracht.
Die Magnete A' befinden sich, wie ersichtlich, in dem Stromkreis, aber der Strom ist nicht so stark, als dafs durch beide die Armaturen angezogen werden. Durch Justirung des Widerstandes kann der andere Magnet dahin gebracht werden, dafs er zur Wirkung gelangt und kann der durch ihn regulirte Stromkreis mit der anderen Seite des Stromkreises verbunden werden.
Durch diese Anordnung können die Verwendungsstellen von der Centralstation regulirt und umgeschaltet werden. Statt einen justirbaren Widerstand zu benutzen, kann ein jeder Magnet in einen getrennten Stromkreis eingeschaltet sein, wobei in der Centralstation Stromkreisschliefsungsvorrichtungen für einen jeden Magnet vorgesehen sind.
Bei Ausführung der Erfindung in einer Anlage, in welcher Speisungsleiter benutzt werden, empfiehlt es sich, nahe am Ende eines jeden Speisungsstromkreises eine Anzahl elektrisch bewegter Ausgleichsvorrichtungen zu verwenden, und sind Stromstärkenanzeiger in bekannter Weise angebracht. Zeigen dieselben zu viel oder zu wenig Druck an den Enden eines beliebigen Stromkreises an, so werden ein oder mehrere Magnete an jener Stelle erregt und bewirken den Wechsel der Verbindung der durch den Magnet bewegten Umschalter.
Bei Gruppenanlagen, in denen ein Hauptleiter in zwei oder mehrere Zweigleitungen getheilt ist, wobei eine jede eine Verwendungsstelle enthält und die Stromquelle nicht getheilt ist, kann die Erfindung auch dazu dienen, den Anschlufs des einen Zweiges einer Gruppe an die andere zu bewirken.
Diese Anordnung ist dieselbe wie die in Fig. 3 dargestellte, nur ist der Ausgleichsleiter nicht zwischen den Generatoren eingefügt, da nur ein Generator oder zwei oder mehrere derselben mit gewöhnlichen Hintereinander- oder Parallelschaltungsverbindungen zur Verwendung kommen.
Wird in einem Ausgleichssystem die Zahl der Lampen eines Districts zu irgend einer Zeit so klein, dafs dieselbe durch eine Abtheilung der Stromquelle gespeist werden kann, so können alle diese Verwendungsstellen auf die eine Seite des Districts verlegt werden, wodurch dann das System zu einem gewöhnlichen Parallelschaltungssystem unter Aufserbetriebstellung des überflüssigen Generators wird und der Ausgleichsleiter dann einen Hauptleiter der Anlage bildet.
In Verbindung mit einem Ausgleichssystem, das mit oder ohne die vorher beschriebenen Vorrichtungen versehen sein kann, können Vorrichtungen zur Regulirung der elektromotorischen Kraft eines jeden Theiles der Stromquelle unabhängig von den anderen Theilen zur Verwendung kommen, um die elektromotorische Kraft in beiden oder allen Theilen der Anlage gleich zu halten.
Sind zwei oder mehrere dynamo-elektrische Maschinen in Hintereinanderschaltung verbunden, wobei eine jede derselben einen Theil der Stromquelle bildet, so empfiehlt es sich, zur Regulirung der elektromotorischen Kraft einer jeden Maschine einen justirbaren Widerstand in den erregenden Stromkreis derselben einzuschalten.
Sinkt dann die elektromotorische Kraft in dem einen Hauptleiter mehr als in dem anderen, wenn die eine Maschine schneller als die andere läuft oder auf irgend eine Weise die elektromotorische Kraft der einen Seite gröfser als die der anderen wird, so werden die Widerstände in den erregenden Stromkreisen der Ma-
schinen zur Ausgleichung der Differenz unabhängig regulirt, so dafs dieselbe elektromotorische Kraft constant erhalten wird. Hierdurch wird die Lichtstärke der Lampen in den verschiedenen Theilungen auf gleicher Höhe und das Gleichgewicht der Anlage aufrecht erhalten, da der Strom in den Hauptleitern der gleiche bleibt und das Fliefsen desselben nach dem Ausgleichsleiter vermieden wird.
Sind mehrere Generatoren in einem jeden Theile der Stromquelle enthalten, so können dieselben alle durch einen oder mehrere justirbare Widerstände regulirt werden.
Fig. 2 zeigt die Anordnung hierfür in Verbindung mit der von Hand zu verstellenden Umschaltung zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts in der Anlage.
Die erregenden Spulen eines jeden Generators A befinden sich in einem Parallelschaltungsstromkreis 6, 7, der einen justirbaren Widerstand JR enthält. Durch getrennte Regulirung dieser Widerstände kann auch die elektromotorische Kraft auf jeder Seite besonders regulirt und demzufolge die Lichtstärke aller Lampen in der Anlage gleich und auf der entsprechenden Höhe gehalten werden.
Wird die Stromquelle in mehr als zwei Theile zerlegt, so kann auf gleiche Weise jeder derselben mit seiner unabhängigen Regulirvorrichtung versehen werden.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf die Verwendung der Ausgleichung bei Systemen sich kreuzender, je mit einander verbundener positiver und negativer Leiter, durch welche der Strom durch keine Lampen enthaltende Speisungsstromkreise zugeführt wird.
Es empfiehlt sich, die Speisungsstromkreise so anzuordnen, dafs alle Theile der Anlage in elektrischer Beziehung gleich weit von der Centralstation oder der Stromquelle entfernt sind, so dafs ohne Zuhülfenahme justirbarer Widerstände in den Speiseleitern derselbe Druck oder dieselbe elektromotorische Kraft in allen Theilen der Anlage aufrecht erhalten bleibt.
Zu diesem Behufe werden die Hauptleiter der Anlage mit allen positiven Leitern an sich kreuzenden Stellen verbunden, was auch mit den negativen Leitern der P"all ist.
Die elektrische Stromquelle kann aus einer beliebigen Anzahl dynamo- oder magneto-elektrischer Maschinen oder anderer in einfacher •Oder vielfacher Hintereinanderschaltung angeordneter Generatoren bestehen.
Bei Anordnung einer dynamo- oder magnetoelektrischen Maschine sind eine oder mehrere besondere Commutatorbürsten angebracht, von denen die Ausgleichsleiter ausgehen, um die Stromquelle in die geeignete Anzahl Theile zu zerlegen; sind dagegen zwei oder mehrere Generatoren in Hintereinanderschaltung angeordnet, so sind die zwischen ihnen liegenden Ausgleichsleiter mit dem von dem einen nach dem anderen Generator gehenden Leiter ver-> bunden.
Die verschiedenen positiven, vom positiven Pol der Stromquelle ausgehenden Speiseleiter sind an verschiedenen Stellen mit dem positiven Hauptleiter der einen Seite oder Grenze des gespeisten Districts verbunden, während entsprechend die negativen Speiseleiter mit dem negativen Hauptleiter der anderen Seite der Anlage verbunden sind. Durch diese Anordnung befinden sich alle von demselben Zuführungsstromkreis gespeisten Verwendungsstellen von der Stromquelle elektrisch in gleichem Abstande.
Das Leitungsvermögen der Speiseleiter ist so bemessen, dafs alle Punkte, an denen sie mit den Hauptleitern verbunden sind, elektrisch in gleichem Abstande von der Stromquelle liegen, so dafs also die mit nahe an der Quelle liegenden Stellen verbundenen Leiter kleineren Querschnittes sind als die in gröfserer Entfernung liegenden, wodurch das Sinken der elektromotorischen Kraft in allen Speisestromkreisen dasselbe ist, die trotz der verschiedenen Länge alle von gleichem Widerstand sind.
Parallel zu den sich kreuzenden Hauptleitern läuft durch die ganze Anlage ein System sich kreuzender Ausgleichsleiter, die an ihren Kreuzungsstellen unter sich verbunden sind. Die Anzahl der Ausgleichsleiter hängt von der Zahl der hinter einander geschalteten Verwendungsstellen ab und dienen dieselben zur Theilung der Parallelschaltungsstromkreise in eine der Zahl der am besten in vielfache Hintereinanderschaltungen angeordneten Verwendungsstellen entsprechende Zahl von Theilen, die sich natürlich mit der elektromotorischen Kraft des benutzten ändert.
Jeder eine Lampe enthaltende Parallelschaltungsstromkreis ist quer durch mit einem entweder nach einem positiven oder negativen Hauptleiter gehenden Ausgleichsleiter verbunden, wobei die Zahl der Verwendungsstellen auf der einen Ausgleichsleiterseite möglichst gleich derjenigen auf der anderen Seite ist, weshalb auch die Verwendungsstellen in vielfacher Hintereinanderschaltung angeordnet sind.
In den Centren der Anlage, d. h. an den Stellen inmitten der Verbindungsstellen der positiven und negativen Speisungsleiter mit den Hauptleitern, sind mit den sich kreuzenden Ausgleichsleitern ein oder mehrere Leiter verbunden, die nach der Stromquelle gehen und an den Theilungspunkten dieser Quelle angeschlossen sind, welche Leiter als Hauptausgleichsleiter bezeichnet werden können.
Treten Differenzen in der Zahl der Lampen in dem Stromkreis einer jeden Seite des Ausgleichsleiters ein, so wird die Differenz des Stromes durch diesen Ausgleichsleiter aufge-
nommen, in dem dann der Strom in der einen oder anderen Richtung fliefst, je nachdem die positive oder negative Seite überwiegt.
Auf diese Weise erhält eine jede Lampe immer einen constanten Strom geliefert, und werden alle Lampen, trotzdem sie in vielfacher Hintereinanderschaltung angeordnet sind, unabhängig von einander regulirt.
Statt alle positiven Speiseleiter auf der einen und alle negativen derselben auf der anderen Seite des Systems zu verbinden, kann ein Theil der positiven (oder negativen) Leiter auf der einen und die übrigen Leiter auf der anderen Seite verbunden werden, während sämmtliche Leiter der anderen Art in der Mitte der Speiseleiter verbunden werden. In diesem Falle kommen dann zwei Sätze von Hauptausgleichsleitern zur Verwendung, von denen ein jeder nach zwischen den Speiseleitern gelegenen Punkten läuft, wobei jedoch beide Sätze an den Theilungsstellen der Stromquelle verbunden sind.
Fig. 6 ist ein Diagramm einer Anlage, in welcher die entgegengesetzten Speiseleiter mit den entgegengesetzten Seiten des Districts verbunden sind; Fig. 7 ein eben solches, in welchem Leiter der einen Art in dem Centrum und diejenigen der anderen Art an den Seiten verbunden sind, während durch Fig. 8 die Grundlage dieses Vertheilungssystems dargestellt wird.
In Fig. 8 sind A A die durch den Leiter a hinter einander geschalteten dynamo- oder magneto-elektrischenMaschinen. Ein positiver Leiter^5 und ein negativer Leiter N gehen von den entsprechenden Polen der Generatorengruppen ab, welche Leiter bis zu den Punkten b b als Speiseleiter, der übrige Theil p. und η jedoch als positive und negative Hauptleiter angesehen werden können.
Parallel zu den Hauptleitern p η läuft ein Ausgleichsleiter c, während vom Mittelpunkt des Leiters c ein Hauptausgleichsleiter C ausläuft, der mit dem Leiter α zwischen den Generatoren verbunden ist. Die vielfachen, die Lampen d enthaltenden Parallelschaltungsstromkreise gehen von dem Ausgleichsleiter c nach dem positiven Hauptleiter/ und die die Lampen dl enthaltenden Stromkreise von dem Leiter c nach dem negativen Leiter n. Hierdurch befinden sich die Lampen d und d1 in vielfacher Hintereinanderschaltung, werden aber durch die Ausgleichsleiter C und c unabhängig von einander regulirt.
Kommen Ströme mit hoher elektromotorischer Kraft zur Verwendung, so dafs mehr Lampen in Hintereinanderschaltung untergebracht werden können, so wird die Stromquelle in drei oder mehr Theile zerlegt und kommen zwei oder mehrere Ausgleichsleiter zur Verwendung. Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dafs sich das hier dargestellte complete Verteilungssystem nur als eine Vervielfältigung' des in Fig. 8 gekennzeichneten erweist.
Statt nur eines positiven Leiters P und eines negativen N laufen von den Generatoren A A eine Anzahl solcher Leiter aus und werden hier die Häuserviertel B B einer Stadt oder eines Districts einer solchen von einer Reihe sich kreuzender positiver und negativer Hauptleiter p und ri umgeben.
Die Speiseleiter sind an entgegengesetzten Seiten der Anlage angeschlossen, indem die Leiter eines jeden Paares PN an den gegenüberliegenden Enden eines jeden anderen Paares ρ η und in derselben Entfernung von der Stromquelle endigen.
Die Leiter der nahe an der Elektricitätsquelle endigenden Paare sind von kleinerem Querschnitt als die in weite Entfernung laufenden Leiter, damit in allen Theilen der Anlage die elektromotorische Kraft dieselbe bleibt.
Parallel zu den Hauptleitern / und η ist ein System sich kreuzender und mit einander verbundener Ausgleichsleiter c angeordnet, wobei die Verbindungen der die Lampen enthaltenden Stromkreise nach Art der Fig. 8 hergestellt sind. Die Hauptausgleichsleiter C sind inmitten der Enden der positiven und negativen Speisungsstromkreise PN mit einem der Ausgleichsleiter c verbunden, und sind so viel Leiter C angeordnet, als Speisungsstromkreise P N vorhanden sind, wodurch alle sich kreuzenden Ausgleichsleiter mit der getheilten Stromquelle verbunden sind, da alle Leiter C in einem einzigen Punkt des Leiters α zusammenlaufen.
Bei dieser Anordnung der Leiter bleibt in jedem Theil der Anlage die elektromotorische Kraft und demzufolge die relative Lichtstärke der Lampen eine gleiche und constante, da trotz des Ausschaltens von mehr oder weniger Leitungen aus dem Stromkreis die in Hintereinanderschaltung befindlichen Lampen durch die Ausgleichsleiter immer denselben Strom empfangen.
Die in Fig. 7 dargestellte Anordnung ist in ihrem Princip der in Fig. 1 dargestellten ähnlich. Bei' jener Anordnung ist ein Theil der negativen Speiseleiter N an der einen Seite des Districts, die übrigen Leiter an der anderen Seite mit einander verbunden, während alle positiven Leiter P in der Mitte der Anlage zwischen den negativen Leitern verbunden sind, wodurch die Verwendungsstellen beider Hälften der Anlage sich elektrisch in gleichen Abständen von der Centralstation befinden.
Bei der Anordnung der Anlage in Fig. 7 kommen zwei Sätze von Hauptausgleichsleitern C zur Verwendung, die zwischen den Enden der Speiseleiter P und N an die Ausgleichsleiter c angeschlossen sind und alle nach ein und dem-
selben Punkte des Leiters α laufen. Die Zahl der sich kreuzenden Ausgleichsleiter mufs natürlich je nach der Zahl der in Hintereinanderschaltung angeordneten Verwendungsstellen vermehrt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    In einem Compensations-Vertheilungssystem für den elektrischen Strom, in welchem aufser den Hauptstromleitern ein oder mehrere Compensationsleiter zur Verwendung kommen, wodurch mehrere Abtheilungen in der Vertheilung gebildet werden, folgende von dem Patente No. 25205 abhängige Vorrichtungen:
    i. Das Verfahren, die Verwendungsstromkreise zur Herstellung des Gleichgewichts in den Abtheilungen der Verteilungsanlage an die eine oder andere Abtheilung anzuschliefsen, und zwar:
    a) durch automatische Umstellung in der Leitung durch den Strom mittelst der Magnete A A1 und deren Armatur, Fig· 3;
    b) durch automatische Umstellung in der Leitung mittelst der Magnete A A1 und deren Armatur von der Centralstation aus durch die Contactplatten i h, Fig. 45
    c) durch automatische Umstellung in der Leitung mittelst der Magnete A A' und deren Armatur von der Centralstation aus durch Einschalten von Widerständen R, Fig. 5.
    Die Anordnung von verstellbaren Widerständen im erregenden Felde der einzelnen, das System speisenden Generatoren zum Ausgleiche der Unterschiede der elektromotorischen Kraft in den Abtheilungen der Compensations-Vertheilungsanlage, Fig. 2.
    In einem Verteilungssystem, in welchem die sich kreuzenden positiven und die sich kreuzenden negativen Leiter / η verbunden sind und durch Speisungsleiter PN mit Elektricität versorgt werden, die Anbringung von parallel mit den positiven und negativen Leitern laufenden Ausgleichsleitern c, welche an ihren Kreuzungspunkten mit einander verbunden sind und durch an einem Punkte zwischen den Generatoren zusammenlaufende Hauptausgleichsleiter C mit der Stromquelle verbunden sind, Fig. 6, 7 und 8.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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