DE1611752C - Antrieb fur die Messerwalzen eines Gerätes zum Zerschneiden von Schriftstücken Ausscheidung aus 128 9404 - Google Patents
Antrieb fur die Messerwalzen eines Gerätes zum Zerschneiden von Schriftstücken Ausscheidung aus 128 9404Info
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- DE1611752C DE1611752C DE1611752C DE 1611752 C DE1611752 C DE 1611752C DE 1611752 C DE1611752 C DE 1611752C
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Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für die Messerwalzen eines Gerätes zum Zerschneiden von
Schriftstücken, bestehend aus einem Elektromotor mit Untersetzungsgetriebe, das mit den zum Zerschneiden
dienenden Messerwalzen . in Verbindung steht. , . '
Um große Schnittleistungen eines derartigen Papierwolfes zu erzielen, kann man entweder einen Motor
mit hoher Drehzahl und niedrigem Drehmoment oder aber einen Motor mit hohem Drehmoment und
niedriger Drehzahl verwenden. Bei der Verwendung eines Motors mit hoher Drehzahl erzielt man den
Vorteil, daß der Motor an sich kleiner, leichter und billiger ist, dafür muß man aber dann ein stärker untersetzendes
Getriebe verwenden, über das die.Messerwalzen angetrieben werden. Es ist bekannt, daß
Zahnradgetriebe einen sehr schlechten Wirkungsgrad bzw. einen großen Leistungsverlust haben.
Für die Verwendung eines langsamer drehenden Motors spricht eigentlich nur sein höheres Drehmoment,
insbesondere beim Anlauf, so daß gleich beim Einschalten fast die volle Leistung zur Verfügung
steht.
Durch die französische Pateritschrift 1395 571
beispielsweise ist ein derartiger Antrieb bekannt, bei
dem die gegenläufig drehenden Messerwalzen von einem Elektromotor über einen Riementrieb" mit Riemenscheibe
angetrieben werden, wodurch die gewünschte Untersetzung erreicht wird. Einen ähnlichen
Antrieb zeigt das deutsche Gebrauchsmuster 1 945 Ö7I. Diese vorbekannteri Antriebe berücksichtigen
jedoch nicht in ausreichendem Mäße die Schwierigkeiten, die während des Betriebes durch
Verstopfen oder Verklemmen des Schnittgutes hervorgerufen werden können. Die häufigste Ursache
dieser unerwünschten Betriebsstörung besteht darin, daß von dem Bedienenden zu viel Papier gleichzeitig
in die Schneidwalzen eingegeben wird. Sind die Messerwalzen durch Überfütterung zum Stillstand gekommen,
so muß der Motor abgeschaltet werden.
Zur Beseitigung dieser Störungsursache ist es durch das deutsche Gebrauchsmuster 1 793 203 bekannt,
einen Reversiermotor zu verwenden. Dort wird der Rückwärtslauf über einen Bimetallschalter
mit Zeitrelais kurzzeitig eingeschaltet.
Da das für die Rückwärtsdrehung der Messerwalzen aufzubringende Drehmoment im allgemeinen wesentlich
größer ist als das Drehmoment für einen normalen Schneidvorgang, sind die Antriebsmotoren, die
zu diesem Zweck mit einem Reversiergetriebe versehen oder auch selbst als Reversiermotoren ausgebildet
sind,· nicht in der Lage, dieses Drehmoment aufzubringen
und aus eigener Kraft die Verstopfungsursache durch' Rückwärtsdrehung der Messerwalzen
wieder zu beseitigen. Insbesondere die schnellaufenden Motoren, die wegen ihrer räumlichen und gewichtsmäßigen
Vorteile bevorzugt angewendet werden; versagen in solchen Situationen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Antrieb der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
bei dem auch für das Freilaufen der Messerwalzen im Rückwärtsgang ein ausreichendes Drehmoment zur
Verfugung steht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß eines der Glieder des aus
Zahnriemen bestehenden Untersetzungsgetriebes mit dem von ihm angetriebenen Teil durch eine Überholkupplung
verbunden ist, die aus einem in der Welle der einen Messerwalze sitzenden Mitnehmerstift und
aus einem an der Riemenscheibe befestigten Anas schlag mit zwei Anschlagflächen besteht, die sich in
der Drehebene des Mitnehmerstiftes befinden.
Es können somit auch Motoren mit hohen Drehzahlen verwendet werden, die von Haus aus für derartige
Antriebe besonders geeignet sind, weil, unterstützt durch das Schwungmoment, auf die rückwärts
anlaufenden Riemenscheibe ein ausreichendes Drehmoment zum Losbrechen der festsitzenden Messerwalzen
dadurch aufgebracht werden kann, daß der Elektromotor mit seinem Untersetzungsgetriebe einschließlich
Riemenscheibe um den durch die beiden Anschlagflächen definierten Drehwinkel frei, d. h.
praktisch belastungslos zurückgedreht werden kann. Erst wenn der Mitnehmerstift an einer der beiden
Anschlagflächen anschlägt, wird das vom Motor zur Verfügung stehende · Drehmoment, verstärkt durch
das Trägheitsmoment der sich drehenden Massen, für das Losbrechen der festsitzenden Papiermengen benötigt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausf ührungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Papierzerschneidmaschine
mit abgenommenem Deckel und
Fig. 2 eine Teilseitenansicht auf das Getriebe, das
.. die Motorwelle des Antriebsmotors mit den Messerwalzen verbindet.
Die Messerwalzen 15 und 17 sind in zwei Platinen 1 und 2 drehbar gelagert, welche durch Pfeiler 3
miteinander verbunden sind. Diese beiden Platinen 1 und 2 stellen zusammen, mit ihren Pfeilern 3. einen
Gestellrähmen dar, der im Gehäuseboden 26 des Gerätes
untergebracht ist.* An der Platine 1 ist ein Antriebsmotor
4 angeflanscht, der über ein Untersetzungsgetriebe 7, das ebenfalls fin Gehäuseboden 26
untergebracht ist, die Messerwalze 15 und über zwei miteinander im Eingriff stehenden Zahnrädern 16
auch die Messerwalze 17 antreibt.
Das Untersetzungsgetriebe 7 besteht aus einem auf der Motorwelle sitzenden Zahnriemenritzel 5 einer
Zahnriemenscheibe 8, mit der ein Zahnriemenritzel 9 verbunden ist und aus einer Zahnriemenscheibe 11.
Durch einen Zahnriemen 6 wird vom Zahnriemenritzel 5 der Motorwelle die Zahnriemenscheibe 8 angetrieben
und von dem Zahnriemenritzel 9 der Zahnrie-
menscheibe 8 über den Zahnriemen 10 die Zahnriemenscheibe.
11. Die Zahnriemenscheibe 11 ist lose auf der Welle der Messerwalze 15 gelagert und besitzt
einen Anschlag 12', der zwei Anschlagflächen 12 und 13 hat, die mit einem in der Welle der Messerwalze
15 befestigten Mitnehmerstift 14 zusammenwirken. Der Mitnehmerstift 14 ragt nur auf einer
Seite aus der Welle der Messerwalze 15 heraus, so daß er jeweils nur mit einer Anschlagfläche 12 oder
13 des Anschlages 12' zusammenwirkt und der Zahnriemenscheibe 11 gegenüber der Welle der Messerwalze
15 eine freie Drehbewegung um etwa 180° ermöglicht. Diese Verbindung zwischen der Zahnriemenscheibe
11 und der Messerwalze 15 stellt somit eine Überholkupplung dar. ■
Der Antriebsmotor 4 ist als Reversiermotor ausgebildet, d. h., er kann auf beide Drehrichtungen geschaltet
werden. Zum Umschalten von einer Drehrichtung auf die andere sind zwei Schalter 22 vorgesehen.
'
Die Funktionsweise dieser Einrichtung ist folgende: Während des normalen Betriebes treibt der
Motor 4 das Getriebe 7 so an, daß alle Teile sich in Uhrzeigerdrehrichtung drehen und nur die Messerwalze
17 durch die beiden Zahnräder 16 in entgegengesetzter Richtung angetrieben wird, so daß sich die
beiden Messerwalzen 15 und 17 von oben gesehen gegeneinander drehen und das von oben eingegebene
Papier nach unten durchziehen. Wenn nun durch eine Verstopfung oder Hemmung die Messerwalzen 15
und 17 zum Stillstand gebracht werden und der Motor 4 das nötige Drehmoment zum Durchziehen nicht
mehr aufbringen kann, wird durch die Betätigung des Ausschalters der Motor abgeschaltet und gleich
anschließend kann dann der Motor in entgegengesetzter Drehrichtung wieder eingeschaltet werden.
Durch die Überholkupplung zwischen der Zahnriemenscheibe 11 und der Welle der Messerwalze 15 ist
nun dem Motor 4 die Möglichkeit gegeben, im Leerlauf auf seine volle Tourenzahl, d. h. Leistung, zu
kommen und dann, wenn die Mitnahme des Stiftes 14 durch die Anschlagfläche 13 erfolgt, die Rückwärtsdrehung
der Messerwalzen 15 und 17 bewirken. Ein besonderer Effekt dieser Überholkupplung besteht
noch darin, daß, weil sich im Zeitpunkt des Anschlagens der Anschlagfläche 13 am Mitnehmerstift 14 die
Riemenzahnscheibe 11 und auch das übrige Getriebe schon auf der vollen Drehgeschwindigkeit befindet,
am Mitnehmerstift 14 ein Schlag entsteht, dessen momentanes Drehmoment größer ist als das volle Leistungsdrehmoment
des Motors, weil sich nämlich dabei gleichzeitig die kinetische Rotationsenergie der in
Bewegung befindlichen Getriebeteile als zusätzliches Drehmoment auswirkt.
Durch den so entstehenden Schlag in Rückwärtsdrehrichtung gelingt es meistens ohne große Schwierigkeiten
und Umstände, die Verstopfungsursache wieder zu beseitigen und das Gerät wieder betriebsbereit
zu machen.
Diese Schlagwirkung ist dann am größten, wenn die Überholkupplung, wie im Ausführungsbeispiel,
zwischen dem letzten Glied des Getriebes 7, d. h. also, zwischen der Zahnriemenscheibe 11 und der
Messerwalze 15 vorgesehen ist. Diese Überholkupplung könnte natürlich auch zwischen zwei anderen
Teilen des Getriebes 7 angeordnet sein. Dies wäre jedoch nicht zweckmäßig, weil einerseits jedes Getriebe
eine gewisse Elastizität aufweist und andererseits nicht alle kinetischen Massenkräfte der einzelnen Getriebeteile,
insbesondere der großen Zahnriemenscheiben 8 und 11, auf den beabsichtigten Schlag auswirken
könnten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Antrieb für die Messerwalzen eines Gerätes zum Zerschneiden von Schriftstücken, bestehend aus einem Elektromotor mit Untersetzungsgetriebe, das mit den zum Zerschneiden dienenden Messerwalzen in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Glieder des aus Zahnriemen bestehenden Untersetzungsgetriebes mit dem von ihm angetriebenen Teil durch eine Überholkupplung verbunden ist, die aus einem in der Welle der einen Messerwalze (15) sitzenden Mitnehmerstift (14) und aus einem an der Riemenscheibe (11) befestigten Anschlag (12') mit zwei Anschlagflächen (12, 13) besteht, die sich in der Drehebene des Mitnehmerstiftes befinden.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3208676A1 (de) * | 1981-03-11 | 1982-10-07 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., Kadoma, Osaka | "reisswolf" |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3208676A1 (de) * | 1981-03-11 | 1982-10-07 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., Kadoma, Osaka | "reisswolf" |
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