DE158689C - - Google Patents

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DE158689C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D17/00Gaiters; Spats

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die am meisten gebräuchliche Gamaschenform, die Gamasche mit Steg, leidet an dem Übelstand, daß das Ablegen der Gamasche oft mit großen Unbequemlichkeiten verbunden ist.
Wenn der Steg durch Schmutz oder Frost steif geworden ist, so ist ein Abstreifen der Gamaschen bei geschlossenem Stege kaum möglich und das erforderliche Lösen der
ίο Schnallen unter diesen Umständen außerordentlich mühsam und zeitraubend.
Diesem Übelstand will die vorliegende Erfindung abhelfen, deren Wesen darin besteht, daß der Steg nicht wie bisher in seiner Länge ein für allemal durch Schnallen o. dgl. nur am unteren Teile der Gamasche verstellbar ist, sondern daß er einen Teil des Verschlußbandes (Band, Schnur, Riemen) der Gamasche bildet. Mit der Befestigung des Bandes wird
ao der Steg in seiner Länge festgelegt und durch Lösen des Bandes gelockert, so daß die Gamasche ohne Anstrengung vom Fuße gestreift werden kann. Ein besonderer Vorteil liegt dabei in dem Umstände, daß der
»5 Träger der Gamasche sich beim Ablegen derselben nicht zu bücken braucht.
Fig. I der Zeichnung veranschaulicht die Anordnung des Gleitsteges für eine Gamasche mit bekanntem Zickzackverschluß. A ist die Gamasche aus Leder, Loden, Leinen o. dgl. B ist das Verschlußband (hier eine Schnur), B1 der Gleitsteg, der, durch Schlaufen C gleitend, sich beim Ablegen der Gamasche nach Lösung des Bandes B leicht zur großen Schlaufe erweitern läßt, wenn man die Gamasche wie einen anzuziehenden langen Stiefel mit den Händen faßt und hochzieht.
Fig. 2 zeigt die Verwendung des Gleitsteges bei den bekannten Umleggamaschen aus festem Stoff. Der Steg ist bei N an der Innen- oder Außenseite der Gamasche angenäht und dann wie bei Fig. 1 durch die Schlaufe C geführt. Seine Verlängerung legt sich in bekannter Weise um die Gamasche und wird bei D festgeschnallt. Das Ablegen erfolgt ebenso bequem wie bei der Ausführung nach Fig. 1 und in derselben Weise wie dort beschrieben.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausbildung von Fig. 2. Der feste Gamaschenteil A ist hier nur halblang und das schmale Band verbreitert sich wesentlich (B11) und schützt dann, schraubenförmig um das Bein gewunden, dieses als sogenannte Wickelgamasche.
Bei Fig. 4, einer weiteren Ausbildung von Fig. 3, ist der feste Gamaschenteil bis auf die Laschen A und B (s. auch Fig. 5) in Fortfall gekommen, und das Wickelband schließt sich unmittelbar an die Laschen an. Beim Anlegen dieser Gamasche wird der Fuß auf den Stegteil B1 (Fig. 5) aufgesetzt, die Lasche A von unten nach oben über den Spann des Fußes gelegt, mit der Lasche B in derselben Weise verfahren und nun das Wickelband C in bekannter Weise schraubenförmig um den Fuß gewickelt. Der Vorteil
dieser Erfindung gegenüber den bekannten englischen Wickelgamaschen besteht darin, daß die Gamasche nach Lösung des Wickelbandes einfach, vom Fuß abfällt, während bei der englischen Wickelgamasche erst noch das mühsame Lösen des Verschlusses am Fußteil erfolgen muß.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Gamasche mit Steg, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg nicht in seiner Länge festgelegt und unten an der Gamasche befestigt ist, sondern, durch Schlaufen o. dgl. gleitend, sich in ein Band (Schnur, Riemen o. dgl.) fortsetzt, das seinerseits wieder in bekannten Formen den Verschluß der Gamasche oder einen Teil der letzteren bildet, so daß sich der Gleitsteg durch dieses Band nach Belieben mehr oder minder straff an den Fuß anlegen und (beim Abziehen) bequem lockern läßt
  2. 2. Ausführungsform der Gamasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feste. Gamaschenteil bis auf zwei Laschen fortfällt, die durch entsprechende Verbreiterung des Wickelbandes gebildet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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