DE293158C - - Google Patents
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Classifications
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- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/02—Details
- H05B31/06—Electrodes
- H05B31/08—Carbon electrodes
- H05B31/10—Cored carbon electrodes
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- Discharge Lamps And Accessories Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die negative Bogenlichtelektrode nimmt bekanntlich an der Gesamtlichtausstrahlung, soweit
es sich um Lichtbögen zwischen Reinkohlen handelt, nur in einem sehr geringen Umfange teil. Dagegen beeinträchtigt dieselbe
in vielen Fällen stark die gleichmäßige Ausstrahlung des Lichtes und erzeugt in ihrer
Richtung einen mehr oder minder breiten und dem Beleuchtungstechniker sehr unerwünschten
Schattenkegel. Es ist daher vielfach angestrebt worden, diesen Übelstand dadurch
zu beseitigen, daß man die Abmessungen der negativen Kohle so gering wie möglich wählt.
Besondere Bedeutung besitzt diese Frage für Bogenlampen großer Stromstärken, z. B. Projektionsappararte
und Scheinwerfer. Aber auch bei Bogenlampen mit Leuchtsalz enthaltenden Kohlen, in welchen letztere vertikal
übereinander angeordnet sind, ist die Verwendung einer möglichst dünnen negativen Elektrode
zur Erzielung einer günstigen Lichtverteilung nach unten erwünscht.
Zur Erreichung dieses Zieles sind bisher verschiedene Wege beschritten worden, jedoch
ohne daß hierbei ein vollkommen befriedigendes Ergebnis erzielt wurde. Bei Verwendung
abnorm dünner negativer Kohlen treten, wie die Erfahrung gezeigt hat, Schwierigkeiten dadurch
ein, daß solche Kohlen bei hoher Strombelastung durch die in derselben erzeugte Joulesche Wärme bis zur Rotglut erhitzt werden,
wenn die Belastung eine gewisse Grenze überschreitet. Im allgemeinen werden negative
Kohlenelektroden mit einer Stromdichte von etwa 0,2 Amp. pro 1 qmm Querschnitt belastet,
wobei eine unzulässige Erwärmung der Kohlen noch nicht eintritt. Erhöht man
diese spezifische Belastung gewöhnlicher Kohlenelektroden auf annähernd das Dreifache,
so treten bereits die vorerwähnten Übelstände der unzulässigen Erwärmung bzw. das Erglühen
auf.
Man hat nun versucht, den Übelstand dadurch zu vermeiden, daß man solchen dünnen
Elektroden den Strom durch einen Gleitkontakt oder eine andere metallische Zuführungsvorrichtung unmittelbar vor der-Spitze zugeleitet
hat, wodurch nur ein kurzes Stück der Elektrode der starken Glut ausgesetzt war.
Hierbei wurde naturgemäß der verhältnismäßig große Abbrand, der mit der starken Erhitzung
der dünnen Kohlen verbunden ist, nicht beseitigt. Auch hat die Anordnung eines Gleitkontaktes
in der unmittelbaren Nähe des Lichtbogens große Konstruktionsschwierigkeiten.
Ein anderes bekanntes Mittel zur Erreichung des angestrebten Zieles war die Verwendung
von Kohlen mit Metallüberzug bzw. mit Metalleinlage. Der Nachteil solcher Kohlen
besteht jedoch darin, daß die erheblichen Metallmengen, welche zur Erreichung dieses
Zweckes erforderlich sind, im Lichtbogen Störungen verursachen, oder aber beim Abschmelzen
und Abtropfen die Lampe verunreinigen und unter Umständen beschädigen.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen
Übelstand dadurch, daß der Widerstand der negativen Kohle durch geeignete Wahl des
Kohlenmaterials ohne Verwendung von Metall bedeutend herabgesetzt wird. Dies geschieht
am einfachsten, indem man der Kohlenmasse einen . bestimmten Prozentsatz von Graphit
beimengt. Während gewöhnliche Kohlenelektroden einen Widerstand von etwa 60 bis 80
Ohm pro Meter und Quadratmillimeter aufweisen, hat reinster Graphit nur einen spezifischen
Widerstand von 10 bis 15 Ohm. Man ist also durch Verwendung dieses Materials,
je nach der hinzugefügten Menge, in der Lage, den Widerstand der negativen Kohlen ganz
bedeutend herabzusetzen. Praktisch genügt es bereits in den meisten Fällen, wenn man
der Kohlenmasse etwa 30 bis 50 Prozent ihres Gewichtes in reinstem, gut leitendem Graphit
hinzufügt, wodurch der Widerstand auf annähernd die Hälfte des ursprünglichen Betrages
herabgesetzt wird.
Die Verwendung derartiger negativer Kohlen in den vorerwähnten Lampen bringt eine
Reihe von erheblichen Vorteilen sowohl gegenüber den bisher verwendeten gewöhnlichen
amorphen Kohleelektroden, wie auch gegenüber Elektroden, welche mit Metalleinlagen
oder Metallmänteln versehen sind. Infolge des guten Leitvermögens ist die Erwärmung
der Elektroden auch bei einer Belastung mit dem zwei- bis dreifachen Betrage des Üblichen
eine äußerst geringe. Der Lichtbogen besitzt bei solchen gut leitenden und verhältnismäßig
dünnen Elektroden eine außerordentliche Stetigkeit und Ruhe, die Abmessungen der Lampenteile
werden wesentlich geringer, die Lichtausbeute wird bedeutend erhöht und die Lichtausstrahlung
durch Fortfall des störenden Schattenkegels erheblich verbessert. Ferner
wird infolge der Schwerverbrennlichkeit des
Graphits trotz der geringen Abmessungen eine große Brenndauer unter Verwendung dieser
Kohlen erzielt.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Erzeugung stabiler elektrischer Flammenbögen bei hoher Querschnittsbelastung
der Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß nur die negative Elektrode aus möglichst geringen Widerstand
besitzender graphithaltiger Kohlenmasse besteht.
2. Ausführungsform der Bogenlichtkohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatz an Graphit mindestens 30 Prozent beträgt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293158C true DE293158C (de) |
Family
ID=547850
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT293158D Active DE293158C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE293158C (de) |
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