DE150623C - - Google Patents
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L1/00—Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
- F01L1/44—Multiple-valve gear or arrangements, not provided for in preceding subgroups, e.g. with lift and different valves
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
PATENTAMT.
Λ* 150623 KLASSE 46 b.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Ventilsteuerung für Zweitaktexplosionskraftmaschinen,
bei welchen die verbrannten Gase gegen Ende des Kolbenvorwärtsganges durch Druckluft aus dem Zylinder geblasen werden
und frische Ladung beim Rückwärtsgange eingeführt und verdichtet wird, so daß bei jedem
Vorwärtsgange ein neuer Antrieb erfolgt.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung dargestellt:
Fig. ι ist eine Seitenansicht einer mit dieser
Steuerung ausgestatteten, mehrzylindrigen Explosionskraftmaschine teilweise im Schnitt;
Fig. 2, 3, 4 sind Seitenansichten dieser Steuerung in größerem Maßstabe und
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch ■ eines der Ventile.
Der Kolben ι jedes Zylinders ist mit einem hin- und herschwingenden, auf der Welle 3
sitzenden Arm 2 verbunden. Die Welle 3 trägt einen Hebel 4, der mit der Kurbel der
Hauptantriebswelle durch eine Pleuelstange verbunden ist. Auf^ jedem Zylinder befindet
sich ein überhängender Kopf 6, der ein Ventilgehäuse 7 trägt. Ferner besitzt der Zylinder
Auspuff öffnungen 10, die mit einer ringförmigen Kammer 11 und einem Auspuffrohr 12
, verbunden sind. Das Luftrohr 13 führt nach einer Kammer 15, und das Gasrohr 14 in
eine Kammer 16 des Ventilgehäuses 7 (vergl. Fig. 5). Die Ventile besitzen folgende Bauart.
Ein Futter 17 sitzt in dem Ventilgehäuse 7 und besitzt Schlitze 18 und 19 zur
Verbindung mit den Kammern 15 und 16. Am Ventil 22 sitzt eine Ventilstange 23; diese
ist in einer Führung 24 mit vorstehenden Rippen 25 befestigt, von denen die Ringe 26
und 27 getragen werden. Die Rippen bewirken eine vollständigere Mischung von Luft und Gas. Den unteren Teil der Ventil-Stangenführung
24 bildet ein Ring 28, von dem die Rippen 25 ausgehen.
Die Schlitze. 18 sind gegen die Schlitze 19
versetzt. Die Luft tritt durch den Schlitz 18 und- das Gas durch die Schlitze 19 zwischen
die Rippen 25. Die Lage der Rippen. 25 gegenüber den Rippen im Futter 17 zwischen
den Schlitzen 18 und 19 bestimmt die Größe der Luft- und Gaszuführungsöffnungen, die
sich nach dem Gehalt des Gases an brennbaren Teilen richtet.
Jedes Ventil wird durch einen auf der Welle 3 drehbar befestigten Arm 47 gesteuert, der mit
einem Haken 49 und mit einer geeigneten Vorrichtung zum Stellen versehen ist. Der
Haken 49 dreht sich in einem Zapfen auf dem Arm 53, der lose auf der Welle 54 sitzt.
Am Zylinder ist eine Führung 55 befestigt, in der sich eine Stange 56 bewegt, deren
oberes Ende an der Ventilstange 23 anliegt. 'Unten an der Führung 55 ist ein zweiarmiger
Hebel 58 drehbar gelagert, dessen einer Arm unter den Haken 49 und dessen anderer Arm
unter die Stange 56 greift (Fig. 2 bis 4). Auf dem drehbaren Zapfen 59 des Armes 53
ist eine Zunge 60 befestigt, die von einer Feder- so gehalten wird, daß dieselbe unter
die Stange 56 faßt.
Auf der Welle 59 ist ferner eine zweite Zunge 62 befestigt, die gegen eine Nase 63
der Welle 54 schlägt, welche durch einen Regler gedreht wird,
Hat der Kolben ι seine Abwärtsbewegung fast beendet (Fig. i) und die Auspufföffnungen
io freigegeben, so erfaßt der Haken 49 den Hebelarm 58, wodurch das Ventil 22 angehoben
wird und so die einströmende Luft die noch im Zylinder befindlichen verbrannten Gase durch die Auspuff öffnungen 10 hinausdrängt.
Hat der Kolben 1 seine Abwärtsbewegung beendet, so schnappt die Zunge 60 unter die
Schieberstange 56 ein (Fig. 2). Beginnt jetzt der Kolben 1 seine Aufwärtsbewegung, so
bewegt sich auch der Arm 53 nach oben und hebt mit Hilfe der Zunge 60 die Stange 56
(Fig. 3), das Ventil 22 und die zylindrischen Ventilringe 26 und 27 so weit, daß Gas und
Luft in den Zylinder treten können.
Die Ventile bleiben in dieser Stellung, bis die Zunge 62 von dem durch den Regler be-
20' herrschten Nocken 63 herabgedrückt wird.
Hierbei gibt die Zunge 60 die Schieberstange 56 frei (Fig. 4), worauf die Ventile in ihre
Ruhelage zurückkehren (Fig. 5) und die Gas- und Luftzufuhr unterbrochen wird. Die fortgesetzte
Aufwärtsbewegung des Kolbens 1 drückt jetzt das Gasluftgemisch in den Zylinder
zusammen, bis der Kolben seine höchste Stellung erreicht hat. Nun findet die Zündung
des Gemisches statt, worauf der Kolben durch die entzündeten Gase nach unten getrieben
wird.
Sobald der Arm 53 seine Aufwärtsbewegung beginnt (Fig. 3), wird der Haken 49
vom Hebel 58 abgehoben, so daß der Hebel 58 das schnelle Schließen der Ventile nicht
hindert, wenn die Zunge 60 wieder freigegeben wird. Der obere Ventilring 27 wird
so schmal gehalten, daß er in seiner Ruhelage die Lufteinlaßöffnungen 15 zum Teil freiläßt.
Es soll dies ein schnelles Einströmen der Luft ermöglichen, wenn das Ventil sich zu
öffnen beginnt. Die Menge der zugeführten Luft wird durch das Öffnen der Schlitze 18
bestimmt.
Der Ventilring 26 ist breiter gehalten, wie die Einströmöffnungen 16 des Gases, damit die
Gaszufuhr unterbrochen ist, wenn die Ventile sich in ihrer Ruhelage befinden (Fig. 5)
und auch dann noch, wenn das Ventil 22 seine Bewegung beginnt. Hierdurch wird g0
erreicht, daß die noch vorhandenen Abgase erst durch Luft aus dem Zylinder geblasen
werden, bevor die Gaseinströmung beginnt. Die Schlitze 19 für das Gas stehen also nur
dann offen, wenn das Ventil 22 durch die Zunge 60 angehoben wird.
Der Regler, der die Welle 54 dreht und den Nocken 63 einstellt, kann auf beliebige
Weise mit der Welle verbunden sein (vergl. z. B. Fig. 1).
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einlaßyentilsteuerung für Zweitaktexplosionskraftmaschinen, bei welchen die verbrannten Gase gegen Ende des Kolbenvorwärtsganges durch Druckluft aus dem Zylinder geblasen werden und frische Ladung beim Rückwärtsgang eingeführt und verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken 49 der Exzenterstange 47, welche den schwingenden Hebel 53 bewegt, gegen Ende des Kolbenvorwärtsganges zunächst mittels des Hebels 58 die Stange 56, welche das vereinigte Luft- und Brennstoffeinlaßventil steuert, so weit hebt, daß Druckluft in den Zylinder strömen kann, worauf die am Hebel 53 drehbar gelagerte Zunge 60, 62 unter die Stange 56 faßt, so die letztere beim Kölbenrückwärtsgang weiter gehoben und infolgedessen eine frische Ladung von Luft und Brennstoff in den Zylinder eingeführt wird, bis die Zunge 60, 62 infolge der Einwirkung der durch den Regler einstellbaren Daumenscheibe 63 die Stange 56 freigibt, so daß das Ventil unter der Einwirkung einer Feder geschlossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE150623C true DE150623C (de) |
Family
ID=417516
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT150623D Active DE150623C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE150623C (de) |
-
0
- DE DENDAT150623D patent/DE150623C/de active Active
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