DE159346C - - Google Patents

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DE159346C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/02Footwear stitched or nailed through

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von durchgenähtem oder genageltem Schuhwerk ohne eigentliche Brandsohle, bei dem jedoch ein innerer Rand vorgesehen ist, der die Brandsohle ersetzt. Die Herstellungsweise ist besonders bei leichtem Schuhwerk jeder Art, wie Ballschuhen, Turnschuhen u. dgl., anwendbar.
Das Neue der Erfindung besteht nun darin, ίο daß der Rand während des Zusammensetzens der Teile des Schuhwerks auf dem Leisten von einer mit dem Rand vorübergehend verbundenen Einlegesohle gehalten wird, die vor . dem endgültigen Zusammennähen oder Nageln der Sohle, des Oberleders und des Randes entfernt wird.
Fig. ι stellt einen senkrechten Querschnitt durch einen Schuh,
Fig. 2 die bei der Herstellung benutzte Einlegesohle und
Fig. 3 und 4 verschiedene Formen für den Rand, der die Brandsohle ersetzt, dar.
Es ist α die Sohle, b das Oberleder, c der Rand, der die Brandsohle ersetzt, d ist die Naht, die die genannten Teile zusammenhalt, und e die zum Anbringen des Randes c benutzte Einlegesohle.
Das Schuhwerk wird auf folgende Weise angefertigt:
Der Rand c wird an die Einlegesohle e festgeklebt, so daß er die mit punktierter Linie in Fig. 2 gezeichnete Lage einnimmt. Oben über dem Rand wird das Oberleder b angebracht und an diesem festgeklebt oder festgenagelt. Der Leisten befindet sich auf der inneren Seite der Innensohle, an der der Rand c nicht festgeklebt ist. Dann wird die Sohle α angebracht und mit dem Oberleder b und dem Rande c durch Stifte vorläufig verbunden. Der Leisten wird dann herausgenommen und danach die Einlegesohle c herausgerissen. Nachdem dies geschehen ist, werden der Rand c, das Oberleder b und die Sohle α durch die Naht d zusammengenäht, zu welchem Zwecke die Sohle α auf der Narbenseite längs des Randes mit einem Einschnitt versehen ist, so daß der Rand wie bei gewöhnlich durchgenähten Sohlen festgenäht werden kann. Danach wird der Riß in der Narbenseite der Sohle in üblicher Weise geschlossen.
Der Rand c dient zur Stütze des Oberleders und ersetzt also die Brandsohle. Dieser Rand kann aus mehreren Stücken Abfalleder hergestellt werden, z. B. aus drei Stücken c1, c2 und c3, wie Fig. 4 zeigt, oder aus zwei Stücken c1 und c2, wie Fig. 3 zeigt. Nach dem Zusammensetzen wird das Leder angefeuchtet und man gibt demselben die dem Schuhwerk entsprechende Form. Ein solcher Rand kann also durch geringe Arbeit und sozusagen ohne Materialkosten hergestellt werden, da zu demselben, wie gesagt, Abfalleder, Pappe o. dgl. angewendet wird.
In Fig. ι ist die Einlegesohle e über dem Rand c liegend gezeichnet, um die Stellung
der Teile zueinander deutlicher zu veranschaulichen. Natürlich gehört sie nicht zu der fertigen Arbeit.
Das so hergestellte Schuhwerk hat alle Vorteile der gewöhnlich durchgenähten Arbeit, z. B. Haltbarkeit und gutes Aussehen. Ferner ist es leichter als gewendetes Schuhwerk, da die Brandsohle wegfällt, und aus diesem Grunde auch billiger, besonders dann, wenn
ίο es sich um Fabrikarbeit und Massenherstellung handelt. Die Einlegesohle e kann ganz weggelassen und der Rand c direkt auf den Leisten geklebt werden. Jedoch ist es bequemer, eine Einlegesohle anzuwenden, die übrigens an der Stelle, wo der Rand c festgeklebt werden soll, um diesen besser festzuhalten, aus Metall mit ausgespartem Rand hergestellt werden kann.
Es ist selbstredend, daß diese Arbeitsweise sowohl bei durchgenähtem als auch bei genageltem Schuhwerk angewendet werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von durchgenähtem oder genageltem Schuhwerk ohne Brandsohle, bei dem die Brandsohle durch einen inwendigen Rand längs des Oberleders ersetzt ist, gekennzeichnet dadurch, daß dieser Rand (c) während des Zusammensetzens der Teile des Schuhwerks auf dem Leisten von einer mit dem Rande vorübergehend verbundenen Einlegesohle (e) gehalten wird, die vor dem endgültigen Zusammennähen oder Nageln der Sohle (a), des Oberleders (b) und des Randes (c) entfernt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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