DE1564309C - Verfahren zur Herstellung eines Tan talelektrolytkondensators - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Tan talelektrolytkondensators

Info

Publication number
DE1564309C
DE1564309C DE1564309C DE 1564309 C DE1564309 C DE 1564309C DE 1564309 C DE1564309 C DE 1564309C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tantalum
production
solution
treated
capacitor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dr Ing Reutte Leuprecht Reinald Höfen Sedlatschek, (Osterreich)
Original Assignee
Metallwerk Plansee AG, Reutte, Tirol (Osterreich)
Publication date

Links

Description

Für Elektrolytkondensatoren, die sich durch besonders hohe Kapazität pro Volumseinheit, durch yule Lagerfähigkeit und Stabilität sowie durch gute elektrische Eigenschaften sowohl hei sehr tiefer als auch erhöhter Temperatur auszeichnen, hat sich ais Elektrodenmaterial Tantal bewährt. Has Tantal wird entweder in poröser, gesinterter Form eingeselzt oder als glatte oder aufgerauhte Folie oder als Draht. Das Aufbringen der dielektrischen Schichten erfolgt durch Formieren (anodisches Oxydieren).
I7Ur die Qualität eines Elektrolytkondensators ist neben anderen Eigenschaften von großer Wichtigkeit der Reststrom, der möglichst niedrig sein soll und der durch den elektrischen Widerstand der dielektrischen Schicht gegeben ist. Untersuchungen haben gezeigt, daß die Höhe des Reststromes bei gleichen Formierbedingiingen von der Reinheit des Tantals, besonders von der Oberflächenreinheit und von der Art der auf dem Tantal \or der Formierung vorhandenen natürlichen, extrem dünnen Oxydschichten abhängig ist.
Es ist bereits bekannt, Tantalkörper für Elektrolytkondensaloren vor der Formierung durch Behandeln in einem Gemisch aus Chromsäure und Schwefelsäure zu reinigen.
Ferner ist es auch schon bekannt. Tantalfolien in Lösungen vorzubehaiuleln. die Schwefelsäure und Kaiiumpermanganat enthalten. In letzterem Falle wird durch eine nachfolgende kathodische Behandlung auf der Oberfläche der Folie eine Schicht aus Mangandioxid abgeschieden, die als Stromzuführung für die Gegenelektrode dienen soll. Demgegenüber beruht die Erfindung auf der Erkenntnis, daß der Reststromwert von Tantalkondensatoren ganz erheblich herabgesetzt werden kann, wenn eine Vorbehandlung des Tantals nicht in saurer, sondern in alkalischer Lösung vorgenommen wird.
Zur Herstellung eines Tantalelektrolytkondensators, bei dem ein 'Tantalkörper vor dem Formieren in einer wäßrigen, ein Oxydationsmittel enthaltenden Lösung behandelt wird, erfolgt daher erfindungsccmiitt die Behandlung des Tantalkörpers in einer alkalischen Lösung bei Zimmer- oder erhöhter Temperatur.
Der Tantalkörper wird in der Lösung anodisch oxydiert. Zweckmäßigersveise kann das Tantal vor tlen letzten Vcrformungsslufen (Walzen. Ziehen) zur Herstellung der Tanlalelektrodenkörper in der alkalischen und oxydierenden lösung behandelt werden.
Beispiel I
Line 7.5 μ dicke, glatte Tanlalfolie. Abmessungen 5.10 cm. el h. I dm- (iesamloberlläche. wurde in verdünnter l'liosphotsiiiire bei 85 C mit einem Strom von M 5 111Λ bis /11 der lomiierspaiimin'! von 200 Volt formiert, die I oimieidaucr nach dem Lrreichen ikr 200 Voll war M) Minuten. Bei Raumtemperatur winile dann der UcstMrom midi einer Naclifiirmiiriiiig .1 Minuten lang mit einer Mellspan-ιιιιημ von I/W)VnIi bestimmt. 13er Ueslstrom be tr Hg I0.S 11Λ drn'. Die gleiche Folie halle bei gleichen Mini NkUbalingiiiigen einen Ucslslrom von 0,325 fiA/dm-, wenn die Tantalfolie vor dem Formieren 5 Minuten lang mit einer heißen Lösung von 10 g Kaiiumpermanganat als Oxydationsmittel und 30 g Kaliumhydroxyd in 70 g Wasser behandelt wurde.
Beispiel 2
Die Tantalfolie wurde mit einer heißen Lösung von ' IDg Ammoniumpersiilfat und 30 g Kaliumhydroxyd in 70 g Wasser 2 Minuten lang behandelt. Der Reststrom von 10,8 uA/dm2 bei der nicht vorbehandelten Folie wurde dadurch auf 1,24 11A dm2 herabgesetzt.
Beispiel 3
Die gleiche Tantalfolie wurde vor den· Formieren 15 Sekunden lang anodisch in einer Lösung von 10 g Kaiiumpermanganat und K) g Kaliumhydroxyd in 70 cm3 Wasser mit einem Strom von 700 mA (Stromdichte 700 niA/dnr-) behandelt und dann wie in Beispiel I und 2 angegeben, formiert und der Reststrom gemessen. Durch die Behandlung konnte der Reststrom von 10,8 auf 0,385 μΑ/dm- herabgesetzt werden.
Der günstige EITekt der erfindungsgemäßen Behandlung wird auch erreicht, wenn z. B. eine 50 μ dicke Tantalfolie erfindungsgemäß behandelt und dann auf die für Tantalfolicnkondensatoren übliche Dicke von 7 bis 8 μ für Kondensatoren mit glatter Folie oder auf II bis 15 μ Dicke für Kondensatoren mit aufgerauhter Folie ausgewalzt wird.
Die erfindungsgemäße Behandlung des Tantals hat neben der Erniedrigung des Reststromes noch den Vorteil, daß in einem gegebenen Formierelektrolyten die maximale Formicrspannung im Vergleich zu dem unbehandelten Tantal erhöht wird. Außerdem kann z. B. bei Tantalfolienkondensatoren erreicht werden, daß die dort unvermeidlichen Schweißstellen Folien-Tantaldrahtzuleitung, die den Reststrom erhöhen, in ihren Reststromwerten durch die erfindungsgemäße Behandlung nach dem Schweißen und vor dem Formieren verbessert werden. Bei gesinterten Tantalanoden führt die erfindungsgemäße Behandlung zu einer Erniedrigung des Reststromes und unter sonst gleichen Bedingungen zu einer Erniedrigung des Verlustwinkels.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Tantalelck-Irolylkonclensalors, bei dem ein Tantalkörper vor dem Formieren in einer wäßrigen, ein Oxydationsmittel enthaltenden Lösung bchaivlclt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Tantalkörper in einer alkalischen Lösung bei Zimmeroder erhöhter Temperatur behandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß der Tantalkörper in tier Lösung anodisch oxydiert wird.
.1. Verführen nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Tanlal vor den letzten Verfnrmungssliifcn (Walzen, Ziehen) zur Herstellung der TiiMlülelektrodenkörper in der alkalischen und oxydierenden Lösung behandelt wird.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69106467T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Festelektrolytkondensators.
DE2653984C2 (de) Verfahren zur Herstellung von für galvanische Zellen geeigneten Elektroden, insbesondere positiven Nickelelektroden
DE1564309C (de) Verfahren zur Herstellung eines Tan talelektrolytkondensators
DE2836878C2 (de) Verfahren zur anodischen Herstellung hydrophober Oxidschichten auf Aluminium- Folien für Elektrolytkondensatoren
DE2257063C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Tantal-Trocken-Elektrolyt-Kondensators
DE1614245B2 (de) Verfahren zur herstellung von elektrolytkondensatoren
DE2256022C3 (de) Elektrolyt zum Formieren von Aluminiumfolien für Niedervoltelektrolytkondensatoren
DE2141004C3 (de) Verfahren zur Herstellung von dielektrisch wirkenden Oxidschichten auf Anodenfolien aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren
DE935804C (de) Verfahren zur Bildung einer dielektrischen Schicht durch Formierung von Aluminiumelektroden, insbesondere bei solchen fuer Elektrolytkondensatoren
DE1564309A1 (de) Tantal mit niedrigen Reststromwerten fuer Tantalelektrolytkondensatoren
DE4232636C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Elektrodenfolien für, insbesondere Hochvolt-, Elektrolytkondensatoren
DE4331380C1 (de) Verfahren zum Herstellen von Anodenfolien für Hochvolt-Elektrolytkondensatoren
DE3722718C2 (de)
AT246295B (de) Trockenelektrolytkondensator und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1614902C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektro lytkondensatoren mit festem Halbleiter Elektrolyten
DE2126409B2 (de) Verfahren zum herstellen eines elektrolytkondensators mit festem halbleiter-elektrolyten
DE3917427A1 (de) Verfahren zum herstellen von aluminium-elektrolytkondensatoren
AT205825B (de) Verfahren zur chemischen Erzeugung von dielektrischen Oxydschichten auf aus Aluminium bestehenden Elektroden elektrolytischer Kondensatoren
DE1614902B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrolytkondensatoren mit festem Halbleiter-Elektrolyten
DE1614736C (de) Verfahren zur Formierung von Elektro den aus Tantal oder Niob fur elektrische Kondensatoren
AT335815B (de) Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen anodischen behandlung von aluminium
DE2420375C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Elektrolytkondensators
DE1940573A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrolytkondensatoren mit besseren Eigenschaften
DE2700224A1 (de) Verfahren zur herstellung von sinterkoerpern aus einem ventilmetall
DE1120599B (de) Verfahren zur Herstellung von elektrolytischen Kondensatoren mit Halbleiterschicht