AT20888B - Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische Glühlampen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische Glühlampen.

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AT20888B
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Alexander Dr Just
Franz Hanaman
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Alexander Dr Just
Franz Hanaman
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Ni. 20888.   



   DR. ALEXANDER JUST UND FRANZ HANAMAN IN WIEN. 



  Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische
Glühlampen. 



   Zu den Metallen, die sich infolge ihrer Schwerschmelzbarkeit und Schwerflüchtigkeit   besonders für Glübkörper eignen,   gehören u.   a.   Wolfram und Molybdän. Der Gedanke, Wolfram   und Molybdän für Glühkörper   zu verwenden, ist keineswegs neu und es bestehen bereits verschiedene Verfahren, um besondere Überzüge der genannten Metalle auf   l'latin-   oder Kohlefäden zu erzeugen. Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von   Glühfüden   aus reinem Wolfram-oder Molybdänmetall. Bekanntlich werden die Oxybalogenverbindungen, z. B. die Oxychloride dieser Metalle, durch Wasserstoff bei Rotglut unter Bildung von Metall, Halogenwasserstoff und Wasser reduziert.

   Brachte man daher einen glühenden Metall- oder Kohlefaden in eine Atmosphäre von Wolframoxychloryddampf und über-   schüssigem   Wasserstoff, so schlug sich das reduzierte Wolfram metallisch auf den Kohleoder Metallfaden nieder und es ergab sich so ein   Glühkörper,   der aus einer Seele von Metall oder Kohle und einer Hülle aus Wolfram bezw. Molybdän bestand. 



   Sorgfältige Versuche haben nun ergeben, dass die Reaktion unter gewissen Umständen ganz anders   verläuft.   Setzt man nämlich einen Kohlefaden in dem Dampfe von Wolframoxychloriden bei Gegenwart von nur sehr wenig Wasserstoff mittels   hindurchgeschickten   Stromes einer hohen Temperatur aus, so findet, ein höchst merkwürdiger Vorgang statt. 



  Der Kohlefaden wird nach und nach vollkommen in einen Faden von reinem Wolfram verwandelt, ein Prozess, der in analoger Weise bereits zur Herstellung von   Osmiumfäden   durch   Glühen   von   Kohlefädon   in einer Atmosphäre von Osmiumtetroxyd benutzt worden ist. 



   Der Kohlenstoff verbindet sich im vorliegenden Falle mit dem Sauerstoffe des Oxychlorids zu   Kohlenoxyd   oder Kohlensäure, das Chlor wird durch Wasserstoff zu Chlorwasserstoff reduziert und das Wolfram schlägt sich an Stelle der Kohle nieder im Sinne der Gleichungen : 
 EMI1.1 
 den Wasserstoffstrom und das Wolfram schlägt sich nunmehr auf den gebildeten   Wolframfaden,   denselben   verstärkend   und ausgleichend, nieder im Sinne der Gleichungen : 
 EMI1.2 
 freiem Wasserstoff und eine hohe Temperatur des Kohlefadens. 



   Bei Überschuss von Wasserstoff und zu geringer Temperatur des Fadens verläuft die andere bekannte Reaktion, bei welcher das Oxychlorid nur von Wasserstoff allein reduziert wird, ohne dass der Kohlenstoff in Reaktion tritt. Bei Molybdän verlaufen die Reaktionen ganz analog. 



   Um nun   Glühkörper   nach vorliegender Erfindung zu erzeugen, verdampft man in einem Gefässe (am besten einem Glasgefässe), in welches der Kohlpfaden eingesetzt wird, Wolframoxychloryde, während Wasserstoff in sehr langsamem Strome durch das   Gefäss   geleitet wird. Man setzt nun den   Kohlefadon   mittels hindurchgeschickten Stromes in helle Rotglut, wobei der obenerwähnte Vorgang des Eintretens von Wolfram an Stelle der 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sich nun das Wolfram, von Wasserstoff allein reduziert, auf den Faden nieder, was m'an an dem plötzlich eintretenden und stetigen Fallen des Widerstandes ersehen kann.

   Nun ist es an der Zeit, den Wasserstoffstrom zu verstärken, um einen gleichmässigen Niederschlag des Metalles und eine Ausgleichung des Widerstandes, den man hier also nach Art der Behandlung der   Kohlefäden   beliebig regulieren kann, zu erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Kohlefaden in dem Dampf von Oxyhalogenverbindungen des Wolframs bezw. Molybdäns bei Anwesenheit von wenig freiem Wasserstoff mittels hindurchgeschickten Stromes auf eine hohe Temperatur bringt, wobei die Kohle durch Wolfram bezw. Molybdän vollkommen ersetzt wird.
AT20888D 1903-04-14 1904-10-07 Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolfram oder Molybdän für elektrische Glühlampen. AT20888B (de)

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