DE150200C - - Google Patents
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- DE150200C DE150200C DENDAT150200D DE150200DA DE150200C DE 150200 C DE150200 C DE 150200C DE NDAT150200 D DENDAT150200 D DE NDAT150200D DE 150200D A DE150200D A DE 150200DA DE 150200 C DE150200 C DE 150200C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K35/00—Means to prevent accidental or unauthorised actuation
- F16K35/14—Means to prevent accidental or unauthorised actuation interlocking two or more valves
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch die Patentschrift 19374 ist eine Vorrichtung bekannt geworden, durch welche
bezweckt wird, zwei oder mehrere Gasabsperrveritile durch geeignete Zwischenmittel zwangläufig
so miteinander zu verbinden, daß eine Öffnung des einen Absperrventils nicht stattfinden
kann, bevor das andere geschlossen ist. Die Bauart dieser Verriegelungsvorrichtungen
zeigt indessen den Nachteil, daß zwar die
ίο Öffnung des einen Absperrorgans die vorherige
Bewegung des damit in Verbindung gebrachten Absperrorgans erforderlich macht, daß aber letztere Bewegung keineswegs den
vollkommenen Schluß des Ventils herbeizuführen braucht, um das zu entriegelnde Absperrorgan
mehr oder weniger freizugeben. Es ist bei den bekannten Vorrichtungen die Möglichkeit vorhanden, durch eine teilweise
Schließbewegung des einen Ventils oder dergl.
das damit verbundene andere so weit freizugeben , daß es zum Teil geöffnet werden
kann.
Letztere Möglichkeit muß aber bei der Verriegelungsvorrichtung für die Absperrorgane
im Gasanstaltsbetriebe vollkommen ausgeschlossen sein, um die nötige Betriebssicherheit
zu gewährleisten. Aus diesem Grunde ist die den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildende Verriegelungs-Vorrichtung so ausgeführt, daß unmittelbar beim Beginn der zur Öffnung oder Schließung
eines Absperrörgans erforderlichen Bewegung das davon, abhängige Absperrorgan selbsttätig
ver- oder entriegelt wird und somit eine gleichzeitige teilweise Offenlage oder Schlußlage
beider Absperrorgane ausgeschlossen ist.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen der vorliegenden Verriegelungsvorrichtung
für verschiedene im Gasanstaltsbetriebe vorkommende Ventileinrichtungen veranschaulicht.
Fig. ι bis 4 zeigen die teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht und die Draufsicht
zweier gegenseitig verriegelbarer \^entile in zwei verschiedenen Arbeitslagen.
Fig. 5 und 6 zeigen die teilweise im Schnitt und abgebrochen gezeichnete Endansicht der
beiden in Fig. 1 bis 4 dargestellten ,Ventile mit Verriegelungsvorrichtung in verschiedenen
Arbeitslagen.
Fig. 7 bis 10 sind Einzelansichten der in zwei verschiedenen Arbeitslagen dargestellten
Verriegelungsvorrichtungen in größerem Maßstabe.
Fig. 11 und 12 zeigen in schematischer
Darstellung eine Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung in Verbindung mit dem
Ein-, Aus- und Umgangsventil, eines Stadtdruckreglers in zwei verschiedenen Arbeitslagen.
Fig. 13 bis 16 zeigen in schematischer Darstellung
eine Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung in Verbindung mit einer Anlage
von drei hintereinander geschalteten Gasreinigern in vier verschiedenen Arbeits- 6g
lagen.
Die Konstruktion und Wirkungsweise der durch Fig. ι bis io veranschaulichten Ventilverriegelungsvorrichtung
ist folgende:
Die Ventile ι und 2. mit den Ventilsitzen 3 und 4 können durch Drehung der mit Handrädern
5 und 6 versehenen Spindeln 7 und 8 in bekannter Weise geöffnet und geschlossen werden. Die Ventilspindeln 7 und 8 sind in
hohlen Böcken 9 und 10 geführt, welche
unten mit seitlichen Öffnungen 11 und 12
versehen und auf den Ventildeckeln 13 und 14 befestigt sind. Auf dem in dem Hohlräume
des Bockes 9 liegenden Teile der Spindel 7 ist eine Hülse 15 befestigt, welche auf ihrer
oberen Seite mit einer spiralförmigen, nach
oben verjüngten Gleitfläche 16 versehen ist (Fig. 7 bis 10). In gleicher Weise ist auf
der Spindel 8 des Ventils 2 eine Hülse 17 mit der Gleitfläche 18 befestigt. An ihrer
unteren Seite sind die Hülsen 15 und 17 mit einer Nut 19 und 20 versehen, mit welcher
Riegel 21 und 22 in oder außer Eingriff
. kommen können, die durch die Öffnungen 11
und 12 der Böcke 9, 10 hindurchtreten und mit dem unteren Ende einer Hülse 23 und 24
fest verbunden sind. Die Hülsen 23, 24 sind um Stehbolzen 25, 26 drehbar (Fig. 5 und 6)
und stehen unter dem Einflüsse von Spiralfedern 27, 28, welche das Bestreben haben,
die freien Enden der Riegel 21,22 von der Hülse 15 oder 17 der Spindeln 7, 8 zu entfernen.
Auf dem oberen Ende der Hülsen 23, 24 sind Arme 29, 30 (Fig. 2, 4, 5 und 6) befestigt, die durch Zapfen 31,32 mit dem
einen Ende zweier Zugstangen 33 und 34 verbunden sind. Den Stehbolzen 25, 26 gegenüber
sind auf den Ventildeckeln 13, 14 Stehbolzen. 35, 36 befestigt, auf welchen Gleitbacken
37, 38 drehbar sind., die je nach der Stellung der Spindel 7, 8 mit der Gleitfläche
16, 18 der Hülse 15, 17 in .oder außer Eingriff
kommen. Die Gleitbacken' 37, 38 sind durch Zapfen 39, 40 mit dem anderen Ende der Zugstange 34, 33 drehbar verbunden.
Die mit den Riegeln 21, 22 zusammenwirkenden Federn 27, 28 sind bestrebt, die
Zugstangen 33, 34 in der durch die Pfeile in Fig. 2 und 4 angedeuteten Richtung zu verschieben
und die Gleitbacken 37, 38 gegen die Hülsen 15, 17 anzudrücken.
Ist das Ventil 1 in der aus Fig. 1 und 2
ersichtlichen Weise geöffnet, so liegt die Gleitbacke 37 auf dem äußeren Umfange der
Hülse 15 (Fig. 7 und 8) und hält die Stange 34 gegen die Kraft der Feder 28 in solcher
Lage, daß der damit verbundene Riegel 22 sich mit der Nut 20 der Hülse 17 des geschlossenen
Ventils 2 in Eingriff befindet und infolgedessen die Spindel 8 des letzteren verriegelt.
Um nun das Ventil 2 öffnen zu können,·
ist es erforderlich, vorher das Ventil ~i in die aus Fig. 3 und 4 ersichtliche Schließlage zu
bringen, indem die Spindel 7 niedergeschraubt wird. Das Niederschrauben dieser Spindel
ist möglich, da sich ihr Verriegelungshaken 21 in der aus Fig. 2, 7 und 8 ersichtlichen Stellung
außerhalb der Nut 19 befindet. Sobald das Ventil 1 durch Niederschrauben der
Spindel 7 seine Schließlage erreicht hat, tritt die Gleitbacke 37 unter dem Einfluß der auf
die Stange 34 " wirkenden Feder 28 in die sich nach oben verjüngende Gleitbahn 16 ein
(Fig. 9 und 10 links), wodurch die Stange 34 und der durch den Arm 30 ,und die Flülse 24
damit verbundene Riegel 22 derartig verschoben wird, daß letzterer aus der Nut 20
heraustritt und die Spindel 8 freigibt. Wird nunmehr zwecks Öffnung des Ventils 2 die
Spindel 8 hochgeschraubt, so tritt die Gleitbacke 38 aus der Gleitbahn 18 der Hülse 17
auf den Umfang der letzteren über (Fig. 9 und 10 rechts), wodurch die Zugstange 33
gegen die Kraft der auf den damit verbundenen Riegel 21 wirkenden Feder 27 mitgenommen
und der Riegel 21 mit der Nut 19 der Hülse 15 in Eingriff gebracht wird. Jetzt
ist also das Ventil 1 in seiner Schließlage verriegelt (Fig. 3, 9 und 10) und kann nicht
eher geöffnet werden, als bis die Schließung des Ventils 2 erfolgt ist, wobei durch Niederschrauben
der Spindel 8 die Gleitbacke 38 wieder in die Gleitbahn 18 der Hülse 17 eintritt,
so daß die dadurch zur Wirkung kommende Feder 27 den Riegel 21 aus der Nut 19
der Hülse 15 aushebt und die Ventilspindel 7 entriegelt.
Während die vorstehend beschriebene Verriegelungsvorrichtung in der Weise wirkt,
daß zur Öffnung des einen Ventils stets die vorherige Schließung des anderen Ventils
erforderlich ist, kann die Einrichtung natürlich auch so getroffen werden, daß die
Schließung des einen Ventils die vorherige Öffnung eines anderen damit in Abhängigkeit
gebrachten Ventils erheischt.
Bei der in Fig. 11 und 12 schematisch
dargestellten Einrichtung ist das Ein- und Ausgangsventil eines Stadtdruckreglers mit
dem Umgangsventil derartig verbunden, daß die Schließung eines der beiden ersteren Ventile
erst dann erfolgen kann, wenn seine Verriegelung durch die vorherige Öffnung des
Umgangsventils aufgehoben ist.
Der Stadtdruckregler 41 ist durch die Rohre 42 und 43 mit dem Eingangsventil 44
und dem Ausgangsventil 45 verbunden, welche ihrerseits durch die Rohre 46 und 47 an das
Gaseintrittsrohr 48 und Austrittsrohr 49 angeschlossen sind. Zwischen den beiden letzteren
Rohren befindet sich die Umgangsleitung 50 mit dem Umgangsventil 51·
Die Spindeln 52, 53, 54 der Ventile 44, 45, 51 sind in der oben beschriebenen Weise mit
Hülsen 55, 56, 57 versehen, von welchen die Hülse 55 mit dem Riegel 58 und der Gleitbacke
59, die Hülse 56 mit dem Riegel 60 und der Gleitbacke 61, und die Hülse 57 mit
dem Riegelpaare 62, 63 und dem Gleitbackenpaare 64, 65 zusammenwirkt. Der Riegel 58
ist mit der Gleitbacke 65 durch eine Stange 66 und der Riegel 60 mit der Gleitbacke 64
durch eine Stange 67 verbunden, während die Riegel 62, 63 mit den Gleitbacken 59, 61
durch Stangen 68, 69 in Verbindung stehen.
In Fig. 11 ist das Ein- und Ausgangsgangsventil
44, 45 des Reglers 41 geöffnet, das Umgangsventil'51 dagegen geschlossen.
Das Gas tritt also aus dem Rohre 48 durch den Regler 41 in die Leitung 49 über.
Würde nun das Ventil 44 oder 45 ohne
vorherige Öffnung des Umgangsventils 51 geschlossen werden, so würde kein Gas in
die Leitung 49 übertreten und die Gaszufuhr in das Stadtrohrnetz unterbrochen werden.
Um dies zu verhindern, wirkt die mit den Ventilen 44, 45, 51 verbundene Verriegelungsvorrichtung
in der Weise, daß die Ventile 44, 45 in ihrer Offenstellung durch die von den Gleitbacken 64, 65 und den Stangen 66, 67
beeinflußten Riegel 58, 60 verriegelt und erst dann freigegeben, wenn das Umgangsventil 51,
wie in Fig. 13 gezeigt/ geöffnet ist, so daß das Gas aus dem Rohre 48 durch den Umgang
50 unmittelbar in die Leitung 49 übertreten kann.
Durch die Öffnung des Umgangsventils 51
werden die Spindeln 52, 53 der Ventile 44,45 in der oben erläuterten Weise freigegeben, so
daß die Schließung eines oder beider Ventile erfolgen kann. Bei der Schließung des Ventils
44 wird das Umgangsventil 51 durch den von der Backe 59 und der Stange 68
beeinflußten Riegel 62, bei der Schließung des Ventils 45 dagegen durch den von der
Backe 61 und der Stange 69 beeinflußten Riegel 63 derartig verriegelt, daß seine
Schließung nicht eher erfolgen kann, als bis sowohl das Eingangsventil 44 als auch das
Ausgangsventil 45 geöffnet und damit die Gaszufuhr nach dem Rohre 49 wiederum gesichert
ist.
Bei den Gasreinigeranlagen kommt es darauf an, die Bewegung des Gases bei der
zeitweisen Ein- und Ausschaltung der Reiniger, welche durch ihre von Zeit zu Zeit zu erneuernde
Beschickung nötig wird, nicht zu unterbrechen. Zu diesem Zwecke wird die Ein- und Ausschaltung der im Kreislauf
hintereinander geschalteten Reiniger durch Dreiwegyentile bewirkt, welche meistens drei
in verschiedener Höhenlage angeordnete Stutzen besitzen, von' denen der mittlere an
den Reinigerkasten, der obere an die zu dem nächsten Reiniger führende Umgangsleitung
und der untere entweder an das Haupteingangs- oder Hauptausgangsrohr angeschlossen
ist, je nachdem es sich um das Eingangsoder Ausgangsventil des Reinigers handelt.
Die Spindel eines solchen Dreiwegventils muß stets so weit gedreht werden, daß der Ventilteller
entweder gegen den oberen oder unteren Stutzen abschließt. Der Reiniger ist demnach bei hochgeschraubtem Ventil mit
dem Ein- bezw. Ausgangsrohre_ unmittelbar verbunden oder steht bei niedergeschraubtem
Ventil durch dessen oberen Stutzen mit dem nächstfolgenden Reiniger in Verbindung.
Bei der Einschaltung eines neuen Reinigers muß stets zuerst dessen Ein- und Ausgang
geöffnet werden, bevor der Ein- und Ausgang des vorhergehenden Reinigers geschlossen
wird, da sonst das Gas in betriebstörender Weise an der Weiterbewegung gehindert wird.
Um nun den die Reinigerventile bedienenden Arbeiter unter allen Umständen zur
ordnungsmäßigen Öffnung und Schließung der Ventile zu zwingen, werden letztere mit
den den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Verriegelungsvorrichtungen verbunden,
durch welche die Schließung des Eingangs- oder Ausgangsventils eines Reinigers von der vorherigen Öffnung des Eingangsoder Ausgangsventils des darauffolgenden
Reinigers abhängig gemacht wird.
, Eine solche Verriegelungseinrichtung für eine Anlage mit drei hintereinander geschalteten
Reinigern wird durch Fig. 13 bis 16 in verschiedenen Arbeitslagen schematisch veranschaulicht.
In Fig. 13 sind sämtliche Reiniger I, II und III eingeschaltet. Das Gas tritt in der
Pfeilrichtung durch das Eingangsrohr 70 und das geöffnete Eingangsventil C1 in den Reiniger
I, von hier durch das Umgangsrohr 71, den Umgang des Ausgangsventils aL, das Umgangsrohr
72 und den " Umgang des Eingangsventils C1 in den Reiniger II, von diesem
durch das Umgangsrohr 73, den Umgang des Ausgangsventils a.z, das Umgangsrohr 74
und den Umgang des Eingangsventils e3 in den Reiniger III und geht von hier durch
das Umgangsrohr 75 und das geöffnete Ausgangsventil αΆ in das Ausgangsrohr 76.
Hierbei ist das offene Eingangsventil ^1
durch den Riegel JJ gegen Schließung verriegelt, welcher durch die mit der Gleitbacke
78 des von der Zuleitung 70 abge-. sperrten Eingangsventils e2 verbundene Stange
79 beeinflußt wird. Ferner ist das geöffnete Ausgangsventil a3 durch den Riegel 80 verriegelt,
welcher mit der Zugstange 81 der Gleitbacke 82 des Ausgangsventils U1 zusammenwirkt,
Soll nun das Λ·7επίί1 C1 zwecks Ausschaltung
des Reinigers I geschlossen werden, so muß vorher das Ventil e.2 geöffnet und mit
dem Eingangsrohre 70 verbunden werden. Durch das Hochschrauben der Spindel des Ventils e.2 bei seiner Öffnung wird die Backe 78
und die Stange 79 derartig zur Seite geschoben, daß der Riegel 77 die Spindel des
Ventils C1 freigibt und dieses nunmehr geschlossen
werden kann, wie Fig. 14 zeigt.
Beim Hochschrauben der Spindel des Ventils e.2 wird dieselbe durch Einfallen des unter
Federwirkung stehenden Riegels 83 verriegelt, welcher mit der Zugstange
der Gleitbacke 85 des Eingangsventils e3 zusammenwirkt.
Die Stange 84 wird durch diese Bewegung des Riegels 83 nicht beeinflußt, da letzterer
mit der Stange 84 durch eine Schleife 86 in Verbindung steht und somit eine geringe
Leerlaufbewegung machen kann.
Dieselbe Verbindung mittels Schleife zeigen auch die übrigen Riegel mit ihren Zugstangen.
Wegen des hierdurch entstehenden teilweisen Leerlaufs der Verriegelungen müssen die
Gleitbacken in derselben Weise unter Federwirkung stehen wie die Riegel, so daß sie
stets gegen die auf den Ventilspindeln sitzenden Hülsen angedrückt werden.
Nach Ausschaltung des Reinigers I nimmt das Gas den in Fig. 14 durch Pfeile angedeuteten
Verlauf durch die Reiniger II und III.
Zur Ausschaltung des Reinigers II und Schließung des A^entils e.2 ist die vorherige
Öffnung des Eingangsventils e3 erforderlich,
wobei dieses durch seinen mit der Zugstange 87 der Gleitbacke 88 zusammenwirkenden
Riegel 89 verriegelt wird, wie Fig. 15
veranschaulicht. Damit aber das Gas nunmehr nicht nur den Reiniger III, sondern auch den Reiniger I durchströmt, ist es eriorderlich,
das Ausgangsventil as zu schließen. Dieses \vird jedoch in seiner Offenstellung,
wie bereits erwähnt, von dem Ausgangsventil U1 aus verriegelt, welches somit zuvor
geöffnet werden muß. Das Gas nimmt alsdann in der Pfeilrichtung (Fig. 15) seinen
Weg durch das Eingangsrohr 70, Eingangsventil e3, Reiniger III, Rohr 75, Umgang
des Ventils αΆ, Umgangsleitung 90, Umgang
des Ventils C1 , Reiniger I, Rohr 71 und
durch das geöffnete Ausgangsventil U1 in die
Ausgangsleitung 76.
Um den Reiniger III durch ■ Schließung
der Ventile e3 und Ci1 ausschalten zu können,
wie in Fig. 16 dargestellt ist, muß zuvor das Eingangsventil C1 des Reinigers I und das
Ausgangsventil a.2 des Reinigers II geöffnet werden, wobei der Riegel 89 des Ventils e„
durch die Stange 87 der Gleitbacke 88 und der Riegel 91 des Ventils U1 durch die
Stange 92 der Gleitbacke 93 ausgehoben wird, während gleichzeitig die Verriegelung
des Ventils C1 durch den Riegel 77 und die
Verriegelung des Ventils a.2 durch den Riegel 94 erfolgt, welcher mit der Stange 95
der Gleitbacke 96 des Ventils as zusammenwirkt.
Das Gas tritt nunmehr durch das Ventil C1 ein, durchströmt die Reiniger I, II
in der Pfeilrichtung und tritt durch das offene Ventil a.2 in die Ausgangsleitung 76
über:
Natürlich kann die vorstehend beschriebene Einrichtung auch für Anlagen mit mehr als
drei Reinigern verwendet werden.
Die in den Zeichnungen dargestellten und oben erläuterten Verriegelungsvorrichtungen
sind nur als Ausführungsbeispiele vorliegender Erfindung zu betrachten, die im Gasanstaltsbetriebe
überall dort mit Vorteil angewendet werden kann, wo es sich darum handelt, zwei
oder mehrere Absperrorgane in bestimmter Zeit- oder Reihenfolge zu betätigen, um unabhängig
von der Zuverlässigkeit der die Apparate bedienenden Arbeiter einen ordnungsmäßigen
Betrieb zu sichern.
Claims (4)
1. Verriegelungsvorrichtung für Gasabsperrventile, die in bestimmter Reihenfolge
zu öffnen und zu schließen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (7, 8) eines jeden Ventils (1, 2) mit einer
spiralförmigen Gleitbahn (16, 18) und einer Einfallnut (19, 20) versehen ist, welche
mit durch Zugstangen (33, 34) zu ungleichen Paaren verbundenen, drehbaren
Gleitbacken {7,7, 38) und unter Federwirkung
stehenden drehbaren Riegeln (21, 22) derartig zusammenwirken, daß unmittelbar
beim Beginn der zur öffnung oder Schließung des einen Ventils erforderlichen
Bewegung die Verriegelung oder Entriegelung des anderen Ventils zwangläufig bewirkt wird.
2. Eine Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsteile einer Gruppe von Absperrventilen
mit der Verriegelung eines davon abhängigen Absperrventils derartig verbunden
sind, daß letzteres bei seiner Bewegung zwei oder mehr Absperrventile gleichzeitig gruppenweise ver- oder entriegelt,
während es selbst durch die Bewegung eines jeden der zu einer Gruppe vereinigten Absperrventile ver- oder entriegelt
wird.
3. Eine Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß drei oder mehr hintereinander geschaltete Absperrventile
derartig untereinander verbunden sind, daß die Verriegelung eines jeden
Ventils nach vollendeter Öffnung oder Schließung selbsttätig eintritt, während die Entriegelung eines jeden Ventils durch
die Öffnung oder Schließung des nächstfolgenden oder vorhergehenden Ventils herbeigeführt wird. ' .
4. Eine Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstangen die drehbaren Riegel mit einer Schleife umfassen und sowohl die Riegel
als auch die damit zusammenwirkenden drehbaren Gleitbacken unter Federwirkung stehen, zum Zweck, einen gewissen Leerlauf
zwischen den Verriegelungsteilen zu erzielen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE150200C true DE150200C (de) |
Family
ID=417141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT150200D Active DE150200C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE150200C (de) |
-
0
- DE DENDAT150200D patent/DE150200C/de active Active
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