DE239159C - - Google Patents

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DE239159C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B23/00Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
    • A43B23/08Heel stiffeners; Toe stiffeners
    • A43B23/081Toe stiffeners

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das gebräuchliche Schuhwerk mit nach auswärts gewendeter, auf die Sohle aufgenähter Schaftkante pflegt keine Brandsohle zu besitzen, indem der Schaft unmittelbar auf die Laufsohle aufgenäht wird. Infolgedessen ist ■ solches Schuhwerk schwer zu reparieren. Es ist andererseits bekannt, bei der Herstellung von Schuhwerk den Schaft an der Spitze oder auch an der Ferse vorzuformen oder vorgeformte Versteifungsmaterialien einzusetzen.
Vorliegende Erfindung beruht nun darauf, daß unter Benutzung eines vorgeformten Schaftes und einer Brandsohle ein Schuhwerk hergestellt wird, welches besser auf dem Leisten sitzt, als es bisher bei Schuhwerk dieser Art möglich war, und mit Leichtigkeit repariert werden kann.
In der Zeichnung ist die Durchführung des Verfahrens dargestellt. Fig. 1 zeigt den vorgeformten Schaft i, in welchem das Futter 2 eingefügt ist. Die Vorderkappe 3 (vgl. Fig. 4) ist im Spitzenteil 4 des Schaftes eingeklebt, und dann ist mittels einer Presse der Spitzenteil des Schuhes mit einem nach außen gerichteten Flansch 5 versehen. In gleicher Weise wird die Hinterkappe 7 und der Fersenteil 6 des Schuhes zu einem Flansch 8 ausgebildet. Das Pressen erfolgt, wie üblich, in feuchtem Zustande des Schaftes. Nunmehr wird eine Brandsohle 9 (Fig. 2) an den vorderen Teil des Schaftes angenäht. Die Naht 10 erfaßt die Schuhspitze und die Seitenteile des Schaftes, nicht' aber den hinteren Teil. Die Brandsohle besitzt eine Schulter, so daß der hintere Teil im Innern des Schaftes liegt. Durch diese Befestigung der Brandsohle entsteht eine Tasche, in welche nunmehr ein Leisten eingetrieben wird. Dieser Leisten bewirkt die endgültige Formgebung des Schaftes an den nicht geformten Teilen. Er ist bestimmend für die Lage des Schuhvorderteils gegenüber dem Schuhhinterteil. Nunmehr wird die Laufsohle 11, während sich der Schuh auf dem Leisten befindet, an die untere Fläche der Brandsohle angeklebt (s. Fig. 4). Die Sohle wird dann in bekannter Weise ber schnitten und gerißt und durch eine um den ganzen nach auswärts gewendeten Schaftrand herumlaufende Naht 12 befestigt. Zweckmäßig wird vor diesem Befestigen ein Lederstreifen 5" oder Rahmen 13 auf die obere Fläche der Schaftkante aufgebracht. Dadurch entsteht das in Fig. 3, 4 und 5 in Schnitten und Ansicht dargestellte Schuhwerk.
Man erkennt, daß die Naht 12 gelöst werden kann, um die Laufsohle 11 vom Schuh abzunehmen, ohne daß der Schuh seinen Zusammenhalt verliert. Die Brandsohle 9 kann aus sehr dünnem Leder bestehen, so daß das Schuhwerk dadurch leicht und biegsam bleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit nach auswärts gewendeter unterer Schaftkante unter Benutzung einer
    vorgeformten Schuhspitze, dadurch gekennzeichnet, daß auf die vorgeformte, mit auswärts gewendetem Flansch versehene Schuhspitze vor dem Aufbringen auf den Leisten eine Brandsohle aufgenäht wird, worauf in die so gebildete Tasche ein Leisten eingetrieben wird, um die nicht geformten Teile des Schuhoberteils zu formen und den Vorderteil während der folgenden Bearbeitung des Schuhes zu stützen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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