DE606809C - Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Gas - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Gas

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DE606809C
DE606809C DEB136493D DEB0136493D DE606809C DE 606809 C DE606809 C DE 606809C DE B136493 D DEB136493 D DE B136493D DE B0136493 D DEB0136493 D DE B0136493D DE 606809 C DE606809 C DE 606809C
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WOLDEMAR ALLNER DR ING
BRAUNKOHLEN und BRIKETT IND AK
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WOLDEMAR ALLNER DR ING
BRAUNKOHLEN und BRIKETT IND AK
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/18Modifying the properties of the distillation gases in the oven

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Gas Bei der Erzeugung von heizkräftigem Gas und hochwertigem Koks aus minderwertigen Brennstoffen durch deren Entgasung in senkrechten Retorten oder Kammern können die entstehenden Gase in Teilströmen aus den verschiedenen Zonen der Entgasungskammer entnommen und nachbehandelt werden.
  • Die Erfinder haben nun gefunden, daß die Teilströme aus den verschiedenen Zonen der Entgasungskammer entsprechend ihrer verschiedenartigen Zusammensetzung auch eine verschiedenartige Nachbehandlung erfordern. Beispielsweise erfordert die Kohlensäure zu ihrer Reduktion über glühendem Koks eine andere Berührungsdauer in dem Nachbehandlungsapparat als die kohlenwasserstoffhaltigen Schwelgase.
  • Diese kohlenwasserstoffhaltigen Schwelgase sollen nämlich nicht restlos zersetzt werden, sondern nur so weit aufgespalten werden, daß die hochmolekularen Kohlenwasserstoffe in einfachere Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden, welche denen des normalen Steinkohlengases ähnlich sind. Das Endziel ist ein Gas, welches als normgerechtes Stadtgas verwendet werden kann.
  • Würde man die gesamten Destillationsgase beispielsweise einer mit glühendem Koks gefüllten Reduktionskammer, die von außen beheizt sein kann, in ihrer Gesamtheit zuführen, so würde unter Umständen ein zu weitgehender Zerfall der Kohlenwasserstoffe eintreten, während möglicherweise die Kohlensäure nicht genügend reduziert wird.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird diesem Übelstande dadurch abgeholfen, daß ,die kohlensäurehaltigen und die kohlenwasserstoffhaltigen Gase aus der Entgasungskammer getrennt abgezogen und der kohlensäurehaltige Gasanteil der Reduktionszone und der kohlenwasserstoffhaltige Gasanteil der Spaltzone einer von der Entgasungskammer getrennten, mit Koks gefüllten Kammer zugeführt werden, so daß die einzelnen Teilströme verschieden hohe Schichten von glühendem Koks durchstreichen müssen und dadurch verschieden lange Zeit der Wirkung dieser Kokssäule ausgesetzt werden. Es wird dadurch erreicht, daß die schwerer zu behandelnden Anteile des Gases bereits zu einem wesentlichen Teil zersetzt sind, wenn die leichter zu behandelnden Stoffe zugeführt werden, so daß gegebenenfalls in der Kokssäule noch eine Reaktion zwischen den einzelnen Gasbestandteilen stattfindet.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß es besonders vorteilhaft ist, die aus der mit Koks gefüllten Kammer austretenden Gase dem eigentlichen Entgasungsraum ganz oder teilweise wieder zuzuführen zwecks Unterstützung der Entgasung durch Innenbeheizung. Dadurch wird erzielt, daß eine Beschleunigung der Entschwelung und Entgasung herbeigeführt wird, und sinngemäß können auch die Gase, die durch Reduktion in der Retorte selbst entstanden sind, durch ein Umwälzungsverfahren dem Schwelteil der Retorte zwecks Beschleunigung der Entschwelung und Ent gasung wieder zugeführt werden.
  • Es ist bekannt, Gase in Teilströmen abzuziehen. Man hat auch schon eine Umleitung der kohlensäurehaltigen Gase in das Unterteil der Retorte vorgenommen, wobei gleichzeitig die wasserdampfhaltigen Gase in die Schwelzone eintraten, um eine restlose Gewinnung von Urteer zu ermöglichen. Schließlich ist auch schon die Spaltung von Teerdämpfen vorgenommen worden. Demgegenüber gelingt es bei Anwendung der vorliegenden Erfindung, ein hochwertiges Gas aus minderwertigen Brennstoffen zu erzeugen, indem in einem einfachen Arbeitsgang eine jedem Teilstrom arteigene Behandlungsweise angewandt wird. Der Heizwert des erzeugten Gases erfährt somit nicht nur eine Aufbesserung durch die Reduktion der Kohlensäure, sondern auch eine solche durch Nutzbarmachen des Teeres, wobei jede dieser Reaktionen unter den für jede hierfür günstigsten Bedingungen erfolgt. Trotzdem gehen Kohlensäurereduktion und Teerspaltung in einer und derselben Reaktionskammer vor sich. Damit ist eine sehr wesentliche Vereinfachung des Verfahrens gefunden. Während man früher für jeden Teilvorgang einen besonderen Reaktionsraum brauchte, erreicht man jetzt in einer einzigen Reaktionskammer eine'sehr weitgehende Reduktion der Kohlensäure und eine schonende Spaltung der Kohlenwasserstoffe. Darüber hinaus kann man durch Wahl der Höhe der Eintrittsstelle für die an Kohlenwasserstoffen reiche Gasfraktion eine Anpassung des Verfahrens an die verschiedenenartigstenTeerdampfgemische erreichen. Enthalten diese viele schwer zu spaltende Stoffe, so wird man den Bereich der Spaltzone, in der die die Reduktionszone verlassenden Gase gemeinsam mit dem kohlenwasserstoffhaltigen Gasanteil wandern, größer wählen, als wenn der letztere viele leicht spaltbare Produkte enthält. Durch die vorliegende Erfindung tritt also eine erhebliche Bereicherung der Technik ein.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist das Verfahren nach der Erfindung schematisch dargestellt. i ist eine ununterbrochen betriebene, von außen beheizte Vertikalretorte oder -kammer, in der die Entgasung minderwertiger Brennstoffe erfolgt. Die in mehrere Reduktionsstufen unterteilte, von außen beheizte Reduktionskammer 3 ist mit der Entgasungskammer derart verbunden, daß die kohlensäurereichen Teilströme durch die Rohrleitung q., die teerreichen durch die Rohrleitung 5 in die Reduktionskammer gelangen. Um zu .der Ableitungsstelle 6 zu strömen, müssen .die kohlensäurereichen Fraktionen die gesamte erhitzte Kokssäule durchstreichen, während die teerreichen Gase nur einen kleinen Weg zurückzulegen haben. Die umgewandelten Produkte gelangen durch in die übliche Apparateanlage. Ein Teilstrom der die Reduktionskammer verlassenden Produkte kann durch 8 der Entgasungsretorte wieder zugeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Gas durch getrennte Abführung der kohlensäurehaltigen und der kohlenwasserstoffhaltigen Gase bei der Entgasung minderwertiger Brennstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß der kohlensäurehaltige Gasanteil der Reduktionszone und der kohlenwasserstoffhaltige Gasanteil der Spaltzone einer von der Entgasungskammer (i) getrennten, mit Koks gefüllten Kammer (3) zugeführt werden, und daß die die .Reduktionszone verlassenden Gase gemeinsam mit dem kohlenwasserstoffhaltigen Gasanteil die Spaltzone durchstreichen. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der die Kokskammer (3) verlassenden Gase der Entgasungskammer wieder zugeführt werden.
DEB136493D 1928-03-18 1928-03-18 Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Gas Expired DE606809C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1231666B (de) * 1957-04-18 1967-01-05 Mannesmann Ag Verfahren zur Erhoehung des Gehalts an Kohlenwasserstoffen im Koksofengas

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1231666B (de) * 1957-04-18 1967-01-05 Mannesmann Ag Verfahren zur Erhoehung des Gehalts an Kohlenwasserstoffen im Koksofengas

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