DE1620439C3 - 2-Carbomethoxya minobenzimidazole und diese enthaltende Arzneimittel - Google Patents

2-Carbomethoxya minobenzimidazole und diese enthaltende Arzneimittel

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DE1620439C3
DE1620439C3 DE19661620439 DE1620439A DE1620439C3 DE 1620439 C3 DE1620439 C3 DE 1620439C3 DE 19661620439 DE19661620439 DE 19661620439 DE 1620439 A DE1620439 A DE 1620439A DE 1620439 C3 DE1620439 C3 DE 1620439C3
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carbomethoxyaminobenzimidazole
phenylenediamine
minobenzimidazole
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DE19661620439
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Inventor
Philip Paul Phoenixville; Pagano Joseph Frank Paoli; Pa. Actor (V.St.A.)
Original Assignee
Smith, Kline and French Laboratories, Philadelphia, Pa. (V.StA.)
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Description

Die Erfindung betrifft den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können in an sich bekannter Weise dadurch hergestellt werden, daß man ein S-niedrigmolekulares Alkylpseudothioharnstoffsulfat in Gegenwart einer Base mit 1 bis 2 Äquivalenten Chlorameisensäuremethylester kondensiert und das Umsetzungsprodukt mit einem substituierten o-Phenylendiamin der allgemeinen Formel III
NH,
NH1
(III)
Rühren sehr langsam erhitzt, wobei sich Methylmercaptan entwickelt. Während die Temperatur langsam ansteigt, wird zur Kontrolle des Schäumens Äthanol zugegeben. Das Gemisch wird insgesamt etwa 45 Minuten unter Rückfluß gekocht, danach auf Raumtemperatur abgekühlt und 2 Tage stehengelassen.
Der entstandene hellbraune Feststoff wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und in 50prozentigem, wäßrigem
.... . ,Äthanol suspendiert und wiederum abfiltriert. Der
ίο Feststoff wird auf einer porösen Platte in einem Trockenschrank getrocknet.
Das Produkt wird aus 1200 bis 1400 ml eines Gemisches aus je 30 ml Äthanol und 150 ml Wasser umkristallisiert und in einem Kühlschrank über Nacht stehengelassen. Das Produkt wird abfiltriert und zweimal mit 20prozentigem, wäßrigem Äthanol gewaschen. Das Produkt wird dann wiederum aus 20prozentigem, wäßrigem Äthanol umkristallisiert. Es wird unter vermindertem Druck über P2O5 getrocknet. Man erhält die reine Titelverbindung vom F. 225 bis 227° C (Zersetzung).
Beispiel 2
Herstellung von
5-n-Propyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol
Gemäß Beispiel 1 werden 8,2 g 4-n-Propyl-o-phenylendiamin, 7,8 g Chlorameisensäuremethylester und 15,2 g 2-Methyl-2-pseudothioharnstoffsulfat in wäßrigem Medium umgesetzt. Ausbeute 10,25 g der rohen Titelverbindung vom F. 234 bis 235° C. Nach zweimaliger Umkristallisation aus 85prozentigem wäßrigem Äthanol werden weißgraue Kristalle erhalten, die unter vermindertem Druck über P2O5 getrocknet werden. Ausbeute 7,7 g reine Verbindung vom F. 239 bis 240,5° C (Zersetzung).
45
in der R die vorstehende Bedeutung hat, in Gegenwart einer Säure kondensiert.
Die Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen.
Beispiel 1
Herstellung von
5-n-Butyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol
In einem 1000 ml fassenden Dreihalskolben, der mit einem Rührwerk, Tropftrichter und Thermometer ausgerüstet ist, werden 13,9 g (0,05 Mol) 2-Methyl-2-pseudo thioharnstoffsulf at in etwa 10 ml Wasser unter Kühlung in einem Eisbad gerührt. Sodann werden 9,45 g (0,1 Mol) Chlorameisensäuremethylester rasch zugegeben. Das Gemisch wird 10 Minuten bei 0° C gerührt, dann werden insgesamt 19 ml 25prozentige Natronlauge in 10 Minuten zugegeben, wobei die Temperatur unter 20° C gehalten wird. Zu diesem Zeitpunkt beträgt der pH-Wert etwa 8 und bleibt nach 5minütigem Rühren etwa gleich. Durch Zugabe von 10 ml Eisessig wird der pH-Wert auf etwa 5 eingestellt, wobei die Temperatur bei etwa 20° C gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird hierauf mit einer Lösung von 11,9g (0,05 Mol) 4-n-Butyl-o-phenylendiamin-hydrochlorid in Äthanol versetzt. Der Tropftrichter wird durch einen Kühler ersetzt, dem 3 Waschflaschen für Methylmercaptan nachgeschaltet sind, wobei die eine leer ist und die zwei anderen mit lOprozentiger Natronlauge gefüllt sind. Das Gemisch wird unter
Beispiel 3
Herstellung von
5-n-Amyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol
Gemäß Beispiel 1 werden 12,0 g 2-Methyl-2-pseudothioharnstoffsulfat mit 6,15 g Chlorameisensäuremethylester und 7,7 g 4-n-Amyl-o-phenylendiamin umgesetzt. Ausbeute 8,5 g der rohen Titelverbindung vom F. 215 bis 218° C (Zersetzung). Nach zweimaliger Umkristallisation aus 85prozentigem, wäßrigem Äthanol und anschließendem Trocknen unter vermindertem Druck über P2O5 werden 7,0 g rohe Verbindung vom F. 228 bis 230° C (Zersetzung) erhalten.
Beispiel 4
Herstellung von
5-n-Propoxy-2-carbomethoxyaminobenzimidazol
Gemäß Beispiel 1 werden 55,7 g 2-Methyl-2-pseudothioharnstoffsulfat mit 37,8 g Chlorameisensäuremethylester .und 33,2 g 4-Propoxy-o-phenylendiamin umgesetzt. Das Rohprodukt wird aus Dimethylsylfoxid umkristallisiert Die Kristalle werden mit Äthanol gewaschen und unter vermindertem Druck über P2O5 getrocknet. Ausbeute 11,85 g der reinen Titelverbindung vom F. 230 bis 230,5° C.
Beispiel 5
Herstellung von
S-n-Butoxy^-carbomethoxyaminobenzimidazol
Gemäß Beispiel 1 werden 55,7 g 2-Methyl-2-pseudothioharnstoffsulfat mit 37,8 g Chlorameisensäuremethylester und 36,0 g 4-n-Butoxy-o-phenylendiamin umgesetzt. Das Rohprodukt wird aus Dimethylsulfoxid umkristallisiert. Die Kristalle werden mit Äthanol gewaschen und an der Luft getrocknet. Ausbeute 24,7 g der reinen Titelverbindung vom F. 224 bis 225°C.
Auf die vorstehend angegebene Weise werden aus folgenden o-Phenylendiaminen die nachstehend angegebenen Produkte erhalten:
Ausgangsverbindung
Produkt
4-n-Amyloxy-o-phenylendiamin
4-Äthoxy-o-phenylendiamin
4-Äthyl-o-phenylendiamin
4-Isobutyl-o-phenylendiamin
4-tert.-Butyl-o-phenylendiamin
4-Isoamyl-o-phenylendiamin
4-Isopropoxy-o-phenylendiamin
5(6)-AmyIoxy-2-carbomethoxyaminobenzimidazol,
F. 211 bis 213° C
5-Äthoxy-2-carbomethoxyaminobenzimidazol,
F. 223 bis 2250C
5-Äthyl-2-carbomethoxyaminobenzimidäzoI,
F. 237 bis 238,5° C
5-lsobutyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol,
Smp. 239,5 bis 2420C
5-tert.-Butyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol,
F. 221 bis223°C(Zers.)
5-Isoamyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol,
F. 228 bis 2290C (Zers.)
5-Isopropoxy-2-carbomethoxyaminobenzimidazol,
F. 213bis215°C
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I sind wertvolle Arzneistoffe. Sie sind Anthelmintica mit breitspektraler Wirkung gegen Parasiten von Warmblütern, und zwar sowohl gegen die ausgereiften als auch die nichtausgereiften Parasitenstadien. Insbesondere wurde festgestellt, daß sie eine hohe Aktivität gegen verschiedene Wurminfektionen des Darmtraktes von Nutztieren besitzen und außerdem eine niedrige systemische Toxizität bei dem Wirtstier aufweisen.
Einige Verbindungen der allgemeinen Formel I haben antivirale Wirkung. Insbesondere ist 5-n-Butyl-2-carbomethoxyaminobenzimidazol aktiv bei Mäusen bei einer Dosierung von 5 bis 100 mg/kg gegen Vacciniainfektionen und zeigt in vitro Aktivität gegen Vacciniaviren und gegen Influenza-A-Viren, und zwar vom WSN- und NWS-Stamm.
An Schafen, die mit verschiedenen gastrointestinalen Nematoden befallen waren, wurden die zu untersuchenden Verbindungen der allgemeinen Formel I in der angegebenen Dosis in mg/kg Körpergewicht getestet, wobei eine einzige Dosis mit einer Konzentration von 1 Prozent in Leitungswasser verabreicht wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Tabelle I
Verbindung der allge Dosis, mg/kg Verminderung
meinen Formel I, R der Nematoden,
n-Amyl 12,5 100
n-Butyl 12,5 82
n-Propyl 12,5 95
Isopropyl 12,5 89
Äthyl 12,5 87
Thiabendazol 50 89
Aus der Tabelle II sind die Toxizitäten und die Wirksamkeit einiger Verbindungen der allgemeinen Formel I bei der Bekämpfung von Madenwürmern bei Mäusen zu entnehmen. Zur Ermittlung der Toxizität (Spalte 1 bis 3) wurden die Verbindungen oral in einer einzelnen Dosis von 1 g/kg Körpergewicht verabreicht, was etwa der lOOfachen wirksamen Dosis entspricht. Aus den Überlebensraten ist ersichtlich, daß allgemein eine toxische Wirkung bei einer Dosis in der Größenordnung der wirksamen Dosis nicht vorhanden ist und daß der LDso-Wert aller Verbindungen über 1 g/kg liegt.
Darüber hinaus kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden, ob alle Todesfälle auf den Arzneistoff zurückgehen, da es schwierig ist, Mäusen große Mengen
viskoser Arzneistoffsuspensionen zu verabreichen.
Vermutlich haben einige Todesfälle hierin ihre Ursache.
In der letzten Spalte der Tabelle ist die Verminderung
der Madenwürmer in Prozent bei einer Dosis von 10 mg/kg angegeben. Bei Thiabendazol beträgt die
effektive Dosis für eine lOOprozentige Verminderung des Madenwurms 50 mg/kg. Die LD50 von Thiabendazol bei oraler Verabfolgung an Mäusen beträgt 3,6 g/kg.
Tabelle II
Verbindung der allgemeinen Anzahl der Anzahl der über- Überlebensrate Formel I, R Versuchstiere lebenden Tiere (%)
Cewichts-Zunahme in g/Woche (Gruppenmittel)
% Verminderung (10 mg/kg)
n-Butyl 10 10 100 2,7 93
n-Amyl 10 10 100 3,0 62
n-Propyl 10 9 90 2,3 100(d)
n-Propoxy 10 9 90 2,0 100
n-Butoxy 10 10 100 2,2 100(d)
n-Amyloxy 10 8 80 1,8 97(d)
Isopropoxy 10 8 80 3,3 100
Isobutyl 10 io' 100 1,1 96
tert.-Butyl 10 8 80 2,4 85
Isoamyl 10 9 90 2,9 84(d)
Kontrollversuch 10 10 100 2,7
Anm.: (d) bedeutet 2 Versuchsreihen.

Claims (2)

Patentansprüche:
1.2-Carbomethoxyaminobenzimidazole der allgemeinen Formel I
NH-COOCH1 (1)
in der R einen Alkyl- oder Alkoxyrest mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
2. Arzneimittel, bestehend aus einer Verbindung gemäß Anspruch 1 und üblichen Träger- und Hilfsstoffen.
DE19661620439 1965-12-23 1966-12-22 2-Carbomethoxya minobenzimidazole und diese enthaltende Arzneimittel Expired DE1620439C3 (de)

Applications Claiming Priority (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US38752464A 1964-08-04 1964-08-04
US51612065A 1965-12-23 1965-12-23
US51612065 1965-12-23
US56211766A 1966-07-01 1966-07-01
US56211766 1966-07-01
DES0107553 1966-12-22

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1620439A1 DE1620439A1 (de) 1970-04-23
DE1620439B2 DE1620439B2 (de) 1975-12-18
DE1620439C3 true DE1620439C3 (de) 1976-07-29

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