DE1605342B2 - Steuereinrichtung fuer eine gleisbremse - Google Patents
Steuereinrichtung fuer eine gleisbremseInfo
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Description
und durch zusätzliche Messung der Wagengeschwindigkeit nach der Testbremsung läßt sich die mittlere
Bremsverzögerung pro gebremste Achse ermitteln.
Statt der Einrichtung zur Messung der Geschwindigkeit in der Bremse kann auch vor derselben durch
eine Achsdruckmeßeinrichtung das Gewicht der ablaufenden Wagengruppe festgestellt und für die mittlere
Bremsverzögerung pro Achse ein Erfahrungswert
zufolge der Reaktionszeit der Bremse sowie des Wagenlaufs in der ausgeschalteten Bremse.
Die vorerwähnten Mittel sind folgende:
Eine Einrichtung zur Messung der Geschwindig-5 keit der Wagengruppe an einer Stelle vor und an einer Stelle in der Bremse. Erstere mißt die Geschwindigkeit der Wagen vor ihrem Eintritt in die Bremse. Nachdem mindestens eine Achse in die Bremse eingelaufen ist, wird diese kurz eingeschaltet, wodurch
Die vorerwähnten Mittel sind folgende:
Eine Einrichtung zur Messung der Geschwindig-5 keit der Wagengruppe an einer Stelle vor und an einer Stelle in der Bremse. Erstere mißt die Geschwindigkeit der Wagen vor ihrem Eintritt in die Bremse. Nachdem mindestens eine Achse in die Bremse eingelaufen ist, wird diese kurz eingeschaltet, wodurch
Anlage werden Gleisbremsen eingebaut, durch io eine Testbremsung erfolgt. Durch Feststellung der
welche die Geschwindigkeit der ablaufenden Wagen augenblicklichen Achszahl in der Bremseinrichtung
verringert werden kann.
Diese Gleisbremsen werden aus Sicherheitsgründen
so dimensioniert, daß sie in der Lage sind, im Gefahrfalle selbst die schwersten Wagengruppen auf Schritt- i5
geschwindigkeit abzubremsen. Im folgenden werden
stets Wagengruppen erwähnt, entsprechend der
Praxis, daß meistens mehrere Wagen gekuppelt ablaufen. Dieser Begriff umfaßt jedoch auch Einzelwagen. 2o angenommen werden. Mit der erstgenannten Test-Für den normalen Betrieb sind die genannten bremsung ist ein Geschwindigkeitsverlust verbunden,
so dimensioniert, daß sie in der Lage sind, im Gefahrfalle selbst die schwersten Wagengruppen auf Schritt- i5
geschwindigkeit abzubremsen. Im folgenden werden
stets Wagengruppen erwähnt, entsprechend der
Praxis, daß meistens mehrere Wagen gekuppelt ablaufen. Dieser Begriff umfaßt jedoch auch Einzelwagen. 2o angenommen werden. Mit der erstgenannten Test-Für den normalen Betrieb sind die genannten bremsung ist ein Geschwindigkeitsverlust verbunden,
der in gewissen Fällen nicht tragbar ist. Bei Anwendung der Gewichtsmessung entfällt ein solcher.
In beiden Fällen läßt sich aus den ermittelten
Gruppe in die Bremse beginnt. Diese Praxis zeitigt 25 Daten, d. h. Geschwindigkeit vor der Bremse und
jedoch folgende Nachteile: entweder Bremsverzögerung pro Achse oder Gewicht
der Wagengruppe, die notwendige Bremsarbeit bestimmen, welche auf die Wagengruppe einwirken
muß, damit sie auf Soll-Geschwindigkeit kommt.
Außerdem ist der Bremse ein Achszählabschnitt vorgelagert, mit welchem die Achszahl jeder ablaufenden
Wagengruppe festgestellt wird. Aus dieser und der mittleren Bremsverzögerung pro Achse läßt
sich die größtmögliche Bremsarbeit ermitteln, die
Weiter hat die obengenannte Praxis zur Folge, daß 35 auf die Gruppe einwirken kann. Zieht man von dieser
sich im Ausschaltzeitpunkt eine von Fall zu Fall ver- die notwendige Bremsarbeit ab, so ergibt sich die
schiedene Achszahl, meistens mehr als eine Achse, nicht benötigte Bremsarbeit, der entsprechend die
in der Bremse befinden. Wegen der Ausschaltzeit- Bremse verzögert eingeschaltet werden kann,
konstanten der Bremse ergeben sich deshalb relativ Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
große und stark streuende Abweichungen der Aus- 40 Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
trittsgeschwindigkeit , .von der angestrebten Soll- beschrieben. Es zeigt
Geschwindigkeit. s F i g. 1 die Bremsarbeit A als Funktion der Lauf-
Der verhältnismäßig lange restliche Laufweg der weite X,
auf Soll-Geschwindigkeit gebremsten Wagengruppen Fig. 2 die Steuereinrichtung für eine einstufige
in der ausgeschalteten Bremse hat erfahrungsgemäß 45 Gleisbremse,
wegen zufällig veränderlicher Laufwiderstände unter Fig. 3 die Steuereinrichtung für eine zweistufige
Umständen weitere beträchtliche Streuungen der Gleisbremse.
Austrittsgeschwindigkeit zur Folge. je(je Achse erfährt in einer zeitgemäßen Gleis-
Die geschilderten/Nächteile treten vor allem im bremse, z. B. in einer elektrodynamischen, eine
.Bereich kleiner Soll-Geschwindigkeiten, wie sie z. B. 50 Bremsverzögerung, welche weitgehend unabhängig
bei Richtungsgleisbremsen in Frage kommen, in Er- Von den Eigenschaften der Radreifen sowie von der
scheinung. in der Bremse befindlichen Achszahl ist und zudem
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese im interessierenden Geschwindigkeitsbereich als kon-Nachteile
zu beseitigen. stant angesehen werden kann. Unter dieser Voraus-
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß 55 setzung kann jede eine eingeschaltete Bremse durchMittel
vorgesehen sind, womit in Abhängigkeit von lauf ende Achse eine über dem Laufweg in der Bremse
der kinetischen Energie der jeweils ablaufenden mit konstanter Steilheit linear zunehmende Brems-Wagengruppe
der Einschaltzeitpunkt der Bremse so arbeit erfahren. Durch Überlagerung der Wirkungen
gewählt wird, daß im Ausschaltzeitpunkt alle Einzel- auf den in F i g. 1 beispielsweise dargestellten zweiachsen
bzw. Drehgestelle bis auf die bzw. das letzte 60 achsigen Wagen 5 in der aus zwei Bremsabschnitten
des letzten Wagens die Bremse bereits durchlaufen 10 und 10' bestehenden Bremse ergibt sich nach
haben. Wagen mit Drehgestellen können mit Hilfe Fig. 1 für die mögliche Bremsarbeit A in Funktion
an sich bekannter Mittel festgestellt und entsprechend der Laufweite X ein ständig ansteigender Linienzug,
eingestuft werden. Zweiachsige Wagen mit sehr klei- Der Endwert bis zum Austritt der zweiten Achse aus
nem Achsabstand werden wie Drehgestelle gewertet. 65 der Bremse entspricht der größtmöglichen Brems-Eine
solche Steuerung ermöglicht eine minimale Be- arbeit Am bei der Laufweite Xam der ersten Achse,
legungszeit der Bremseinrichtung, sowie kleinst- Wird von dieser Bremsarbeit die notwendige Bremsmögliche
Abweichungen von der Sollgeschwindigkeit arbeit/In in Abzug gebracht, so ergibt sich die nicht
Bremsen demzufolge überdimensioniert. Üblicherweise werden sie bis heute so gesteuert, daß der
Bremsvorgang mit dem Einlauf der ersten Achse der
Die mittlere Geschwindigkeit einer ablaufenden Wagengruppe in der Bremse ist kleiner, als wenn die
Bremsung erst kurz vor dem Austritt der Gruppe aus der Bremse vorgenommen würde. Vor allem bei 30
leichten Wagengruppen kommt dadurch eine lange Belegungszeit der Bremse zustande, welche sich nachteilig
auf die zulässige Zerlegegeschwindigkeit und damit auf die Leistung der Ablauf anlage auswirkt.
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notwendige Bremsarbeit A11n und dieser entsprechend keit um einen Vorhalt höher gewählt wird, der dem
der Ort X1,, bei dessen Erreichen durch die erste Geschwindigkeitsverlust infolge Bremsung der letzten
Achse die Bremse eingeschaltet werden muß, damit Achse während der Ausschaltzeitkonstanten entder
ablaufende Wagen beim Austritt der letzten spricht. Die Sollgeschwindigkeit kann dann mit geAchse
auf die gewünschte Sollgeschwindigkeit ab- 5 ringer Streuung eingehalten werden, und gleichzeitig
gebremst ist. Ist die Eintrittsgeschwindigkeit des wird die Belegungszeit der Bremseinrichtung minimal.
Wagens in die Bremse ve, so ist tc — XJv e die Zeit, Um eine ordnungsgemäße Behandlung der Wagen
um welche die Bremse nach dem Eintritt der ersten gewährleisten zu können, ist es erforderlich, daß die
Achse verzögert eingeschaltet werden kann. Der letzte Achse der vorausliegenden Wagengruppe eine
untere Teil der Fig. 1 zeigt die Stellung des Wagens io Bremse verlassen hat, bevor die erste Achse der nachin
bezug auf die Abschnitte der Bremse im Einschalt- laufenden Wagengruppe in diese einläuft. Von der
Zeitpunkt. Belegungszeit hängt es somit ab, ob eine Bremse Um diesen Zeitpunkt praktisch zu bestimmen, aus einem Abschnitt (F i g. 2) oder aus zwei funkwerden
nun vor und hinter jedem Bremsabschnitt tionell voneinander unabhängigen Abschnitten
Schienenkontakte mit zugeordneten Achszählern ein- 15 (Fig. 3) aufgebaut werden kann oder muß. Die e'rgebaut,
welche einen Zeitzähler mit einer der äugen- läuterte Steuerung ermöglicht weitestgehend mit einer
blicldichen Achszahl in der Bremse sowie der Ein- billigen aus nur einem Abschnitt bestehenden eintrittsgeschwindigkeit
ve proportionalen Zählgeschwin- stufigen Bremse auszukommen,
digkeit steuern. Der Zählerstand ist somit in jedem In F i g. 2 ist am Beispiel einer einstufigen Bremse Augenblick proportional der möglichen, aber nicht 20 mit nur einem Bremsabschnitt 10 die spezielle Annotwendigen Bremsarbeit, bis der oben erläuterte Ordnung einer Steuerung mit Gewichtsmessung dar- -:;-, Wert An,, nach der aus den vorerwähnten Daten er- gestellt. Der Pfeil zeigt in AbI auf richtung. Durch die J- rechneten Zeit tc erreicht ist. In dem Augenblick, in Schienenkontakte 11 und 12 wird ein Achszähldem sich die erste Achse am Ort Xe befindet, wird abschnitt begrenzt und vom Achszähler 1 laufend die die Bremse automatisch eingeschaltet. 25 darin befindliche Achszahl angezeigt. Die Distanz des Gemäß der Arbeitsweise der Steuereinrichtung ersten Kontaktes 11 dieses Abschnitts vom zweiten sollen im Ausschaltzeitpunkt alle Einzelachsen bzw. Kontakt 12 soll möglichst der größten zulässigen Drehgestelle bis auf die bzw. das letzte die Brems- Länge einer ablaufenden Wagengruppe entsprechen, einrichtung bereits durchlaufen haben; das ist der damit der Achszähler 1 die Gesamtachszahl der einFall, wenn die Sollgeschwindigkeit erreicht wird, 30 zelnen Wagengruppen ermitteln kann. Die Schienennachdem vom letzten Wagen einer Wagengruppe die kontakte 14 und 15 betätigen eine nicht dargestellte vorletzte Einzelachse bzw. das vorletzte Drehgestell Einrichtung zur Messung der Wagengeschwindigkeit und bevor die letzte Einzelachse bzw. das letzte Dreh- vor der Bremse. Die Gewichtsmeßeinrichtung 13 gestell die Bremse verlassen hat. Es steht somit zur stellt bei jedem Ablauf die einzelnen Achsgewichte Abbremsung auf Sollgeschwindigkeit ein Spielraum 35 fest und summiert diese zum Gesamtgewicht der aban Bremsarbeit zur Verfügung, "die auf eine Achse laufenden Wagengruppe. Sie ist so weit vor der bzw. ein Drehgestell auf einem dem Achsabstand Bremseinrichtung angeordnet, daß die Gewichtsbzw, dem Drehgestellabstand entsprechenden Brems- meldung rechtzeitig zur Verfügung steht, bevor die weg wirken kann. Erfahrungsgemäß genügt dieser Bremsung beginnen muß. Die in Fig. 2 links vom Spielraum, um die durch die Streuung der Meßgrößen 40 Schienenkontakt 14, d. h. vor der Bremse, liegenden bedingte Ungenauigkeit in der Ermittlung der nötigen Mittel zur Festlegung der Achszahl und des Gewichts Bremsarbeit An zu überbrücken. der ablaufenden Wagengruppe können in einer An-Ferner ist es beispielsweise möglich, daß die wirk- lage mit mehreren hintereinanderliegenden Brems-) liehe Bremsverzögerung nach dem Einschaltzeitpunkt staffeln, z. B. Talbrems- und Richtungsgleisbremsgrößer ist als bei der Testbremsung oder als der 45 staffel, auch nur vor der ersten Staffel vorgesehen Erfahrungswert, so daß die ausgeübte Bremsarbeit werden, wenn dafür gesorgt wird, daß die ermittelten bis zum Auslaufen der letzten Achse nach dem ge- Werte an die Steuereinrichtungen der im Ablaufweg strichelten Linienzug in Fig. 1 ansteigt. Die aus- folgenden Bremsen übertragen werden. Am Anfang geübte Bremsarbeit bis zum Punkt Xam wäre dann und Ende des Bremsabschnitts 10 sind Schienenum den Betrag AAn größer als die notwendige 50 kontakte 18 und 19 mit zugeordnetem Achszähler 2 Bremsarbeit An. Damit in diesem Falle der Wagen 5 eingebaut, welche einen Zeitzähler 20 mit einer, der in F i g. 1 auf die gewünschte Sollgeschwindigkeit ab- Eintrittsgeschwindigkeit und der augenblicklichen gebremst wird, muß die Bremse vorzeitig ausgeschal- Achszahl in der Bremse proportionalen Zähltet werden, wenn die letzte Achse noch um den Lauf- geschwindigkeit bei nicht eingeschalteter Bremse so weg A X0, vor dem Ende der Bremse ist. Entspre- 55 lange fortschalten, bis dieser einen mit Hilfe obenchende Beträge A A „ können sich durch ungenaue genannter Mittel festgestellten Wert erreicht hat und Ermittlung der notwendigen Bremsarbeit infolge dann die Bremse einschaltet.
digkeit steuern. Der Zählerstand ist somit in jedem In F i g. 2 ist am Beispiel einer einstufigen Bremse Augenblick proportional der möglichen, aber nicht 20 mit nur einem Bremsabschnitt 10 die spezielle Annotwendigen Bremsarbeit, bis der oben erläuterte Ordnung einer Steuerung mit Gewichtsmessung dar- -:;-, Wert An,, nach der aus den vorerwähnten Daten er- gestellt. Der Pfeil zeigt in AbI auf richtung. Durch die J- rechneten Zeit tc erreicht ist. In dem Augenblick, in Schienenkontakte 11 und 12 wird ein Achszähldem sich die erste Achse am Ort Xe befindet, wird abschnitt begrenzt und vom Achszähler 1 laufend die die Bremse automatisch eingeschaltet. 25 darin befindliche Achszahl angezeigt. Die Distanz des Gemäß der Arbeitsweise der Steuereinrichtung ersten Kontaktes 11 dieses Abschnitts vom zweiten sollen im Ausschaltzeitpunkt alle Einzelachsen bzw. Kontakt 12 soll möglichst der größten zulässigen Drehgestelle bis auf die bzw. das letzte die Brems- Länge einer ablaufenden Wagengruppe entsprechen, einrichtung bereits durchlaufen haben; das ist der damit der Achszähler 1 die Gesamtachszahl der einFall, wenn die Sollgeschwindigkeit erreicht wird, 30 zelnen Wagengruppen ermitteln kann. Die Schienennachdem vom letzten Wagen einer Wagengruppe die kontakte 14 und 15 betätigen eine nicht dargestellte vorletzte Einzelachse bzw. das vorletzte Drehgestell Einrichtung zur Messung der Wagengeschwindigkeit und bevor die letzte Einzelachse bzw. das letzte Dreh- vor der Bremse. Die Gewichtsmeßeinrichtung 13 gestell die Bremse verlassen hat. Es steht somit zur stellt bei jedem Ablauf die einzelnen Achsgewichte Abbremsung auf Sollgeschwindigkeit ein Spielraum 35 fest und summiert diese zum Gesamtgewicht der aban Bremsarbeit zur Verfügung, "die auf eine Achse laufenden Wagengruppe. Sie ist so weit vor der bzw. ein Drehgestell auf einem dem Achsabstand Bremseinrichtung angeordnet, daß die Gewichtsbzw, dem Drehgestellabstand entsprechenden Brems- meldung rechtzeitig zur Verfügung steht, bevor die weg wirken kann. Erfahrungsgemäß genügt dieser Bremsung beginnen muß. Die in Fig. 2 links vom Spielraum, um die durch die Streuung der Meßgrößen 40 Schienenkontakt 14, d. h. vor der Bremse, liegenden bedingte Ungenauigkeit in der Ermittlung der nötigen Mittel zur Festlegung der Achszahl und des Gewichts Bremsarbeit An zu überbrücken. der ablaufenden Wagengruppe können in einer An-Ferner ist es beispielsweise möglich, daß die wirk- lage mit mehreren hintereinanderliegenden Brems-) liehe Bremsverzögerung nach dem Einschaltzeitpunkt staffeln, z. B. Talbrems- und Richtungsgleisbremsgrößer ist als bei der Testbremsung oder als der 45 staffel, auch nur vor der ersten Staffel vorgesehen Erfahrungswert, so daß die ausgeübte Bremsarbeit werden, wenn dafür gesorgt wird, daß die ermittelten bis zum Auslaufen der letzten Achse nach dem ge- Werte an die Steuereinrichtungen der im Ablaufweg strichelten Linienzug in Fig. 1 ansteigt. Die aus- folgenden Bremsen übertragen werden. Am Anfang geübte Bremsarbeit bis zum Punkt Xam wäre dann und Ende des Bremsabschnitts 10 sind Schienenum den Betrag AAn größer als die notwendige 50 kontakte 18 und 19 mit zugeordnetem Achszähler 2 Bremsarbeit An. Damit in diesem Falle der Wagen 5 eingebaut, welche einen Zeitzähler 20 mit einer, der in F i g. 1 auf die gewünschte Sollgeschwindigkeit ab- Eintrittsgeschwindigkeit und der augenblicklichen gebremst wird, muß die Bremse vorzeitig ausgeschal- Achszahl in der Bremse proportionalen Zähltet werden, wenn die letzte Achse noch um den Lauf- geschwindigkeit bei nicht eingeschalteter Bremse so weg A X0, vor dem Ende der Bremse ist. Entspre- 55 lange fortschalten, bis dieser einen mit Hilfe obenchende Beträge A A „ können sich durch ungenaue genannter Mittel festgestellten Wert erreicht hat und Ermittlung der notwendigen Bremsarbeit infolge dann die Bremse einschaltet.
Streuung der Meßgrößen für die Eintrittsgeschwin- In Fig. 3 ist am Beispiel einer zweistufigen Bremse
digkeit und entweder für die Geschwindigkeit nach mit zwei Bremsabschnitten 10 und 10' die prinzipielle
der Testbremsung oder für das Gewicht ergeben. 60 Anordnung einer Steuereinrichtung für eine zusätz-
Bei der Wahl des Einschaltzeitpunktes ist es daher liehe Testbremsung dargestellt. Der Pfeil zeigt die
zweckmäßig, das Gewicht und die Eintrittsgeschwin- Ablaufrichtung an. Im Unterschied zu F i g. 2 fehlt
digkeit zuzüglich deren größte Streuungen sowie die hier die Gewichtsmeßeinrichtung; dafür sind zusätz-
Bremsverzögerung abzüglich deren größte Streuung lieh die Schienenkontakte 16 und 17 zur Geschwin-
zu berücksichtigen, um auf alle Fälle eine genügende 65 digkeitsmessung im Bremsabschnitt 10 angeordnet.
Bremsung zu ermöglichen. Ferner ist es zweckmäßig, Die Testbremsung erfolgt vor dem Befahren dieser
daß die Geschwindigkeit, bei welcher die Bremse Kontakte. Weiter sind hier pro Bremsabschnitt 10
ausgeschaltet wird, gegenüber der Sollgeschwindig- bzw. 10' Schienenkontakte 18 und 19 bzw. 18', 19'
I 605
angeordnet, welche über je einen Achszähler 2 bzw. 2'
auf den Zeitzähler 20 wirken. Die übrigen Schaltmittel haben dieselbe Funktion wie in Fig. 2.
Alle Bremsen sind außerdem mit, einer Einrichtung für die kontinuierliche Messung der Wagengeschwindigkeit
zur Überwachung des Bremsvorgangs versehen. Diese Einrichtung gibt beim Erreichen der
Sollgeschwindigkeit den Ausschaltbefehl für die betreffende Bremse. Diese Einrichtungen sind nicht
eingezeichnet, da sie an sich bekannt und für die vorliegende Erfindung nicht typisch sind.
Claims (4)
1. Steuereinrichtung für eine Gleisbremse in einer Ablaufanlage eines Rangierbahnhofs, d a durch
gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen
sind, womit in Abhängigkeit von der kinetischen Energie der jeweils ablaufenden Wagengruppe der Einschaltzeitpunkt der Bremse
so gewählt wird, daß im Ausschaltzeitpunkt alle Einzelachsen bzw. Drehgestelle bis auf die bzw.
das letzte des letzten Wagens die Bremse bereits durchlaufen haben.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor und hinter jedem Bremsabschnitt
(10 bzw. 10') Schienenkontakte (18 und 19 bzw. 18' und 19') mit zugeordnetem Achszähler
(2 bzw. 2') eingebaut sind, welche einen Zeitzähler (20) mit einer der Eintrittsgeschwindigkeit
und der augenblicklichen Achszahl in der Bremse proportionalen Zählgeschwindigkeit bei
nicht eingeschalteter Bremse so lange in Bewegung halten, bis dieser einen mit Hilfe weiterer
Mittel festgestellten Wert erreicht hat und dann die Bremse einschaltet.
3. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten
weiteren Mittel Schienenkontakte (11, 12) mit zugeordnetem Achszähler (1) zur Ermittlung
der Gesamtachszahl jeder Wagengruppe, Schienenkontakte (14,15) mit zugeordneter Geschwin- :
digkeitsmeßeinrichtung zur Messung der. Geschwindigkeit vor der Bremse und Schienenkontakte
(16,17) mit zugeordneter Geschwindig-' keitsmeßeinrichtung zur Messung der Geschwindigkeit
nach einer Testbremsung oder eine Gewichtsmeßeinrichtung (13) zur Messung des Gesamtgewichts der Wagengruppe aufweisen.
4. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß v:ei-c:c
Mittel zur Ermittlung der Gesamtachszahl und des Gesamtgewichtes jeder Wagengruppe nur vor
der ersten Bremsenstaffel einer Ablauf anlage vorgesehen sind und daß die von ihnen ermittelten
Werte auf die Steuereinrichtungen der im Ablaufweg folgenden Bremsen übertragen werden.
Hierzu 1 Blau Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1482066A CH453419A (de) | 1966-10-12 | 1966-10-12 | Steuervorrichtung für eine Gleisbremseneinrichtung eines Rangierbahnhofes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1605342A1 DE1605342A1 (de) | 1970-08-27 |
| DE1605342B2 true DE1605342B2 (de) | 1971-06-16 |
Family
ID=4404073
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671605342 Withdrawn DE1605342B2 (de) | 1966-10-12 | 1967-10-03 | Steuereinrichtung fuer eine gleisbremse |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT284906B (de) |
| BE (1) | BE704967A (de) |
| CH (1) | CH453419A (de) |
| DE (1) | DE1605342B2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2631645A1 (de) * | 1975-07-16 | 1977-02-03 | Southern Pacific Transport Co | Verfahren und einrichtung zur anzeige der moeglichkeit eines richtigen abbremsens eines rades eines gueterwagens |
| DE3336475A1 (de) * | 1983-10-06 | 1985-05-02 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Verfahren zur behandlung von einholvorgaengen im bereich von gleisbremsen in ablaufanlagen |
| EP4480780A1 (de) | 2023-06-22 | 2024-12-25 | Siemens Mobility GmbH | Steuerverfahren zum betreiben einer balkenbremse |
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| EP0742133B1 (de) * | 1994-06-15 | 1999-04-14 | Deutsche Bahn Ag | Verfahren zur Ermittlung eines Lösevorhaltes für eine Gleisbremse |
| DE19736709C1 (de) * | 1997-08-18 | 1998-11-26 | Siemens Ag | Verfahren zum Steuern einer Gleisbremse |
| DE102017215290A1 (de) * | 2017-08-31 | 2019-02-28 | Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH | Verfahren für die Bestimmung des sicherheitsrelevanten Zustands der Bremsen bei Schienenfahrzeugen |
-
1966
- 1966-10-12 CH CH1482066A patent/CH453419A/de unknown
-
1967
- 1967-10-03 DE DE19671605342 patent/DE1605342B2/de not_active Withdrawn
- 1967-10-05 AT AT903867A patent/AT284906B/de not_active IP Right Cessation
- 1967-10-11 BE BE704967D patent/BE704967A/xx unknown
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|---|---|---|---|---|
| DE2631645A1 (de) * | 1975-07-16 | 1977-02-03 | Southern Pacific Transport Co | Verfahren und einrichtung zur anzeige der moeglichkeit eines richtigen abbremsens eines rades eines gueterwagens |
| DE3336475A1 (de) * | 1983-10-06 | 1985-05-02 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Verfahren zur behandlung von einholvorgaengen im bereich von gleisbremsen in ablaufanlagen |
| EP4480780A1 (de) | 2023-06-22 | 2024-12-25 | Siemens Mobility GmbH | Steuerverfahren zum betreiben einer balkenbremse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE704967A (de) | 1968-02-15 |
| AT284906B (de) | 1970-10-12 |
| DE1605342A1 (de) | 1970-08-27 |
| CH453419A (de) | 1968-06-14 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |