DE152014C - - Google Patents

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DE152014C
DE152014C DE1902152014D DE152014DA DE152014C DE 152014 C DE152014 C DE 152014C DE 1902152014 D DE1902152014 D DE 1902152014D DE 152014D A DE152014D A DE 152014DA DE 152014 C DE152014 C DE 152014C
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caustic
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bn. J
CARL HAASE in ZEITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1902 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, um Geweben aus tierischen Faserstoffen mittels Druck dasselbe melierte, gesprenkelte Aussehen zu verleihen, wie es die aus Melange- (Beige-), Vigoureux- und Moulinee- sowie Fantasiegarnen hergestellten Gewebe zeigen, also solche, die aus Garnen hergestellt sind, welche entweder im Kammzug bedruckt werden oder aus einem
ίο Gemisch von verschiedenartigen weißen und gefärbten oder gebeizten Fasern gesponnen sind.
Derartige Verfahren sind schon durch die Patente 89037, 94022 und 111372 bekannt geworden, jedoch ist es nach den dort geschützten Verfahren bisher nicht gelungen, eine gewisse Gattung von Melangebeige vollständig zu ersetzen. In der Patentschrift 103041 ist ferner ein Verfahren geschildert, durch Verwendung von kaustischer Lauge pflanzlichen Faserstoffen ein seidenartiges Aussehen zu verleihen, wie denn überhaupt die Benutzung der Natronlauge zu dem Zwecke, die Aufnahmefähigkeit der Faser für Farbstoffe zu erhöhen, an sich bekannt ist. Diesen bekannten Verfahren gegenüber gestaltet sich das vorliegende folgendermaßen:
Man bedruckt zunächst das Gewebe mit Ätzalkalien, welche mit einem entsprechenden Verdickungsmittel (ζ. B. Gummi) und mit Glyzerin versetzt sind, und bringt sie darauf entweder naß oder getrocknet in ein Fixierungsbad, welches Beizen (z. B. Chlorzinnlösung) enthält, die imstande sind, die Affinität der Faser zum Farbstoff um ein bedeutendes zu erhöhen und dabei gleichzeitig die schädigende Nachwirkung der Lauge zu beseitigen. Hierauf wird in Wasser gespült und ausgefärbt. Als Farbstoffe eignen sich am besten beizenziehende Alizarinfarben oder substantive Diaminfarben.
In gewissen Fällen kann das Fixierungsbad als Vorbereitung dem Laugendruck vorangehen.
Die durch das Bedrucken mit Ätzalkalien gewonnene Aufnahmefähigkeit für Farbstoffe wird dadurch, daß an diesen bedruckten Stellen Metalllxydroxyd (z. B. Zinnhydroxyd) niedergeschlagen wird, noch bedeutend erhöht. Außerdem bewirkt die Beize eine weit leichtere Beseitigung der Lauge, welche sich bekanntlich aus Wolle sonst sehr schwer herauswaschen läßt.
Besondere Wirkungen können erzielt werden, wenn dem Farbbade Farbstoffe zugesetzt werden, welche die gebeizten wie ungeheizten Stellen gleichmäßig anfärben.
Beispiel I.
Das Gewebe wird mit folgender Masse bedruckt: 500 g Dextrin (British Gum) 1:1, 400 g Natronlauge von 45 ° Be., 100 g Glyzerin.
Nach dem Druck wird das Gewebe entweder erst getrocknet oder naß durch ein Bad geleitet, welches aus einer 5 bis IO pro-
zentigen Chlorzinnlösung besteht, und hierauf in Wasser gewaschen; dann wird in einem schwach sauren Bade ausgefärbt.
Außer der Natronlauge können für das Bedrucken auch andere Alkalien, z. B. Ammoniak oder Kalilauge, Verwendung finden, und das Chlorzinn des Bades kann durch andere Metallsalzlösungen, z. B. durch oxalsaures Zinn, essigsaure Tonerde oder Zinksulfat, ersetzt werden. Nachstehend folgen noch einige weitere Beispiele einer derartigen Behandlung:
Beispiel II:
Druck: 250 g Gurafin, 750 g Ammoniak; Bad: 8 Prozent Lösung von oxalsaurem Zinn.
Beispiel III.
Druck: 500 g Tragantonlösung 1 : 3, 400 g Kalilauge von 400Be., 100 g Glyzerin;
Bad: 5 Prozent Lösung von Chlorzinn.
Beispiel IV.
Druck: 500 g Tragantonlösung 1 : 3, 400 g Natronlauge von 450 Be., 100 g Glyzerin;
Bad: Lösung von essigsaurer Tonerde von 2° Be. -
Beispiel V.
Druck: 500 g Tragantonlösung 1:3, 400 g Kalilauge von 400 Be., 100 g Glyzerin;
Bad: 3 Prozent Lösung von Zinksulfat.
Gurafin und Traganton sind seit einiger Zeit in den Verkehr gebrachte Verdickungsmittel, welche viel für Wolldruck Verwendung finden.
Gurafin ist ein gereinigtes, löslich gemachtes, natürliches Gummi', welches aus sogenanntem unlöslichen, natürlichen Gummi hergestellt wird. Traganton ist eine bestimmte Art von Tragant, und zwar persischer Tragant (Imban). (Vergl. Allgemeine Warenkunde, Handbuch für Kaufleute und Gewerbetreibende von Dr. J. B er sch, Wien, Pest, Leipzig, A. Hartlebens Verlag.)

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Ein \^erfahren, wollenen Geweben durch Bedrucken das Aussehen von solchen gesprenkelten Stoffen zu geben, die aus mehrfarbigem Garn hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, daß Ätzalkalien in den gewünschten, unbestimmten Mustern aufgedruckt werden, dann die Ware mit Metallsalzlösungen behandelt und darauf ausgefärbt wird.
DE1902152014D 1902-01-25 1902-01-25 Expired - Lifetime DE152014C (de)

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AT19035D AT19035B (de) 1902-01-25 1902-12-19 Verfahren, wollenen Geweben durch Bedrucken das Aussehen von gesprenkelten aus mehrfarbigem Garn hergestellten Stoffen zu geben.

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