DE15241C - Neuerungen an Klöppelmaschinen für gemusterte Geflechte - Google Patents

Neuerungen an Klöppelmaschinen für gemusterte Geflechte

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DE15241C
DE15241C DENDAT15241D DE15241DA DE15241C DE 15241 C DE15241 C DE 15241C DE NDAT15241 D DENDAT15241 D DE NDAT15241D DE 15241D A DE15241D A DE 15241DA DE 15241 C DE15241 C DE 15241C
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A. henkels und W. hedtmann in Langerfeld, Kr. Hagen
Publication of DE15241C publication Critical patent/DE15241C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/14Spool carriers
    • D04C3/18Spool carriers for vertical spools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 25: Flecht- tod
wlö wlöschtK
(Kreis Hagen).
Neuerungen an Klöppelmaschinen für gemusterte Geflechte.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. März 1880 ab.
Zur Herstellung complicirter Muster genügt es nicht, dafs Spulen nur auf den sogenannten Haupttellern eine Drehung machen bezw. umkehren, sondern es mufs dies auch auf den Zwischentellern stattfinden können, so dafs der Faden einer Spule nicht hinter einander zwei andere Fäden kreuzt, sondern blos einen und dann umkehrt. Durch die zwischen Haupt- und Zwischenteller angebrachte Weiche wäre diese Umkehr zu ermöglichen, es wird jedoch eine doppelte Regulirung des Spulenlaufes nothwendig, um dieselben in ihrer richtigen gegenseitigen Stellung zu erhalten.
Einmal mufs man jene Spulen, welche auf den Haupttellern verbleiben, während andere über den Zwischentellern kreuzen und dabei einen Weg von der halben Flügelanzahl des Zwischentellers mehr machen, um diese Flügelanzahl auf dem Hauptteller zurücksetzen, das andere Mal mufs man eben dieselben Spulen um die ganze Flügelanzahl des Zwischentellers auf dem Hauptteller zurücksetzen, da Spulen, welche auf dem Zwischenteller umkehren, einen Weg von der ganzen Flügelanzahl des Zwischentellers mehr ■ machen, als jene auf dem Hauptteller verbleibenden. Durch die ermöglichte Umkehr der Spulen auf den Zwischentellern wird nun der bei unserer früheren Maschine nothwendige, mit dem Hauptteller gleich grofse Nebenteller überflüssig, da die Spulen jetzt keine überflüssige Drehung mehr machen, welche durch entgegengesetzte Drehung aufgehoben werden müfste. An Stelle dieser grofsen Nebenteller sind nun kleine Regulirungsteller oder eine diese vertretende Vorrichtung angebracht, so dafs sich an jedem Hauptteller zwei kleine Regulirungsteller befinden. Um die Klöppelmaschine oder den Klöppelgang, wie er gewöhnlich genannt wird, möglichst zu verkleinern, sind ferner die Spulen nicht, wie früher, drei Flügelstellen auf den Flügelrädern der Hauptteller aus einander gesetzt, sondern blos zwei, und ist auf diese Weise eine durch zwei theilbare Flügelanzahl erreicht worden. Es wird also jetzt für jeden sechsflügligen Hauptteller ein vierflügliger, für einen Neunflügler ein Sechsflügler, für einen Zwölffiügler ein Achtflügler etc. angewendet werden. Die vier Flügel der Zwischenteller werden auf zwei reducirt. Ebenso würde von den zweiflügligen Regulirungstellern ein Flügel fortfallen, da die Spulen, welche über den Zwischenteller auf einen anderen Hauptteller übergehen, bei einem zweiflügligen Zwischenteller auf demselben nur den Weg von einer Flügellänge machen, also alle die Spulen, welche auf den Haupttellern verbleiben sollen, einen einfiügligen Regulirungsteller passiren müfsten, um nicht aus ihrer richtigen Stellung herauszukommen. Es sollen jedoch auch gewisse Spulen auf den Zwischentellern umkehren und auf den Hauptteller zurückkehren. Diese Spulen machen nun auf dem Zwischenteller einen Weg von zwei Flügellängen, und müssen daher andere Spulen, welche keine Zwischenteller benutzen sollen, in derselben Zeit einen zweiflügligen Regulirungsteller bezw. einen einfiügligen zweimal passiren, was aber die Construction der Maschine nicht gut
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zuläfst. Es sind deshalb zweiflüglige Regulirungsteller angeordnet und wird die Regulirung der einen Flügellänge auf den Haupttellern selbst bewirkt, und zwar dadurch, dafs man unter diesen Haupttellern Flügelräder anwendet, welche an Stelle zweier gegenüberliegender Flügel Aussparungen haben, so dafs also Spulen, welche über einen Zwischenteller auf einen anderen Hauptteller übergehen, immer auf die Stelle einer Aussparung des letzteren zu stehen kommen, die Spule also eine Flügellänge stehen bleibt und dadurch in ihre richtige Stellung kommt zu anderen Spulen, die auf dem Zwischenteller umgekehrt sind, also zwei Flügellängen darauf zurückgelegt haben. Diese Aussparungen auf den Haupttellern sind' dadurch möglich, dafs die Spulen, um beständig in ihrer richtigen gegenseitigen Stellung zu verbleiben, nothwendiger Weise immer dieselben Flügelstellen auf den Haupttellern einnehmen müssen. Da nun die Spulen auf den Haupttellern immer nach beiden Seiten einen leeren Flügel zwischen sich haben, so sind also zwei Flügel entbehrlich, wenn nur der Raum für dieselben vorhanden ist.
In obigem ist das kleinste und einfachste Verhältnifs der Haupt-, Verbindungs- und Nebenteller aufgestellt worden. Sollen nun aber Verbindungsspulen zweier benachbarter Hauptteller bezw. Partialgänge auf dem Verbindungsteller erst umkehren, d. h. einen Rundgang machen und dann zum Nachbarhauptteller übergehen, so legen dieselben erst zwei und dann noch einen Flügel, also im Ganzen einen Weg von drei Flügellängen, auf dem Verbindungsteller zurück. In diesem Fall müssen die Hauptteller mindestens sechs Flügel haben. Um dieses klar zu legen, verfolgen wir einen solchen Spulenlauf auf vierflügligen Haupttellern, wie er in den Fig. 16 a bis 16 d schematisch dargestellt ist. Es sind zwei Partialgänge gezeichnet, der eine bestehend aus dem vierflügligen Hauptteller A1, zweiflügligen Nebenteller C1 und dem zweiflügligen Verbindungsteller B1 ; der andere aus dem Hauptteller A2, Nebenteller C2 und demselben Verbindungsteller. Dieser letztere gehört eben beiden Partialgängen an, da eine Verbindung eintreten soll, und zwar durch die Spulen ι und ia. Es sind diese Spulen in Fig. i6a eben auf den Verbindungsteller übergegangen. In den Fig. i6b, i6c und iod sind die Spulen um je einen Flügel vorgerückt gedacht, so dafs dieselben auf dem Verbindungsteller drei Fliigellängen zurücklegen, bis sie in Fig. iod auf dem bezw. Nachbarhauptteller, und zwar an einer Stelle desselben angelangt sind, wo sich statt eines Flügels eine Aussparung befindet (in der Zeichnung punktirt angegeben). Die Spulen bleiben hier also eine Flügellänge stehen. Die Spulen 2 und 2a haben inzwischen die bezw. Neben teil er benutzt und sind in Fig. 16 d ebenfalls auf den Haupttellern angelangt, und zwar wie ersichtlich, in den Flügeln, von welchen die beiden Verbindungsspulen ι und ιa in der folgenden Stellung mitgenommen werden müfsten. Es würden also zwei Spulen in einen Flügel gerathen, was eben nicht möglich ist, und geht daraus hervor, dafs vorbeschriebener Spulenlauf bei vierflügligen Haupttellern unmöglich ist, weil dabei die Spulen zusammenstofsen würden. Es müssen daher die Hauptteller in diesem Fall mehr Flügel haben, und zwar die nächst höhere gerade Anzahl, also sechs Flügel. In den Fig. 17a bis ιηϊ ist ein solcher Spulenlauf mit sechsflügligen Haupttellern in sechs auf einander folgenden Flügelstellungen gezeichnet. Die Verbindungsspulen 1 und ia gehen ebenfalls auf den Nachbarhauptteller über, nachdem sie drei Flügel auf dem Verbindungsteller zurückgelegt haben. Wie aus den Fig. iyd bis ιηί ersichtlich, können diese Spulen auf den bezw. Nachbarhaupttellern ihren Weg fortsetzen, ohne mit den Spulen 2 und 2 a zusammenzustofsen. Sollten die Verbindungsspulen auf den Verbindungstellern "einen Weg von vier Flügellängen machen, d. h. zwei mal rund laufen und dann auf ihrem Hauptteller zurückkehren, so müfsten aus demselben Grunde, wie vorher, die Hauptteller mindestens achtflüglig sein etc. Es geht aus diesem der Grundsatz hervor, dafs bei diesen Maschinen die Hauptteller mindestens immer doppelt so viel Flügel haben müssen, als die gröfste Anzahl von Flügellängen beträgt, welche von den Spulen auf den Verbindungstellern gemacht werden sollen. Ein gleiches Verhältnifs findet zwischen Haupt- und Nebentellern statt. Es ist klar, dafs man die Hauptteller auch beliebig gröfser machen kann, wenn nur obige Bedingung erfüllt und die Flügelanzahl durch zwei theilbar ist. Die mehr angebrachten Flügel sind aber überflüssig und somit zwecklos.
Eine nach vorgenannten Principien construirte Flecht- und Klöppelmaschine ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt. Der Klöppelgang besteht wieder aus einer beliebigen Anzahl Hauptteller A1 A2 etc., den dazwischenliegenden Zwischentellern B1 B2 etc. und den aufsen und innen vom Hauptteller gelegenen Neben- oder Regulirungstellern C1 C2 etc. oder den diese stellvertretenden Vorrichtungen D1 D2 etc. Es ist in den beiliegenden Zeichnungen kein vollkommener Gang dargestellt, sondern nur ein Theil desselben. Fig. 1 zeigt die Oberansicht eines Theiles des Klöppelganges, d. h. die ausgeschnittene Leitcurve in der Oberplatte und die zwischen je zwei Tellern liegenden Weichen. An den Aufsenseiten der Hauptteller ist der Gang für den Regulirungsteller nicht kreisförmig ausgeschnitten, sondern es ist blos ein Einschnitt D1D2 etc.
vorhanden, welcher vom Hauptgang abzweigt und durch eine Weiche geöffnet und geschlossen werden kann. Zweck und Werth dieser Vorrichtung ist weiter unten beschrieben.
Fig. 2 zeigt einen Grundrifs nach Hinwegnahme der Oberplatte, und zwar die Flügelräder und den Mechanismus zum Reguliren des Spulenlaufes.
Fig. 3 stellt einen Grundrifs unterhalb der Flügelräder dar, Fig. 4 einen solchen unter der Unterplatte des Ganges. Hier ist die Weichenaxe mit Hebeln versehen und paarweise durch Zugstangen verbunden, und zwar so, dafs je die beiden Weichen an den beiden Regulirungstellern eines Haupttellers und die beiden Weichen an einem Zwischenteller unter einander verbunden sind, da diese Weichenpaare bei der geringen Flügelanzahl der einzelnen Teller immer gleichmäfsig arbeiten können. Die Nebentellerweichen werden durch Vorrichtungen im Gange selbst in Bewegung gesetzt, ■ während die Weichen an den Zwischentellern durch Hebel und Zugstangen mit einem eigenthümlichen Rapportapparat verbunden sind. Es ist klar, dafs man auch erstere Weichen durch einen Rapportapparat treiben könnte, ebenso dafs man im Falle des Bedürfnisses jede Weiche einzeln mit dem Rapportapparat verbinden könnte.
Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach x-y in Fig. 1 bis 4, Fig. 6 einen Theil des Ganges in der Ansicht.
In den Fig. 7, 8, 9 und 10 ist ein Theil des Ganges in der Oberansicht in vier auf einander folgenden Stellungen der Flügelräder dargestellt und zwar um je eine Flügellänge vorwärts bewegt, und sind zwei Spulen in ihrer fortschreitenden Bewegung darin eingezeichnet.
Fig. 11, 12 und 13 zeigen einen neuen Rap-,portapparat, Fig. 14 eine Vorrichtung, Spulen aus dem Hauptgang herauszubringen und beliebig wieder zurückzuversetzen. In Fig. 15 ist der Grundrifs einer ganzen Maschine und des damit zusammenhängenden Rapportapparates dargestellt.
Zur Erläuterung der Maschine in ihren einzelnen Theilen verfolgen wir den Lauf zweier Spulen, wie er in Fig. 7 bis 9 in vier auf einander folgenden Stellungen dargestellt ist.
Spule I, Fig. 7, ist vom Hauptteller A2 über den Zwischenteller B2 auf den Hauptteller A1 gelangt, hat also auf dem Zwischenteller einen Weg von einer Flügellänge gemacht, während andere Spulen, welche auf den Zwischentellern umkehren, auf diesen einen Weg von zwei Flügellängen zurücklegen. Es mufs also Spule I entweder einen Einfiügleraufsenteller passiren, oder, da diese nicht vorhanden, im Hauptgange selbst eine Flügellänge zurückgehalten werden. Dies geschieht dadurch, dafs die Spule an,, eine Stelle des Haupttellers gelangt, wo sich statt eines treibenden Flügels eine Aussparung befindet, d. h. eine Stelle, die, um die richtige gegenseitige Spulenstellung aufrecht zu erhalten, niemals von einer Spule besetzt werden dürfte. Damit die Spule nun nicht durch die Geschwindigkeit ihres Laufes in den Nebenteller C1, dessen absperrende Weiche al c1 noch nicht ganz geschlossen sein kann, hineingeschleudert wird, ist der Hebel E angeordnet, gegen dessen vorderes, hochstehendes Ende e die Spule mit ihrem Stift anläuft und festgehalten wird. Dieser Hebel E ist um eine in der Ober- und Unterplatte befestigte Axe drehbar und wird durch den Nocken F an der Axe des Haupttellers Ax so lange in seiner Stellung gehalten, bis die Weiche ax cx geschlossen ist. Erreicht nun der Flügel α des Hauptteilers die Spule I, so hat auch der Nocken F den Hebel E freigelassen und kann ungehindert bei Seite geschoben werden, die Spule also ihren Lauf fortsetzen, Fig. 8 und 9.
Spule II, nehmen wir an, hat denselben Weg gemacht wie Spule I und soll auf dem Hauptteller Αχ verbleiben, d. h. umkehren. Da nun andere Spulen, welche auf Zwischentellern umkehren, auf diesen einen Weg von zwei Flügellängen machen, so mufs auch Spule II einen entsprechenden Weg machen, was man dadurch erreichen kann, dafs man dieselbe über einen zweiflügligen Nebenteller gehen läfst. Da jedoch der Faden der Spule bei jedesmaligem Passiren eines Nebentellers eine Drehung in sich macht, sich also schliefslich kräuseln würde, so ist an Stelle der äufseren Nebenteller eine andere Vorrichtung getroffen, wodurch die Spule b)os aus dem Hauptgang für eine Zeit hinausgeschoben wird, dann im geeigneten Moment wieder in den Gang zurückversetzt, ihren Lauf fortsetzen kann. Es soll also Spule II, Fig. 7, durch den Flügel α getrieben, zurückversetzt werden. Sie gelangt in die Weiche a1 (P, diese schliefst den Hauptgang ab und zwingt die Spule in den Ausschnitt D1 hinein, und zwar so weit, dafs der geeignet gestaltete Flügel a am Spulenstift vorbeipassiren kann. Der nächste Flügel des Haupttellers ist nicht vorhanden. Die Spule soll nun von Flügel a1, al?o zwei Flügellängen hinter a, wieder mitgenommen werden und mufs daher in den Hauptgang zurückversetzt werden. Das erreicht man durch den an einer Axe beweglichen Hebel G, welcher durch den Nocken H an der Axe J eines in das Kammrad des Haupttellers A1 eingreifenden, gleich grofsen Kammrades zur geeigneten Zeit in Bewegung gesetzt wird. Dieser Hebel G fafst die Spule mit seinem vorderen, hakenförmigen Ende und bringt sie in den Hauptgang zurück. Hat nun der Flügel al die Spule erreicht, so hat auch der Nocken H den Hebel G freigelassen und kann derselbe ungehindert zurückgeschoben werden, Fig. 9. Die
Weiche hat inzwischen den Hauptgang geöffnet und die Spule kann ihren Lauf fortsetzen. Sollte diese nun noch auf dem Hauptteller verbleiben, so mufs sie abermals um zwei Flügel zurückgesetzt werden, was man dadurch erreicht, dafs man dieselbe über den zweiflügligen Nebenteller C1 laufen läfst, Fig. io. Man könnte an dieser Stelle dieselbe Vorrichtung wie bei D anbringen, jedoch ist es besser, die Spule hier einen Rundgang machen zu lassen, da hierdurch die auf dem Hauptteller gemachte Drehung des Fadens in sich durch entgegengesetzte Drehung wieder aufgehoben wird.
Käme die Spule II vom Hauptteller A3 über den Zwischenteller B1 auf A1, so müfste dieselbe um eine Flügellänge zurückgesetzt werden. Sie würde den Hauptteller in der Stellung, Fig. 8, erreicht haben, hier durch den Hebel G aufgehalten werden, damit sie nicht in den noch nicht ganz geschlossenen Schlitz D hineingeführt wird, und dann von Flügel a1 im Hauptgang, wie vorher, weiter befördert werden, Fig. 9 und io.
Die Weichen zwischen den Haupt- und Zwischentellern werden nicht, wie früher, durch einen von den Spulen regulirten, sondern von einem neuen selbsttätigen Rapportapparat in Bewegung gesetzt. Auf dieselbe Weise könnte man die Weichen an den Nebentellern bezw. den diese vertretenden Ausschnitte reguliren. Da diese Weichen jedoch einen ganz regelmäfsigen Gang haben können, und zwar gleichzeitig, so werden dieselben unter der Unterplatte des Ganges durch Hebel Q und Stange q verbunden und durch zwei an einer Axe befestigte Hebel K und L zwischen Ober- und Unterplatte, Fig. 5 und 6, in Bewegung gesetzt, und zwar so, dafs sie bei jedesmaliger ganzer Drehung des Haupttellers den Hauptgang einmal schliefsen und wieder, öffnen. Das Schliefsen des Ganges wird durch den Hebel K vermittelst des Nockens M über dem Kammrad des Haupttellers und das Oeffnen durch den Hebel L vermittelst des Nockens N über dem Kammrad an der Axe J bewirkt. Die Nocken sind so geformt, dafs sie die Weichen in ihrer jeweiligen Stellung so lange erhalten, bis die Spulen ihren richtigen Weg eingeschlagen haben.
Die beiden Weichen an einem Zwischenteller sind ebenfalls, da sie gleichzeitig functioniren müssen, vermittelst Hebel P und Stange p unter der Unterplatte verbunden. Ferner befinden sich an der Axe einer Weiche zwei Hebel R und R1 bezw. an jeder Axe je einer, an welchen Zugstangen r angebracht sind, die mit dem Rapportapparat in Verbindung stehen, Fig. 4.
Den Rapportapparat, wie er zu dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten Gangabschnitt erforderlich ist, zeigt Fig. 11 in einer Oberansicht, Fig. 12 im Verticalschnitt und Fig. 13 in der Vorderansicht; derselbe besteht aus zwei Reihen Kammrädern S und S1, über welche eigenthümlich geformte Ketten T laufen. Für jedes gleichzeitig arbeitende Weichenpaar sind zwei Ketten erforderlich, die eine zum Oeffnen, die andere ' zum Schliefsen. Die oberen Kammräder .S sind auf einer durchgehenden Axe ί befestigt. Diese Axe läuft in an der Unterplatte der Maschine angebrachten Lagern und befindet sich an derselben der Antrieb. Die unteren Kettenräder S) laufen auf einzelnen Axen, welche in den verstellbaren Gabeln V lagern. Die Ketten T bestehen aus durch Stifte verbundenen Blechplatten. Jedes Kettenglied hat Löcher t, durch welche sich Schraubenstifte ti stecken und befestigen lassen. Diese Schraubenstifte wirken bei der Vorwärtsbewegung der Kette über den oberen Kettenrädern S gegen die Stifte X, welche durch Stellschrauben an den Schlitten Y befestigt sind. Diese Schlitten laufen in zwei Führungen Z und Z1. An den Enden y derselben sind vermittelst Stellschrauben die Zugstangen r befestigt, welche andererseits mit den Hebeln R und R1, Fig. 4, in Verbindung stehen und dadurch die Bewegung auf die Weichen übertragen.
In Fig. 14 ist eine Modification der Regulirungsvorrichtung bei D, Fig. 1 bis 4, dargestellt, um Spulen: auf beliebige Zeit aus dem Hauptgang und damit vom Arbeiten auszuschliefsen, ohne dafs dieselben auf einem Aufsenteller rotiren, wobei sich der Faden der Spule kräuseln und aufserdem die Dauer der Ausschliefsung immerhin eine beschränkte sein würde. Der Schlitz D ist verlängert, so dafs die Spule durch den vorn gabelförmig gestalteten Hebel G so weit gebracht werden kann, dafs die Weiche a1 d} hinter der Spule sich schliefsen und damit den Hauptgang für andere, folgende Spulen freimachen kann. Die Nocken H nnd ebenso die Axe J, Fig. 1 bis 1 o, fallen weg und wird der Hebel G durch zwei an seiner Axe unter der Unterplatte befestigte Hebel G1 und G2 und Zugstangen g1 und g2 vermittelst des Rapportapparates in Bewegung gesetzt. Braucht man die Spule wieder im Gange, so wird die Weiche αλ dl durch den Rapportapparat geöffnet und die Spule durch den Hebel G wieder in den Hauptgang zurückgeschoben und dann die Weiche geschlossen. Der Hebel G kann durch den Spulenstift selbst dann zurückgeschoben werden.

Claims (1)

  1. P ATENT-AN SPRÜCHE:
    i. Die Anordnung einer Klöppelmaschine, bestehend:
    a) aus einer beliebigen Anzahl sogenanirtel; Hauptteller A1 A2 u. s. w., welche immer doppelt so viel Flügelstellen haben, als die gröfste Anzahl der Flügel-
    längen beträgt, welche von den Spulen auf den Zwischen- und Verbindungstellern zurückgelegt werden sollen, so dafs die Anzahl dieser Flügelstellen, von vier anfangend, geradzahlig aufsteigend ist;
    b) aus den zwischen je zwei solcher Hauptteller eingeschobenen zweiflügligen Zwischen- oder Verbindungstellern B1 B^ u. s. w., zum Zweck der Herstellung einer geflochtenen oder gedrehten Verbindung der Spulenfäden zweier benachbarter Hauptteller;
    c) aus den aufsen und innen an den Haupttellern angebrachten Nebentellern C1 C2 u. s. w.bezw. denAusweichschlitzen-Di-D; u. s. w., im ersteren Fall von der halben Anzahl Flügelstellen der jeweilig angeordneten Hauptteller, zum Zweck der Regulirung des Laufes jener Spulen, welche bei der Verbindung zweier benachbarter Hauptteller den Zwischenteller nicht passiren. Das hier aufgestellte einfachste Flügelverhältnifs zwischen Haupt-, Zwischen- und Neben- oder Regulirungsteller kann auch vervielfacht werden.
    Die Anordnung von Flügelrädern, welche an einzelnen Stellen mit Aussparungen von der Gröfse eines Flügels versehen sind, zu dem Zweck, Spulen auf diesen Stellen temporär stillstehen zu lassen, zur Regelung und Wiederherstellung des gegenseitigen localen Verhältnisses der Spulen.
    Die Anordnung der Hebel E und G, welche verhindern, dafs die Spulen in die momentan nicht zu benutzenden, durch die betreffenden Weichen noch nicht ganz geschlossenen Nebengeleise hineingeführt werden.
    Die Anordnung des durch eine Weiche absperrbaren Schlitzes D zur Vertretung eines sogenannten Regulirungsaufsentellers, als auch in seiner erweiterten Anwendung: Spulen beliebige Zeit aus dem Hauptgang herauszubringen, d. h. von der Arbeit auszuschliefsen, ohne dafs die Spulen dabei eine für das Fabrikationsproduct schädliche rotirende Bewegung machen, und den zur Leitung der Spulen erforderlichen Mechanismus, im wesentlichen wie beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt.
    Die Anordnung des Mechanismus zur Regelung der Bewegung -der Weichen an den Regulirungstellern C1 C2 u. s. w. bezw. den diese vertretenden Schlitzen D1 D2, bestehend in den Hebeln K und L und den Nocken M und N.
    Die Anordnung des sogenannten Rapportapparates in seiner gesammten Construction zur Regulirung der Weichenbewegung, wie beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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