DE153455C - - Google Patents
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- DE153455C DE153455C DENDAT153455D DE153455DA DE153455C DE 153455 C DE153455 C DE 153455C DE NDAT153455 D DENDAT153455 D DE NDAT153455D DE 153455D A DE153455D A DE 153455DA DE 153455 C DE153455 C DE 153455C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M19/00—Current supply arrangements for telephone systems
- H04M19/001—Current supply source at the exchanger providing current to substations
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In Fernsprech- oder Signalanlagen, wo zur Drosselung bezw. Verriegelung von Sprechbezw.
Signalströmen wechselnder Art sogenannte Graduatoren bezw. Drossel- oder Induktionsspulen zur Anwendung kommen,
erscheint es wünschenswert, die Impedanz solcher Apparate möglichst konstant zu gestalten,
so daß ζ. B. auch durch gewisse . Schaltungen gegebene oder fehlerhafte Sonder-Schlüsse
bezw. sogar Kurzschlüsse einzelner Wickelungen oder Wickelungsgruppen keine störenden Einflüsse auf die Gesamtimpedanz
solcher Drossel- bezw. Induktionsspulen ausüben können.
In Fig. ι ist beispielsweise schematisch die Schaltung einer Fernsprechanlage dargestellt
mit Zentralmikrophonbatterie. 7"Zz1 ist eine
durch Doppelleitung a{ bl verbundene Teilnehmerstelle,
T/22 eine solche mit Einzelleitung
α2 und Erde bei E'2, wobei eine geeignete Stelle m der Batterie c ebenfalls bei
Es an Erde gelegt ist, um auf die Teilnehmerstellen
mit Erde bezw. Einzelleitung und demnach mit relativ geringerem Leitungswiderstand
nur einen Teil der Batteriespannung einwirken zu lassen und einen zu hohen Mikrophonstrom zu verhüten.
In diesem als Beispiel angeführten Falle ist, wie leicht zu ersehen, die Wickelung 2
der Drosselspule D über einen Teil m der Batterie c E3 E1 W in sich geschlossen. Sie
ist also durch einen verhältnismäßig geringen Widerstand überbrückt, d. i. gewissermaßen
kurzgeschlossen, und bleibt daher wirkungslos. Gleichzeitig bildet sie durch diesen Kurz-Schluß
einen geschlossenen sekundären Kreis. Ein durch die Wickelung 1 gehender Wechselstrom
wirkt daher induzierend auf die Wickelung 2, erzeugt in derselben einen sekundären
Strom von entgegengesetzter Richtung, der das vom primären Strom erzeugte Feld schwächt und somit die Impedanz verringert.
Ähnliche störende Umstände treten ein, wenn mangels eines solchen beabsichtigten
Erdschlusses der Batterie ein fehlerhafter Erd-Schluß zwischen ihren Endpolen auftritt und
gleichzeitig Teilnehmerstellen mit Erdleitung eingeschaltet werden, oder bei reinem Doppelleitungsbetrieb
gleichzeitig eine der Leitungen Erdschluß aufweist.
Der Selbstinduktionskoeffizient einer Spule ist nun bekanntlich proportional dem Quadrate
der Windungszahl. Hat beispielsweise jede der beiden Wickelungen η Windungen,
so beträgt der Selbstinduktionskoeffizient bei fehlerlosem Doppelleitungsbetrieb, da zwei
η Windungen in Wirksamkeit sind, demnach das vierfache von nur einer Wickelung. Die,
Wickelung 2 bildet durch die Überbrückung bei E3 E1 gewissermaßen die kurzgeschlossene
sekundäre Wickelung eines Transformators. Sie wirkt daher induzierend auf die andere
Wickelung zurück, und es bleibt schließlich nur noch ein geringer Bruchteil der normalen
Selbstinduktion beider Wickelungen, beispielsweise die Hälfte der Selbstinduktion von nur
einer Wickelung übrig. Es verhält sich demnach das Minimum der Selbstinduktion und damit annähernd auch das Minimum der
Impedanz im ungünstigsten Falle (d. i. bei Einzelleitung und geerdeter Mitte der Batterie)
ίο zum Maximum (d. i. bei fehlerlosem Doppelleitungsbetrieb)
wie etwa ι : 8.
Es können also in diesen ungünstigen Fällen sowohl Sprechverständigung und
Signalgebung sehr schlecht werden und gleichzeitig Mithören bei anderen Teilnehmergruppen
eintreten, während in anderen Fällen beide Aktionen dagegen gut vonstatten gehen.
Eine bedeutende Verminderung dieser störenden Einflüsse wird nun schon erzielt, wenn
die beiden Wickelungen bezw. geignete, bei anderen Schaltungen in Betracht kommende
Wickelungsgruppen, d. i. beispielsweise mehrere' je an Stelle der Wickelungen 1 und 2
tretende, zu verschiedenen Leitungen führende,
z. B. in Serie geschaltete Einzelwickelungen magnetisch genügend getrennt bezw. deren
gegenseitige Induktion eingeschränkt oder ganz aufgehoben wird. Hierdurch wird erreicht,
daß wenigstens die nicht überbrückte Wickelungsgruppe noch annähernd ihre volle Impedanz behält, also z. B. das Minimum an
Impedanz sich zum Maximum etwa wie ι : 4 verhält.
Durch das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren nebst Vorrichtung
nun wird eine praktisch annähernd konstante Impedanz solcher Drossel- bezw. Induktionsspulen
in nahezu allen Fällen dadurch erzielt, daß die in Betracht kommenden verschiedenen
Wickelungen bezw. Wickelungsgruppen z. B. je nach ihrer Anordnung auf den verschiedenen Seiten der Batterie usw.
einander magnetisch entgegenwirkend, also falsch in Serie zueinander eingeschaltet, und
+5 je nach Umständen jede einzelne Wickelung
bezw. Wickelungsgruppe außer dem gemeinsamen magnetischen Leiter mit einem mehr
oder weniger gut geschlossenen Sondermagnetkreis ausgerüstet wird.
Dies veranschaulicht beispielsweise Fig. 2, die eine Verbindung zweier Teilnehmer 7V
TIi1 vermittels der beiden Doppelleitungen a1
b1 d1 b'2 über die zentrale Mikrophonbatterie c
darstellt. Die Spulen 1 und 2 sind zwar in Serie geschaltet, jedoch entgegengesetzt gewickelt,
so daß ein durch sie gehender Strom entgegengesetzte Magnetismen erzeugt. Durch eine zwischen beide Wickelungen eingesetzte
Eisenscheibe J werden in dem geschlossenen Eisenkern Da die Sondermagnetkreise k gebildet;
die Pfeile geben die Richtung der gegeneinander verlaufenden Kraftlinien an. Der außer diesen geschlossenen Sondermagnetkreisen
noch bestehende, beiden Wickelungen gemeinsame Magnetkreis zeigt hierbei denselben
Verlauf, wie er in Fig. 1 und 4 durch die gezeichneten Kraftlinien k[ veranschaulicht
wird.
Durch geeignete Einstellung des Verhältnisses des magnetischen Widerstandes des gemeinsamen
Feldes gegenüber den magnetischen Widerständen der Sonderfelder bezw. besonderen
magnetischen Schlüssen kann z. B. erreicht werden, daß die Impedanz einer einzelnen
Wickelung bezw. Wickelungsgruppe ebenso groß ist wie diejenige beider Gruppen in Serie, und daß sogar ein Kurzschluß einer
Gruppe keine wesentliche Verringerung der Impedanz mehr verursacht.
Betrachtet man wiederum die verschiedenen Fälle von Fernsprechverbindungen, so wird
nach Anwendung des vorliegenden Verfahrens in allen annähernd dieselbe Impedanz über
die Drossel- bezw. Induktionsspulen herrschen und demnach stets sowohl für die Sprech-Verständigung,
als auch für die Signalgebung dieselben Verhältnisse gegeben sein, wodurch nicht nur größere. Sicherheit für gute Funktion
in nahezu allen Fällen, sondern auch eine leichtere Kontrolle ermöglicht ist.
Nun ergibt sich aber bei näherer Betrachtung dieses Verfahrens noch eine weitere
günstige Wirkung desselben, die darin besteht, daß die in vielen Fällen durch solche Drosselbezw.
Induktionsspulen gleichzeitig hindurchgeleiteten Gleichströme einander im gemeinschaftlichen
magnetischen Kreise ebenfalls magnetisch entgegenwirken und demnach deren bei sonst üblicher richtiger Serienschaltung
auftretendes und die Impedanz der Wickelungen schwächendes Gleichstrommagnetfeld
ebenfalls schwächer, die Impedanz der Apparate also relativ größer ausfällt. Die
günstigste Wirkung läßt sich ebenfalls durch geeignete Einstellung des gegenseitigen Verhältnisses
der magnetischen Widerstände von Gesamt- und Einzelfeldern erzielen.
Was nun die Anordnung der Einzelmagnetkreise bezw. Brücken zu dem gemeinsamen
Magnetkreise der Vorrichtung des vorliegenden Verfahrens anbelangt, so sind in den
Fig. 2 bis 6 beispielsweise einige Ausführungsformen dargestellt. J ist dabei jeweilig das
zwischengelegte Eisenstück, das eine magnetische Brücke bildet und damit die magnetischen
Sonderkreise veranlaßt.
Die magnetischen Widerstände können z. B. in einfacher Weise dadurch abgeglichen werden,
daß die Stoßfugen//. . ., flfl- ■ ■ verschiedenwertig
bemessen oder auf geeignete Weiten zusammengeschraubt werden, eventuell unter Zwischenlage von geeignetem Material,
oder überhaupt durch geeignete Mittel auf ein den jeweiligen Umständen angepaßtes
gegenseitiges Verhältnis gebracht werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Eisenkern aus einem Viereck besteht, das
bei // zusammengefügt ist; die beiden Wickelungen ι und 2 sind auf der linken und
rechten Seite aufgebracht. Die magnetische Brücke J teilt dieses Viereck in zwei Hälften,
ίο die je von den Kraftlinien des Sonderkreises K
von Spule ι und 2 durchflossen werden; K1
zeigt den Verlauf der Kraftlinien des gemeinsamen Magnetkreises. Fig. 4 ist eine Ausführungsform,
bei welcher der Eisenkern quadratische Form mit eingesetztem Kreuz besitzt. Die magnetische Brücke / besteht hier aus
zwei Teilen, wobei durch Aneinanderlegen derselben die Stoßfugen gebildet werden.
Hierbei bestehen vier Sondermagnetkreise K und zwei gemeinsame Magnetkreise K1. Fig. 5
zeigt dieselbe Form des Eisenkernes wie Fig. 4. Die Stoßfugen/1/1 der Sondermagnetkreise
bilden jedoch hier nicht auch gleichzeitig einen Teil des gemeinsamen Kreises. Sie
können daher getrennt von z. B. in letzterem liegenden Stoßfugen //. . . vermittels der
Schraube s eingestellt werden. Bei der in Fig. 6 veranschaulichten Anordnung können
die Sonder- wie die gemeinsamen Magnetkreise ganz unabhängig voneinander eingestellt
werden, der über den Mantel M über die Stoßfugen /verlaufende gemeinsame Kreis
mittels der Schraube s1, die über das Joch J
gehenden Sondermagnetkreise mit Hilfe der Schraube s.
Claims (2)
1. Einrichtung zum Erzielen einer annähernd konstanten Impedanz bei Drossel-
oder Induktionsspulen, z. B. in Fernsprechoder Signalanlagen, dadurch gekennzeichnet,
daß Wickelungen bezw. Wickelungsgruppen einander in gemeinsamem magnetischen Kreise entgegenwirkend geschaltet
und nach Bedarf einzelne Wickelungsgruppen mit Sondermagnetkreisen
ausgerüstet werden, und daß das Verhältnis der magnetischen Widerstände der letzteren unter sich und zu dem magnetischen
Widerstände des gemeinsamen Magnetkreises verschiedener Gruppen zusammen
je nach den gegebenen Umständen geregelt wird.
2. Eine Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßfugen
bezw. Brücken der Sondermag'netkreise bezw. die magnetischen Widerstände dieser letzteren selbst unabhängig von den
Stoßfugen bezw. dem magnetischen Widerstände des gemeinsamen Magnetkreises
regelbar angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE153455C true DE153455C (de) |
Family
ID=420086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT153455D Active DE153455C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE153455C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263865B (de) * | 1966-03-24 | 1968-03-21 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung zur Speisung von Fernmeldeleitungen, insbesondere von Fernsprechteilnehmerleitungen |
-
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- DE DENDAT153455D patent/DE153455C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263865B (de) * | 1966-03-24 | 1968-03-21 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung zur Speisung von Fernmeldeleitungen, insbesondere von Fernsprechteilnehmerleitungen |
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