DE1551906B2 - Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen - Google Patents
Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
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- F23G5/44—Details; Accessories
- F23G5/442—Waste feed arrangements
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- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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- F23G2205/00—Waste feed arrangements
- F23G2205/10—Waste feed arrangements using ram or pusher
- F23G2205/101—Waste feed arrangements using ram or pusher sequentially operated
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen,
mit an der Mündung der Brennstoffzuführungsschurre übereinander und mit ihren Stirnflächen zueinander versetzt angeordneten sowie
relativ zueinander bewegbar angetriebenen Schubkolben.
Bei einer bekannten Beschickungsvorrichtung dieser Art (OE-PS 2 36 020) sind zwei relativ zueinander verschiebbare
Schubkolben vorgesehen. Der obere Schubkolben unterfängt den Schurreninhalt und fördert den
Brennstoff aus dem Böschungswinkel unterhalb der Mündung der Zuführungsschurre heraus, wogegen der
unter Schubkolben das Material weiterfördert. Da die beiden Schubkolben untereinander nicht völlig unabhängig
sind, sondern über Mitnehmer miteinander gekoppelt sind, kann wegen der heterogenen Zusammensetzung
des Mülls und insbesondere wegen der häufigen sperrigen Gegenstänge, die im Müll vorhanden
sind, die Zerteilfunktion des unteren Schubkolbens nicht mehr ausreichen, um die durch den oberen Schubkolben
vorgeschobenen Müllmassen so zu zerteilen, daß eine verhältnismäßig gleichmäßige Aufgabe des
Mülls in den Feuerraum erfolgt. Die Folge hiervon sind Schwankungen in der Dampfleistung der zugeordneten
Kesselanlage.
Aufgabe der Erfindung ist es, den von oben durch die Zuführungsschurre nachrutschenden Müll so zu zerteilen
und auseinanderzuziehen, daß eine gleichmäßige Beschickung der Feuerung trotz der heterogenen Zusammensetzung
des Mülls möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch die Anordnung von mindestens drei übereinander unabhängig
voneinander verschiebbaren Schubkolben mit unterschiedlichen Hublängen, so daß außer der Sperr-
und Zuteilwirkung eine Zerreiß- und Zerteilwirkung auf den die Schubkolben belastenden Brennstoff ausgeübt
und eine mehrfach abgestufte, abnehmende Brennstoffhöhe vor der Überfallkante der Feuerung erzielt
wird. Durch die Verwendung von mindestens drei Schubkolben ist es möglich, den aus der Zuführungsschurre nachrutschenden Brennstoff zumindest durch
einen Schubkolben zu unterfangen; d. h. an einem Weiterrutschen zu hindern, durch zumindest einen
Schubkolben nachzufordern und zumindest durch den untersten Schubkolben zu zerteilen und auseinanderzuziehen,
wobei durch die unterschiedlichen Hublängen dieses Auseinanderziehen des herabrutschenden
Brennstoffes nicht auf die letzte Schubkolbenstufe, beschränkt ist, sondern bereits bei den vorhergehenden
Stufen eintritt, so daß eine abgestufte Brennstoffhöhe und damit ein kaskadenartiges Weiterbefördern des
Brennstoffes erzielt wird. Mit abnehmender Brennstoffhöhe verringert sich die Gefahr, daß sperrige Güter
mehr Brennstoff mitreißen als durch den Schubkolben gefördert werden soll. Durch dieses kaskadenförmige
Auseinanderziehen des aus der Brennstoffschurre austretenden Brennstoffes wird die Zuteilung des Brennstoffes
vergleichmäßigt. Durch die voneinander unabhängige Verschiebung der einzelnen Schubkolben ist
auch deren unabhängige Regelung hinsichtlich der Hublänge möglich, so daß die Zuteil- bzw. Nachförderwirkung
gegenüber der Zerteilwirkung je nach eingestellter Hublänge verstärkt oder vermindert werden
kann, wodurch die Beschickungsvorrichtung den unterschiedlichen Brennstoffzusammensetzungen angepaßt
werden kann.
Es ist zwar eine Beschickungsvorrichtung mit mehreren
Schubkolben bekannt (DT-PS 3 34 873), jedoch gleiten diese Schubkolben nicht gegeneinander, sondern
sind durch jeweils feststehende Platten voneinander getrennt. Weiterhin können diese bekannten
Schubkolben auf Grund ihres zwangsweise synchronen Antriebs keine Zerreiß- oder Zerteilfunktion ausüben,
sondern sind nur als Förderkolben in einem verhältnismäßig flach geneigten Teil der Zuführungsschurre anzusehen.
An der Ausmündung der Zuführungsschurre ist bei der bekannten Beschickungsvorrichtung nur eine
als Stößel wirkende Platte vorgesehen, die mit dem letzten Schubkolben gelenkig verbunden ist. Die
Schubkolben befinden sich somit nicht an der Mündung der Zuführungsschurre, sondern dienen der Beförderung
des Brennstoffes innerhalb der Schurre an einer verhältnismäßig schwach geneigten Stelle.
Der angestrebten kaskadenförmigen Weiterbeförderung des Brennstoffes mit abnehmender Brennstoffhöhe ist es förderlich, wenn gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung der Antrieb der Schubkolben in der Weise vorgesehen ist, daß jeweils der Rückhub schneller
ausgeführt wird als der Vorwärts-(Förder-)hub.
Um dem erhöhten Verschleiß, der sich durch die gegenseitige Verschiebung der Schubkolben ergibt, Rechnung
zu tragen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwischen der Oberfläche des oberen
Schubkolbens und dem unteren Ende der Zuführungsschurre eine in einem ortsfesten Gelenk verschwenkbar
gelagerte, sich bei Abnützung selbst einstellende, an sich bekannte Kratzleiste vorgesehen.
Die Anwendung einer Kratzleiste ist aus der US-PS 19 41 197 bekannt, doch ist dort die Kratzleiste starr am unteren Ende der Zuführungsschurre angeordnet, so daß keine Nachstellmöglichkeit besteht.
Die Anwendung einer Kratzleiste ist aus der US-PS 19 41 197 bekannt, doch ist dort die Kratzleiste starr am unteren Ende der Zuführungsschurre angeordnet, so daß keine Nachstellmöglichkeit besteht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise
dargestellt, deren Figur einen Schnitt durch eine Beschickungsvorrichtung zeigt.
Die Beschickungsvorrichtung besteht aus drei unmittelbar übereinander verschiebbar angeordneten und relativbeweglich
angetriebenen Schubkolben 1, 2 und 3. Der Antrieb der drei Schubkolben kann in bezug auf
Hublänge und Geschwindigkeit jeweils unabhängig vom darunter oder darüber liegenden Schubkolben erfolgen
oder die Hublänge eines mitzunehmenden Schubkolbens kann von einem in der Hub-Längsrichtung
verstellbaren Anschlag abhängig sein.
Der obere Schubkolben 1 arbeitet als Sperr- und Räumkolben. Der volle Hub dieses Schubkolbens ist
mit la bezeichnet. Sein Antrieb ist so vorgesehen, daß er auch stehenbleiben kann. Der mittlere Schubkolben
2 dient insbesondere zum Zuteilen des Mülls in dosierten Mengen. Die maximale Zuteilung wird bei Ausführung
eines vollen Hubes 2a erzielt. Die Bewegung des mittleren Schubkolbens 2 wird so gesteuert, daß seine
Kolben-Stirnfläche sich in jeder Kolbenlage innerhalb oder außerhalb des Randbereiches des Beschickgut-Böschungswinkels
oi befindet, wogegen der untere Schubkolben 3, welcher als Zerreiß- oder Zerteilkolben dient,
außerhalb des Böschungswinkels α verschiebbar ist.
Die Schubkolben können mechanisch oder hydraulisch angetrieben sein, gegebenenfalls mit Anwendung
einer bekannten Fernsteuerung. Die Schubkolben 1, 2.3 werden getrennt durch Arbeits-Zylinder angetrieben.
Der Durchmesser der Kolbenstange der Arbeits-Zylinder kann so gewählt sein, daß sich die mit Drucköl beaufschlagten
Flächen vor und hinter dem Kolben des Arbeits-Zylinders etwa wie 1 :2 verhalten. Hierdurch
ergibt sich die Möglichkeit, den Vorwärtshub der Schubkolben langsam und den Rückholhub schnell
durchzuführen. ;
Der von den Schubkolben 1, 2 und 3 aus der Zuführungsschurre 4 entnommene, dosierte und zerrissene
bzw. zerteilte Müll fällt über eine Überfallkante 5 in einen Feuerraum 6 ab.
Am unteren Ende der Zuführungsschurre 4 ist eine Kratzleiste 7 an einem an der Zuführungsschurre 4 angeordneten
Gelenk 8 schwenkbar gelagert, die sich mit zunehmender Abnützung der Schubkolben absenkt und
somit den Spalt zwischen dem obersten Schubkolben und der Zuführungsschurre abdichtet. Gleichzeitig
wirkt diese Kratzleiste 7 als Abstreifer für den oberen Schubkolben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen, mit an der
Mündung der Brennstoffzuführungsschurre übereinander und mit ihren Stirnflächen zueinander versetzt
angeordneten sowie relativ zueinander bewegbar angetriebenen Schubkolben, gekennzeichnet durch die Anordnung von mindestens
drei übereinander unabhängig voneinander verschiebbaren Schubkolben (1. 2, 3) mit unterschiedlichen
Hublängen, so daß außer der Sperr- und Zuteilwirkung eine Zerreiß- und Zerteilwirkung
auf den die Schubkolben belastenden Brennstoff ausgeübt und eine mehrfach abgestufte, abnehmende
Brennstoffhöhe vor der Überfallkante der Feuerung erzielt wird.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schubkolben
(1, 2, 3) in der Weise vorgesehen ist, daß jeweils der Rückholhub schneller ausgeführt wird
als der Vorwärts-(Förder-)hub.
3. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Oberfläche des oberen Schubkolbens (1) und dem unteren Ende der Zuführungsschurre (4) eine in
einem ortsfesten Gelenk (8) verschwenkbar gelagerte, sich bei Abnützung selbst einstellende, an sich
bekannte Kratzleiste (7) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966M0068563 DE1551906B2 (de) | 1966-03-01 | 1966-03-01 | Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966M0068563 DE1551906B2 (de) | 1966-03-01 | 1966-03-01 | Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1551906A1 DE1551906A1 (de) | 1970-01-15 |
| DE1551906B2 true DE1551906B2 (de) | 1976-05-06 |
Family
ID=7312664
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1966M0068563 Granted DE1551906B2 (de) | 1966-03-01 | 1966-03-01 | Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1551906B2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3036053A1 (de) * | 1980-09-24 | 1982-04-08 | Josef Martin Feuerungsbau GmbH, 8000 München | Schutzvorrichtung fuer kolbenstangen von arbeitszylindern, insbesondere fuer feuerungsanlagen |
| DE4322909A1 (de) * | 1993-07-09 | 1995-01-12 | Lentjes Kraftwerkstechnik | Vorrichtung zur Aufgabe von Brennstoff auf einen Walzenrost |
| CN107987855A (zh) * | 2018-01-04 | 2018-05-04 | 利百川环保科技有限公司 | 一种内合式热解气化炉 |
-
1966
- 1966-03-01 DE DE1966M0068563 patent/DE1551906B2/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1551906A1 (de) | 1970-01-15 |
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