DE14890C - Neuerung an Apparaten zur Erzeugung des elektrischen Lichtes - Google Patents

Neuerung an Apparaten zur Erzeugung des elektrischen Lichtes

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DE14890C
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TH. L. CLINGMAN in Asteville (Nord-Carolina, Amerika)
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K1/00Details
    • H01K1/02Incandescent bodies
    • H01K1/04Incandescent bodies characterised by the material thereof
    • H01K1/12Bodies which are non-conductive when cold, e.g. for Nernst lamp

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  • Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1880 ab/
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet die Anwendung einer kugelförmig, ellipsö'idisch oder sonst ähnlich gestalteten Masse zur Erzeugung elektrischen Lichtes. Diese Masse besteht aus einem Oxyde des Zirkoniums oder aus einer Mischung von Zirkonerde und Graphit oder einer anderen Kohlenstoffverbindung, oder aus Zirkonerde und Alaunerde (Talkerde) oder Magnesia, Kalk, Kieselerde oder aus Mischungen einer oder mehrerer dieser Substanzen.
Diese so zusammengesetzte Masse A kann man auch auf ihrer Aufsenfläche mit einem dünnen Ueberzuge oder einer Glasur aus Zirkonerde oder einer anderen der genannten Substanzen bedecken; die kugelförmig, ellipso'idisch u. s. w. geformte Masse. ist an jeder Seite mit Drähten oder Stiften B aus Platin, Bronze, Eisen ider sonstigen metallischen Leitern der Elektricität versehen. Diese Stifte oder Spitzen, die in Berührung mit der Zirkonerde sind, können eine beliebige Gestalt haben und, wie aus den Figuren ersichtlich ist, entweder nur an einer Stelle, Fig. i, 2 und 4, auf jeder Seite der Masse in Berührung mit derselben gebracht werden, oder mit der Masse an mehreren Stellen, Fig. 3, in Verbindung stehen.
Man kann auch die Masse mit Oeffnungen, welche diese in verschiedenen Richtungen durchziehen, versehen, wie in Fig. 4 gezeigt, um so den Hitzgrad bei den einzelnen Spitzen durch den Zutritt der Luft etwas zu vermindern.
Fig. 2 stellt eine Masse von sehr geringem Leitungsvermögen dar, die an ihren beiden Enden mit etwas besseren Elektricitätsleitern versehen ist, die zugleich die Enden der ellipso'idisch geformten Masse ersetzen.
Unter den bis jetzt gekannten Substanzen ist Zirkonerde am schwersten zu schmelzen und ist dieselbe ein Nichtleiter der Elektricität. Dieser Mangel an Leitungsvermögen eben bringt die Zirkonerde beim Durchpassiren des elektrischen Stromes zum Weifsglühen.
Graphit und andere Kohlenstoffarten sind nach den Metallen die besten Elektricitätsleiter, aber dieselben verbrennen bei sehr hohen Hitzegraden. Wenn man sie jedoch mit Nichtleitern vermischt, so verleiht die darin befindliche Kohle dieser Mischung die Leitungsfähigkeit, während die die Kohle umgebende Zirkonerde dieselbe von der Berührung mit der Luft abhält. Die Kohle, sowie auch die Zirkonerde werden auf diese Weise zum Weifsglühen gebracht.
Der dünne Ueberzug von Zirkonerde auf der Aufsenseite der Masse hält nun die Luft von der Kohle vollständig fern und ist diese deshalb vor Verbrennung geschützt; die Kohle und die Zirkonerde erzeugen daher, wenn sie in den Zustand der höchsten Weifsglühhitze versetzt sind, ein sehr intensives Licht.
Die Gröfse der anzuwendenden Masse wird das Verhältnifs der einzelnen Substanzen in den verschiedenen Mischungen beeinflufsen.
Wie schon erwähnt, wird die Masse durch Leiten des elektrischen Stromes durch dieselbe zum Glühen und demgemäfs zum Leuchten gebracht, auch wird, wie ebenfalls schon oben beschrieben, die Kohle vor dem Zutritt der Luft und infolge dessen auch vor der Verbrennung geschützt. Es ist deshalb bei dieser Erfindung kein besonderer Mechanismus nöthig, um, wie dies bei den meisten derartigen Apparaten der
Fall ist, die verbrennende Kohle durch neue zu ersetzen.
Mittelst der vorhandenen Luftkanäle soll die Luft die Theile der Masse, welche in Berührung mit dem Platin oder einem anderen Metalle sind, etwas abkühlen. Der mittelste Platinstift kann in der Nähe eines der Kanäle etwas breiter als deren Durchmesser sein, damit" einem übermäfsigen Erhitzen dieses Stiftes vorgebeugt werde.
Die genannte Masse erhält man auf folgende Weise:
Man nehme pulverisirte Zirkonerde, so wie man sie gewöhnlich im Handel bekommt, und menge dieselbe mit Kohle oder irgend einer der erwähnten Substanzen, welche gleichfalls gepulvert sind. Dieses Gemenge befeuchte man dann mit irgend einer klebrigen Flüssigkeit und forme dann den Brei zu der gewünschten Gestalt.
Die Bildung der Masse kann auch auf eine andere Art bewerkstelligt werden, indem man den mittleren Theil zu einem Cylinder formt, der ganz oder zum gröfsten Theile aus Zirkonerde besteht und die beiden Enden des Cylinders aus einer Substanz bildet, die an den Stellen, wo sie mit dem Platin oder einem anderen Metalle in Berührung kommt, eine gröfsere Menge eines Elektricitätsleiters enthält. Diese Substanz verhindert dann eine übermäfsige Hitze an den Befestigungsstellen des Platins.
Wenn die Masse trocken geworden ist, kann man dieselbe ganz oder theilweise mit einem Ueberzuge aus Zirkonerde oder einer anderen der genannten Substanzen bedecken.
Die Oeffnungen in der Masse werden beim Formen derselben um einen passenden Draht, eine Stricknadel oder um eine dünne Stange gebildet, welche nach dem Trocknen der Masse aus derselben herausgezogen werden. Oder man kann die Kanäle auch um einen kleinen Cylinder von hartem, glatten Holze oder um einen Strohhalm bilden, welche beim Erhärten dieser Masse ausgebrannt werden und dann so die hohlen Räume zurücklassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Die Masse A, in der angegebenen Weise aus" Zirkonerde oder Zirkonerde und anderen der erwähnten Substanzen zusammengesetzt und mit Drähten oder Spitzen B aus Platin oder anderen Metallen und dem Zuleiter des elektrischen Stromes C versehen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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