DE1551906B2 - Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen - Google Patents

Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen

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DE1551906B2
DE1551906B2 DE1966M0068563 DEM0068563A DE1551906B2 DE 1551906 B2 DE1551906 B2 DE 1551906B2 DE 1966M0068563 DE1966M0068563 DE 1966M0068563 DE M0068563 A DEM0068563 A DE M0068563A DE 1551906 B2 DE1551906 B2 DE 1551906B2
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Anmelder Gleich
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Martin, Johannes Josef, Dr.-Ing., 8000 München
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/44Details; Accessories
    • F23G5/442Waste feed arrangements
    • F23G5/444Waste feed arrangements for solid waste
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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    • F23G2205/00Waste feed arrangements
    • F23G2205/10Waste feed arrangements using ram or pusher
    • F23G2205/101Waste feed arrangements using ram or pusher sequentially operated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen, mit an der Mündung der Brennstoffzuführungsschurre übereinander und mit ihren Stirnflächen zueinander versetzt angeordneten sowie relativ zueinander bewegbar angetriebenen Schubkolben.
Bei einer bekannten Beschickungsvorrichtung dieser Art (OE-PS 2 36 020) sind zwei relativ zueinander verschiebbare Schubkolben vorgesehen. Der obere Schubkolben unterfängt den Schurreninhalt und fördert den Brennstoff aus dem Böschungswinkel unterhalb der Mündung der Zuführungsschurre heraus, wogegen der unter Schubkolben das Material weiterfördert. Da die beiden Schubkolben untereinander nicht völlig unabhängig sind, sondern über Mitnehmer miteinander gekoppelt sind, kann wegen der heterogenen Zusammensetzung des Mülls und insbesondere wegen der häufigen sperrigen Gegenstänge, die im Müll vorhanden sind, die Zerteilfunktion des unteren Schubkolbens nicht mehr ausreichen, um die durch den oberen Schubkolben vorgeschobenen Müllmassen so zu zerteilen, daß eine verhältnismäßig gleichmäßige Aufgabe des Mülls in den Feuerraum erfolgt. Die Folge hiervon sind Schwankungen in der Dampfleistung der zugeordneten Kesselanlage.
Aufgabe der Erfindung ist es, den von oben durch die Zuführungsschurre nachrutschenden Müll so zu zerteilen und auseinanderzuziehen, daß eine gleichmäßige Beschickung der Feuerung trotz der heterogenen Zusammensetzung des Mülls möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch die Anordnung von mindestens drei übereinander unabhängig voneinander verschiebbaren Schubkolben mit unterschiedlichen Hublängen, so daß außer der Sperr- und Zuteilwirkung eine Zerreiß- und Zerteilwirkung auf den die Schubkolben belastenden Brennstoff ausgeübt und eine mehrfach abgestufte, abnehmende Brennstoffhöhe vor der Überfallkante der Feuerung erzielt wird. Durch die Verwendung von mindestens drei Schubkolben ist es möglich, den aus der Zuführungsschurre nachrutschenden Brennstoff zumindest durch einen Schubkolben zu unterfangen; d. h. an einem Weiterrutschen zu hindern, durch zumindest einen Schubkolben nachzufordern und zumindest durch den untersten Schubkolben zu zerteilen und auseinanderzuziehen, wobei durch die unterschiedlichen Hublängen dieses Auseinanderziehen des herabrutschenden Brennstoffes nicht auf die letzte Schubkolbenstufe, beschränkt ist, sondern bereits bei den vorhergehenden Stufen eintritt, so daß eine abgestufte Brennstoffhöhe und damit ein kaskadenartiges Weiterbefördern des Brennstoffes erzielt wird. Mit abnehmender Brennstoffhöhe verringert sich die Gefahr, daß sperrige Güter mehr Brennstoff mitreißen als durch den Schubkolben gefördert werden soll. Durch dieses kaskadenförmige Auseinanderziehen des aus der Brennstoffschurre austretenden Brennstoffes wird die Zuteilung des Brennstoffes vergleichmäßigt. Durch die voneinander unabhängige Verschiebung der einzelnen Schubkolben ist auch deren unabhängige Regelung hinsichtlich der Hublänge möglich, so daß die Zuteil- bzw. Nachförderwirkung gegenüber der Zerteilwirkung je nach eingestellter Hublänge verstärkt oder vermindert werden kann, wodurch die Beschickungsvorrichtung den unterschiedlichen Brennstoffzusammensetzungen angepaßt werden kann.
Es ist zwar eine Beschickungsvorrichtung mit mehreren Schubkolben bekannt (DT-PS 3 34 873), jedoch gleiten diese Schubkolben nicht gegeneinander, sondern sind durch jeweils feststehende Platten voneinander getrennt. Weiterhin können diese bekannten Schubkolben auf Grund ihres zwangsweise synchronen Antriebs keine Zerreiß- oder Zerteilfunktion ausüben, sondern sind nur als Förderkolben in einem verhältnismäßig flach geneigten Teil der Zuführungsschurre anzusehen. An der Ausmündung der Zuführungsschurre ist bei der bekannten Beschickungsvorrichtung nur eine als Stößel wirkende Platte vorgesehen, die mit dem letzten Schubkolben gelenkig verbunden ist. Die Schubkolben befinden sich somit nicht an der Mündung der Zuführungsschurre, sondern dienen der Beförderung des Brennstoffes innerhalb der Schurre an einer verhältnismäßig schwach geneigten Stelle.
Der angestrebten kaskadenförmigen Weiterbeförderung des Brennstoffes mit abnehmender Brennstoffhöhe ist es förderlich, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung der Antrieb der Schubkolben in der Weise vorgesehen ist, daß jeweils der Rückhub schneller ausgeführt wird als der Vorwärts-(Förder-)hub.
Um dem erhöhten Verschleiß, der sich durch die gegenseitige Verschiebung der Schubkolben ergibt, Rechnung zu tragen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwischen der Oberfläche des oberen Schubkolbens und dem unteren Ende der Zuführungsschurre eine in einem ortsfesten Gelenk verschwenkbar gelagerte, sich bei Abnützung selbst einstellende, an sich bekannte Kratzleiste vorgesehen.
Die Anwendung einer Kratzleiste ist aus der US-PS 19 41 197 bekannt, doch ist dort die Kratzleiste starr am unteren Ende der Zuführungsschurre angeordnet, so daß keine Nachstellmöglichkeit besteht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, deren Figur einen Schnitt durch eine Beschickungsvorrichtung zeigt.
Die Beschickungsvorrichtung besteht aus drei unmittelbar übereinander verschiebbar angeordneten und relativbeweglich angetriebenen Schubkolben 1, 2 und 3. Der Antrieb der drei Schubkolben kann in bezug auf Hublänge und Geschwindigkeit jeweils unabhängig vom darunter oder darüber liegenden Schubkolben erfolgen oder die Hublänge eines mitzunehmenden Schubkolbens kann von einem in der Hub-Längsrichtung verstellbaren Anschlag abhängig sein.
Der obere Schubkolben 1 arbeitet als Sperr- und Räumkolben. Der volle Hub dieses Schubkolbens ist mit la bezeichnet. Sein Antrieb ist so vorgesehen, daß er auch stehenbleiben kann. Der mittlere Schubkolben 2 dient insbesondere zum Zuteilen des Mülls in dosierten Mengen. Die maximale Zuteilung wird bei Ausführung eines vollen Hubes 2a erzielt. Die Bewegung des mittleren Schubkolbens 2 wird so gesteuert, daß seine Kolben-Stirnfläche sich in jeder Kolbenlage innerhalb oder außerhalb des Randbereiches des Beschickgut-Böschungswinkels oi befindet, wogegen der untere Schubkolben 3, welcher als Zerreiß- oder Zerteilkolben dient, außerhalb des Böschungswinkels α verschiebbar ist.
Die Schubkolben können mechanisch oder hydraulisch angetrieben sein, gegebenenfalls mit Anwendung einer bekannten Fernsteuerung. Die Schubkolben 1, 2.3 werden getrennt durch Arbeits-Zylinder angetrieben. Der Durchmesser der Kolbenstange der Arbeits-Zylinder kann so gewählt sein, daß sich die mit Drucköl beaufschlagten Flächen vor und hinter dem Kolben des Arbeits-Zylinders etwa wie 1 :2 verhalten. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, den Vorwärtshub der Schubkolben langsam und den Rückholhub schnell durchzuführen. ;
Der von den Schubkolben 1, 2 und 3 aus der Zuführungsschurre 4 entnommene, dosierte und zerrissene bzw. zerteilte Müll fällt über eine Überfallkante 5 in einen Feuerraum 6 ab.
Am unteren Ende der Zuführungsschurre 4 ist eine Kratzleiste 7 an einem an der Zuführungsschurre 4 angeordneten Gelenk 8 schwenkbar gelagert, die sich mit zunehmender Abnützung der Schubkolben absenkt und somit den Spalt zwischen dem obersten Schubkolben und der Zuführungsschurre abdichtet. Gleichzeitig wirkt diese Kratzleiste 7 als Abstreifer für den oberen Schubkolben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen, mit an der Mündung der Brennstoffzuführungsschurre übereinander und mit ihren Stirnflächen zueinander versetzt angeordneten sowie relativ zueinander bewegbar angetriebenen Schubkolben, gekennzeichnet durch die Anordnung von mindestens drei übereinander unabhängig voneinander verschiebbaren Schubkolben (1. 2, 3) mit unterschiedlichen Hublängen, so daß außer der Sperr- und Zuteilwirkung eine Zerreiß- und Zerteilwirkung auf den die Schubkolben belastenden Brennstoff ausgeübt und eine mehrfach abgestufte, abnehmende Brennstoffhöhe vor der Überfallkante der Feuerung erzielt wird.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schubkolben (1, 2, 3) in der Weise vorgesehen ist, daß jeweils der Rückholhub schneller ausgeführt wird als der Vorwärts-(Förder-)hub.
3. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Oberfläche des oberen Schubkolbens (1) und dem unteren Ende der Zuführungsschurre (4) eine in einem ortsfesten Gelenk (8) verschwenkbar gelagerte, sich bei Abnützung selbst einstellende, an sich bekannte Kratzleiste (7) vorgesehen ist.
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DE3036053A1 (de) * 1980-09-24 1982-04-08 Josef Martin Feuerungsbau GmbH, 8000 München Schutzvorrichtung fuer kolbenstangen von arbeitszylindern, insbesondere fuer feuerungsanlagen
DE4322909A1 (de) * 1993-07-09 1995-01-12 Lentjes Kraftwerkstechnik Vorrichtung zur Aufgabe von Brennstoff auf einen Walzenrost
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