CH95368A - Verfahren zur Herstellung von Borkarbid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Borkarbid.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung, von Borharbid. Die vielseitigen Eigenschaften der Kar- bide, die infolge ihrer Härte als Schleifmittel oder infolge ihrer Temperaturbeständigkeit und elektrischen Leitfähigkeit als Wider standsheizkörper dienen, haben zahlreiche Me thoden zu ihrer Herstellung hervorgerufen. Durch besondere Härte, '1'emperaturbeständig- keit und Widerstand zeichnet sich das Bor karbid aus, das nach folgendem Verfahren in beliebigen Formstücken gewonnen werden kann.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Borkarbid aus Bornitrid, und beruht darauf, dass das Bornitrid mit einem kohlenstoffhaltigen Mit iel bei erhöhter Temperatur behandelt wird. Zu diesem Zwecke wird bei genügend hoher Temperatur direkt Kohle in indifferenter Atmosphäre auf das Bornitrid zur Einwir kung gebracht, indem man die Kohle vor dem Reduktionsprozess innerhalb des Nitrids äusserst fein verteilt.
Durch erhebliche Stei gerung der Temperatur gelangt man bis zum vollständigen Schmelzen des Karbids, das man leicht in einem Arbeitsgange erhält, wenn man sich als Heizquelle des Lichtbogens bedient, ihn etwa nach den Vorschriften des deutschen Patentes Nr. 290498 zur Anwen dung bringt.
Um gleichmässige Körper zu erhalten, müss die Kohle sehr fein verteilt werden. Man erreicht dieses besonders gut durch Verwen dung kohlenstoffhaltiger Gase, die bei hoher Temperatur .Kohle an das Nitrid abgeben. Da bei wird zweckmässig die Temperatur so hoch gesteigert, dass schon eine merkliche Spaltung des Nitrids einsetzt. Von der angewandten Temperatur, der Menge und dem Gehalt an Kohlenstoff hängt auch die Menge des abge schiedenen Karbids ab.
Die kohlenstoffhalti gen, reduzierenden Gase kann man direkt in der gewünschten Zusammensetzung einführen, zum Beispiel ein Gemisch von Wasserstoff und Schwefelkohlenstoff oder Leuchtgas, oder man kann dieselben während des Prozesses er zeugen, zum Beispiel durch Einwirkung von Ammoniak auf Kohle. Zweckmässig wendet man die gasförmigen, kohlenstoffhaltigen Mittel in Gestalt eines Stromes an, der im Kreislauf zirkuliert. Zur Erzeugung des BOr- karbids aus t ornilrid, das inan jetzt bequem in grossen Mengen gewinnen kann, reicht eine Temperatur von etwa 2000 aus.
Bei weiterer erheblicher Steigerung der Temperatur kann man das Borkarbid schmelzen, sofern man Massen gewinnen will, die besonders für Schleifzwecke geeignet sind.
Will man Körper bestimmter Gestalt ge winnen, so wird der gewünschte Körper aus dem Nitrid erzeugt und dann dem Reduk- tionsprozess unterworfen. Beide Prozesse kön nen dabei mehr oder weniger ineinander greifen, wie überhaupt die Herstellung des Nitrids mit dem ganzen Prozess vereinigt wer den kann.
Das Verfahren wird beispielsweise zur Herstellung von Rohren oder Spiralen aus Borkarbid oder Gemengen desselben mit an dern Stoffen, zum Beispiel Bor oder auch Kohle, folgendermassen ausgeführt: Die gewiinschte Gestalt des Körpers wird aus Borstickstoff oder dem dazu dienenden Ausgangsmaterial geformt.
Dieser Form körper wird dann in der Weise dem Einfluss einer kohlehaltigen Atmosphäre ausgesetzt, dass innerhalb eines Kohlerohres Kohlekörner in die Heizzone gebracht werden, und man dann das Rohr mässige Zeit bis auf minde stens 2000' erhitzt, wobei ein Ammoniak- ström durcliyeleitet wird. Bei_ Verwendung von Wasserstoff und Seliuvefellzohlc-.istoff gebt der Prozess etwas langsamer vor sich.
Besonders geeignet sind Rohre aus Borkarbid, da diese von der Atmosphäre kaum nennens wert angegriffen werden und daher dauernd benutzt werden können. Der gesamte Prozess ist in wenigen Stunden beendet. Die gewon nenen Körper zeichnen sich durch grosse Fe stigkeit und IIomogenität-aus. Der elektrische Widerstand der Formstücke aus Borkarbid beträgt ein Vielfaches der Kohle und kann bis zum Zwanzigfachen gehen.
Der Teinpe- raturkoeffizient ist fast gleich Null und nur ganz schwacb"negativ. Die Feuerfestigkeit ist eine ausserordentlich grosse. Die Formstücke widerstehen lange Temperaturen von 2000 . Infolge dieser Eigenschaften eignen sich die Formstücke besser als Kohle für elektrische Heizzwecke.
Claims (1)
- <B>PATENTAN</B>S<B>PRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Borkarbid, besonders in Formstücken, dadurch geke;in- zeichnet, dass Bornitrid reit einem kohlenstoff haltigen Mittel bei kolier Temperatur behan <B>delt</B> wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE95368X | 1916-03-22 |
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| CH95368D CH95368A (de) | 1916-03-22 | 1921-03-15 | Verfahren zur Herstellung von Borkarbid. |
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1921
- 1921-03-15 CH CH95368D patent/CH95368A/de unknown
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