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Einrichtun zum Speichern von Signalen Die Erfindung betrifft
eine Einrichtung zum `peichern von Signalen,unter Verwendung einer Speicherscheibe
und mechanischer Speicherelemente. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, einen möglichst
universell verwendbaren Speicher zu konzipieren, der einfach herstellbar und preisgünstig
ist und insbesondere für nicht zu schnell ablaufende Speichervorgänge, wie sie beispielsweise
bei Verpackungsmaschinen charakteristisch sind, geeignet sein soll.
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Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß die Speichereinrichtung erfindungsgemäß
eine drehbare Speicherscheibe oder Speichertrommel enthält, die mit in elastisches
Material eingeschnittenen ringförmigen Rillen zur Aufnahme und zum Transport von
Speicherelementen versehen ist, und daß der Speicherscheibe Betätigungsmagnete zum
Eindrücken der Speicherelemente in die Rillen sowie Vorrichtungen zum Erfassen der
Speicherelemente und zur Signalgabe zugeordnet sind und ferner Auswurfstationen
zur Entfernung der Speicherelemente aus den Rillen vorgesehen sind.
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Als Speicherelemente eignen sich dabei insbesondere Kugeln, die je
nach Signalgabe in beliebigen Abständen in die Rillen bzw. Spuren eingedrückt werden.
Dementsprechend können-Signale auch zeitlich beliebig abgegeben werden. Dies ist
bei den bekannten Stiftspeichern nicht möglich, weil hier die Speicherelemente in
einem bestimmten unverrückbaren Abstand auf bzw.
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in der Speicherscheibe angeordnet sind. Anstelle einer Speicherscheibe
oder
Speichertrommel kann auch ein endloses Band alL Informationsträger verwendet werden.
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Die Erfindung wird im nachstehenden anhand der Zeichnung, die ein
Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht, noch näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Frontansicht der Speichereinrichtung, Fig.
2 eine Seitenansicht der Einrichtung gemäß Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht des Details
A im Schnitt, Fig. 4 eine Ansicht des Details B im Schnitt, Fig. 5 eine Ansicht
des Details C im Schnitt, Fig. 6 -ein Blockschaltbild der Speichereinrichtung.
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Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, besteht die mit einer Achse
1 versehene Speicherscheibe 2»aus einem Träger 3 und einem darauf befestigten Gummibelag
4,1n den kreisringförmige Rillen 5 eingeschritten sind,-die konzentrisch zum Achsmittelpunkt
der Scheibe verlaufen. Die Achse 1 der Speicherscheibe ist in einer Grundplatte
6 drehbar gelagert, und der Antrieb der Speicherscheibe erfolgt im Beispiel mittels
eines Kettentriebs 7 über ein Getriebe B.
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An der Grundplatte 6 sind zwei ^ragarme 9, 10 angebracht, von denen
der eine, 9, für die Befestigung des Betätigungsmagneten 11 zum Eindrücken der Kugeln
12 in die Rille 5 und der andere, 10, für die Halterung einer Reflexlichtschranke
13 vorgesehen ist. (Fig. 4). Im Bereich des oberen Scheitelpunkts der Rille bzw.
Scheibe ist ein Aufnahmebehälter 14 für die ausgeworfenen Kugeln angeordnet, der
mittels eines Bügels 15 an der Grundplatte befestigt ist.
Dem Aufnahmebehälter
14 ist ein Auswerfer 16 zugeordnet, der in die Bewegungsbahn der Kugeln eingreift
und deren Austritt aus der Rille 5 bewirkt (Fig. 5). Der Auswerfer 16 ist ebenfalls
an der Grundplatte gehaltert. Von der Unterseite des Aufnahme- bzw. Vorratsbehälters
14 führt eine hohle flexible Leitung 17 zu einem dem Betätigungsmagneten zugeordneten
Schacht 18, in den die Kugeln durch Schwerkraftwirkung gelangen. (Fig. 3). Gegebenenfalls
kann auch die flexible Zeitung 17 allein als Aufnahmebehältnis dienen. , Die Wirkungsweise
der beschriebenen Speichereinrichtung ist wie folgt: (vergl. hierzu auch Fig. 6)
Kommt von der nicht dargestellten Maschine ein Signal, das zu speichern ist, dann
spricht der Betätigungsmagnet 11 an und drückt mit seinem Stößel 19 eine Kugel 12
an einer Feder 20 vorbei in die Rille 5 der Speicherscheibe und geht anschließend
wieder in seine Ausgangslage zurück. Die Feder 15 verhindert dabei, daß die betreffende
Kugel in der Ruhelage mit der Speicherscheibe in Berührung kommt. Der lichte Abstand
der Rillenwandungen"voneinander ist mindestens an einer Stelle etwas kleiner gehalten
als der Durchmesser der Kugeln, so daß diese elastisch in der Rille gehalten und
von der rotierenden Speicherscheibe mitgenommen werden.
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Die in die Rille eingedrückte Kugel gelangt nach einer bestimmten
Zeit zur Ausgabestation, das heißt, sie passiert die Reflexlichtschranke 13, wird
durch diese erfaßt, wodurch ein Signal ausgelöst wird, das eine entsprechende Funktion
an der Maschine bewirkt, z.B. die Betätigung einer Auswurfklappe veranlaßt. Die
Kugel kann auch mehrere Reflexlichtschranken durchlaufen und somit zu verschiedenen
Zeitpunkten
abgefragt werden. Anstelle von Reflexlichtschranken
können auch induktive oder sonstige geeignete Auslöseelemente, z.B. mechanische
Schaltervorgesehen sein..
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Die Löschung des Speicherinhalts erfolgt schließlich dadurch, daß
die Kugeln infolge der Drehbewegung der Speicherscheibe auf den in die Rille hineinragenden
Auswerferfinger 16 auflaufen, wodurch das Ausscheren der Kugeln bewirkt wird. Die
aus der Rille (Spur) herausgedrückten Kugeln fallen dann jeweils In den Aufnahmebehälter
14 und gelangt dann von da aus über die Zuleitung 17 in die Eingabestelle. In Pig.
6 sind die Signalverstärker mit 21 und 22 bezeichnet.
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Ist die Speicherscheibe mit mehreren Rillen 5 (Spuren) versehen, so
ist eine entsprechende Anzahl Betätigungsmagnete und Reflexlichtschranken erforderlich.
Unter bestimmten Voraussetzungen können der Betätigungsmagnet und der Reflexkopf
auch radial verschiebbar angebracht sein. Sehr vorteilhaft ist, daß der Speicherinhalt
bei einem Ausfall der Spannung oder einem kurzzeitigen Abschalten nicht verloren
geht und daß ferner die Ausgabestelle für die Signale, das heißt, die Vorrichtung
zum Erfassen der Speicherelemente auch in Umfangsrichtung der Speicherscheibe leicht
verstellbar ist, da hierdurch eine einfache Anpassung an verschiedene Formate der
Maschine ermöglicht wird, Die Speicherscheibe wird von der Verpackungsmaschine mechanisch
angetrieben- und läuft mit dieser synchron. Die Geschwindigkeit der Speicherscheibe
kann innerhalb der beiden Grenzen Maximal- und Minimalgeschwindigkeit beliebig gewählt
werden. Maximalgeschwindigkeit und Scheibendurchmesser richten sich nach der Anzahl
der benötigten Speicherstellen. Der Umfang
der Speicherscheibe
kann zu 360o - Y° ausgenützt werden. Die Speicherscheibe darf für die zu speichernde
,Yeglänge nur maximal diesen Drehwinkel zurücklegen. Die größte Dichte der Kugeln
und damit die maximale Speicherkapazität einer Spur wird durch das Auflösungsvermögen
der Abfrageeinrichtung begrenzt. Ebenso wird die größte Umfangsgeschwindigkeit@durch
die Grenzfrequenz dieser Abfrageeinrichtung bestimmt; Innerhalb dieser beiden Grenzen
kann die Scheiu-,@-@-(.schwindigkeit aber beliebig liegen.
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Der Speicher kann für eine begrenzte Zeit auch auf Fehlermeldung geschaltet
werden, indem beispielsweise das Tast-oder Ableseorgan an der Ausgabestelle während
der gewünschten Zeit auf Dauerkontakt gelegt wird. Dies kann mittels manuell oder
über die Maschine zu betätigende Schalter bzw. Relais erfolgen.
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Eine solche vorübergehende Umschaltur.; des Speichers ist beispielsweise
bei Maschinen zur Herstellung sogenannter Durchdrückpackungen erforderlich, da beim
Abschalter der Maschine noch eine Anzahl Packungen in dieser verbleibt, und diese
Packungen infolge der Einwirkung der Krümmungen der Umlenk- und Transportwalzen
umgebogen werden, so daß sie sich nicht mehr zum Einkartonieren eignen. Diese Packungen
müssen daher beim Wiederanlauf der Maschine ausgeschieden werden, was durch Schalten
des Speichers auf Fehlermeldung für die entsprechende Zeit bzw. Weglänge erreicht
wird, Das Kommando zu dieser Umschaltung des Speichers wird dabei zweckmäßigerweise
mit dem Einschalten der Maschine auf die Ausgabestation gegeben.