CH99152A - Verfahren zur Herstellung von aus Kohle bestehenden Langkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aus Kohle bestehenden Langkörpern.

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CH99152A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Verfahren zur Herstellung von aus Kohle bestehenden Langkörpern.    Bekanntlich zeigt der nach irgend einem       Prä,parierverfahren    hergestellte,     graphitische,     in Form von     Glühlampenfäden    benützte  Kohlenstoff bei hohen Temperaturen viel  bessere Eigenschaften als amorphe Kohle.  



  Erfindungsgemäss stellt man aus Kohle  bestehende     Langhörper    dadurch dar,     dass    man  einen     Meiallkörper    in der Atmosphäre einer       Kohlenstoffverbindung    eines mit     dem        Me-          falle    eine flüchtige Verbindung bildenden  Elementes auf eine so hohe Temperatur er  hitzt,     dass    sieh diese flüchtige     Metallverbin-          clung    unter     Abscheidung    einer nahezu gleich  wertigen Menge Kohlenstoff an Stelle des  Metallfadens bildet.  



  Nimmt man zum Beispiel Wolfram und       Tetrachlürkohlenstoff,    so verläuft die Reak  tion in der folgenden Weise:       2W+3C        C14.=2W        CII+3C     Das     Wolframehlorid    setzt sich als     Nie-          derscUlag    auf die Wände der     Präpariergloche.     Der erhaltene Faden ist grau und glänzend,  ebenso wie ein metallisierter Kohlenfaden.  



  Das ganze Verfahren verläuft in verhält  nismässig kurzer Zeit, z. B. in 2 bis<B>3</B> Minuten,    für einen Faden von<B>50</B>     mieron;    die Reaktion  kann noch durch einen Zusatz von freiem  Chlor beschleunigt werden. Es ist empfeh  lenswert, auf die richtige Temperatur des  glühenden Fadens (etwa<B>1500</B> bis<B>1700 ' C)</B>  zu achten, da sich sonst, anstatt einer Um  setzung ein Niederschlag von Kohlenstoff  auf das Metall bildet, wodurch naturgemäss  der Durchmesser des F     adens    zunehmen würde.  



  Etwaige Überreste von Metall können  entweder durch elektrische Widerstandserhit  zung unmittelbar verdampft     oider    durch einen  Gasstrom in eine flüchtige Verbindung um  gesetzt werden.  



  Für     Molybdän    mit niedrigem Schmelz  punkt ist es zweckmässig, die erste Art der  Entfernung der Überreste zu verwenden,  während Wolfram besser in einem Chlor  strom entfernt werden kann.  



  Dieses Verfahren verläuft also gerade in  umgekehrter Richtung, wie     dasjenige,    bei  dem ein Kohlenfaden in einer Atmosphäre  von     Wolframoxychlorid,    in einen     Wolfram-          faden    umgesetzt -wird.      Nach der Erfindung ist es möglich,  Kohlenfäden von sehr kleinem Durchmesser       herzusteilen.    Selbstverständlich kann man  auch den ursprünglichen Metallfaden     schrau-          benfürmig    aufwickeln, um nach dem Prä  parieren einen schraubenförmig gewundenen  Kohlenfaden. zu erhalten, wobei der ur  sprüngliche Durchmesser ungefähr erhalten  bleibt.  



  Zur Herstellung des Kohlenfadens bringt  man den Metallfaden in der     Präparier,-locke     auf eine bestimmte Temperatur und     glülit     ihn in dem Strom der aktiven     Kohlenstoff-          verbindung    zweckmässig bei einem zuvor be  stimmten Druck.  



  Die hierfür benötigte Zeit hängt von dem  Durchmesser des Fadens ab und     beträut        un-          -,efähr    2 bis<B>3</B> Minuten. Aus chemischen       rntersuchungen    kann man die Zeitdauer  bestimmen, die zur völligen Ersetzung des       Metalles    nötig ist.  



  Es ist vorteilhaft, den Faden noch wäh  rend sehr kurzer Zeit, z. B. einige Sekunden  lang, in einem mit dein Metall reagierenden  Gasstrom bei etwa 1200 bis<B>1300 ' C</B> zu       ffi        ;rom          (Y        ühen,    z. B. Wolfram in     einein        Chlorsi          und    darauf den     Kohlenfaden    in einer indif  ferenten Gasatmosphäre einige Sekunden  auf sehr hohe Temperatur, z. B. auf<B>2300' C,</B>  zu erhitzen, wodurch die elektrischen und  mechanischen Eigenschaften des Fadens     er-          lieblich    verbessert werden.  



  Der Vorteil des Verfahrens nach der Er  findung liegt hauptsächlich darin,     dass    der  Kern, auf den der Kohlenstoff in der     Gra-          phitform    niedergeschlagen     vIrd,    nach der  Behandlung ganz verschwunden ist; ein wei  terer grosser Vorteil ist darin     züi    erblicken.         dass    den Körpern jede     gewünsehte    Form und  ein beliebiger Durchmesser gegeben werden  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-. Verfahren zur Herstellung von aus Kohle bestehenden Langhörpern, dadurch gehenn- zeichnet, dass man einen Metallkörper in der Atmosphäre einer Kohlenstoffverbindung eines mit dem Metall eine flüchtige Ver bindung bildenden Eleinentes auf eine so hohe Temperatur erhitzt, dass sich diese flüchtige Metallverbindung unter Abseliei- dung einer nahezu gleichwerfigen Menge Kohlenstoff an Stelle des Metallfadens bildet.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch cr - "elzennzeichnet, dass eine Chlorkohlenstoff verbindung mit einem Zusatz von Chlor verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach Einwirkung der Kohlenstoffverbindung auf den Faden etwaige metallische ÜberrestQ durch einen Gasstrom in eine, flüchtige Verbindung um-esetzt werden.
    <B>en</B> <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erhaltene Kör per einige Sekunden lang in einem indif ferenten Gase bei sehr hoher Temperatur geglüht wird.
CH99152D 1921-03-12 1922-03-06 Verfahren zur Herstellung von aus Kohle bestehenden Langkörpern. CH99152A (de)

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