DE154259C - - Google Patents

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DE154259C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H53/00Relays using the dynamo-electric effect, i.e. relays in which contacts are opened or closed due to relative movement of current-carrying conductor and magnetic field caused by force of interaction between them
    • H01H53/01Details
    • H01H53/015Moving coils; Contact-driving arrangements associated therewith

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 154259 KLASSE 21 ct.
Die bisher gebräuchlichen Relais der mit Gleichstrom betriebenen Ruhestromtelegraphenleitungen müssen je nach der Stromstärke desselben eingestellt werden. Bei schlechtem Wetter ist der Linienstrom sehr veränderlich und oftmaliges Einstellen der Relais nötig, auch entstehen dann Nebenschlüsse zur Leitung, welche ebenfalls oftmaliges Einstellen der Relais verursachen.
Vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände.
In die durch Gleichstrom gespeiste Ruhestromleitung L-L1 (Fig. i) ist ein Umformer U eingeschaltet. Die durch diesen in der Sekundärspule beim Telegraphieren erzeugten Wechselströme gehen durch die Windungen der Deprez - d'Arsonval'schen Spule a, welche drehbar zwischen den Polen JV und S eines Dauermagneten gelagert ist (Fig. ι und 2).
Von der Leitung LL1 führt eine Abzweigung /Z1 zunächst zu einem Widerstand W und dann zu den Zweigpunkten m und ml bezw. zu den Umwindungen der Spule a. Im Ruhezustand, wenn also die Leitung LL1 stromdurchflossen ist, geht ein Teil des Stromes durch den Nebenschluß Z Z1 in die Spule α und diese wird dadurch in der aus der Zeichnung (Fig. 2) ersichtlichen Lage festgehalten; die Ortsbatterie g ist nicht geschlossen. Wenn ein Taster in der Telegraphenleitung gedrückt wird, so wird, wenn keine Nebenschlüsse vorhanden sind, der Linienstrom unterbrochen. Der hierbei in der Sekundärwicklung des Umformers entstehende Stromstoß geht durch die Spule a und überwindet, unterstützt durch das an der Spule befestigte Übergewicht /?, die Achsenreibung der Spule und dreht sie nach rechts, wodurch über / und e der Ortsstromkreis des Morseapparates M geschlossen wird. Das Übergewicht h kann auch durch eine Feder d (Fig. 3 und 4) ersetzt werden, welche den an der Spule α befestigten Stromschlußhebel f gegen e drückt, so oft die Leitung LL1 II1 unterbrochen wird. Der Zweck des Gewichtes bezw. der Feder ist hierbei, den Stromschluß des Ortsstromkreises, der am Anschlag bezw. Kontakt e erfolgt, zu sichern bezw. zu verhindern, daß kleine Nebenschlüsse in der Leitung die Spule a nach links drehen. Wird durch Loslassen des Tasters der Leitungs- bezw. Linienstrom wieder hergestellt, so. sendet die Sekundärspule des Umformers einen Stromstoß entgegengesetzter Richtung durch die Spule a, welcher, unterstützt durch den Teilstrom, in dem Nebenschluß lll das Übergewicht h und die Achsenreibung der Spule überwindet und die Spule in die ursprüngliche Lage zurückführt, in welcher sie durch den Strom im Nebenschluß Z Z1 festgehalten wird. Dieser Vorgang bleibt stets derselbe, mag der Linienstrom stark oder schwäch sein. Ein sogenanntes Kleben des Ankers kann nicht vorkommen, da die Spule kein Eisen enthält.
Sind in' der Leitung aus irgendwelchen Anlassen Nebenschlüsse vorhanden, so wird der Linienstromkreis durch Niederdrücken
des Tasters nicht stromlos gemacht; der Strom in der Leitung wird dadurch nur schwächer. Ist der Linienstrom J nach dem Drücken der Taste auf Jx gefallen, so beträgt der Zweigstrom i in Z/1 noch i1. Der Widerstand der Sekundärwicklung sei so groß wie derjenige des Umformers, so wird bei nicht gedrückter Taste ein Strom von der Stärke V2 i beständig durch die Spule a
ίο gehen und diese in der gezeichneten Lage festhalten; der Ortsstromkreis ist geöffnet. Wird der Taster niedergedrückt, so wird durch den Stromunterschied J-J1 ein Stromstoß im Umformer erzeugt, der, unterstützt
durch das Übergewicht h, die Achsenreibung der Spule α und die Wirkung des noch durch die Spule fließenden Stromes 1J2 i1 überwindet und die Spule nach rechts dreht und dadurch den Ortsstromkreis schließt.
Für den Fall aber, daß der Strom V2 il sehr groß ist, würde Spule α sofort wieder nach links gedreht und der Stromschluß der Ortsbatterie aufgehoben. Es ist daher in der Abzweigung I ll der Widerstand W so gewählt, daß bei den größten Nebenschlüssen, mit welchen sich überhaupt noch telegraphieren läßt, die Stromstärke .'/.2 il nie so groß wird, daß sie das Übergewicht h und die Achsenreibung der Spule überwinden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Telegraphenrelais mit Deprezd'Arsonval'scher Spule für mit Gleichstrom betriebene Ruhestromleitungen, bei welchem die Drehung der Spule (a) nach rechts und links bezw. Schluß und Unterbrechung des den Schreibapparat enthaltenden Ortsstromkreises durch Wechselströme hervorgerufen wird, welche beim Telegraphieren in der ■ Sekundärwicklung eines in die Linienleitung (LL1J eingeschalteten Umformers (U) entstehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Festhalten der Spule (a) in den Lagen rechts und links das eine Mal durch ein Übergewicht (h) oder eine Feder, das andere Mal durch eine Abzweigung (I I1) des Linienruhestromes bewirkt wird.
2. Eine Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Abzweigung (I I1) des Linienstromes ein derart bemessener Widerstand (Wj eingeschaltet wird, daß bei den größten vorkommenden und zulässigen Nebenschlußströmen die Stromstärke des durch die Spule (ei) fließenden Stromes das Übergewicht (h) bezw. die Achsenreibung nicht überwinden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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