DE154262C - - Google Patents

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DE154262C
DE154262C DE1903154262D DE154262DA DE154262C DE 154262 C DE154262 C DE 154262C DE 1903154262 D DE1903154262 D DE 1903154262D DE 154262D A DE154262D A DE 154262DA DE 154262 C DE154262 C DE 154262C
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tungsten
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molybdenum
thread
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DE1903154262D
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zu den Metallen, die sich infolge ihrer Schwerschmelzbarkeit und Schwerflüchtigkeit besonders für Glühkörper eignen, gehören unter anderen Wolfram und Molybdän.__Der .G_edajike,.,_Wu.lfr.am und Molybdän für Glühkörper zu verwenden, ist keineswegs neu, und es bestehen bereits 'verschiedene Ver-' fahren, um besondere Überzüge der genannten Metalle auf Platin- oder Kohlefäden zu erzeugen. Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Glühfäden aus reinem Wolfram- oder Molybdänmetall. Bekanntlich werden die Oxyhalogenverbindungen, ζ. Β. die Oxychloride dieser Metalle, durch Wasserstoff bei Rotglut unter Bildung von Metall, Halogenwasserstoff und Wasser reduziert. Brachte man daher einen glühenden Metalloder Kohlefaden in eine Atmosphäre von Wolframoxychloriddampf und überschüssigern Wasserstoff, so schlug sich das reduzierte Wolfram metallisch auf den Kohleoder Metallfaden nieder, und es ergab sich so ein Glühkörper, der aus einer Seele von Metall oder Kohle und einer Hülle aus Wolfram bezw. Molybdän bestand.
Sorgfältige Versuche haben nun ergeben, daß die Reaktion unter gewissen Umständen ganz anders verläuft. Setzt man nämlich einen Kohlefaden in dem Dampfe von WoIf-,30 ramoxychloriden bei-Gegenwart von nur sehr wenig Wasserstoff mittels hindurchgeschickten Stromes einer hohen Temperatur aus, so findet ein höchst merkwürdiger Vorgang statt. Der Kohlefaden wird nach und nach vollkommen in einen Faden von reinem Wolfram verwandelt, ein Prozeß, der in analoger Weise bereits zur Herstellung von Osmiumfäden durch Glühen von Kohlefäden in einer Atmosphäre von Osmiumtetroxyd benutzt worden ist. Der Kohlenstoff verbindet sich im vorliegenden Falle mit dem Sauerstoffe des Oxychlorids zu Kohlenoxyd oder Kohlensäure, das Chlor wird durch Wasserstoff zu Chlorwasserstoff reduziert und das Wolfram schlägt sich an Stelle der Kohle nieder im Sinne der Gleichungen:
WO2 Cl2
oder .
Ist einmal die Kohle vollkommen durch Wolfram ersetzt, so verstärkt man zweckmäßig den Wasserstoffstrom, und das Wolfram schlägt sich nunmehr auf den gebildeten Wolframfaden, denselben verstärkend und ausgleichend, nieder im Sinne der Gleichungen:
WO2 Cl2 + 3 K2 = 2 H2 O + 2HCl+ W
oder
W.
Bedingung zum Zustandekommen jener Reaktionsvorgänge, bei welchen die Kohle durch Wolfram ersetzt wird, ist Überschuß von Oxychlorid, das Vorhandensein von sehr wenig freiem Wasserstoff und eine hohe Temperatur des Kohlefadens.

Claims (1)

  1. Bei Überschuß von Wasserstoff und zu geringer Temperatur des Fadens verläuft die andere bekannte Reaktion, bei welcher das Oxychlorid nur von Wasserstoff allein reduziert wird, ohne daß der Kohlenstoff in Reaktion tritt. Bei Molybdän verlaufen die Reaktionen ganz analog.
    Um nun Glühkörper nach vorliegender Erfindung zu erzeugen, verdampft man in einem
    ίο Gefäße (am besten ein Glasgefäß), in welches' der Kohlefaden eingesetzt wird, Wolframoxychloride, während Wasserstoff in sehr langsamem Strome durch das Gefäß geleitet wird. Man setzt nun den Kohlefaden mittels hindurchgeschickten Stromes in helle Rotglut, wobei der oben erwähnte Vorgang des Eintretens von Wolfram an Stelle der Kohle vor sich geht. Ist die Kohle völlig aufgezehrt und durch Wolfram ersetzt, so schlägt sich nun das Wolfram, von Wasserstoff allein reduziert, auf den Faden nieder, was man an dem plötzlich eintretenden und stetigen Fallen des Widerstandes ersehen kann. Nun ist es an der Zeit, den Wasserstoffstrom zu verstärken, um einen gleichmäßigen Niederschlag des Metalles und eine Ausgleichung des Widerstandes, den man hier also nach Art der Behandlung der Kohlefäden beliebig regulieren kann, zu erzielen.
    Paten τ-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Kohlefaden in dem Dampf von Oxyhalogenverbindungen des Wolframs bezw..Molybdäns, bei Anwesenheit von wenig freiem Wasserstoff <\ mittels hindurchgeschickten Stromes auf J eine hohe Temperatur bringt, wobei die Kohle durch Wolfram bezw. Molybdän vollkommen ersetzt wird.
DE1903154262D 1903-04-14 1903-04-14 Expired - Lifetime DE154262C (de)

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AT20888D AT20888B (de) 1903-04-14 1904-10-07 Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische Glühlampen.
AT23902D AT23902B (de) 1903-04-14 1905-03-28 Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für elektrische Glühlampen.

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