DE153166C - - Google Patents
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- DE153166C DE153166C DENDAT153166D DE153166DA DE153166C DE 153166 C DE153166 C DE 153166C DE NDAT153166 D DENDAT153166 D DE NDAT153166D DE 153166D A DE153166D A DE 153166DA DE 153166 C DE153166 C DE 153166C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B49/00—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
- C10B49/02—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung wurde durch die Beobachtung veranlaßt, daß einerseits die wertvollsten
Bestandteile des Leuchtgases Kohlenwasserstoffe darstellen und andererseits der Gesamtgehalt
an Wasserstoff bei Steinkohlen 4 Prozent und bei Gaskohlen 5 Prozent kaum übersteigt,
während der sogenannte »disponible Wasserstoff« in beiden Fällen noch ungefähr
V2 Prozent niedriger ist als die angeführten Zahlen. Nach dem neuen Verfahren soll
nun durch Zufuhr von Wasserdampf die Menge des verfügbaren Wasserstoffes vergrößert
werden, um so in stärkerem Maße zur Bildung von Kohlenwasserstoffen Gelegenheit zu geben. Zu diesem Zwecke ist
es nötig, sofort bei Beginn der Destillation die Kohle mit Wasserdampf in Berührung
zu bringen, sie gewissermaßen in einer mit Wasserdampf geschwängerten Atmosphäre zu
destillieren, damit dem zugeführten Wasserdampf Gelegenheit geboten wird, von Anfang
an den Verlauf der Zersetzung der Kohle zu beeinflussen. Insbesondere soll
auch durch die Gegenwart eines größeren Anteils von Wasserdampf die Bildung von Teer, der ja in der Hauptsache aus sehr
kohlenstoffreichen und wasserstoffarmen Verbindungen besteht, verhindert werden; hierbei
wirkt der aus dem Wasserdampf austretende Wasserstoff in statu nascendi auf die etwa
in Bildung begriffenen teerartigen Substanzen derart ein, daß er Veranlassung zur Bildung
von verhältnismäßig wasserstoffreicheren, benzolartigen Körpern gibt, die, wie bereits erwähnt,
die wertvollsten Bestandteile des Leuchtgases bilden.
Hand in Hand mit dieser qualitativen Verbesserung des erzeugten Gases geht eine
Vermehrung der Ausbeute, indem durch die Einwirkung von überschüssigem Wasserdampf
auf glühenden Koks eine Nebenreaktion eintritt, durch welche die Bildung von Wassergas
nach den Gleichungen
C + H2O = CO + H2
C + 2H2O = CO2 +2H2
stattfindet.
Ein weiterer bedeutender Vorteil des neuen Verfahrens liegt darin, daß mit der erreichten
Verminderung der teerartigen Stoffe, durch deren weitergehende Zersetzung hauptsächlich
der Graphit gebildet wird, die Menge des letzteren erheblich verringert oder ganzlieh
beseitigt wird.
Das Verfahren läßt sich mit Hilfe von Retorten durchführen, welche den zur Herstellung
von Leuchtgas benutzten ganz ähnlich sind und sich von den letzteren nur dadurch
unterscheiden, daß sie mit Rohren oder dergl. zur Zuführung des Wasserdampfes
versehen sind.
Noch einfacher erfolgt dies mit senkrechten Retorten, an deren unterem Ende man den
Wasserdampf ohne besondere Einrichtungen einströmen läßt.
Das Verfahren wird nun derart ausgeführt, daß man von Anbeginn der Kohlendestillation
an ununterbrochen in die in der Retorte angeordneten Röhren unter — je nach den
Verhältnissen — bestimmtem Druck in be-
stimmten Zeitabschnitten bestimmte Mengen Wasserdampf einströmen läßt, der dann aus
den Öffnungen der Röhren in die Retorten austritt und durch die Kohle und den aus
derselben entstehenden glühenden Koks streicht. Das Einführen des Wasserdampfes kann von einer oder von beiden Seiten der
Retorten aus geschehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Erzeugung von Leuchtgas, dadurch gekennzeichnet, daß der zu vergasenden Kohle Wasserdampf vom Anbeginn der Destillation zugeführt wird, um die Bildung des Gases in statu nascendi zu beeinflussen und dadurch die Bildung von Teer und Graphit zu verhindern.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE153166C true DE153166C (de) |
Family
ID=419830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT153166D Active DE153166C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE153166C (de) |
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0
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